2478

global news 2478 30-08-11: Euro: Bangemachen gilt nicht

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6 Responses to 2478

  1. Wolfgang sagt:

    Aber Herr Jahnke, wieder mal nach links ausschlagen und nach rechts Hoffnung verbreiten. Warum müssen die Banken ständig geretttet werden? Warum läßt man sie nicht bankrott gehen? Das ist Kapitalismus, wir sind doch nicht in China! Wenn Staatsschulden wirklich das Hauptproblem für die Währung sind, dann erklären Sie bitte, warum Japan bei einer 200% Verschuldung relativ zum BIP eine stabile Währung hat und für zehnjährige Anleihen nur 1% Zins bezahlt. Die Lösung dieser Frage liegt in einem Bereich wie er von der Linken vorgeschlagen wird.

    • globalnote sagt:

      Sie müssen schon aktzeptieren, daß ich nicht alles schön finde, wes die Linke ausbockt. Und eine Staatsbank für Anleihen ist aus den angegebenen Gründen „Bockmist“. Habe doch gesagt, daß Banken notfalls verstaatlicht werden müssen. Leider sind die schlimmsten Banken in Deutschland schon öffentlich, nämlich die Landesbanken, die mit Kapitalismus wenig zu tun haben. Zu Japan haben Sie schon eine zutreffende Erklärung bekommen.

  2. saito sagt:

    Warum müssen immer die Banken gerettet werden? Was soll sich denn ändern, wenn die Finanzbranche so weitermachen kann wie bisher, weil es angeblich „alternativlos“ ist?
    Wir brauchen ein Trennbankensystem.Eines für solide Sparer mit niedrigen Zinsen, deren Banken nur bestimmte stark regulierte Geschäfte tätigen dürfen und eines für alle Zocker, die dann die Risiken aber auch voll alleine tragen müssen.Anders ist dem Problem nicht beizukommen.
    Und wir „retten“ nicht weiter die Banken, indem wir den Griechen ua. Geld schicken, damit sie ihre Verbindlichkeiten bei den Banken begleichen können. Hier mu’es einen Austritt aus der Währungsunion, eine Rückkehr zur nationalen Währung und eine Schuldenschnitt um 50-75% geben, damit diese wieder auf die Beine
    kommen.

    mit freundlichen grüßen

  3. Gaby sagt:

    Hallo Wolfgang und in die Runde,

    die Regeln des freien Kapitalismus sind die eine Seite der Medaille; Klüngel die andere. Ich schätze, dass Banken so lange systemrelevant, also rettungswürdig bleiben, wie geldsackschweren Investoren ein materielles Leid widerfahren würde, sobald die Politik sie der Pleite auslieferte.

    Japan ist zwar zu gut 200 % seines BIPs verschuldet, allerdings vorzugsweise bei japanischen Privathaushalten. Es ist eine alte Gewohnheit der Japaner, die eigenen Staatsanleihen zu kaufen und so kann der Staat die Zinsen auf 1 % festsetzen. Was das mit der rein theoretischen Wirtschaftspolitik der Linken zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Oder spielst Du auf die Euro-Bonds an?

    Beste Grüße

    Gaby

  4. EuroTanic sagt:

    Die europäischen Bürger woll(t)en den Euro nicht. Und sie würden ihn noch weniger wollen wenn sie die Realiäten auch nur annähernd durchschauen würden oder wollten. Doch solange es eine kollektive Bewusstlosigkeit in der Bevölkerung gibt werden die Eurokraten weiter mit dem bekannten Spielerreien „Gewinne privatisieren, Verluste verstaatlichen“ weiter machen.

  5. Wolfgang sagt:

    Hallo Herr Jahnke, liebe Gabi,
    ich verstehe ja, daß Sie ihe Webseite hin und wieder gegen links abgrenzen müssen bei all der Kritik, die sie üben und daß sie auch positive Vorschläge zu systemkonformen Rettungsmaßnahmen machen wollen. Die Linke, wie ich sie verstehe (ich bin zur Zeit kein Mitglied) versucht zu verhindern, daß die Bankenrettung auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen wird. Die Diktatur der Finanzmärkte soll durch Stärkung der politischen Macht eingegrenzt werden, das geht nur mit eigenen Banken. Nach meinen Informationen haben nicht die staatlichen Landesbanken die größten Schäden für den Steuerzahler verursacht, sondern die private IKB und vor allem die HRE. Die Landesbanken wurden durch die EU Kommission zu mehr Kapitalismus gezwungen, ihnen wurde vorgegeben, sich den internationalen Kapitalmärkten zu öffnen, um ihre Rendite zu erhöhen. Die Landesbanken sind am Kapitalismus gescheitert. Liebe Gabi, auch ich kenne die japanische Story. Aber Deutschland ist auch vor allem im Innland verschuldet im Gegensatz zu Griechenland. Japan ist daher doch auch für uns relevant. Der vielzitierte Vorteil des Euro für Deutschland war vor allem die Verhinderung einer massiven Aufwertung nach Handelsüberschüssen. Die Aufwertung wurde gerade durch diie „Schwachländer“ (Jahnke) mit Handelsdefiziten als Ausgleich verhindert. Die deutsche Industrie hat also doppelt von den Schwachländern profitiert, durch Export und durch Währungsstabilität. Beste Grüße und meine Komplimente für diese wichtige Webseite mit interessanten Kommentaren und der tollen Presseschau.

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