2890

global news 2890 26-03-13: Augstein/SPIEGEL und der angebliche deutsche Angriff auf die zypriotischen Kleinsparer

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13 Responses to 2890

  1. Uhupardo sagt:

    Ihr Artikel ist noch weitaus tendenziöser als der von Augstein. Von differenzierter Betrachtung keine Spur. Es geht Ihnen offensichtlich ausschliesslich um Ideologie und nichts weiter.

    Der Zyprer, der seine gesamte Altervorsorge bei der Sparkasse und damit knapp über 100.000 Euro auf dem Konto liegen hat, ist wahrlich ein Kleinsparer.

    Die zyprische Firma, die samt Lohngeldern 165.000 Euro auf dem Konto der Laiki Bank verzeichnet. Die zyprische Frau, die gerade 200.000 Euro auf ein Sperrkoto legte, ihre gesamten Ersparnisse plus einem Privatkredit, weil sie nur so endlich das erträumte Haus kaufen kann.

    Diese und viele andere Menschen lassen Sie bewusst draussen, wie sie nicht in Ihre ideologische Schublade passen. Sie passen nicht ins Konzept des russischen Oligarchen, der seine Schwarzgelder auf Zypern parkt, nicht wahr? – Unredlich!

    • globalnote sagt:

      Mit Polemik kommen Sie bei mir nicht weiter. Zu den deutschen Finanzvermögen normaler Menschen haben Sie kein Wort. Natürlich gibt es bei jeder Steuer Sondersituation, die im Einzelfall nachgeregelt werden müssen. Bei uns gibt es allerdings auch nur bis 100.000 Euro Kontoschutz. Vergessen Sie das nicht. Dann können sich dieselben Probleme ergeben, die Sie jetzt für Einzelfälle in Zypern andeuten.

    • G. Perthen sagt:

      Es ist leider immer wieder der Fall, dass einzelne, bedauerliche Einzelfälle – manchmal auch konstruierte – benutzt werden, um von einer vernünftigen, logischen und ausgewogenen Betrachtung abzulenken. Dies scheint mir bei Ihnen hier der Fall zu sein.

      Mich verwundert im Zusammenhang mit der Euro-Krise im allgemeinen und der Zypern Krise im speziellen, wieso sich die Linke derart für die Reichen einsetzt. Es ist doch logisch, dass jeder, der Geld anlegt, sich Gedanken über die Bonität seines Geschäftspartners machen muss und das Risiko, Geld zu verlieren, im Auge hat. Wenn er doch zu einer Bank mit wackligem Geschäftsmodell geht, weil dort die Zinsen höher sind, kann er doch nicht darauf vertrauen, dass ihm die Allgemeinheit, und das sind nun mal immer die „kleinen Leute“, aus der Patsche hilft. Selbstverständlich muss eine riskant geführte Bank Pleite gehen können. Der eigentliche politische Skandal ist nämlich, dass immer noch kein vernüftiges Konkursrecht speziell für Banken existiert, obwohl jeder, spätestens seit Lehman Brs. 2008 weiß, wie notwendig das wäre.

      Eine Ausnahme mögen ganz einfache, unbedarfte Leute sein, aber die sind durch eine Einlagensicherung in der jetzigen Höhe ausreichend geschützt, wie im Artikel hinreichend belegt.

    • Tic sagt:

      Sie reden von Unredlichkeit und Ideologie gegenüber Herrn Dr. Jahnke und machen sich dieselben zu eigen.
      Meine Frau führt ein rigides Haushaltsbuch und freut sich jeden Monat ein Stein im Bauch, wo sie 100 Euro Beiseite legen kann.
      Wenn sie das wirklich schaffen täte, denn es kommt doch des Öfteren etwas dazwischen, braucht sie !! 83 Jahre !!, !! ab Geburt !!, um auf die 100.000 Euro zu kommen, die Sie hier leger, einfach mal so, einem Kleinsparer zuordnen.

      Sie sollten sich was schämen und sich bei uns wirklichen Kleinsparern für Ihren polemischen Fehltritt entschuldigen!

      Ich bin gespannt, ob sie dies können, denn ein echter Ideologe kann dies nicht!

    • Mabuse sagt:

      Hier die Schilderung eines der „bedauerlichen“ und sicher „konstruierten“ Einzelfälle:

      http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/03/30/ruiniert-wenn-die-eu-ueber-nacht-das-firmen-konto-pluendert/

      Was oft bei der Diskussion übersehen wird: Es trifft in solchen Fällen – beileibe nicht nur Einzelfälle! Denn dies dürfte für fast alle Firmen, die ihre Geschäftskonten bei den 2 zyprischen Großbanken haben – nicht nur die reichen Firmenbesitzer. Es trifft vor allem direkt die abertausenden Beschäftigten, die am nächsten Lohnauszahlungstermin in die Röhre gucken. Wovon sollen die Löhne in den kommenden Monaten denn bezahlt werden? Der Unternehmer wird mit dem Hinweis auf die schuldigen „Eurospardiktatoren“ und auf deren zyprische „Politerfüllungsgehilfen“ die Auszahlungen für unmöglich erklären.

      Bin gespannt, welche Nachrichten hierzu in den kommenden Monaten, wenn dieses Problem erst so richtig virulent wird, uns erreichen. Wahrscheinlich wird man dazu auf die ausländischen Medien zugreifen müssen. Unsere deutsche Mainstreammedien interessiert dann Zypern längst nur noch am Rande. Und unangenehme Nachrichten für den „deutschen“ Austeritätskurs, der besonders die, finanziell gesehen, untere Hälfte der Bevölkerungen trifft, werden bekanntlich gerne verniedlicht oder ganz beiseite gelassen. Darauf gemäß seiner Wichtigkeit für die vielen betroffenen Menschen einzugehen (siehe beispielsweise die mörderische Situation im griechischen „Gesundheitswesen“), könnte bei der hiesigen Bevölkerung unpassendes Mitempfinden wecken und somit Widerstand gegen die herrschende Politik erzeugen.

  2. Der Artikel von Augenstein ist lahm. Hat keinen Witz. Wundert mich, dass dieser überhaupt veröffentlicht wurde. Vielleicht war da der Teufel im Spiel, denn Freitag ist ja bekanntlich Feiertag 🙂
    Mit dem Artikel hat sich Augenstein selber keinen Gefallen getan, denn von ihm könnten sich Leser abwenden.

    Ich habe den Artikel so verstanden, dass die Zypernlösung nicht zu seinem Motto passt, also „im Zweifel links“. Da war der Artikel eher so etwas wie die „Schweineherde“, in der er seine Legion austrieb.

    Bezüglich der Zypernlösung, bin ich anders als Augenstein, eher skeptisch. Aus irgendeinem Grund vermute ich in den Medienmeldungen eine gelungene Ablenkung. Als ob man Schadenfreude weckt um damit zu kaschieren, dass doch gezahlt wird. Jetzt sind die Wähler zufrieden, „dass es einmal die Richtigen trifft“, jedoch es wird gezahlt. Dass in Zypern etwas passieren musste, das war ja schon einige Zeit klar.

    Vielleicht hat auch Augenstein unbewusst etwas verspürt, dass es sich um einen Taschenspielertrick handeln könnte, nur er konnte es nicht in Worte fassen. Anstatt dessen quickte halt eine Schweineherde auf, die man jetzt nicht für den Osterbraten gebrauchen kann 🙂

  3. Manfred Steingrube sagt:

    Für mich ist es glaubwürdig, was der Bundesnachrichtendienst vergangenen Jahres über die Medien verbreiten ließ. Demnach liegen Milliarden Euro an russischem Vermögen auf Konten in Zypern. Darunter auch mancher Euro (niemand wird es gegenwärtig genau wissen) aus undurchsichtigen russischen Quellen auf Schwarzgeldkonten. Die Inhaber dieser Schwarzgeldkonten wären bei einer europäischen Rettungsaktion für Zyperns Banken die größten Profiteure. Deshalb ist es richtig, dass das Infoportal zu Recht den Blick auf die viel zitierten russischen Oligarchen lenkt, um eben aufzuzeigen, dass der europäische Steuerzahler für dieses Vermögen haften könnte.

    Mir ist schleierhaft, wie man einen Zyprer mit einem Kontostand von 100.000 Euro als einen Kleinsparer bezeichnen kann. 10 Millionen Deutsche träumen davon auch nur Euro sparen zu können (Hartz IV Empfänger, Aufstocker, Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen etc.). Ich glaube der Bogen ist weit überspannt worden.

  4. Peter sagt:

    Nur zur Info:
    mmer noch wissen viele Menschen nicht, welche Unternehmen alle zum Medienmoloch Bertelsmann gehören – allen voran nämlich das sog. Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL. Der Grund: Bertelsmann verschleiert in der Öffentlichkeit aktiv die Eigentumsverhältnisse.
    Der Spiegel wird von Bertelsmann dominiert, und zwar über die Bertelsmann-Tochter Gruner+Jahr mit einer Sperrminorität von 25,5 Prozent.
    Der Spiegel ist also Teil der Milliadärspresse, und sicher nicht links.

    • globalnote sagt:

      Der SPIEGEL ist für mich ein meist ziemlich verlogenes Organ der in Deutschland wirtschaftlich Arrivierten, die mit ihrem Vermögen medialen Einfluß ausüben. Angeblich „linke“ Geister, wie Augstein, werden nur gehalten, um den Anschein der Unparteilichkeit zu erwecken und auch noch das linke Spekrum in Deutschland erreichen und irreführen zu können. Mir fällt seit geraumer Zeit auf, wie das Statistische Bundesamt nicht nur Daten verbreitet, sondern per Presseerklärung auch deren (Falsch-) Interpretation und wie der SPIEGEL in einer Form von Arbeitsteilung regelmäßig draufhupft. Zuletzt heute bei den angeblich hohen deutschen Arbeitskosten (totaler Quatsch!, siehe auch meinen Rundbrief von morgen). Dabei ist SPON die bei Weitem meistbesuchte deutsche Webseite, die das ganze politische Spektrum in Deutschland versorgt (und vergiftet). Was trauere ich da dem SPIEGEL von vor 20-30 Jahren nach!

  5. C.A.Wittke sagt:

    Bitte zu Ende denken und nicht vorher gegenseitig aufreiben!

    Das Grundübel ist der Euro! Klein-, Groß- und sonstige Sparer sind doch nur red herrings und Zwischendurchhelden!

    Des Euro vorhergesehenes Versagen als Einheitswährung über nicht kongruente Wirtschaftsräume öffnete all diesem Unfug, all dem Lug und Trug, Tor und Tür. Die stehen weiter sperrangelweit offen; nicht allein die der ausländischen Niederlassungen zyprischer Junkbanken durch die nicht nur russisches sondern auch viel britisches und anderer Länder Fluchtkapital fliegen durften; auch mußten, oder warum hielt Genosse Putin die zyprische Delegation 48 Stunden hin? Glaubt einer, das alles war nicht abgekartet? Na dann träumen Sie weiter! Warum bleiben wohl die Banken in Zypern noch länger zu und sollen nun angeblich Gründonnerstag, gerade ein paar Stunden vor dem höchsten kirchlichen Festtag, ein bißchen geöffnet werden? Soll das im Interesse der zyprischen Wirtschaft und ein bißchen der vielzitierten Kleinsparer sein?

    Ergo, zur Addition gehören eine versagende Währung, ein Übermaß an Dilettantismus und Ignoranz aber, in zunehmenden Maße, auch noch jede Menge kriminelle Energie! Und wer macht sich zu Helfern und Helfershelfern?

    Wie kann man verantworten einem Pleiteland und einer Pleitebank, das ist die BoCyprus, noch weitere Milliarden aufzubrummen: zehn Milliarden und die Laiki Milliarden obendrauf, die ja hätten nie gegeben und dann nicht insolvenzverschleppt werden dürfen sondern hätten mit Laiki schon lange untergehen müssen? Das sicher schon letztes Jahr oder gar vor 18 Monaten als man der Laiki noch Stresstest-Stehvermögen zu-sprach, zu-log! Alles Lug und Trug! Keiner erwartet je die Rückzahlung all dieser Gelder, jede Bad Bank Gründung ist bereits grober Betrug, Betrügerei von Betrügern, deren keine einzige Aussage der letzten Tage auch nur einen Kern Wahrheitsgehalt hatte; solche bedienen sich der Kleinsparer und ihrer gewürfelten Einordnungen zur Unterscheidung von Großsparern höchstens um medienwirksames Gewäsch von sich zu geben.

    Denn, was glauben Sie wird in Zypern nun geschehen? Die Wirtschaft wird um 50 bis 70%, nein, nicht schrumpfen sondern kollabieren! Die kleinen Leute, die vor den Bankstern und Schattenjägern da waren werden auch hernach noch da sein und ganz kleine, geradezu winzige aber inflationäre Brötchen backen – ihr Kleingespartes geht dabei sicher drauf, wie das aller anderen Eurogeiseln auch; währenddessen zieht die Karawane weiter: die einen hinter dem vielen Geld her, die anderen zum nächsten Schauplatz wirtschaftskrimineller Furunkel, wobei solche Orte sich oft deckungsgleichen. Vielleicht gehen sie ja nächstens zur Bankia: deren website macht auf mit „Bankia is a financial group in Spain, with a leading position in lending and in management of customer funds.

    Na denn: fröhliche Weihnachten! Geht‘s noch zynischer!??

    Fragen wir mal die Kleinsparer dort; denen hat man die gezeichneten Bankia Preferentes (Volks-Vorzüge a` la Telekom Betrug) kurzerhand um 38% gekürzt, den Rest in Bankia Schrottaktien getauscht; die kursieren heute bei praktisch nada!

    Und bevor mich wieder so ein Schlauberger fragt, was ich denn getan hätte, um die Karre aus dem Dreck zu ziehen: ad 1 habe ich heute, nach all den kriminellen Machenschaften derer, die die Euro-Pest jeden Tag künstlich verlängern, keine Ahnung! Muß ich auch nicht so aus dem Stand. Und ad 2 hätte ich sie nicht in den Dreck geschoben allein weil ich niemals einen Euro eingeführt hätte!

    Nur Ignoranz in Verbindung mit Dummheit und Gier waren dazu fähig; schon damals!

    James K. Galbraith (2009):

    …as long as the old management is in place, there are no incentives to cooperate in the evaluation you need to make.

    There was clearly a systematic failure. But that does not mean there was no criminal energy around.

    When a bank is insolvent, the incentives for normal banking practice disappear. They become perverse.

    Pervers beschreibt es genau.

    caw

    http://www.bankia.com/en/who-we-are/

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