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global news 2887 22-03-13: Eurozone pervers: Wenn vermögens-ärmere Länder (vor allem Deutschland) die reicheren "retten" sollen

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13 Responses to 2887

  1. Hajdy do Bajdy sagt:

    Kampf gegen ein demokratisches Deutschland?

    In diesem Zusammenhang habe ich mir einen Vortrag von Anton Chaitkin angesehen. Werde ihn wohl noch ein paar Mal ansehen.

    Also die Meinung im Artikel teile ich voll. Obwohl es ein sehr komplexes Thema ist. Oft ist es ja in diesen Bereichen so, dass man sich mit einem Erfolg rühmt um damit seine neoliberale Politik durchzusetzen. Die Folgen oder Spätfolgen, welche dann zur Verschlimmerung führen werden einfach verleugnet oder werden noch frech dazu hergenommen, um damit moderne Sklaverei zu rechtfertigen unter dem Banner der „Freiheit“. Siehe FDP …

    Es kommt noch erschwerend hinzu, dass sich oft die Verhältnisse so ändern, dass die einfachen Vergleichsmöglichkeiten fehlen. So kam ja die neoliberale Politik in der BRD zusammen mit der Widervereinigung, Hartz IV. Nach der Widervereinigung hatten ja die Menschen aus der DDR kein Vermögen, mit Hartz IV wurde es dann allen genommen. Hier sollte man vielleicht auch beachten, dass es in einigen Ländern der EU keine vergleichbare soziale Absicherung gibt. In den USA wird Bill Clinton gelobt. Die jetzigen Folgen werden einfach dem Krieg zugeschrieben.

    Hitler kam ja aus Österreich. Im Kampf gegen die Habsburger hat sich die Schweiz gegründet. Für einen futuristischen Schriftsteller wäre es wohl eine interessante Aufgabe einen Roman über die Bedeutung Ackermanns zu schreiben, welcher ja auch aus Österreich kommt.

  2. Günter Schmidt sagt:

    Die Eurowelt ist wirklich pervers.

    Dem ist nichts aber auch wirklich nichts hinzu zu fügen.

    Wenn man das geplante Chaos wegen Zypern sieht. Wo auf
    den Rücken der normalen Menschen dort ein mieses Pokerspiel
    gespielt wird da wird man sprachlos.

    Wer denkt das dieses Pokerspiel zwischen Zypern und dem Rest
    EU ausgetragen wird denk, so meine Überzeugung, falsch.

    Das Pokerspiel wird gespielt zwischen Euroland und den
    russischen Steinreichen und Zypern liegt wie das Korn in der Mühle zwischen den Mahlsteinen und wird zerrieben.

    Da meint doch, in meinen Augen sehr blauäugig, der zugeschaltete Kommentator aus Brüssel Gestern in der Tagesschau:

    Zypern spielt ein ganz gefährliches Spiel er denke: da ja
    Gestern Spanien und Italien sehr billige Staatsanleihen auf
    aufnehmen konnten würde die Troika wohl einen Staatspleite
    Zyperns in Kauf nehmen.

    Alles nur ein Pokerspiel.

    Ich bin mir ziemlich sicher nach einer Staatspleite von Zypern
    werden die Zinsen der Problemländer in die Höhe schießen.

    Dann können die ganz wenigen Geldeliten mal wieder richtig
    Reibach machen.

    • globalnote sagt:

      Lassen Sie uns bitte mit Schuldzuweisungen vorsichtig sein, bis man mehr weiß. Persönlich sehe ich nicht, was die Bundesregierung falsch gemacht haben soll.

      Nach meinem Eindruck sind es die wahrscheinlich korrupten Eliten in Zypern, die auch im Parlament sitzen und die eine vernünftige Lösung über eine Abgabe bei Konten über 100.000 Euro verhindert haben, obwohl dort mit Zinssätzen von 4,5 % und mehr kräftig verdient worden war (praktisch haben die zypriotischen Banken einen Teil der hohen griechischen Zinsleistungen auf griechische Staatsanleihen, in denen sie auf eigene Rechnung Geld der Kunden angelegt hatten, an ihre reichen Kunden weitergeleitet).

      Die Frage für uns Deutsche ist doch, ob es wirklich fair ist, daß wir mit der Folge späterer Steuererhöhungen zu Hilfe eilen, obwohl in den meisten Krisenländern das Nettovermögen größer als bei uns ist (zumal auch Normalos dort – anders als bei uns – in der Regel Immobilien besitzen). Wenn wir das täten ohne Selbstbeteiligung aus dem Krisenland, hätten wir sofort mit Forderungen nach Gleichbehandelung aus den anderen Krisenländern zu tun. Dabei sind die zypriotischen Banken in ihrer bisherigen Größe einfach nicht zu retten. Ein Gesundschrumpfen geht aber nur unter Beteiligung aller Gläubiger, wobei Spareinlagen unter 100.000 Euro ja geschützt werden können.

      • Günter Schmidt sagt:

        Danke für die Antwort. Ich möchte ja auch keine Schuldzuweisungen machen und es ist gewiss richtig das einige
        Abgeordnete im Parlament „ihr Geld„ schützen wollen.
        Ich denke aber daß das meiste Geld das in den Banken in
        Zypern schlummert von den reichen Russen stammt und das die
        nicht kampflos auf ein Teil dieser Einlagen verzichten werden ist
        natürlich klar.

        Darum sind seit letzten Freitag auch sehr viele Privatflugzeuge
        von Russland in Nikosia gelandet.

        Was mir zu Denken gibt ist und auch ein Vorwurf an die
        politischen EU-Eliten .

        Wieso hat die Troika nicht sofort nein gesagt das Vermögen
        unter 100000 Euro nicht herangetastet werden dürfen.

        Da habe ich den leisen Verdacht das diese dachten:

        Lass mer mal wenn das ohne viel Geschrei durchgeht haben wir später ein Vorzeigebeispiel wenn es auf Spitz und Knopf steht
        dies bei den anderen Ländern genauso zu machen.

        Ein kapitaler Fehler. Das schwindende Vertrauen in den
        Euro hat damit einen Tigger bekommen

      • globalnote sagt:

        Der IWF wollte bei den über 100.000 Euro mit 40 % zuschlagen. Die darunter wären dann nicht behelligt worden. Doch die zypriotische Regierung lehnte ab und wollte alle Kontoinhaber heranziehen. Mit Plan B wollte sie nun die Sozialversicherung plündern. Das zeigt doch die soziale Einstellung der dortigen „Elite“. Außerdem wollten sie weiter als Drehscheibe für russische Gelder dienen. Vieles davon kommt übrigens über Drehscheiben aus Steuerparadisen in der Karibik. Viele russischen
        Unternehmen sind steuerlich in der Karibik angesiedelt. Dieses „Geschäftsmodell“ wollten sie nicht aufgeben.

        Die deutschen Retter werden doch nur gebraucht, weil sich die Steuerbehörden in den Krisenländern nicht an die dortigen Superreichen heranwagen. Bestes Beispiel ist Italien. Monti hat es versucht und hat am Ende vielen Stimmen an das Lager von Berlusconi verloren, der alle Sondersteuern wieder aufzuheben versprach.

  3. carolus sagt:

    ich glaube nicht,dass die bundesregierung an die ungleichverteilung der vermögen gedacht hat,als sie die letzjährigen rettungspakete durchgewunken hat.niemand von den entscheidungsträgern gehört zu den menschen,die 51000 euro und darunter besitzen.also warum sollten sie sich für sie interessieren?
    ob die rettung der vermögen der euro-südländer ungerecht ist,die im durchschnitt höhere (privat-)vermögen besitzen im verhältnis zu unseren malochern,die über die zukünftigen steuererhöhungen für die rettung der vermögen im euro-raum aufkommen müssen?klar!
    nur was wird die jetzige politik in D denn machen?sie werden wieder auf alternativlos-modus schalten! wie gehabt!dank merkels euro-europaverknüpfung!
    die wahlalternative2013 bekommt so ohne grosses zutun billige werbung für ihre euro-raus politik!

  4. Heiner sagt:

    Zu den von Herrn Jahnke angesprochenen Drehscheiben/Steuerparadiesen/Karibik: diesmal deutsche „Anleger“ betreffend.:
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/betrugsskandal-bei-deutschen-banken-karibische-deals-1.1625991
    MfG

  5. Hallo Herr Jahnke,
    vielen Dank für Ihre fleißige Datensammlung, die ich hier für eine eigene Grafik verwendet habe: http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=280379
    Eine Kritik am Rande: In Ihrer Grafik werden die Daten (wie immer!) mit einem Punkt getrennt. Nach deutscher Rechtschreibung muss hier immer ein Komma stehen. Sie mögen das für verzeihlich halten. Ich denke, wer das Volk aufklären will, der sollte auch die Sprache des Volkes sprechen. Ihre Zahlen sprechen jedoch Englísch.
    Mit freundlichen Grüßen
    W. Buchenberg

    • globalnote sagt:

      Hallo Herr Buchenberg,

      Wirklich nett, daß Sie mich für fleißig halten. Es geht mir wirklich nicht nur um die Datensammlung, auch wenn die dann von Links gern als Steinbruch benutzt und oft uminterpretiert wird.

      Sie haben jetzt die Zahlen aus meiner Grafik umgesetzt, dabei aber neben mir das Statistische Bundesamt als Quelle angegeben. Wie Sie meiner Grafik entnehmen konnten, ist aber die Bundesbank die Quelle. Statt dessen hätten Sie vielleicht auch den Link zu meinem Rundbrief setzen können, wenn das schon der Ausgangspunkt für Ihre eigene Grafik ist. Oder liegt der nicht auf Ihrer Linie?

      Da ich ein internationales Grafikprogramm benutze, kommt statt des Kommas ein Punkt, was aber keine Mißverständnisse erzeugen kann, wenn nur noch eine Stellen danach folgt (nach dem deutschen Komma folgen in der Regel immer zwei Stellen). Auch die Bundesbank, die deutsche Fassung von Eurostat und das StaBuA benutzen zunehmend die internationale Nomenklatur. Auch meine Excelprogramme arbeiten mit dem Punkt. Trotz Ihrer nachdrücklichen Ermahnung habe ich nicht vor, meine ganze Software auszutauschen. Zudem sind Sie seit vielen Jahren der Erste, der hier beckmessert.

      Da Sie mangels Fleißes nicht selbst die Tabellen der Bundesbank heruntergeladen haben, nur so viel: Das kleinste Dezil erscheint dort als 60 Euro Durchschnitt. Ihre 100 Euro übertreiben also noch beachtlich. Hätten Sie bei der Bundesbank selbst gesucht, wäre Ihnen auch die Zahl für die untersten 5 % von minus 1.620 Euro Nettovermögen ins Auge gefallen. Das nur, weil Sie im Gelben Forum nun nach dem Minus am unteren Rand gefragt werden.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

  6. Hallo Herr Jahnke,
    die falsche Quellenangabe war mein Versehen, das ich inzwischen korrigiert habe. Hätte ich mich nicht verlesen, so hätte ich auch Ihre Quelle gefunden. Vielen Dank für den Hinweis.
    Was Punkt oder Komma angeht, so ist das durchaus missverständlich. Ich weiß nicht, welche Software Sie verwenden, aber in Excel kann man einstellen, ob Dezimalstellen durch Punkt oder Komma getrennt werden. In jeder ordentlichen Software wird man das Dezimalstellenzeichen ebenfalls einstellen können.
    Das „beckmesserisch“ können Sie sich sparen.
    Gruß W. Buchenberg

    • globalnote sagt:

      Hallo Herr Buchenberg,

      Leider beckmessern Sie immer noch. Sie sind wirklich der einzige, der sich seit Jahren unter sehr vielen Besuchern der Webseite wegen Punkt/Komma beklagt hat. Da ich meine Arbeitsleistung total selbstlos zur Verfügung stelle, habe ich nicht vor, mir weitere Arbeit und Kosten aufzuhalsen. Das (ziemlich teuere) Grafikprogramm ist aus USA und nicht umzustellen. Bei Excel muß ich die internationalen Statistiken mit dem Punkt statt Komma hineinkopieren und das geht nur in die englische Version. Das Infoportal bringt nun mal viel Internationales.

      Wie gesagt, international wird der Punkt immer mehr übernommen, auch von deutschen Quellen. Und das ist gut so, denn unsere Datenwelt wird nun mal immer globaler. Aber lassen Sie uns diese Diskussion nicht fortführen. Sie macht wenig Sinn. Übrigens: Marx würde heute auch mit dem Punkt arbeiten, wenn er noch seinen Platz in London hätte.

  7. n8igall123 sagt:

    Hallo, vielen Dank fuer die Grafiken!

    Sind die Zahlen eigentlich pro Haushalt oder pro Person zu verstehen?

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