2512

global news 2512 14-10-11: Warum die Teilverstaatlichung der Banken nicht mehr aufgeschoben werden darf

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8 Responses to 2512

  1. e.koch sagt:

    Schwarze Löcher?

    Einige Wissenschaftler haben bei der jährlichen Inventur der öffentlichen Haushalte festgestellt, dass auf allen Kontinenten, in allen Staaten, in allen Städten und Kommunen weltweit, die Gleichen Grundvoraussetzungen erfüllt sind: Die Kassen sind leer und nicht nur das, alle, absolut alle sind bis über beide Ohren verschuldet. Die Höhe der Gesamtverschuldung wird auf 14 bis 40 Billionen US$ geschätzt. Nun hat eine Gruppe von Spezialisten die Vermutung geäußert, dass, wenn doch alle so hoch verschuldet sind, es doch irgendwo ein oder mehrere Zentren von Kapitalkonzentrationen in der Welt geben muss, wo all diese Gelder hin geflossen sind. Hierzu wurde der Verdacht geäußert, es könne sich doch möglicherweise um ein bereits bekanntes Phänomen handeln, nämlich dem der „Schwarzen Löcher“. Schwarze Löcher sind super-massive Gravitationszentren, die alles in der näheren Umgebung, also auch $, € und Franken, in sich aufsaugen und sozusagen auf nimmer wieder sehen verschwinden lassen. Ein bekannter Professor sagte: “Wir stehen vor einem Rätsel, weder das uns bekannt wäre, wo sich diese gravitativen Anomalien befinden, noch ob es sich hierbei um ein reales Phänomen handelt, sei bisher klar.“ Weiter sagte er: „Theoretisch könnte das Geld hierbei in einer fünften oder sechsten Dimension gelandet sein und ein Wesen aus dieser Welt steht demnächst mit seinem Kontoauszug vor unserer Tür, um den Erwerb unseres Planeten geltend zu machen.“ So weit möchte einer seiner Kollegen dabei noch nicht gehen. Er vertritt die Meinung: “Es könne doch einen Zusammenhang zwischen realer Wirtschaft und realem Geld sowie eben nicht realer Wirtschaft und somit „nicht realem, nicht existentem“ sogenanntem virtuellem Geld geben.“ Weiter stellte er die Theorie auf: „Es könne sich bei diesen Summen eventuell um nichts anderes als eine unsinnige Ansammlung von Nullen und Einsen handeln.“ Sollte sich dieser Verdacht erhärten, bestünde die Möglichkeit, einfach durch drücken der STRG+ ALT+ ENTF Taste, also mit einem Reset, diese aus den Fugen geratene numerische Katastrophe zu beenden. Auch so abstruse Verschwörungstheorien, wonach eine Gruppe Einflussreicher Familien, mit Hilfe einer globalen Schock- Strategie, die Welt in ihrem Sinne gestalten möchte, wird nicht gänzlich ausgeschlossen. Der diplomierte Verplanungsverwirrte Versprecher der Bundesregierung antwortete auf die Frage, wo die Kohle wohl hin ist: „das der spätsommer mit seinen vielen Sonnenstunden einen hervorragenden Jahrgang verspricht.“ Womit er vermutlich Recht haben wird.
    Ein Konsens zeichnet sich derweil noch nicht ab. Geeinigt hat man sich bisher lediglich darauf, ein Team von internationalen Experten zu bilden, die dieser Problematik auf den Grund gehen sollen. Vorerst bleiben wohl noch viele Fragen offen, hoffen wir auf schnelle Antworten. eko

    • Christof sagt:

      🙂

      Liebe(r) e.koch, das ist ein Klassebeitrag!

      Man kommt nicht umhin, als Laie und Nichtfachmann
      tatsächlich irgendwo irgendwelche „supermassiven
      Gravitationszentren“ zu vermuten, die als überdimensionale
      Staubsauger die Milliarden und Billionen unwiderstehlich
      in sich hineinsaugen.

      Insofern: Chapeau! Anders als mit Ihrem Stilmittel ist dem
      ganzen Phänomen kaum noch beizukommen.

      Nehmen wir einmal eine der neueren Nachrichten von
      der Mainstream-Front. Da wird dann behauptet, dass das
      aktuelle Haushaltsdefizit der USA von einem Loch zu einem
      Löchlein mutiert sein soll.

      Schauen wir uns an, welche Qualität dieses „Löchlein“ hat.
      Es ist die Rede von umgerechnet 942 Milliarden Euro für das
      Etatjahr 2011, welches am 30. September endete.

      Dieses „Löchlein“ umgelegt auf grob 300 Millionen Amerikaner
      ergibt zumindest bei mir nach Adam Riese PRO EINWOHNER
      einen Betrag von 3.140 €, den der Durchschnittsamerikaner via
      Haushaltsdefizit angeblich für lau verballert hat und den die
      Regierung an neuen Schulden hat aufnehmen müssen.

      Und in der Tat, für einen 4-köpfigen US-amerikanischen Haushalt neue Segnungen in Höhe von knapp 12.500 Euro anzunehmen, ist natürlich abwegig.

      Wo also sind die supermassiven Gravitationszentren zu verorten, die diese gewaltigen Summen in sich hineinsaugen?

      Das bleibt die Frage aller Fragen.

      P.S.: Aktuell macht das Gerücht die Runde, dass es sich um
      sogenannte „gehebelte“ supermassive Gravitationszentren handelt, die im Gegensatz zu bisherigen Erkenntnissen eine potenzierte Ansaugkraft besitzen!

      Grüsse!

    • globalnote sagt:

      Macht es Euch doch nicht so schwer mit solchen Mutmaßungen. Die Verschuldung der öffentlichen Hände hat ein Gegengewicht in den Gläubigerpositionen von Menschen mit Vermögen, die die Schuldpapiere halten, und ganzen Ländern mit gewaltigen Überschüssen, wie China, die massiv vor allem amerikanische Staatspapiere halten. Wir haben eben seit einigen Jahren eine Konzentration von Reichtum in der Welt, über die ich immer wieder berichtet habe. Und vieles dieses Reichtums spekuliert auf den Börsen, teilweise mit hohen Hebeln (z.B. über Hedgefonds). Dafür muß ich keine „schwarzen Löcher“ suchen. Die Statistiken des IWF z.B. sind ziemlich eindeutig und frei zugänglich, was die Weltersparnisse und Weltverschuldung angeht.

  2. Gaby sagt:

    Guten Abend in die Runde,

    ja, warum so kompliziert?

    Die Frage, wohin ein Loch verschwindet, wenn man es stopft, stammt von Kurt Tucholsky und es ist eine Tatsache, dass der abstrakte Kapitalismus im Denken und Fühlen der meisten Menschen dieser Welt keine Rolle spielt, dafür umso mehr die jahrtausendealte, bis in die Steinzeit rückverfolgbare, sehr konkrete Subsistenzwirtschaft.

    Kapitalistische Abstraktheit konkurriert seit 500 Jahren mit den konkreten Lebensvorstellung der meisten Menschen dieses Planten, was die Lösung der sich hieraus gegensätzlich ergebenen Probleme Tag für Tag ziemlich kompliziert. Ein gewöhnlicher Mensch ist kein Kapitalist, sondern ein Mensch, der nichts anderes will, als in einer abstrakten Welt, in der ein Lohnsklave oder vom Staat Alimentierter ist, ein bisschen ganz konkret glücklich leben dürfen will. Dieser geringe Wunsch wird den Menschen dieser Welt mehr und mehr durch die sich verschärfend abstrakten Strukturen des Kapitalismus (Neoliberalismus) verwehrt und deshalb protestieren die Menschen auf den Straßen oder kommen auf Verschwörungstheorien bzw. glauben, das ganze Geld dieser Welt würde per Gravitationskraft in einem mystischen Loch verschwinden.

    Ich schlage vor, wir lassen diesen historischen 15. Oktober 2011, historisch deshalb, weil es einen solchen globalen Protesttag gegen den Kapitalismus bisher nicht gab, gemütlich auslaufen und tanken gleichzeitig neue Kraft.

    Bis denne,

    Gaby

  3. Heiner sagt:

    Zum Thema Normalmensch – Alien- und Fressen/gefressen…..

    MfG

  4. Jens sagt:

    Ich finde den Beitrag oben von e.koch super, denn er ist
    a: lustig
    b: sachfern und dadurch für Leute, die nur Mainstream Medien konsumieren, eine Möglichkeit, sich der Realität überhaupt zu nähern. (Ich spreche da aus eigener Erfahrung)

  5. Gaby sagt:

    Hallo miteinander,

    da sind gestern nur ein paar Leute weltweit auf die Straße gegangen und das auch noch weitgehend friedlich, aber trotzdem hat das unseren Politikern anscheinend Angst gemacht. „Politiker erklären Banken zum Staatsfeind“.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,792058,00.html

    Da unser Führungspersonal gewöhnlich ziemlich vergesslich ist, werden wir noch einige Occupy-Proteste bestreiten müssen, sie endgültig auf den rechten Weg der sozialmarktlichen Tugenden zurück zu leiten. 😉

    Alles Gute,

    Gaby

  6. Gaby sagt:

    Schönen guten Tag miteiander,

    nun bin ich wirklich nicht davon überzeugt, dass ein einmaliger globaler Protestzug zu Recht frustrierter, verängstigter und perspektivloser Bürger und Bürgerinnen einen sozialen Wandel der neoliberalen Profit-Ökonomie durch unsere Politiker erfahren wird. Nein, da müssen wir schon hartnäckig bleiben und die Protestzüge müssen noch viel größer werden. Aber immerhin denken einige unserer Politiker bereits jetzt ein wenig in richtiger Richtung nach.

    Wer aber offensichtlich nichts verstanden hat, ist ausgerechnet Joachim Gauck. Er spricht davon, dass das Protestieren „unsäglich albern“ sei. Zudem meint er, dass der Traum von einer Welt, in der man sich der Bindung von Märkten entledigen könne, eine romantische Vorstellung sei. Zudem prophezeit er: „Das wird schnell verebben!“

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,792098,00.html

    Lieber Herr Gauck, die Empörten haben kaum eine andere Möglichkeit, als mit den Füßen zu protestieren und ihr Wunsch ist nicht, den Kapitalismus abzuschaffen, sondern ihn herauszulösen aus den unfairen Regeln des neoliberalen Diktats und das können nur wachgerüttelte Politiker per gesetzlicher Regelungen bewerkstelligen. Es ist doch in einer Demokratie legitim, Politiker mit friedlichen Mitteln wachzurütteln, oder nicht?! Oder ist Demokratie in ihren Augen etwa albern und verebbt bald?

    Herr Schäuble spricht im gleichen verlinkten Artikel auch ziemlich missverständlich, wenn er meint: „Die Regierungen müssten klar machen, dass die Politik die Regeln für die Märkte setze. Dies müsse in einer Weise geschehen, ‚die die Menschen überzeugt‘ und da sei noch sehr viel Arbeit zu leisten“.

    Ich verstehe diese Aussage so, dass wir einfachen Leute noch immer nicht verstanden haben, wer die ökonomischen Regeln für welche Klientel setzt und es deshalb an der Zeit ist, uns allen per Propaganda intensivst einzutrichtern, dass der Neoliberalismus die beste aller Welten ist. Nee, Herr Schäuble, damit kommen Sie nicht durch! Politischer Propaganda glauben die Menschen nicht mehr und an die reale, alltägliche Nichtexistenz neoliberaler „Wohltaten“ auch nicht. Sie haben, genau wie Herr Gauck, nicht wirklich verstanden, worum es den 99 %, worum es den empörten Menschen geht!

    Die Menschen wollen doch nichts anderes, als die Soziale Marktwirtschaft zurück, weil sich diese Art des Kapitalismus als die menschenfreundlichste erwiesen hat.

    Gaby

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