2103

global news 2103 15-08-10: In der Konkurrenz mit Asien verspielt Europa seine Chancen

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5 Responses to 2103

  1. Reinhard sagt:

    Dazu kommt ja auch noch das Problem der seltenen Erden.
    Ist das hier schon mal thematisiert worden?
    Die Chinesen haben die Rohstoffe die von und für die HighTech Gesellschaft gebraucht werden, gleich vor der Tür.

  2. Um da mal einen etwas anderen Blickwinkel in die Diskussion zu bringen:

    Ja ,ja, die bösen Chinesen! Was fällt denen ein! Da KAUFEN die doch einfach die internationalen Rohstoffmärkte leer! Eine Unverschämtheit ist das!

    Aber vielleicht sollte man sich ja mal nur ganz kurz daran erinnern, auf welche Weise sich die Eurpopäer vor noch gar nicht allzu langer Zeit ihre Rohstoffe besorgt haben, und sie sich auch heute noch (Beispiel: Irak) besorgen? Vielleicht (aber auch nur vielleicht!) relativiert das ja die moralische Verkommenheit Chinas wieder ein bisschen. Ich persönlich würde das übrigens „Doppelmoral“ nennen.

    Es gibt durchaus Regionen auf diesem Planeten, die China m. E. durchaus berechtigt solche Vorwürfe machen dürfen, aber Europa kommt dabei mit Sicherheit an allerletzter Stelle.

    Herzliche Grüße

    G.S.

  3. Till sagt:

    Zu den Devisenreserven von China:

    Diese sind technisch unabdingbar und lassen sich auch nicht verwerten, solange die chinesische Währung an den Dollar gekoppelt wird.

    Wenn wir noch die D-Mark hätten, könnten wir eine ähnliche Menge erzeugen durch nach unten manipulieren unsere damals auch chronisch „harten“ Währung. Diesen Job übernehmen jetzt die PIGS für uns (nicht ganz ernst gemeint).

    Entstanden sind die Reserven sehr einfach: Die chinesische Zentralbank druckt die eigene Währung und kauft Dollar/Yen/Euros, um ihren Export zu stützen und den Markt zu eliminieren. Diese würde ansonsten die Dumpingpreise etwas relativieren durch eine Währungsaufwertung bei chronischen Exportüberschüssen. Stattdessen ist die Währung an die der größten Schuldenmacher der Welt (nein, nicht Griechenland) gekoppelt.

    Noch einmal zu China: Ein Teil des Wachstums basiert auf dem Immobilienmarkt, welcher riesige Ausmaße angenommen hat. Das hier Wachstum elegant zu generieren ist, ist ja allgemein seit Subprime bekannt.
    Nur gehen die Chinesen in ganz neue Dimensionen:
    http://www.welt.de/wirtschaft/article8510017/Chinas-Immobilienblase-gefaehrdet-auch-Deutschland.html

    Immobilien als reine Spekulationsobjekte, dies kann nicht lange gutgehen.

    Allerdings gebe ich ihnen Recht, was die Industriepolitik angeht. Wenn irgendwann häßlich gespielt wird, sitzen unsere quartalsorientieren Konzernbosse plötztlich „auf dem trockenen“, weil sämtliche Rohstoffe in China sind oder von ihnen kontrolliert werden. Und einer Großmacht fährt man nicht eben einmal mit einem Flugzeugträger vor der Nase herum um sie sich zurückzustehlen. Diese seit 50 Jahren praktizierte Politik hat hier ein Ende.

    Davon abgesehen, China wird in Zukunft immer eine wichtige Rolle spielen, selbst wenn sie eine eigene große Krise durchleben müssen. Der verpatzte Start in die Industrialisierung (Erst Feudalsystem, dann Warlords und anschließend ein Steinzeit-Mao) wird von diesem alten Kulturvolk jetzt aufgeholt.

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