2464

global news 2464 15-08-11: Die Sozialdemokraten können in ihrem Verlangen nach Vergemeinschaftung der Euro-Schulden nicht mit deutschem Geld umgehen

Hier zum Text

Advertisements

13 Responses to 2464

  1. rockenergy sagt:

    Eurobonds sind keine Lösung: (a) sie dienen in der gegenwärtigen Situation ausschließlich der weiteren Verschuldung bzw. der Verschleppung der Insolvenz und (b) sie, wenn überhaupt, vor Jahren im Rahmen einer zu installierenden europäischen Wirtschafts- und Fiskalunion hätten entwickelt werden müssen.

    Da Europa von letzterem so weit entfernt ist, wie die deutsche von z.B. der griechischen Wirtschaftsleistung und daran niemand etwas ändern wird, will oder auch darf bzw. kann ist die weitere Verschleppung einziger Programmpunkt.

    Gabriels Vorstoß ist ja nur Ausdruck des Nichtverstehens und des verzweifelten Suchens nach eigenen Zielen, die man am Horizont sicher zu sehen wähnt, aber ob des eigenen warmen Sitzens nicht anzusprechen geschweige denn zu verfolgen wagt; dazu paßt das englische Wundern eines Rechten für die Linken.

    caw

  2. EuroTanic sagt:

    Ich kann mittlerweile nicht an Dummheit der Einheitspartei CDUSPDCSUFDPSPD und sogar der LINKEn glauben. So dumm kann niemand dauerhaft sein. Ist also die totale Verschudung mit allen Konsequenzen das Ziel dieser Politik. Man muss sagen ja. Nur so werden diese d…, a… P…..(selbst zensiert) die Menschen in Europa dazu bringen die totale EU Regierung zu akzeptieren.

  3. HAL9002 sagt:

    Ihre Analyse (auch Kommentar 1) klingt für mich sehr plausibel, wenngleich auch leider etwas dystopisch. Denn Sie schreiben selbst, dass Dt. „nicht mehr aus dem Euro rauskommt“.
    Für die „alten Forderungen (Umschuldung Gr., Austritt Gr, Ende der dt. Lohnpolitik) scheint es mir mittlerweile bei der Vielzahl der Umschuldungskandidaten zu spät zu sein.
    Um einmal weiter zu spinnen: Eine „Lösung“ könnte es sein, wenn Dt. aus dem Euro austritt und gleichzeitig die D-Mark2 an den Dollar koppeln würde, um die Aufwertung zu verhindern.
    Aber auch das würde letztendlich darin enden, dass die dt. Banken hohe Abschreibungen in die Bücher nehmen müssten, für die dann der dt. Steuerzahler….
    Außerdem würde ein solcher Schritt die (politische) Union der Menschen zerstören, was mehr als traurig wäre.

    Laut gedacht: Vielleicht ist die Taktik der Fr. Merkel richtig, alles einmal abzuwarten? Da sträubt sich alles in mir, aber eine bessere Lösung erkenne ich nicht.

    • globalnote sagt:

      Das Abwarten ist hier sicher die beste Lösung. Denn erstens werden in den kommenden Monaten nur einige Refinanzierungen fällig und zu bedienen sein. Das kann noch aus dem Rettungsschirm passieren. Dann wird man ein Gespür bekommen, wo etwa der Zins für Eurobonds liegen würde (m.E. zu hoch, um mit 60 % das Problem der Überschuldung lösen zu können).

      Schließlich wird sich zeigen, wohin die Verschuldung des Nicht-Euroraums marschiert, vor allem in GB und USA. Alles ist bei den Anleihezinsen relativ und kann sich ändern. Auch ein Einbruch bei den Aktienkursen in einem doubble dip würde einen Run in für sicherer geltende Bonds bewirken und so viele in AAA sind gar nicht am Markt, so daß Interessenten auch Bonds aus schwächeren Ländern wieder annehmen müßten, wenn sie ihr Geld nicht cash halten.

      Vor allem aber würde eine Zitterpartie durch Abwarten die Regierungen in den Krisenländern zwingen, ihre Staatshaushalte in Ordnung zu bringen und vor allem höhere Steuern von den Wohlhabenden einzutreiben (Berlusconi hat das offensichtlich jetzt schon im Ansatz vor). Deswegen ist die SPD besoffen, schon jetzt Zustimmung zu signalisieren.

      • HAL9002 sagt:

        Danke für die Antwort.
        Sie sagen „Schließlich wird sich zeigen, wohin die Verschuldung des Nicht-Euroraums marschiert, vor allem in GB und USA.“
        Sehr frei interpretiert, bedeutet das, dass wir abwarten, ob es bei den „Anderen“ nicht schlechter noch läuft.
        Aber warum warten: Könnte man nicht „nachhelfen“ und sich somit die beiden schärfsten Konkurrenten vom Hals schaffen? Der eine reißt uns politsch rein und der andere wirtschaftlich.
        Nur so als überzeugter Europäer ganz im Sinne von Machiavelli gedacht.
        Gut so gemein sind wir nicht – nehme ich mal an.

    • rockenergy sagt:

      Realistisch, ja, konsequent nicht wirklich, denn die Ausweitungen der Rettungsschirme wird die Konjunktur z.B. in Griechenland nicht wieder beleben.

      Dazu müßte Griechenland wettbewerbsfähige Leistungen bzw. Produkte dem Weltmarkt andienen können müssen!
      Welche?
      Woher?
      Womit?

      caw

      • Heiner sagt:

        Einen Königsweg gibt es in dieser Situation m.E. nicht.
        Wenn aber der Weg der Eurobonds eingeschlagen wird befinden sich dann so bildlich gesehen alle im Henkersraum (mitgefangen-mitgehangen) aus dem es kein zurück gibt.
        MfG

  4. Heli sagt:

    Die Leute begreifen schon, daß etwas Ungeheuerliches passiert, was komplett gegen sie gerichtet ist. Und sie begreifen noch mehr, daß man bei Wahlen seine Stimme abgibt und diese dann für 4 Jahre weg ist. Ein Drittel der Bevölkerung hat kapiert, daß gewählte Politiker möglicherweise die Regierung stellen, aber nicht an der Macht sind und wählt deshalb gar nicht mehr.

    Macht hat die Finanz – Oligarchie und die werden nun mal nicht gewählt. Wir bekommen täglich vorgeführt, daß Verträge nur dann zu beachten sind, wenn sie der Oligarchie nützen. Ansonsten kann man ungestraft darüber hinweggehen. Die zauberworte heißen „systemrelevant“ und „alternativlos“. Oligarchen kann man nicht abwählen und die Gewählten wissen schon, daß sie weich fallen werden oder besser noch . sehr gut aufgefangen werden.

    Wir sind zu reinen Wirtschaftsobjekten degradiert. Jetzt muß man es nur noch schaffen, uns auf Maschinenstatus zu bringen, dann kann man die Unproduktiven vielleicht noch ausschlachten bevor man sie entsorgt.

    Wir haben vier Enkelkinder, die mir das Herz aufgehen lassen, wenn ich mit ihnen zusammen bin.Gleichzeitig fürchte ich, daß die Eigenschaften , die deren Eltern fördern , sie zu marktwirtschaftlich nicht verwertbaren Wirtschaftobjekten verkommen lassen. Kunst und Kultur muß man sich schließlich leisten können!

    Man möge mir meinen bitterbösen Sarkasmus nachsehen, aber er ist mein letztes Bollwerk gegen die Verzweiflung.

    • Elfi sagt:

      Ihren Sarkasmus verzeihe ich ihnen gerne, ich verstehe ihn.
      Es geht mir auch so.

      Er beschreibt ja nur eine bitterböse bzw. scheusslich schwachsinnige Realität,
      Alles Gute trotzdem
      Elfi

  5. Christoph sagt:

    Für wen’s von Intereese ist:
    Es ist eine Täuschung, nach 45 hier keinen Krieg mehr erlebt zu haben, die Waffen sind weder stumpf, sie sind gar perfider geworden und treffen, genau wie gewollt, gezielt – ins Mark…

    Muß mal provokant mich äußern; als mir noch in jungen Jahren ein drohender Atomkrieg suggeriert wurde, machte ich mir meine Gedanken, wo setz‘ ich mich ab, um das zu überleben – nun, ein an die Wand gefahrener Euro wird einen ganz schön weit ziehen müssen lassen, bis man irgendwo gestrandet, mit seiner eignen Hände Arbeit, sein Auskommen frei verdienen kann; aber leichter ist: wollen wir wetten?
    Mit mitfühlenden Gedanken
    Christoph.

  6. rockenergy sagt:

    … es gibt in meinem Verständnis menschlichen Denkens und Handelns tatsächlich Situationen, aus denen heraus man handeln muß: Abwarten, Aussitzen, der Versuch des Abreitens sind da keine Lösungen weil sie die große Gefahr des Überschreitens eines points-of-no-returns in sich bergen.

    Ein Chirurg, der nach Öffnen der Brust karzinogenes Gewebe entdeckt muß eine Entscheidung treffen, hier und jetzt.

    Auf den Euro bezogen: wie oft muß denn noch bewiesen werden, daß eine Gemeinschaftswährung über auseinanderdriftende Volkswirtschaften bar jeder konformen Regeln nicht funktionieren kann? Ja, sogar den Sprengstoff birgt, der Europa in Zeiten vor die römischen Verträge zurückzuwerfen vermag?

    Wer sieht in welchen Handlungen auch nur den Ansatz eines Versuches, das Auseinanderdriften zu korrigieren. Die Neuauflage eines „Am deutschen Wesen…“ ist dabei der Rohrkrepierer schlechthin.

    Vermag irgend jemand einzuschätzen, welche Leichen tatsächlich in den Kellern der Beitritte der Länder wie Spanien, Italien, Belgien und Frankreich liegen? Da wurde doch schon damals alles hinzu- und weggedichtet und seit dem ist von beidem massig dazugekommen. Ich habe übrigens bewußt weder PIIGS noch GIIPS geschrieben.

    Kann sich keiner vorstellen, daß die so toll herbeigezauberten Wirtschaftszahlen von Wachstum bis Industrieproduktion, Import und Export, in etwa genauso bescheuert hingepinselt und gewürfelt sind, wie die der Arbeitslosigkeit oder des tatsächlich vorhandenen Arbeitsvolumens?

    Richtig! Letzteres rechnet erst gar keiner nach! Das kennt keiner, Europa hat und exportiert Arbeit aber immer noch als wachse dieselbe in unser aller blühenden Landschaften stets nach wie Zähne dem Hai!

    Apropos Wachstum: wo sollen denn die vier Prozent, besser acht, Wachstum herkommen, um die Schulden auch nur ansatzweise zu bedienen? Fast 2 Billionen italienische Schulden, Verluste (!), die einem Eurobondpapier im Grunde, in Wahrheit und nach den Regeln legalen Billanzierens sofort jegliches Rating oberhalb „–Z“ verbieten.

    Da steckt immer und überall System dahinter aber leider nur geprägt vom Unvermögen aller Beteiligten und ein solches des Abwartens, des Kohl’schen Aussitzens und des Betens auf ein „Das-wird-schon-werden“ verbunden mit einem „der-Markt-wird’s-richten“.

    Hier wird gar nichts werden, gerichtet wird aber schon; die Marktteilnehmer werden es tatsächlich richten und den Karren bis zur Unkenntlichkeit reinschieben. Leider heißt auch das nicht, daß sich alles nach dem großen Knall zu einem Besseren richten könnte, allein weil der ausbleiben wird.

    Vor vielen Jahren in der Badewanne: da sprang der kleine, gelbe Ball, wenn ich ihn unter Wasser hielt, immer höher aus dem Wasser, je tiefer ich ihn vorher hineindrückt hatte: mit den Eurobonds beschweren wir den Ball bis er ob des Überdrucks implodiert.

    Übrig bleiben wird nur seine Hülle und ein Blubb-blubb.

    caw

  7. Thomas71 sagt:

    Was mich ein bissel ärgert, ist dass es allen so leicht gemacht wird über unsere Köpfe hinweg zu entscheiden. Alle Entscheidungen müssten sofort in Form von Rechnungen an alle Steuerzahler rausgehen. Den Aufschrei möchte ich mal sehen, wenn für die Rettung XYZ eine Zahlungsaufforderung über 5000 Euro pro Nase ins Haus flattert.

    Gruss
    Thomas71

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: