1816

Gedanken zur Zeit 1816 15-07-10: BILD sieht über NRW eine neue Republik (Untergang Deutschlands?) heraufziehen

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17 Responses to 1816

  1. Gaby sagt:

    Hallo, in die Runde,

    was ist denn das wieder für ein bekloppter BILD-Kommentar? Die Linke ist eine in der Bundesrepublik Deutschland offiziell zugelassene Partei. Punktum! Außerdem darf wirklich nicht unterschlagen werden, dass lupenreine Demokraten auch im Nachkriegsdeutschland eher selten anzutreffen waren.

    Aber richtig fies sind solche denunzierenden Vokabeln wie „Weltrevolutionäre“, „Damen-Doppel“ und „Provinzposse“. Wer sich für eine ausgleichende Ökonomie einsetzt, ist also in konservativ-liberalen Kreisen ein Weltrevolutionär. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen! Der Begriff „Damen-Doppel“ entstammt dem Tennissport. Die BILD will wohl suggerieren, dass die beiden Landesmütter bar jeglicher ernstzunehmenden Verantwortung lediglich Machtspielchen betreiben, nach dem Motto „Die machen nix, die spielen nur!“ Und dem am dichtesten bevölkerten, viertgrößten deutschen Land das Etikett „Provinz“ zu verleihen, zeugt von bewusster Demagogie.

    Ganz schlimm ist, dass mir der Eindruck vermittelt wird, dass Frau Kraft und Frau Löhrmann als kühl kalkulierende Vaterlandsverräter an die Macht gelangt sind und nur regieren können, wenn sie sich fortwährend den Weltrevolutionären (= heimtückische Bombenleger) anbiedern. Die BILD spielt mit allerlei machohaften Vorurteilen, die ganz und gar nicht demokratisch sind!

    Meines Erachtens geht es darum, dass das deutsche Volk auf gar keinen Fall auch nur den Hauch des winzigsten Tropfens „sozialen Öls“ schnuppert. Ich vermute, unseren neoliberalen Freunden wäre es am liebsten, wenn sie die Erinnerungen an die Soziale Marktwirtschaft aus unseren Köpfen löschen könnten.

    Schönen Tag noch,

    Gaby

  2. Heiner sagt:


    Hier das entsprechende Wahlplakt aus dem
    Bundestagswahlkampf 1953!
    MfG

  3. Hagnum sagt:

    Schönen Tag,

    hier nur ein paar Auszüge des Kommentars meine Lokalzeitung,der Fuldaer Zeitung (FZ):

    Der Stich der Linkspartei trifft ins Herz der Industrienation Deutschlands!
    (Mit der Enthaltung hat die Linke das rotgrüne Duo möglich gemacht.Die Linke
    ist also Schuld)

    Rotgrün hängt von einer Chaostruppe ab!

    Rotgrün lebt in NRW von der Hand in den Mund.Wohin das führt hat man gesehen.Griechenland!
    (aha,weil nicht gespart wird,führt rotgrüntoleriert NRW iin den griechischen Orkus.Dank der Linken.)

    Wenn der gestrige Tag was Gutes hatte,dann dass schwarzgelb zu ungewohnter Harmonie zurückgefunden haben,dank der „roten Gefahr“(sic!!!)

    Die schwarzgelbe „Wacht am Rhein“(sic!!)

    Donnerwetter,die Wacht am Rhein also, Pinkwart und Rüttgers Nachfolger.
    Es wäre amüsant,wenn es ja nicht so unerhört traurig wäre.

    Die rote Gefahr gebannt durch die Wacht am Rhein.
    Ich halte jede Wette,dem Kommentator ist nichtmal bewußt,dass die Kodierung „Wacht am Rhein“ nichts anderes war.als die letzte Großoffensive der Wehrmacht,die Ardennenoffensive 44/45.

    Oder vielleicht doch?
    Die Roten auf der einen Seite,und die Braunen auf der anderen?

    Liebe Grüße
    Hagnum

    • Heiner sagt:

      @Hagnum: Stürmerpresse! Wenns eben nicht die Juden sind, dann sind es eben die Roten!
      MfG
      Ich konnte den Kommentar leider in der Online Ausgabe des Blattes nicht finden.

      • Hagnum sagt:

        Schönen Tag!

        Ich weiß,die Kommentare sind online nicht freigeschaltet.Zu schade,sonst hätte ich den verlinkt.

        @Gabi

        Vielen Dank für die Info.So weit bin ich in der Geschichte nicht zurückgegangen!Aber auch die Ursprungsversion passt ja,da wir es wegen der Exporte und Madame Lagarde ja mit den Franzosen auch nicht mehr so haben.

        Den Kommentar habe ich Auszugsweise zitiert,um zu zeigen, dass nicht nur die überregionale Presse und das Fernsehen gegen alles Linke sind,sondern dass es in der Provinz nicht anders zugeht.Diese Haltung scheint sich durch das ganze Land zu ziehen.

        Ich hielt es eben für wichtig „Notizen aus der Provinz“ einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

        Liebe Grüße
        Hagnum

  4. Gaby sagt:

    Guten Tag, Hagnum und Mitlesende,

    „Die Wacht am Rhein“ ist eigentlich ein Kampflied von 1840 und richtete sich gegen die Expansionsbestrebungen Frankreichs. Die Deutschen waren damals so verzückt von Ton und Text, dass sie das Gewurbel am liebsten als Nationalhymne gehabt hätten.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Wacht_am_Rhein

    Derzeit fühle ich mich ob all der dummen, ziemlich kriegerisch klingenden Kommentare unserer Medien tatsächlich zurück versetzt in die Zeit um 1840 und würde am liebsten, wie es Heinrich Heine tat, nach Frankreich fliehen!

    Danke Hagnum, für die Bekanntgabe des Kommentars der FZ.

    Herzliche Grüße

    Gaby

  5. Heiner sagt:

    Herr Lammert(CDU) heute in einem Interview in der FR:
    ROT-GRÜN brennt unsere Dörfer ab!
    Leben wir eigentlich im 30-jährigen Krieg?
    MfG

  6. Gaby sagt:

    Hallo, Hagnum,

    ich habe ja mal geschrieben, dass meine Eltern schon älter waren, als ich zur Welt kam; beide haben den 2. Weltkrieg aktiv erlebt. Aber beide hatten wenig aus ihrer Vergangenheit gelernt. So kam es, dass der Stolz auf Kaiser Wilhelm II. immer wieder aufflammte und meine Eltern gerne sangen: „Wir wollen unseren Kaiser Wilhelm wieder haben!“ Unter Hitler war natürlich nicht alles schlecht, sondern vieles sehr schön (der Holocaust durfte nicht erwähnt werden!) und selbstverständlich musste ich mir als Kind nicht nur das Hermann-Denkmal anschauen, sondern auch das Niederwalddenkmal, die Walhalla und den Kyffhäuser, weil das „bedeutendes“ deutsches Volksgut ist. „Die Wacht am Rhein“ hatten meine Eltern in ihrer Kindheit gelernt zu singen und sangen das Lied im Alter immer noch gern. Das ist der Grund, warum ich das Ding kenne, es aber absolut nicht schätze.

    Nun hört sich das alles gerade so an, als wären meine Eltern politisch ganz rechts gewesen. Waren sie aber nicht. Sie waren ganz normale erzkonservative, stramme CDU-Wähler, die die Sozialisten für den 2. Weltkrieg verantwortlich machten. Die SPD blieb für sie, die Kleinbürger, lebenslang ein rotes Tuch. Aber Herbert Wehner (SPD), den mochten sie, weil er so schön losholzen konnte und sie lasen bis zu ihrem Tod täglich BILD, wegen der griffig-kurzen Formulierungen; die BILD redete ihnen aus dem Herzen. Das alles zusammen genommen und der Einfluss meines durch und durch linken Onkels hat mein tiefes Mißtrauen geprägt, das ich sowohl den Konservativen wie den Liberalen, kurzum dem mittelständigen deutschen Bürgertum entgegen bringe.

    Ich finde es jedenfalls toll, dass das hier ein sehr demokratisches Forum ist, wir also weitestgehend veröffentlichen dürfen, was uns auf der Seele qualmt. Dazu gehören selbstverständlich auch die politischen „Notizen aus der Provinz“, die Du uns dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt hast.

    Rot-Grün brennt unsere Dörfer ab! Solche Polemiken sind typisch für unsere Mittelstandskaste. Herr Lammert sollte in sich gehen und mal scharf darüber nachdenken, was er öffentlich von sich gibt! Von politischem Sachverstand zeugt das jedenfalls nicht.

    Liebe Grüße

    Gaby

  7. Gaby sagt:

    Hallo, carolus und Mitlesende,

    vielen Dank für den Link. Diese polemische, aber treffend dargestellte Kraftmeierei in „Lisas Welt“ beschreibt konkret das marode politische Herz Deutschlands. Wo sind sie denn, die nur ihrem Gewissen verpflichteten, lupenrein demokratischen Volksvertreter, die die BILD explizit immer und immer wieder nur (!) in der Linkspartei am heftigsten vermisst?!

    In Wirklichkeit gilt: Wes‘ Brot ich fress, des‘ Lied ich sing! Die Musik spielen die Wirtschafts-/Bankenbosse und ihre Lobbyisten-Armeen. Die drohen unseren Politikern zwar nicht mit Bomben und Handgranaten, aber mit dem viel wirksameren materiellen Liebesentzug. Eine psychologisch wie existenziell konkrete Drohung, gegen die die Mitglieder DIE LINKEn noch (!) immun sind, weil deren Vertreter aktuell bundesweit kaum etwas zu kamellen haben, die aber existenzbedrohend in unsere arrogante Politikerkaste mit ihren kleinmütig-weinerlichen Seelen reinschlägt

    Mit freundlichen Grüßen

    Gaby

  8. Klaus Zajac sagt:

    Im sächsischen Landtag sitzen Abgeordnete der NPD,die
    sich teilweise in der Tradition der NSDAP sehen oder
    aber von Kreisen unterstützt werden,die offen u. un-
    verhüllt den Faschismus huldigen. Ex-Außenminister
    Joseph Fischer sprach in New York vor der UNO – Gene-
    ralversammlung davon,daß die Deutschen aus ihrer Ge –
    schichte gelernt hätten,sie sich auch heute noch zu –
    tiefst dafür schämen würden. Aber, was hat D,land ge-
    lernt? Deutsche RichterInnen erlauben Demos der Nazis
    auf den Straßen. Die NPD wird üppig alimentiert, er –
    hält z.B.Wahlkampfkostenrückerstattung,NPD Abgeordnet
    e im sächsischen Landtag erhalten monatlich zehntau –
    sende Euro aus der Staatskasse,d.h.mithin alle Steu –
    erzahler finanzieren in D,land diese neonazistische
    Partei! Solange in D,land Nazis finanziert werden,so-
    lange je nach Untersuchung-20 bis 40 Prozent der Deu-
    tschen gefestigte antisemitische u.fremdenfeindliche
    Einstellungen aufweisen,solange Menschen,die sich Na-
    zis in den Weg stellen,getreten u.verhaftet werden,
    solange hat man hier nichts gelernt!
    Wem die Demokratie in D,land lieb ist,sollte aufhören
    solche Hetze u.den Springer-Chef mit dem Kauf seiner
    Produkte zu fördern.Das wäre der beste Dienst an der
    Demokratie in D,land.

  9. Gaby sagt:

    Guten Tag, Klaus Zajac und Mitlesende,

    zu Recht halten wir unsere Politiker für von der Wirtschaft gelenkte Pappnasen, aber zu Unrecht übertragen wir diesen negativen Eindruck auf unsere gesamte Demokratie. Dass dieses Vorurteil falsch ist, beweisen beispielsweise die „Blätter zur politischen Bildung“, herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung, deren eifrige Leserin ich nuerdings geworden bin.

    http://www.bpd.de

    Schon öfter habe ich in diesem Forum geschrieben, dass der Absolutismus durch den sich im Merkantilismus gebildeten Liberalismus abgelöst wurde und aus dem Liberalismus die heutigen politischen Strömungen hervorgegangen sind. Egal, ob politisch rechts, links, konservativ oder sonst was – alle diese Strömungen haben eine gemeinsame Quelle. Sie sind allesamt Antworten, gar Hilfeschreie auf und gegen den Kapitalismus.

    Besonders grotesk erscheinen uns immer wieder öffentliche Protestzüge von politisch extrem links und extrem rechts geneigten Zeitgenossen. Wir fassen uns an den Kopf und können nicht verstehen, wie unsere Richter und Politiker solche, anscheinend gegensätzlichen Strömungen, parallel, unter dem Aufgebot von Hundertschaften von Polizei, zeitgleich demonstrieren lassen. In Wirklichkeit aber sind die Auffassung beider Gruppierungen gar nicht so unterschiedlich, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Und so kommt es auch, dass viele erzkonservative Zeitgenossen den Eindruck machen, als würden sie politisch ganz weit rechts stehen – die Unterschiede zwischen bürgerlichem Konservatismus, liberaler Gesinnung und politisch extrem rechter Gesinnung verwischen sich oft ineinander. Auch der Linksradikalismus unterscheidet sich in seinen destruktiven Auswirkungen kaum von der politisch rechts gerichteten Radikalität.

    Zu diesem Thema empfehle ich die Lektüre „Politischer Extremismus als Antwort auf den Liberalismus“, herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung. Dort heißt es unter anderem:

    „Sozialismus und Konservatismus sind, einschließlich ihrer extremistischen Ableger, Antworten auf die Entwicklung der kapitalistischen Industriegesellschaft des 19. Jhr., auf die Theorie des Liberalismus und die beginnende Desintegration der Gesellschaft.“

    http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=A2E10Q

    Was dieser Artikel allerdings nur undeutlich anklingen lässt, ich mir jedoch seit geraumer Zeit erlaube, offen auszusprechen, ist der Umstand, dass alle modernen Zwistigkeiten in Sachen Ideologie und Politik ohne die Basis „Kapitalismus“ nicht existent wären. Der Kapitalismus ist der große Rahmen, in dessen Grenzen sich unser aller Leben seit rund 250 Jahren abspielt.

    Die aus dieser Erkenntnis aufkeimende Frage lautet folglich: Welche Rolle spielt im Orchester des Kapitalismus eigentlich die Nation und der Staat? Warum gibt es die Demokratie? Wer zieht den größten Nutzen aus diesen abstrakten Konstruktionen?

    Mit den besten Grüßen

    Gaby

  10. Klaus Zajac sagt:

    Die Freiheit einer Demokratie ist nicht gesichert,
    wenn die Bevölkerung das Wachstum privater Macht bis
    zu dem Punkt duldet,wo die private Macht mächtiger
    ist als der Staat selber.Das bedeutet: Fasichsmus-die
    Eigentümerschaft einer Regierung durch eine einzelne
    Person oder durch eine ( mächtige ) Gruppe.Da nunmehr
    kein starker Staat mehr vorhanden ist,der den Kapita-
    lismus vor sich selber retten kann vermittelst wirk-
    samer Kartellgesetze u.Monopolaufsicht,besteht die
    Gefahr,daß der Kapitalismus doch noch in einem tota –
    litären Regime erstickt u.sich die offene Gesellschaf
    t nicht mehr leisten mag.
    Aber wir können die friedliche Zivilgesellschaft mit
    ihren Elementen von Aufklärung,Demokratie u.sozialer
    Gerechtigkeit nur dann erfolgreich verteidigen,unter-
    stützen u.weiter aufbauen,wenn wir den Drachen vom
    Kopf bis zum Schwanz kennen,u.nicht nur einige Parti-
    kel.Wir sind nicht so schwach,wie man uns immer ein –
    hämmern will.
    Allein der gigantische Aufwand an Geld,gekaufter Wis-
    senschaft u.korrumpierter Politiker,um uns zu täusch-
    en,einzuschüchtern u.mit System zu verdummen,zeigt
    doch,welche Großmacht wir sind,wir,das einfache Volk.
    Was im Moment allerdings ganz schmerzlich fehlt,sind
    Einrichtungen,wie sie die Neoliberalen/Marktradikalen
    haben: Netzwerke,in denen die Erfahrungen über die
    einzelnen Segmente hinweg kommuniziert u.verallgemei-
    nert werden. Wo der gemeinsame Nenner für ein wissen-
    schaftliches Paradigma gefunden wird. Wo die wesent-
    lichen Grundzüge der neuen Aktivitäten von Medienpro-
    fis so aufbereitet werden,daß man sie als praktiable
    Angebote den “ Menschen draußen im Lande “ vorlegen
    kann.Denkfabriken,die die gemeinsamen Ergebnisse in
    mehrheitsfähige Politik übersetzen können. Die Fühler
    ausstrecken nach Bündnissen in unserer Gesellschaft.
    Umfragen zeigen immer wieder,daß die überwältigende
    Mehrheit der Bevölkerung genau das wünscht: ein poli-
    tisch-wirtschaftliches System jenseits von Kapitalis-
    mus u.Sozialismus.Ein System,das die Vorteile von So-
    zialismus u.Kapitalismus in der neuen Synthese in sich birgt.

    • globalnote sagt:

      Das ist in meiner Beurteilung, mit Verlaub gesagt, ziemlich starker Toback: „Das bedeutet: Fasichsmus – die Eigentümerschaft einer Regierung durch eine einzelne Person oder durch eine ( mächtige ) Gruppe.“ Der deutsche Staat gehört keiner Person oder Gruppe. Jede Regierung kann, wenn Sie will das Wirtschaftssystem wieder zu einer Sozialen Marktwirtschaft machen. Und Mehrheiten von Wählern können in einem demokratischen Prozeß solche Regierungen einsetzen. Solange die Wähler das nicht tun, übernehmen sie die Verantwortung für den Zustand, nicht irgendeine Person oder anonyme Gruppe. Man sollte dabei die Macht der Medien nicht überschätzen. Die Menschen glauben weiß Gott nicht alles, was man ihnen einreden möchte. Sonst wäre die Popularität von Merkel und CDU/CSU/FDP nicht so dramatisch weggesackt.

      „Umfragen zeigen immer wieder,daß die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung genau das wünscht: ein politisch-wirtschaftliches System jenseits von Kapitalismus u.Sozialismus. Ein System,das die Vorteile von Sozialismus u.Kapitalismus in der neuen Synthese in sich birgt“: Auch da scheinen Sie mir Illusionen zu haben. Ohne privates Eigentum an Produktionsmitteln wird die Wirtschaft nicht funktionieren. Das hat zuletzt der realexistierende Sozialismus der DDR bewiesen. Was geht, ist eine Sozialbindung des Eigentums, wie sie ja auch im Grundgesetz steht, aber von den Regierungen durch Steuerregeln, Arbeitsmarktregeln und Sozialleistungen ständig gesichert werden muß. Und hier sind die Fehler gemacht worden. Um das zu ändern, brauchen wir aber kein anderes politisches System, sondern eine vernünftige Politik und eine Begrenzung der neoliberalen Globalisierung, die ein Unterlaufen der Sozialbindung des Eigentums über Dumping etc. verhindert.

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