2483

global news 2483 05-09-11: China – USA – Europa: Das schiefe Handels-Dreieck der Weltwirtschaft birgt Gefahren

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5 Responses to 2483

  1. caw sagt:

    In dieses Dreieck und sein gravierendes Ungleichgewicht: Wie passt da hinein, dass deutsche Anleihen ob der riesigen Nachfrage auf record-low stehen? Warum glauben die Anleger, dass, noch dazu miserabel verzinst, Deutschland fuer die bonds gerade stehen wird, bzw. werden kann, wo es doch ohne und mehr noch mit Euro masslos ueberschuldet ist und seiner Exportbonanza verlustig gehen wird?

    Ich dachte darueber nach, allein ich verstand es nicht (frei nach einem Bibelspruch, dessen Stelle ich gerne nachreichen werde).

    Hat jemand eine schluessig Erklaerung?

    caw

  2. Gaby sagt:

    Guten Tag miteinander,

    mein Eindruck ist, dass 40 Jahre relativ krisenfreie Soziale Marktwirtschaft nicht nur unsere Ökonomen dazu verleitet haben, die Marktwirtschaft in sterilen Modellen darzustellen und zu lehren, die mit der Wirklichkeit überhaupt nichts zu tun haben, sondern diese Jahre haben wohl auch unsere Politiker dazu erzogen, die dem Kapitalismus angeborene Krisenanfälligkeit schlichtweg zu ignorieren. Ich denke, Bürger wie Politiker haben sich in der ruhigen und sicheren Sozialen Marktwirtschaft derart als Beherrscher des Kapitalismus gefühlt, dass sie nicht nur in geradezu kindlicher Einfalt den Systemwechsel zum Neoliberalismus forcierten, sondern auch jetzt noch glauben, der mittlerweile Amok laufende Kapitalismus ließe sich mit „Brot- und Butterthemen“ wie Eurorettung, optimistischen Wirtschaftsnachrichten und prekärer Arbeitsplätze beruhigen. Weit gefehlt!

    Mich nervt es darüber hinaus ganz gewaltig, dass jeder negative Ausschlag an den Börsen, jeder Einbruch im Export oder Binnenmarkt, selbst die verfehlten Sparversprechungen Griechenlands in unseren Medien so dargestellt werden, als handele es sich um völlig überraschende und nicht vorhersehbare Hot-Spots, auf die niemand vorbereitet sein konnte. Selbstredend sind Dr. Jahnkes Informationen von meiner Kritik ausgenommen!

    Meinen Ärger verstärkt überdies unser anscheinend wirklich schlechtes Gedächtnis. Die deutsche Wirtschaft beispielsweise kriselt ja nicht erst seit dem Herbst 2008, sondern bereits in 1966 unkte der SPIEGEL in der Printausgabe KW 35 „Wirtschaftskrise in Deutschland?“ Da lebten wir noch in der Sozialen Marktwirtschaft. In den 1970er Jahren gab es zwei Wirtschaftskrisen, Ölkrisen genannt, plus Inflation. Dieser ökonomische Mix bereitete den neoliberalen Kapitalismus vor, weil Keynes Theorien keine Lösung für die Inflation parat hatten und seitdem dieses neue Konstrukt mit Namen Neoliberalismus nach dem Fall der Mauer aktiv eingeführt wurde, taumeln wir von Krise zu Krise, die umso schärfer werden, je verrückter der Kapitalismus dereguliert wird und zur völligen Verrücktheit gehört meines Erachtens die bedingungslose Aufnahme Dumping-Chinas in die Welthandelsorganisation im Herbst 2001. Seither kracht es in immer kürzeren Zeitabständen ganz gehörig in allen Ecken und Enden dieser Welt. Die Ökonomie ist vollends aus dem eh schon angeschlagenen Gleichgewicht gekracht.

    Unsere Politiker müssen endlich wieder verstehen lernen, dass es Schwachsinn ist, anzunehmen, dem Kapitalismus würde auch nur ein Anflug von sozialem Gewissen oder human verträglicher Selbstregulation innewohnen. Auch Anstand, Moral und Ethik kennt diese Geld-Vermehrungsmaschine nicht. Das alles muss der Marktwirtschaft permanent mit harter menschlicher Hand beigebracht werden und zwar per Gesetze, deren Mißachtung für den Kapitalisten wie den Banker und die Manager unbedingt strafbar sind!

    Beste Grüße

    Gaby

  3. Heiner sagt:

    Caw: Der Anleger geht eben nicht zur Kirchenweihe(um bei der Bibel zu bleiben), sondern kauft die Deutsche Staatsanleihe; auch bei 2% Rendite und 2,5% Inflation. Besser ein geringer Verlust als Totalausfall.
    Ich hätte da noch was zur Namensgebung von Ratingagenturen:

    usw……….
    MfG

    • Gaby sagt:

      Lieber Heiner und geneigte Mitleser,

      was mir an Deinem Link nicht gefällt ist, dass mal wieder Hartz-IV Empfänger als Säufer dargestellt werden und sich auf deren Kosten lustig gemacht wird. Das Publikum hat ja nur so gerast mit Applaus, weil auf die angeblichen armen Säufer eingedroschen wurde. Der Applaus wäre anders ausgefallen, wenn Ackermann die Finanzprodukte erklärt hätte. Da wäre ihm ein Bundesverdienstkreuz sicher gewesen.

      Die Realität ist eine völlig andere, wie aus dem Ärzte-Blatt zu ersehen ist. Nur 3,4 Prozent der Europäer leiden an Suchterkrankungen. 14 Prozent an Angststörungen, also solchen geistigen Verwirrungen, die Depressionen, Arbeitslosigkeit, Gewaltakte, Ehescheidungen, Selbstmorde und Amokläufe auslösen können.

      http://www.aerztezeitung.de/news/article/668689/jeder-dritte-europaeer-ernste-psychische-probleme.html

      Du solltest, das ist mein Tipp, beobachten, wie sich die „Skull & Bones“ (Totenkopf und Knochen) in den USA entwickeln, die die deutsche Universität Münster untersucht hat unter dem Titel: „Gibt es eine global herrschende Klasse?“

      http://www.uni-muenster.de/PeaCon/global-texte/g0405/yale/index.htm

      Bis denne,

      Gaby

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