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global news 2888 23-03-13: Immer mehr zweifeln am Euro: Wenn sich Menschen um ihre Ersparnisse sorgen müssen

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9 Responses to 2888

  1. C.A.Wittke sagt:

    Wenn immer mehr zweifeln dann könnte ja irgendwann der Tag kommen an dem immer mehr, nicht nur mehr Politiker, verstehen, um welche wahren, viel schwerwiegenderen Probleme und Aufgaben wir uns eigenlich zu kümmern hätten.

    Dagegen sind dumme Währungsspielchen vergleichsweise Nasenwässerchen!

    caw

  2. Lionheart sagt:

    Jeder der den Sinn und die Funktionsweise
    von Wechselkursen versteht, der weiß, daß ein
    Abschaffen der Wechselkurse in einer Zwangsschuldgeldwirtschaft dazu führt, daß wirtschaftlich schwache Länder zuerst ausbluten, d.h.
    zuerst zahlungsunfähig werden. Vor allem dann, wenn auch noch der Zoll durch den Wegfall der Grenzen abgeschafft wurde. Wechselkurse sind eine sinvolle Schutzfunktion zwischen Ländern unterschiedlicher Wirtschaftskraft, wenn untereinander Handel getrieben wird.

    • C.A.Wittke sagt:

      Mit „Währungsspielchen“ meinte ich den gegenwärtigen, idiotischen K(r)ampf um die global schwächste Währung. Das geschähe im Moment sicher auch ohne die Einführung des Euro. Nur verstärkt dieser eklatant die Probleme der schwachen Euroländer während er für das „starke“ Deutschland gleichsam enthemmend wirkt. Damit wird die Spaltung jeden Tag tiefer!

      Sie haben selbstverständlich Recht: die ehemaligen Kursrelationen spiegelten die jeweiligen Unterschiede der einzelnen Volkswirtschaften (auch Mentalitäten, Lebensweisen, -umstände) wider und haben eine Balance, ein Miteinander erlaubt. Das ist jetzt in einem starren, künstlichen Verbund nicht mehr möglich, ergo geben die schwächsten Glieder zuerst nach. Das hört auch nicht mit mehr Geld auf.

      Wollte man das ändern müßten alle (!) annäherungswillig und einige wenige transferwillig sein; außerdem müßten die Banken wieder verantwortungsvolle Unternehmen inter pares sein. Das ist reines Wunschdenken, jetzt im Jahr elf nach Einführung des Euro, im Jahr 23 neoliberalen Festens und im Jahr 113 nach einer Milliarde Erdbevölkerung ist eh‘ jedes Goodwill beim Teufel; erst Recht in einer Welt, die schnell zunehmend und global um Arbeit und Ressourcen streiten muß/wird. Natürlich wäre ein back-to-the-roots unumgänglich; nur selbst das müßte intelligenzgesteuert und mit ganz viel feiner Justage erfolgen.

      Wie intelligent und fein man vorgeht erleben wir im Jahre vier der zyprischen Euroteilnahme!

      caw

  3. Rote Socke sagt:

    Anfrage an Herrn Jahnke: 2007 hatte die Vermögenspyramide noch negative Bereiche (unteres Dezil) und fast Null-Vermögen bis in das 5. Dezil. Was ist passiert? Geht es unseren Landsleuten inzwischen besser? Ich hätte da meine Zweifel.

    • globalnote sagt:

      Das kann ich nicht beantworten. Aber 60 Euro sind ja praktisch auch nichts. Bei den untersten 5 % kommt die Bundesbank zu negativen Ergebnissen (also Überschuldung). Aber die Erfassung der Bundesbank ist nicht auf der gleichen Basis erfolgt wie 2007 das SOEP.

      • Rote Socke sagt:

        Dank für die prompte Antwort! Vielleicht sollte auch nach Giro- und Sparkonto unterschieden werden. Ich kann mir kaum vorstellen, daß es in den unteren 10% der Bevölkerung „Sparer“ gibt, auch keine, die dazu in der Lage wären, 60 Euro auf die hohe Kante zu legen.

  4. Lionheart sagt:

    Meine Theorie!
    Die roten Bereiche waren meiner Meinung nach
    immer die zahlungsunfähigen Privat- und
    Unternehmensschuldner, also die Haushalte,
    die mehr Tilgungsraten zu zahlen hatten als
    an Monatseinkommen zur Verfügung stand.
    Vielleicht hat man diese für die Statistik
    ausgelagert wie die Bad Banks, z.B. als
    „Bad people“.

  5. Günter Schmidt sagt:

    Möchte mal auf die eigene Alterabsicherung durch seine
    Ersparnisse eingehn.

    Herr Jahnke Sie schreiben:

    In einem Land wie Deutschland, in dem die Sozialleistungen und vor allem die Altersrenten ständig abgebaut werden, sind Ersparnisse umso wichtiger

    So weit so gut. Aber geht nicht nur um die Generation die in
    Rente sind es betrifft sogar die Generation die noch im
    Arbeitsleben stehen.

    Beispiel:

    Meine Mutter (84 Jahre) sagte zu mir Anfang des Jahres sie
    habe große Angst das sie mal ein Pflegefall wird und dann
    in Heim muß und das sie mit der Rente dies nicht finanzieren
    könnte.

    Die Rente meiner Mutter ist ordentlich so das sie gut damit
    über die Runde kommt.

    Ich machte mich mal schlau über die Kosten von einem
    Pflegeheim.

    Bei Pflegestufe 1 kostet bei dem Heim in ihrem Heimatort 2853,65
    Zuschuß vom unserem lieben Staat 1023,00
    Verbleibt ein Eigenanteil von 1830,65

    Da reicht natürlich Ihre Rente nicht.

    Dann kommt natürlich das Sozialamt auf die Kinder zu und
    nicht nur auf die Kinder. Weil bei verheirateten auch noch
    der Verdienst des Partners mit eingerechnet wird.

    http://www.n-heydorn.de/elternunterhalt.html

    Habs für mich mal gerechnet. Ist ne ganz hübsche Summe
    die da auf mich und meiner Frau zu kommen könnte.

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