2889

global news 2889 25-03-13: China-Dumping und die Folgen – Warum Staatskapitalismus keine private Martkwirtschaft ist

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5 Responses to 2889

  1. Bezüglich der Linken habe ich auch schon lange so eine Ansicht. Für die Linke ist ja China die einzige Existenzberechtigung, da sie ja mit ihrer Präsens in den ehemaligen DDR-Ländern niemanden in den ehemaligen Westländern mit ihrer Aktivität überzeugen können.
    In diesem Lichte scheinen auch die Forderungen Lafontaines über mehr Staatsausgaben im heutigen Zwielicht und könnten leicht missbraucht werden für eine größere Abhängigkeit von China. Der leuchtende Mao Lafontaine 🙂 Man muss hier ja beachten, auch wenn einem Herr Lafontaine überzeugt, dass „Diktatoren“ oft von den Umständen gemacht werden.
    Ich bin bei dem Artikel etwas vorsichtig, wenn es um den Kampf geht. Es wird in ihm erkannt, dass die Konkurrenz mit China so nicht funktionieren kann, jedoch sollte man aufpassen, dass als Ausweg nur der Wirtschaftskampf, die Abschottung betont wird oder herausscheint. Meistens hat jede Situation zwei Seiten. Man sollte sich daher nicht unbedingt selber in eine Einbandstraße begeben.
    Auch fand im Artikel keine Erwähnung, dass China als einzelner Block so nicht existiert, sondern ist unterteil in einen wirtschaftlich beamteten Bereich und in einen, wo die Macht des Kapitals überwiegt. China muss also auch im eigenen Lande balancieren. Dies ist umso schlimmer mit solchen Beratern aus dem Westen, wie von den Republikanern, Neoliberalen. Gerade viele Neocons sind ja finanziell sehr involviert in China.
    Es gibt zwar die kommunistische Partei, jedoch sie ist abhängig vom Erfolg des Exportes. Durch die Stärke der kommunistischen Partei werden Probleme unterdrückt, welche sich anhäufen, bis sie überwiegen. Usw.

    Bei der Energiewirtschaft sehe ich die gefährlichste Bedrohung für die BRD darin, dass gerade dank der Wirtschaftskrise die Stromgewinnung als haupteinnahmequelle mutiert und so alle anderen Wirtschaftsbereiche in der BRD abwürgt. So nach dem Muster eines islamischen Ölstaates. Dies vernichtet dann auch unseren gesellschaftlichen Vorteil, welchen wir mit Erfolg mit dem Neoliberalismus in den Grundmauern zerstören. Ich habe in diesem Zusammenhang schon den Begriff die Grünen Ajatollahs oder die Grünen Scheichs gebraucht 🙂
    Wenn rohstoffabhängige Güter in China gefertigt werden, dann brauchen wir uns mit China schon nicht um die Rohstoffe streiten. Und selbst Iran wird sich mit China nicht anlegen 🙂
    Die Herausforderung besteht dabei, dass dies China nicht in hegemoniale Macht ummünzen kann. Hier könnte sich bei den Linken auch eine weitere Gefahr herausbilden, dass sie die Technisierung und Optimierung der Arbeitsprozesse nicht voranbringt, damit „die Arbeitslosigkeit nicht steigt“. Jedoch dies hat ja auch gerade der Neoliberalismus hervorgebracht mit Billigarbeit, welcher lieber den Menschen ausbeutet. Die Privatisierung führte dann zur Annäherung an das korrupte System Indiens, wo das Beamtentum und die Politik dann erst die Tür öffnen für das „Business“. Dies erinnert einen dann wieder an das sowjetische System. Nicht umsonst kam ja mit dem Neoliberalismus der Begriff des „bolschewistischen“ oder „stalinistischen Kapitalismus“ auf.
    Da ist mir doch das „Märchen“ vom wandelnden Jesus auf dem Wasser lieber, denn der Mensch ist doch kein Stein, auch wenn er im Wasser sinkt, wie er in einem Konzentrationslager stirbt.

  2. Peter sagt:

    So traurig es ist, ich muß unserem Gastgeber in fast allen Punkten Recht geben.
    Noch trauriger ist, daß wir das Rad der Geschichte nicht mehr zurückdrehen können.
    Selbst wenn die westliche Wertegemeinschaft sofort anti Dumping Zölle einführt, um wieder wettbewerbsfähig zu sein, so müßte dann erst mal re industrialisiert werden.
    Und es ist ja nicht damit getan, China allein zu sozialer Marktwirtschaft zu zwingen.
    Die sogenannten Brics-Staaten, Brasilien, Russland, Indien, Süd Afrika und China, und mit ihnen eng verbundene weitere Staaten sind inzwischen so eine Macht, daß sie gut auf die Märkte in Europa und USA verzichten können.
    Die westliche Wertegemeinschaft hat irreparable Fehler gemacht, die Soziopathen an den Schalthebeln der Macht haben nur einen Wahlspruch gehabt: Selber fressen macht fett.
    Und jetzt stehen wir Europäer mit dem Rücken zur Wand, die Bevölkerung der USA ist noch schlimmer dran, die Massenarbeitslosigkeit ist bald nicht mehr finanzierbar, Sozialsysteme brechen zusammen, das Bildungssystem ist eine Katastrophe, wir erleben eine Zeitenwende.
    Der verzweifelte Versuch, über permanentes Kriegführen das Blatt zu wenden, wird scheitern.
    Die ungeheuren Summen, die diese Kriege bisher gekostet haben und noch kosten werden sind vergleichbar mit den lächerlichen Versuchen, unser Bankensystem zu retten.
    Die Investitionen in ein marodes politisches Auslaufmodell und in einen Privatbankensektor, der , man muss das sagen dürfen, scheinbar von Irren geführt wird, ist reine Zeit und Geldverschwendung, und macht China jeden Tag stärker.
    Was dem Fass den Boden ausschlägt ist jedoch, daß die Irren und Soziopathen, die in der westlichen Wertegemeinschaft die absolute Macht haben, völlig ungestört agieren können.
    Es gibt keine politische Kraft, die hier etwas verändern könnte.
    So bald es eine Initiative zum Politikwechsel gibt, eine Partei, die vernünftige Konzepte bietet, trifft sie die geballte Macht der derzeitigen Machthaber.
    Da wird korrumpiert, unterwandert, und wenn gar nichts mehr geht, gemordet, und als Bonbon hat man ja noch die sogenannte Milliardärspresse, die dafür sorgt, daß das Volk so richtig verblödet.
    Von daher erübrigt sich eine Debatte über sogenannte Linksparteien.
    Die SPD ist schon lange keine linke Partei mehr, die Grünen schon mal gar nicht, aus der Friedensbewegung entstanden haben sie den mit zusammengelogenen Kriegsgründen angezettelten Angriff auf Jugoslawien zu verantworten, und natürlich den Krieg gegen Afghanistan.
    Die Grünen sind so etwas wie die FDP.Nachfolgepartei, armselig.
    Zur Linkspartei, die ich hautnah von innen erleben durfte.
    Ein total zerstrittener Haufen, eine Mischung aus alten SED Kadern im Osten, und einer geballten Ladung Dummheit im Westen. Profilneurotiker ala Lafontaine, Riexinger und Kipping sind allerhöchstens dritte Wahl ohne jede Kompetenz, und hier der Bonbon, die Gewerkschaften haben die Linkspartei im Westen systematisch unterwandert, um die Pfründe der Kapitaleigner zu sichern.
    Die Linkspartei ist ein hoffnungsloser Fall, aus der Ecke ist nichts zu erwarten.
    Es ist die Frage, was man noch tun kann.
    Ich für meinen Teil gehe dieses Jahr mit 60 in Rente, trotz großer Einbußen, das ist mir wurst.
    Ich bin Niedriglöhner und im Alter hier in Deutschland so wie so ein Sozialfall.
    Miene Frau wird sich auch noch dieses Jahr kaputtschreiben lassen, und im nächsten Jahr, wenn unsere Jüngste das Abi hat, dann verlassen wir Deutschland.
    Es gibt genug Länder, in denen man mit wenig Geld gut leben kann, man muß nur etwas flexibel sein.
    Deutschand ist unerträglich geworden.

    • globalnote sagt:

      Natürlich läßt sich das Rat nicht zurückdrehen. Aber man kann immer noch verhindern, daß es sich immer weiter und immer schneller in die falsche Richtung dreht. Wir müssen uns die Situation 10 Jahre weiter vorstellen und bis dahin und noch viel länger hat China noch hunderte Millionen zusätzlicher Billigstarbeiter aus dem Hinterland, die für den Export und die Eroberung der Weltmärkte mobilisiert werden können. Meine Sorgen beziehen sich auf die nächsten Generationen in Deutschland und was auf die alles zukommen wird, und dann nicht nur aus China!

      Muß erst noch die deutsche Automobilindustrie aufgerollt werden?? Oder wann fällt evtl. der Cent?

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

    • carolus sagt:

      hallo peter,

      ich wäre vor drei jahren noch deiner meinung gewesen,als mein bruder noch gelebt hat und der in die schweiz -was für ihn gut war,weil er in D als arbeitssuchender keinerlei hilfe bekam-ausgewandert war.
      aber das kann keine lösung für alle sein.es muss hier in deutschland eine veränderung geben.und wenn alle abhauen,dann wird hier nur den multinational agierenden konzernen und pseudolinken schwätzern wie j.augstein,die noch mehr zerstören als verbessern, das feld überlassen.
      ich bin nicht in D geboren aber werde nicht weggehen.für mich wäre es eine flucht.das mache ich nicht.
      gruss c.

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