2110

global news 2110 21-08-10: Die Bundesregierung erwartet auch über die Jahre bis 2014 ein starkes Zurückbleiben des Arbeitnehmerentgelts

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6 Responses to 2110

  1. Heiner sagt:

    Der ältere Sinn von brave war ja mal „schön“, heute müssen wir eher tapfer bleiben; oder zumindestens es versuchen!
    MfG

  2. Detlef sagt:

    – Über die Jahre von 2000 bis 2009 hat das Arbeitnehmerentgelt real – also nach Abzug der Verbraucherpreisinflation – 3,7 % an Wert verloren. Dagegen haben die Unternehmens- und Vermögenseinkommen nach Abzug der BIP-Inflationsrate um mehr als 23 % zugelegt. Der soziale Graben in Deutschland ist so immer tiefer geworden, und das trotz des krisenbedingten Verfalls einiger
    Vermögen. –

    Unter Berücksichtigung der Tatsache das dies von den Politikern gewollt ist und massiv gefördert wird, kann man davon ausgehen das unsere derzeitige Regierung 2014 nicht mehr erleben wird.
    Diese Regierung, die sich von der Lobby hat kaufen lassen und jetzt von genau dieser Lobby nach gut Dünken unter Druck gesetzt wird, hat keine Daseinsberechtigung mehr.
    Der Michel erwacht langsam aus seinem Dornröschenschlaf, selbst jene, die bisher behaupteten das doch alles noch „halb so wild“ sei, haben begriffen das Deutschland mit großen Schritten wieder Richtung Feudalismus steuert.
    Wenn der Lohn nicht mehr zum Leben reicht, immer mehr gefordert und immer schlechter vergütet wird, aber gleichzeitig der Gewinn Einzelner extrem steigt, dann kann dies auf Dauer nicht gut gehen.
    Dieser Staat ist mit seiner Lobby-Politik so weit von seinen demokratischen Richtlinien abgerückt, das als logische Schlußfolgerung nur noch der Volkszorn und das offene Mißtrauen gegen die derzeitige Politik übrig bleibt.
    Die Stimmen werden immer lauter, Planung und Durchführung friedlicher Demonstrationen sowie Gewalttätigkeit extremer Gruppierungen sind schon an der Tagesordnung.
    Noch ist dies überschaubar und mehr oder weniger kontrollierbar. Sollte die Bundesregierung jedoch nicht langsam die Realität erkennen und weiter die Augen vor der Verelendung seines Volkes verschließen, werden dies Aktionen Ausmaße annehmen die auch durch die Bundeswehr nicht mehr gestoppt werden können.
    (Merkel plant den Einsatz der Bundeswehr bei Ausschreitungen und Massendemonstrationen! – siehe Link ganz unten und höre genau zu!)
    Was dann passiert, wenn die Regierung diesen geplanten Bundeswehreinsatz gegen das eigene Volk in die Tat umsetzt, muß ich wohl nicht näher erläutern.

    Einen sehr interessanten Bericht hierzu kann man hier
    http://info.kopp-verlag.de/video.html?videoid=34
    abrufen.

    • N sagt:

      @Detlef sagt:
      August 22, 2010 um 9:15:

      Hallo,

      der interviewte Mensch im Video macht sicherlich auch mehrere richtige Aussagen. Doch Vorsicht! Eine zentrale Aussage verdreht das ganze Interview:

      „Frueher hat man mit dem Giesskannenprinzip Geld genommen, und hat damit unruhige Gebiete befriedet. Wenn es irgendwo Jugendunruhen potentiell gab, dann hat man viele Dinge dort hingebaut, hat fuer Jugendzentren gesorgt, fuer Sozialarbeiter. Wir haben das Geld nicht mehr. Schluss aus. Das ist nicht mehr da.“

      Das Geld ist da. Es ist nur immer schlechter verteilt! Wir werden immer produktiver. Wir koennten uns es eigentlich also GERADE leisten mehr Sozialarbeiter einzustellen oder Jugendzentren zu bauen! Die negative Verwendung des Begriffs „Giesskannenprinzip“ (nicht nur hier sondern allgemein in den Medien) erinnert mich an Orwellsches Neusprech. Was ist schlecht an „égalité“?

      Ein anderer Punkt: warum so gegen Immigranten wettern? Immerhin wohne viele seit langem in D und zahlen brav ihre Steuern (vermutlich sogar braver als viele Deutschen) und oft haben sie nicht einmal das Recht zu waehlen (politische Beteiligung) …

      -N

      PS: Das wirkliche Problem, das wir haben, ist die Tatsache, dass aufgrund von zukuenftiger Rohstoffknappheit (insbesondere Energie), die Produktivitaet (in allen Laendern) sinken wird. Hier muesste vorgesorgt werden: die energiebezogene Produktivitaet (Produktivitaet pro Energieeinheit muesste gesteigert werden, Energie gespart).

  3. Heiner sagt:

    http://www.n24.de/news/newsitem_6279703.html
    Zum Thema:s.o. also weiter so wie bisher!
    MfG

  4. Klaus H sagt:

    @ N
    Energie kann man nicht erzeugen, sondern nur umwandeln.
    (1.thermodynamisches Gesetz).
    Es gibt unzählige Möglichkeiten Energie umzuwandeln, wir machen es aber fast nur weniger intelligent. Es gibt jede Menge Möglichkeiten dieses besser zu machen. Es wird aber sehr oft dadurch verhindert, daß es nicht die entsprechende Rendite verspricht.
    Das eigentliche Problem der Menschheit ist ganz einfach der verkehrte Umgang mit dem „Tauschmittel“ Geld, das zum „Ausbeutungsmittel“ verkommen ist. Erst wenn wir dieses Problem gelöst haben, lassen sich auch die anderen Probleme wirklich lösen.
    Leider habe ich dazu aber nur einen verdammt pessimistischen Zeithorizont:
    In the Year 2525

  5. Manfred Steingrube (Betriebsratsvorsitzender) sagt:

    Es zeigt sich eigentlich immer wieder, und im Besonderes jetzt erneut durch die Fakten des Infoportals, entgegen den Verlautbarungen vieler Politikerstimmen, dass mehrheitlich Arbeitnehmer eben nicht „Gewinner“, sondern eher Verlierer der Globalisierung sind wie viele andere Menschen auch. Wie könnte es auch anders sein als bei der Liberalisierung ohne soziale Schutzmechanismen des internationalen Handels sowie einer massiven Expansion internationaler Geldströme auf dem Kapitalmarkt. Durch grundsatzpolitische Entscheidungen wurden bestehende Hindernisse allmählich aus dem Weg geräumt, so dass im Endeffekt der Arbeitnehmer und der Bürger bereits die Zeche zahlen müssen (Siehe Stuttgart, Bahnhof). Nein, weder in den Industrieländern noch in den sogenannten Entwicklungsländern gehören allgemein die Menschen zu den Gewinnern der Globalisierung. Ihnen fehlt es an Einfachheiten wie einen Mindestlohn oder menschenwürdige Arbeitsbedingungen. Es fehlt einfach die Sicherheit, dass durch „normale Arbeit“ Einkommen erzielt werden, die einen guten „Lebensstandard“ für jeden Menschen ermöglichen. Es fehlt ebenso der politische Wille, internationale soziale Mindesstandandards einzuführen. Statt dessen knicken die politisch Veranwortlichen erneut vor einer mächtigen Lobbygruppe ein (siehe Atomlobby!). Mit politischer Einsicht auf Änderungen für eine bessere Lebenssituation der Menschen wird man wohl vorerst nicht rechnen können. Und immer auf die nächsten Wahlen zu hoffen, wird mit der Zeit auch ziemlich langweilig. Wie sagte doch Wilhelm Busch: „Hoffen und Harren hält manchen zum Narren.“ Die im Irrtum verharren, bleiben am Ende die Narren.

    Die Zukunft wird nicht wesentlich anders verlaufen, vielleicht noch unerfreulicher, sollten sich die Betroffenen nicht ausreichend selbst oder durch Aufklärungsarbeiten motivieren lassen, sich zur Wehr zu setzen. Die Frage nach den „Bremsern“ der Arbeitnehmereinkommen (und darüber hinaus) ist mehr als berechtigt. Diese Rolle muss eindeutig der Politik zugeschoben werden, denn die Globalisierung ist kein Naturereignis, sondern ein bewusstes und gewolltes Bedienen von Interessen. Dem muss entgegengewirkt werden.

    Auf dem Grabstein von Otto Lilienthal soll folgender Satz stehen: „Opfer müssen gebracht werden.“ Der Flugpionier soll ein Einzelkämpfer gewesen sein, den auch Rückschläge nicht davon abhalten konnten, sein Ziel, das Fliegen, zu verwirklichen.

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