2874

global news 2874 88-03-13: Die Druckmaschinen der Notenbanken arbeiten fast nur für die Reichen

Hier zum Text

3 Responses to 2874

  1. Heinz Göd sagt:

    Ja, Sie sprechen damit _das_ derzeitige Problem an.
    Wenn jemand in ein neues Produkt investiert,
    so dauert dies
    1 Jahr, bis der Werk-Rohbau steht
    1 Jahr, bis die Maschinen installiert sind
    1 Jahr, bis die Produktion einwandfrei läuft
    1 Jahr, bis das Produkt halbwegs alle Kinderkrankheiten weg hat
    1 Jahr, bis das Produkt am Markt ankommt,
    also ca. 5 Jahre, in denen der Investor um sein Geld zittern muss, und die Rendite danach liegt dann etwa bei 3%.
    Es ist daher viel verlockender, im Finanz-Casino zu spekulieren –
    oder ein weiteres Casino zu bauen, siehe
    http://www.handelszeitung.ch/invest/eurovegas-spanisches-roulette
    http://derstandard.at/1356426789587/Neue-Investoren-stuetzen-Casinoprojekt-Eurovegas
    Wenn bereits der Bau eines Casinos bejubelt wird,
    dann sind Ideen für vernünftige Produkte auch schon rar …

  2. Peter sagt:

    paßt nicht ganz zum Artikel, ist aber hochinteressant und erklärt einiges:
    Der Bankenrettungsfonds hat seit Herbst 2008 fast 100 Millionen Euro für externe Berater ausgegeben. Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Klaus Ernst hervor. Zu den Auftragnehmern des umfangreichen Beratungsgeschäfts gehören Banken wie Goldman Sachs, Credit Suisse und Deutsche Bank sowie Unternehmensberatungen wie McKinsey und Ernst & Young. Auch die Wirtschaftskanzlei Freshfields erhielt

    • Heinz Göd sagt:

      Ihr Beitrag passt m.E. sehr gut.
      Die Ratlosigkeit der EU-Spitze ist wahrscheinlich auch ein Grund, dass so wenig in die Realwirtschaft investiert wird,
      und die ‚Beratung‘ wahrscheinlich auch ein Grund, dass marode Banken bedingungslos gerettet werden.
      Die USAner werden Fracken, was das Zeug hält und auf Teufel komm raus – eine vielspältige Sache mit dem Zeug zu einer teuflischen Blase.
      Die Chinesen kaufen mit ihrem Haufen wertloser $, was sie kriegen können und bauen ihre Infrastruktur aus – nicht unproblematisch, aber zum Teil sicher sinnvoll.
      Die EU-Spitze stümpert ratlos herum, nimmt sich die ‚Schwäbische Hausfrau‘ zum Vorbild und ruiniert fehlentwickelte Staaten vollends, und lässt sich für viel Geld von Instituten beraten, die Teil der Krise sind.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: