2129

global news 2129 06-09-10: Fakten zur Immigration nach Deutschland

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8 Responses to 2129

  1. Kai sagt:

    Hallo,

    Ich moechte einen kleinen Einspruch zu Punkt 8 machen.

    Seinerzeit war in der BRD der Bedarf an Gastarbeitern durch Italiener und Griechen und andere Nationalitaeten weitestgehend gedeckt, aber die Tuerkei bat um Aufnahme tuerkischer Gastarbeiter. Dies war fuer die Tuerkei eine _Entlastung_ weil sie hohe Arbeitslosigkeit zusammen mit Geburtenueberschuss und Landflucht zu bewaeltigen hatte. Eigentlich was Deutschland nicht an den zusaetzlichen Kraeften interessiert, hat sich aber – man hoere und staune – dem Druck der NATO-Partner gebeugt weil man die Tuerkei als strategischen Partner suchte gegen die kommunistische Gefahr, und der Deal lautete ungefaehr „USA darf Pershing II stationieren, dafuer hilft die BRD bei dem Bevoelkerungsueberschuss“.

    Siehe hierzu http://www.blauenarzisse.de/v3/index.php/anstoss/936-wie-war-das-eigentlich-als-die-ersten-einwanderer-kamen

    • globalnote sagt:

      @Kai,

      Meines Wissens kam die Hauptwelle der Türken, nachdem die westeuropäischen Gastarbeiter vor allem aus Italien und Spanien schon wieder zurückfluteten, so daß die deutsche Industrie einen echten Bedarf hatte. Da die Industrie das Sagen hatte, hätte sie sicher keine Türken ohne eigenes ökonomisches Interesse beschäftigt.

  2. Detlef sagt:

    Bei aller Anerkennung für die detaillierte Übersicht vermisse ich doch leider Einiges.
    1. Bei den ausgewählten Großstädten fällt doch sehr schnell auf das weder Bonn noch Berlin vertreten sind.
    An der Größe der Städte kann es kaum liegen, diese sind der Inbegriff für den Titel „Großstadt“.
    2. Zum Teil wird hier sehr detailliert auf alle Nationalitäten eingegangen und aufgeschlüsselt, an andere Stelle werden alle Migranten in einen großen Topf geworfen.
    Es wäre doch interessant zu erfahren wie hoch der Anteil der einzelnen Nationalitäten bei Bildungsdefizit, Arbeitslosigkeit etc. sind.
    Begründung:
    Bei uns sind sehr viele Russen, Italiener, Mosambikaner, ein paar Perser und Inder etc, aber im Vergleich zu den alten Bundesländern, fast keine Türken etc. vertreten.
    Bei den schulischen Abschlüssen ist aber immer wieder festzustellen das diese zum größten Teil vor allem in Deutsch und Mathematik besser abschließen als die deutschen Kinder und dann auch im Anschluß eine zum Teil höhere Ausbildung absolvieren und in das Berufsleben gehen.
    An einer mangelnden Hilfe bei der Integration kann es dann doch eigentlich nicht liegen, wenn diese Gruppen auf Bildung einen so hohen Wert legen.
    Es gibt auch sonst kaum Probleme, von kleineren Reibereien mal abgesehen.
    Im Gegensatz dazu gibt es Volksgruppen die seit 10-20 Jahren in Deutschland sind und zum Teil kein oder schlecht Deutsch sprechen und schreiben können und somit auch schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.
    Woran liegt das? Könnte es vielleicht doch eine gewisse Integrationsressistenz sein, ausgelöst durch einen gewissen türkischen Minister der nach Deutschland kam und seine Landsleute öffentlich aufforderte sich nicht zu integrieren?
    Einen Grund dafür muß es geben, nur ob dieser allein bei uns zu suchen ist?

    • globalnote sagt:

      Sie müssen sich schon mal zufrieden geben oder sich die Zahlen selbst heraussuchen; da ist Meckern zu einfach. Ich kann außerdem keine Zahlen erfinden, die nicht öffentlich zu haben sind, und habe wirklich genug Zeit zur kostenlosen Information der werten Infoportalbesucher eingesetzt!

      • Detlef sagt:

        Herr Jahnke,
        ich weiß doch das sie diese Zahlen nicht aus dem Hut zaubern können und nur das benutzen können was die (von ihnen auch angegebenen) Quellen hergeben.
        Ich habe auch schon danach gesucht und nicht sehr viel Hilfreiches gefunden. Vielleicht suche ich auch an den verkehrten Ecken?
        Es war doch mehr so als Hinweis und nicht als Kritik gedacht.
        War das wiedermal falsch?
        Es fällt nun mal auf wenn durch offizielle Quellen gewisse Zahlen sehr detailliert und andere wieder nur sehr stark verallgemeinert an die Öffentlichkeit weitergereicht werden.

        Hallo Heiner
        Besten Dank für den Link, ich werd‘ mich dann mal da durchwursteln.
        MfG

  3. Heiner sagt:

    Klicke, um auf Kapitel7_5.pdf zuzugreifen

    Lebenssituation von Migranten und deren Nachkommen in Deutschland aus Datenreport 2008/Destasis/Gesis s.o.
    MfG

  4. Till sagt:

    Besten Dank für die Grafiken.

    Zu den „sonstigen Migranten“: Ich bin nach der heutigen Definition auch einer, da beide Elternteile aus den „schlesischen“ Gebieten nach dem Krieg vertrieben wurden. Beide waren vom Familienstammbaum her Deutsche.

    Ansonsten ist meiner Meinung nach dieses ganze Schlamassel das Resultat von 30 Jahren verfehlter Bildungspolitik. Die Eltern der 1. Generation waren oft einfachste Leute (es wurden schließliche Malocher gesucht und keine Intellektuellen), so das hier die Schule ihre Kinder als einzigste Institution Sprache, Kultur und Bildung nahebringen könnte.

    Dies hat sie aber nicht getan, da das deutsche Schulwesen immer noch auf die heile Bürgerfamilie oder wenigstens die strebsame Arbeiterfamilie abgestimmt ist, die ihren Nachwuchs auch selber optimal fördern, durch Vereine, Nachhilfe ect.

    Dies kann ein Malocher aus einem fremden Kulturkreis meist nicht leisten, vor allem nicht wenn er schnell in einem Ghetto (= Viertel mit den billigsten Wohnungen) landet.

    Hier ist die Öffentlichkeit gefragt – und die hat schändlich versagt, und tut es leider immer noch. Ganztagsschulen und verpflichtende Kindergärten für alle sind hier ein lobenswerter Anfang, diese Problematik langfristig in den Griff zu bekommen.

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