2763

global news 2763 17-09-12: Kosten des deutschen Gesundheitssystems

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6 Responses to 2763

  1. Mabuse sagt:

    Wen wundert’s? Schließlich wollen die Privaten immer mehr Rendite sehen – auch auf dem Gesundheitssektor wird schon seit Jahrzehnten das neoliberale Mantra gesungen: Deregulierung, Dereglierung, Privat vor Staat … Fresenius‘ Eigemtümer freut’s:

    http://www.fresenius.de/3926_3963.htm

    Das Nachsehen haben natürlich der große Rest, der die Dividenden erarbeiten muß und die Kranken, die eine schlechtere Versorgung zugunsten der Profitsteigerung hinnehmen müssen:

    http://www.fr-online.de/rhoen-klinikum-marburg/umfrage-des-marburger-betriebsrates-uniklinik-soll-zum-land,2641638,16394736.html

    http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/damp-tarifkonflikt-verschaerft-1-000-service-mitarbeiter-gekuendigt_aid_771615.html

    http://www.abendblatt.de/region/article2365781/Die-Klinik-holt-Streikbrecher-nach-Sylt.html

    Wo zum Zwecke der Steigerung der Rendite Personal abgebaut wird und damit die Arbeitsbelastung der Pfleger und Ärzte steigt, muß man sich nicht wundern, wenn die Zahl der Todesfälle infolge von Hygienemängeln hoch sind und weiter steigen werden:

    http://www.portalgesund.de/krankenhaushygiene.php

    Das in unserem reichen Land beim Renditemachen die Schwächsten, die Armen „unter den Tisch fallen“, wird den, der sehen will, nicht überraschen:

    http://www.caritas.de/kampagne2012/fakten/derarztbesuchistnichtselbstverstaendlich

    Zynisch gesprochen kann man nur hoffen, dass man nicht zu den Armen gehört.

    Die Gesundheitsversorgung gehört zum Nutzen aller nicht dem neoliberalen Profitstreben unterworfen!

    MfG

  2. Heiner sagt:

    Zum Thema: folgendes Buch(top!)
    Renate Hartwig-Der verkaufte Patient.
    MfG

  3. peter sagt:

    Die kosten für Medikamente und Arzneimittel u.a. sind im internationalen Vergleich zwar überdurchschnittlich hoch.Doch es sollte auch mal festgestellt werden dass,aufgrund des aktuellen relativ hohen Beschäftigtenstand von rund 40 millionen,für die gesetzl.Kassen in den Letzten Jahren einen Überschuss von insg. 22Mrd.und im 2.Quartal 2012 von 2,7 Mrd. erwirtschaftet wurde.

    Ähliches gilt für die Rentenkasse,was deutlich zeigt dass alle herbeigeredeten Demographieprobleme, demzufolge Rentenkürzungen auf 42% in 2020,Rente mit 67, unötig sind!
    Hier soll nur wieder die private Versichungsindustrie bedient werden,anstatt mit mehr Umverteilung nach unten die Sozialversicherungen zu stärken und damit gleichzeitig einen Beitrag zu einer Annäherung der europäischen Lohnstückkosten und Wettbewerbsfähigkeit zu bewirken.

    • globalnote sagt:

      Die „Demographieprobleme“ sind nun wirklich nicht „herbeigeredet“. Wer sich das einbildet, lügt sich in die Tasche. Man muß sich nur vergegenwärtigen: Bei einer so niedrigen Fruchtbarkeitsrate haben über vier Generationen 1000 Frauen nur noch 695 Töchter, 480 Enkelinnen und nur noch ganze 331 Urenkellinen. Immerhin pendelt die deutsche Fruchtbarkeitsrate jetzt schon seit 20 Jahren unter 1.4 Kinder pro Frau. Die Zahl der Geburten von Mädchen hat sich seit 1960 bereits fast halbiert. Die demographischen Konsequenzen kommen werden sich erst zunehmend in den kommenden Jahren bemerkbar machen, wenn die Babyboomer aus dem Berufsleben aussteigen und der von Ihnen angesprochene Beschäftigungstand, der demographisch mit 40 Mio noch nahe seinem Höhepunkt ist, absinken wird. Bei der Rentenkasse haben Sie schreckliche Illusionen, wenn Sie nur auf den gegenwärtigen Überschuß blicken. Leider treibt hier „Nachdenkseiten“ eine Desinformationkampagne, nachdem Müller die demographische Entwicklung in seinem ersten Buch schlicht geleugnet und der Versicherungsindustrie in die Schuhe geschoben hat. So leicht kann man es sich nicht machen!

  4. Traumschau sagt:

    Naja, ich sehe ein Kernproblem darin, dass sich immer mehr Menschen aus der Solidargemeinschaft verabschieden, d.h. nicht mehr in die gesetzliche Sozialversicherung einzahlen. Das und die Beitragsbemessungsgrenze zusammen mit der Klientelpolitik für die Pharmaindustrie und Apotheker sind ein großes Problem, das endlich angegangen werden muss. Dazu müssen außerdem alle Einkommensarten herangezogen werden. Wenn man dann auch noch die Löhne an der Produktivität orientieren würde, hätten wir GAR KEINE Probleme.
    RENTE: Da man uns die umlagefinanzierte Rente kaputt geredet hat, um den Versicherungskonzernen ein neues Geschäftsfeld zu eröffnen und diese Vorhaben weiter ausgebaut werden sollen, ist dieses System auf Dauer nicht zu halten. Auch hier spielen die Löhne und die Einfrierung der Arbeitgeberbeiträge eine große Rolle. Die Berechnung der zukünftigen Rentenlasten durch die veränderte Demographie ist – soweit ich das weiß – nicht vor dem Hintergrund einer steigenden Produktivität erfolgt. Die muss man aber hinzurechnen. Aber natürlich will man das Rentenniveau absenken, damit möglichst viele Menschen privat vorsorgen. Nur leider ist das zum Scheitern verurteilt. Die Versicherungen können derzeit froh sein, wenn sie die gezahlten Beiträge garantieren können.
    Es ist zum Auswachsen. Überall brennt es lichterloh, aber alles läuft weiter wie bisher. Was ist eigentlich los in diesem Land?

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