2487

global news 2487 09-09-11: Die SPD und die Grünen (und die ihr nahe Wirtschaftswissenschaft) waren bei der Eurorettung durch Eurobonds zum Verfassungsbruch bereit

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2 Responses to 2487

  1. Gaby sagt:

    Guten Tag in die Runde,

    meine Meinung, dass den politisch linksgedrehten Philanthropen seit Mitte des 19. Jhr. am allerwenigsten zu vertrauen ist, wenn sie die politische Macht anstreben, sich gar in der Regierungsverantwortung befinden, habe ich auf dieser Plattform schon öfter bekundet und auch, dass diejenigen Menschen, die die Funktionsweise des Kapitalismus am besten verstehen, nicht in den Reihen der linken Genossen, sondern in den Reihen der Konservativen und Liberalen zu suchen und zu finden sind.

    Die politisch linkstickenden und so überaus bewundernswert menschenfreundlichen Leute haben meines Erachtens seit Mitte des 19. Jhr. nicht nur das Problem, keinen stabilen politischen wie ökonomisch inneren Kompass zu besitzen, sondern sie sind darüber hinaus von ihrem ureigenen, in der Früh-Industrialisierung geborenen Gedanken der uneingeschränkten Solidarität mit den geknechteten, entrechteten und heutzutage überschuldeten Menschen/Völkern derart ideologisch verblendet, dass so ein klitzekleiner Verfassungsbruch (mit ungeahnter Langzeitwirkung für uns alle, unsere Kinder und Ur-Ur-Enkel!!!) für sie (vermutlich) gar nicht ins Gewicht fällt, es geht schließlich um das große Ganze und das ist die Rettung der EU-Währungsunion, speziell der ökonomischen Rettung jedes einzelnen Menschen der überschuldeten Peripherien des EU-Währungsverbundes. Das linke Motto ist immer: Der Zweck heiligt die Mittel, koste es was es wolle!

    Wenn meine dargelegten Vermutungen nicht stimmen sollten, muss ich annehmen, dass der Verfassungsbruch, der mit der Einführung der Euro-Bonds durch das Wollen und Flehen der SPD, den Grünen und populär-linker Ökonomen einher gegangen ist und sich vielleicht realisiert hätte, eine bewußte Entscheidung gegen unsere Verfassung gewesen ist. Und dann müsste ich, wie seit dem Jahr 2000 so oft, wieder die konkrete Frage stellen und sie mir selbst beantworten: „Wer hat das deutsche Volk ganz aktuell und mal wieder verraten und verkauft?!“

    Bis denne,

    Gaby

  2. Heiner sagt:

    Zum Thema Bürger/Euro/Europa:……
    Ein viel realistischeres Szenario ist eine zunehmende Heterogenisierung und soziale Segmentierung der einzelnen Nationalstaaten der EU. In diesem Fall wird die „Union“ unterschiedlicher Währungen in einem „unwiderruflichen“ Wechselkursverhältnis nicht durchzuhalten sein. Dann wird sich die „dritte“ und letzte Phase der Wirtschafts- und Währungsunion auf einige wenige Länder konzentrieren, deren Geldpolitik den Maßregeln der „unabhängigen“ Europäischen Zentralbank folgen kann. Aber selbst wenn diese Entwicklung eintritt, dann werden auch diese Staaten, ebenso wie alle anderen, dem permanenten Anpassungszwang an die transnationalen Kapitalbewegungen unterworfen sein und somit die davon ausgehenden gesellschaftlichen Ungleichheiten verstärkt in ihre eigenen Gesellschaften hineintragen müssen.
    Nur dann, wenn sich diese Ungleichheiten gleichmäßig innerhalb der Unions-Länder verteilen ließen, würde sich sich die Währungsunion behaupten können. Ansonsten wird auch ein Europa der „zwei“, „drei“ oder „x“ Geschwindigkeiten nicht die Wiederholung von Währungskrisen verhindern können.
    ……. Deshalb sollte man sich nicht der Illusion hingeben, eine zunehmende Wirtschaftsintegration werde die liberale Demokratie stärken. Zu befürchten ist statt dessen, das angesichts des zunehmenden Anpassungszwanges auch die staatlichen Repressionsmaßnahmen ausgeweitet werden. Die Währungsunion hilft zwar die zwischenstaatlichen Agressionsgelüste abzubauen, dafür vertieft sie aber die innergesellschaftlichen Ungerechtigkeiten.
    Voila! Wir sind angelangt!(Der Schreiber)
    Narr/Schubert/Weltökonomie/Misere der Politik.1994.
    S.114 : Die Farce der Europäischen Währungsunion.
    MfG

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