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global news 2753 30-08-12: AOK schlägt Alarm: zu hohe Arbeitsbelastung in Deutschland

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22 Responses to 2753

  1. Manfred Steingrube sagt:

    Dauerstress macht krank. Das ist auch den Arbeitgebern bekannt. Obwohl eigentlich sämtliche Arbeitgeber in der Bundesrepublik Deutschland gegenüber ihren Arbeitnehmern eine „allgemeine Fürsorgepflicht“ haben – also Abwendung einer Gefahr für Leib, Leben und auch Gesundheit – nehmen meiner Erfahrung nach nicht die Mehrheit der Arbeitgeber diese ihre Fürsorgepflicht auch tatsächlich so im vollen Umfang ernst, damit Fehlzeiten am Arbeitsplatz in Bezug auf krankmachenden Dauerstress durch gezielte gesundheitliche Prävention, die in jedem Unternehmen anders aussehen wird, ausgeschlossen werden kann. Gemeint ist die Prävention schlechthin. Es ist nämlich nur eine Nebenpflicht des Arbeitsgebers, die sich in erster Linie aus dem Arbeitsvertrag in Verbindung mit dem BGB ergibt. Und Arbeitgeber können zu Interpretationskünstler mutieren, wenn es um Kosten geht.
    Den meisten Arbeitgebern wird man nur mit Gesetzen unter Druck setzen können. Leider ist das nun einmal in der Bundesrepublik Deutschland vielfach betriebliche Realität.

  2. Gaby sagt:

    Guten Tag, Herr Steingrube und Anwesende,

    das eigentliche Problem ist die Abhängigkeit der individuellen Massenexistenzen von der Lohnarbeit, also die persönliche Abhängigkeit von einem Kapitalisten, der, sofern ihn staatliche Gesetze nicht daran hindern, die Stress- bzw. Leistungsschrauben anzieht, bis der Mitarbeiter vor innerer Auszehrung in sich zusammen bricht und dauerhaft an Angststörungen und Panikattacken leidet, so dass er nicht mehr erwerbsfähig sein kann.

    Seit ungefähr acht Jahren fallen meinem Arbeitgeber jährlich zwei langjährige Vollzeitmitarbeiter, Männlein wie Weiblein, vollständig aus, weil sie dem Stress des Global Players, der einst über 140 Jahre ein sozialer Familienbetrieb war, nicht mehr gewachsen sind. Bei uns betrifft es vor allem die älteren Mitarbeiter (> 49 Jahre). Sie verstehen die neoliberalen Zeiten absolut nicht, wähnen sich also immer noch in der Sozialen Marktwirtschaft, geraten somit noch stärker mit der Realität in Konflikt, was ihre inneren Leiden vermutlich sogar akkumuliert.

    Der Weg, sich in die Esoterik, den Okkultismus und Mythen zu flüchten und von dort Hilfe ihrer seelischen wie körperlichen Leiden zu erhoffen, ist, so erlebe ich das vereinzelt immer häufiger, mittlerweile vermutlich eine ernstzunehmende deutschlandweite Volksdroge geworden.

    Aber das alles ist für meinen supermodernen Arbeitgeber überhaupt nicht bedauerlich, denn es werden, nach jedem gesundheitlichen Gesamtausfall, ruckzuck bestens ausgebildete junge Menschen per Zeitverträge eingestellt, die 20 % weniger Lohn als die (alte) Stammbelegschaft erhalten und nur 24 Tage Urlaub, statt 30, wie sie die Alten, aus früheren Verträgen herrührend, in Anspruch nehmen dürfen. Außerdem haben die blutjungen Angestellten den Vorteil, passabel Englisch sprechen und schreiben zu können, was man von den Alten nicht behaupten kann.

    Überdies sind die Jungen ab der Schulbank exakt an dieses neoliberale System angepasst. Sie sind, jedenfalls im Angestelltenbereich, machthungrig, egoistisch, gierig, willfährig und bereit, jede an sie gestellte Zumutung als sportliche Herausforderung zu sehen. Sie sind wie einsame, vom Rudel ausgestoßene Wölfe, die ihre sterbenden Kräfte dennoch an ihren Vorgesetzten messen, also jeden wegzubeißen versuchen, den sie als Konkurrenten wahrnehmen. Dem Vorgesetzten lecken sie trotz aller Aggressivität täglich Zückerchen ums Maul und machen demütige Kratzfüßchen, bis er abtritt und sie endlich seine Stellung inne haben.

    Was den Jungen allesamt fehlt, ist die Solidarität untereinander. Sie behandeln sich gegenseitig so emotionslos, wie man Waren, wie man Dienstleistungen benutzt und nach ihrem Dienst auf den Müll wirft. Das gegenseitige Mißtrauen ist so groß, dass sie in der Kantine oder in den Aufenthaltsräumen der Firma niemals von sich selbst, sondern nur davon sprechen, was sie beruflich geleistet und in der Freizeit konsumiert haben. Je abenteuerlicher und oberflächlicher ihre Freizeitbeschäftigungen, desto höher steigt ihr Status im jungen Kollegenkreis, aber auch in den Augen ihrer Gruppenleiter. Wer am lautesten und rücksichtslosesten palavert und angibt, hat die besten Aussichten auf einen Vollzeit-Arbeitsvertrag, mehr Gehalt oder gar eine Beförderung. Frauen strengen sich ziemlich an, dieses männliche Imponiergehabe zu verinnerlichen.

    Absurdes Theater kann, im klassischen Sinne, nicht absurder, also entmenschlichter und sinnloser sein, wie es sich in meinem Wahrnehmungskreis des 21. Jhr. alltäglich in den Räumen meines Arbeitgebers zeigt. Wer der Realität nicht gewachsen ist, wird gesellschaftlich ausgesteuert und die Jungen, die sich mit jubelnden Fahnen in den erwachten Manchester-Kapitalismus stürzen, werden sich wundern, wie rasch ihre Karriereerwartungen im mittleren Lebensalter einen harschen gesundheitlichen Stop erfahren werden.

    Mir kommt es vor, als sei der Neoliberalismus auf Moor gebaut. Diese Ökonomie verschluckt alle sozialen Errungenschaften der Lohnabhängigen innerhalb weniger Jahre, wofür die Ludditen, Maschinenstürmer, Weber, die Arbeiterbewegung seit 1848 und die hieraus entstandenen Gewerkschaften viele Generationen, gar Jahrhunderte, blutig verlustreich gekämpft haben.

    Gaby

    • Karl Görtz sagt:

      Hallo Gaby,
      warum haben Sie keine eigene Webseite. Sie schreiben so klar, unmissverständlich und für jeden nachvollziebar. Respekt! Da können sich selbst die nachdenkseiten noch eine Scheibe von abschneiden.

      • Gaby sagt:

        Guten Tag, Herr Görtz,

        vielen Dank für Ihre sehr wohlwollenden Worte.

        Ich habe deshalb keine eigene Webseite, weil es mir genügt, meine Meinung auf Dr. Jahnkes virtueller Plattform zu äußern. Außerdem gefällt mir der hier vorhandene, sehr freundliche Leser- bzw. Diskussionskreis und die angenehme, auf gegenseitigem Respekt basierende Atmosphäre. Ich bin gerne auf dieser Webseite.

        Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende und alles Gute,

        Gaby

  3. carolus sagt:

    ziel arbeitsfähigkeit!!

    ich habe diese maxime mir ständig anhören müssen,weil ich schon einmal ausgebrannt war und mich deshalb in behandlung begeben musste.

    aber die masse der zerstörten existenzen,die sich in den nächsten jahren noch weiter häufen werden,lassen sich nicht einfach ignorieren.
    es wird wahrscheinlich darauf hinauslaufen,dass die pharmaindustrie sich eine goldene nase verdient und den markt mit chemischen hilfsmitteln überschwemmt,damit sich das rad weiterdreht,auch wenn es den menschen zerstört.
    denn wie lautet das ziel?richtig! arbeitsfähig oder besser ausbeutungsfähig bis das der tod uns scheidet.
    alles wird auf verschleiss gefahren wie in modern times von charly chaplin.der mensch ist nur noch ein rädchen im getriebe.
    die schuld trägt immer der arbeitnehmer.wahrscheinlich stimmt das auch,denn er begehrt ja nicht auf gegen diese unmenschlichen verhältnisse und lässt sich alles gefallen bis es nicht mehr geht und der körper streikt.

    • carolus sagt:

      und dank angst vor dem absturz in hartz 4 sind die menschen so verängstigt,dass sich an den verhältnissen so schnell nichts ändern wird,weil der finanzielle druck-sei es durch laufende kredite oder teuere hobbys,die den arbeitsalltag erträglicher erscheinen lassen- zu gross ist um aus dieser arbeitstretmühle auszubrechen.

      • Mabuse sagt:

        Also: Hartz IV muß weg!

        Dies kann erreicht werden, wenn die Mehrheit der Deutschen es will. Dazu müsste die Mehrheit nur bei der Bundestagswahl 2013 ihr Kreuz nicht mehr bei einer der neoliberalen Parteien machen. Mehr braucht es nicht!

      • Mabuse sagt:

        Die Angst ist berechtigt!

        Denn Arbeitnehmer, die sofort in Hartz IV „rutschen“ müssen ja vor allem nicht nur am Existenzminimum leben, sondern auch sofort sich den weiter gehenden Restriktionen beugen. Sie haben nicht ein Jahr Zeit, bis diese zum Tragen kommen:

        Aufbrauch alles Vermögens, dass über einer gewissen Schongrenze liegt. So muß beispielsweise das Haus, für das sich jemand Jahrzehntelang krumm gelegt hat, verscherbelt werden, wenn es „unangemessen“ groß ist! Oder es muß die Lebensversicherung aufgelöst werden, was natürlich Verlust bedeutet, da sie nicht den sehr eng gefassten Kriterien entspricht, um als Schutzvermögen für das Alter durchzugehen. Eine Lebensversicherung, die sich der Arbeitnehmer vielleicht seit Jahrzehnten mühsam für das Alter angespart hat, eventuell lange vor Einführung von Hartz IV eingegangen ist.

        Wohnt er in einer Mitwohnung, die „unangemessen“ – Hundehüttengröße! – groß ist, so wird er gezwungen, diese aufzugeben und verliert damit sein soziales Umfeld.
        etc. etc.

        Alle diese Restriktionen sind mit Hartz IV verbunden. Restriktionen, die ALG-I Bezieher nicht ausgesetzt sind.

        Also: Die Angst hat ganz konkrete Gründe!

        http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/jeder-4-arbeitslose-rutscht-sofort-in-hartz-iv-9001094.php

      • carolus sagt:

        hallo mabuse,

        mit deinen mails rennst du bei mir offene türen ein.klar muss hartz 4 weg,klar ist es für die leute,die sich was zusammengespart haben hart.
        nur ist die zahl derjenigen,die noch vermögen haben und auf hartz 4 angewiesen sind, immer kleiner was schlimm genug ist.

        und wie es sich ja bei der entwicklung der gesetzlichen renten zeigt,ist hartz 4 niveau in zukunft für viele rentner die realität.ganz egal wie sich jetzt die politiker äussern und wer die mindestrenten finanziert,ob der steuerzahler oder die beitragszahler in die rentenkassen.
        interessant dazu der folgende link

        http://www.tagesspiegel.de/meinung/die-almosenrente-von-der-leyens-flickschusterei/7089444.html

  4. Gaby sagt:

    Sehr schön und richtig formuliert, Mabuse,

    aber hast Du Dir schon mal Gedanken darüber gemacht, dass die Enteignung der Menschen innerhalb der Kategorien des Kapitalismus nicht von einem erzürnten Gott geplant, sondern Menschenwerk ist?

    Was ist Kapitalismus außer der populären Volksauffassung, die aus der Sozialen Marktwirtschaft stammt, durch fleißige Arbeit würde jeder Arbeitnehmer reich werden und Kapitalismus ist nichts anderes, als Geld zu verdienen und Geld auszugeben?

    Aus welchen Quellen hob Aldous Huxley seine Ideen zum Roman „Schöne neue Welt“, der 1932 erschien. Ach so, Ihr glaubt, so antike Kamellen müsse man nicht lesen, auch George Orwells „1984“ nicht, weil 1984 längst vorbei ist.

    Da irrt Ihr Euch gewaltig!

    Gaby

    • Mabuse sagt:

      Ach Gaby,

      ob von Gott oder Menschenwerk …
      schau doch einfach mal meinen ersten Kommentar an (oder vor allem meine Kommentare zum Beitrag 2749 (!) und 2750). Schreibe ich irgendwo, Gott sei die Ursache dessen, was ich kritisiere? Es geht doch wohl eindeutig aus meinen Kommentaren hervor, dass ich die Ursache einzig und allein bei den Menschen verorte! Und weiter, dass manche Menschen mehr Verantwortung für unsere heutige Situation tragen als andere.

      Mabuse

      • Gaby sagt:

        Hallo, Mabuse,

        sorry, aber mitunter erschließt sich mir Deine Auffassung der Ursachen unserer Katastrophenökonomie nicht, jedoch Deine Verlinkung zur WDR 5-Textdatei wischt diesen Eindruck wieder aus.

        Mit freundlichen Grüßen

        Gaby

      • Mabuse sagt:

        Was ist an einem Satz, wie:

        „Dazu müsste die Mehrheit …“ (s.o.) nicht zu verstehen? Es ist doch eine sehr klare Aussage.

        Das dies möglich ist, zeigt doch im Falle Argentiniens die dortige Wiederbelebung eines Umschwunges der Politik unter Kirchner.

        Natürlich hätte dieser Umschwung viel früher und auch sehr viel deutlicher geschehen können. Schließlich ist einige Zeit ins Land gegangen, bevor eine Mehrheit der Argentinier entsprechend ihr Kreuzchen in der Wahlkabine machte.

        Besser als die Artinier haben es beispielsweise die Isländer gemacht. Die Folge: Ihnen geht es, wenn man den Medien glauben kann, schon wieder recht gut. Und alles nur, weil die Mehrheit der Isländer schlau genug war, ihren Verstand zu gebrauchen und ihr Kreuz an der richtigen Stelle zu machen.

        Was Isländer und Argentinier, wenn auch mit gehöriger Verspätung, fertig bringen, warum sollte das nicht in Spanien, Irland, Frankreich, Griechenland, ja sogar in Deutschland möglich sein?

        Und warum sollte das nicht möglich sein, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist, also vor der Krise, vor dem Zusammenbruch?

        Dazu gehört, dass jeder Einzelne sich Gedanken über Politik (=gesellschaftlichen Verhältnisse, etc.) macht und sich selbstkritisch fragt, was sein Anteil daran ist (Beispielsweise, warum Er/Sie in der Wahlkabine sein Kreuz bei dieser oder jener neoliberalen Partei machte.)

        Meine Erfahrung ist, dass spätestens an dieser Stelle aus der Diskussion ausgestiegen wird, Nichtverständnis vorgeschoben wird, etc.

        Denn hier wird vielen bewusst, dass sie einen gehörigen Anteil an der betriebenen Politik haben und dass sie (Mittelschicht) immer noch von der neoliberalen Politik profitieren und dies auch weiterhin wollen.

      • Mabuse sagt:

        Fortsetzung (öffentlich zugänglicher Rechner stürzte ab):

        Ihren mehr oder weniger großen Anteil an der Verantwortung für das Zustandekommen und der Beibehaltung der neoliberalen Politik und – mehr noch – ihr mehr oder weniger großer Profit, den sie durch die betriebene neoliberale Politik erhalten, dass passt nicht zu ihrem Selbstbild.

        Wer will schon verantwortlich dafür sein, dass Kinder von ALG-II-Empfängern von Schulausflügen oder von einem warmen Mittagessen in der Schulmensa über die finanzielle Schiene ausgeschlossen sind. Wer will dafür verantwortlich sein, dass alte Menschen in Armut leben – wohl eher ein dahinvegetieren – und sich dringend nötige medizinische und pflegerische Leistugen nicht mehr „leisten“ können?

        Da ist es doch viel einfacher und für das Selbstbildnis schonender für die gesellschaftlichen Verhältnisse andere verantwortlich zu machen, beispielsweise: „der Neoliberalismus“ (neuer Gott?) oder, schon persönlicher, „neoliberale Akteure“ oder „Chigago-Boys“ oder – sehr beliebt – „die Banken“, „Bängster“ und „die Politiker“ und, last but not least, „man“, …

        Nochmal, in Variation: Wer hat DENEN denn erst die Macht fast immer – eigentlich kann das „fast“ gestrichen werden – gegeben, die Gesellschaft so zu gestalten, unser Leben so zu bestimmen, wie es heute geschieht?

        Gruß, Mabuse

      • Gaby sagt:

        Lieber Mabuse,

        sprichst Du in Deinem jüngsten Kommentar mich an?

        Viele Grüße sendet Dir

        Gaby

      • Mabuse sagt:

        Wollen WIR weiter treudoof beispielsweise die cDU wählen, weil sie, die cDU-Fritzen durch die Katastrophe, Nazidiktatur + II. Weltkrieg, endlich schlau geworden, das Ahlener Programm beschlossen. Ein Programm, dass den Menschen – und zwar alle gleichermaßen – in den Mittelpunkt stellte? Ein Programm, von dem die cDU sich aber bald abkehrte und heute von diesem meilenweit entfernt ist und statt dessen viele der dort propagierten Punkte („Vergesellschaftung“!) vehement bekämpft?

        Sollen WIR trotzdem treudoof bei so einer Partei unser Kreuzchen machen? Vielleicht in der sehr, sehr schwachen Hoffnung, dass die cDU, mir nichts, dir nichts, zu ihrem ursprünglichen Programm, dem Ahlener zurückkehrt? Wer so etwas denkt/hofft, der hat nicht alle an der Waffel 🙂 oder, schlimmer, will keine anderen gesellschaftlichen Verhältnisse, will keine Abkehr vom Neoliberalismus.

      • Mabuse sagt:

        Ja. Ich hab’s versucht, unter Deinem Kommentar zu setzen.

        Aber ich wende mich darüber hinaus auch an alle anderen Leser.

        Gruß, Mabuse

      • Mabuse sagt:

        Meine Kritik gilt auch für jene Akteure des WDR5-Beitrages, zu dem ich einen Link setzte.

        Als Verursacher wird dort oftmals ein „man“, „neoliberale Akteure“, „der Neoliberalismus“, … etc. benannt. Nie wird weiter gegangen und gefragt und deutlich herausgearbeitet, wer denn alles „man“, die „neoliberalen Akteure“, der „Neoliberalismus“ oder auch „IWF“ sind. Und vor allem, woher ihre Macht stammt, worauf sich ihre Macht begründet, WER ihnen die Macht gab, die Gesellschaft/en Richtung Neoliberalismus zu trimmen.

        Gruß, Mabuse

      • Mabuse sagt:

        In dem besagten WDR5-Beitrag ist einer der Akteure ein gewisser Edzart Reuter. Diesem Herrn messe ich beispielsweise eine sehr große Verantwortung für unsere heutigen, für eine große Anzahl der Menschen schlechten, gesellschaftlichen Verhältnisse zu.

        Erkennt man dies an dem von ihm Gesagtem? Nein! Hat er profitiert? Ja!

      • Mabuse sagt:

        Hallo Gaby, Hallo allerseits,

        und was ein jeder wahlberechtigter Deutsche mit seinem Kreuz in der Wahlkabine anrichtet und zu verantworten hat – oder auch nicht -, das beschreibe ich ausführlich in meinem Kommentar, den ich im Forum zum Beitrag 2752 geschrieben habe („Und konkret gefragt: Wen …“).

        Einen schönen Abend noch, Gruß

        Mabuse

  5. Gaby sagt:

    Lieber Mabuse und liebe Mitlesenden,

    Du hast Recht: Die neoliberale Variante des Kapitalismus gibt es nur so lange, wie die Menschen diese Wirtschafts- und Gesellschaftsform mehrheitlich (oft unbewußt) akzeptieren.

    Und komme ich darauf zu sprechen, warum sich mein Gegenüber so unwohl fühlt, wird das Gespräch, wie auch Du beschreibst, gleich abgeblockt. Es mangelt häufig schon am Verständnis dafür, dass unser angeblich so freies, demokratisches Leben von 147 Schwergewichten der Wirtschafts- und Finanzwelt abhängt und gesteuert wird; Politiker sind häufig nur ihre Werkzeuge.

    http://www.theintelligence.de/index.php/wirtschaft/finanzen/3424-147-unternehmen-herrschen-ueber-die-weltwirtschaft.html

    In vielen Köpfen wird Globalisierung mit Alternativlosigkeit gleichgesetzt. Aber das ist ein Irrglaube, denn Skandinavien und Dänemark zeigen uns, dass der Kapitalismus, auch im neoliberalen Mainstream, durchaus menschenfreundlich angewendet werden kann, sofern die Politik per Gesetz genügend Druck ausübt und das Volk auf die Einhaltung humaner Standards pocht.

    Mit herzlichen Grüßen

    Gaby

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