1798

Gedanken zur Zeit 1798 22-06-10: BILD ist verlogen in das morgen verliebt

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3 Responses to 1798

  1. Selbst auf die Gefahr hin,
    daß ich gelyncht werde:

    ich höre das Kohlemikrophon,
    die zunächst leise,
    dann sich überschlagende
    und immer kreischendere Stimme
    des wiederauferstandenen Ministers
    für Propaganda und Volksaufklärung
    mit genau diesen Worten:

    „Überall schnuppern die Deutschen den Aufschwung.“
    „Der Umfrage-Trend heißt: Zuversicht!“
    „In Deutschland gibt es noch zu viele Miesepeter“
    „Sie! gönnen uns die gute Stimmung nicht.“
    „Sie! wollen recht behalten, das es abwärts geht.“
    „Weg mit Ihnen! in die Mottenkiste.“
    „Sie! sind Gespenster von gestern.“
    „Wir!!! sind in das Morgen! verliebt…“

    Sein Boß ließe das „r“ von „recht“ rollen
    mindestens bis
    der rechte Zeigefinger auf die Mottenkiste geschossen hätte,
    um dann beim „Wir“
    die Brust ganz lange beben zu lassen.

    Es lebe das Gestern!

    Pfui deibel!!

  2. Gaby sagt:

    Hallo, in die Runde!

    „Die vielgelobte fieberhafte Industrietätigkeit jener Zeit existierte mehr dem Scheine nach als in Wirklichkeit. Die Produktion stieg, doch nur von einer sehr niedrigen Basis; sie blieb immer noch um vieles unter dem Vorkriegsstandard, während die Produktivität abnahm“. (Derek H. Aldcroft, Die Zwanziger Jahre, Geschichte der Wirtschaft, Band 3)

    Mit „Schein“ ist gemeint, dass sich der Aufschwung vor allen Dingen im Reich der Spekulationen abspielte. So wie heute.

    Auf den übergroßen Optimismus und die ökonomische Blindheit jener Zeit folgten der Börsencrash 1929 ff., der Untergang der demokratischen Weimarer Republik und der 2. Weltkrieg.

    Soviel zum Jubelgehuddel der BILD, die psychologischer Kriegsführung gleicht und bar jeglicher Geschichtskenntnisse scheint.

    Schönen Tag,

    Gaby

  3. Hagnum sagt:

    Schönen Tag in die Runde!

    Mich erinnert dieser Jubelbericht der Bild eher an die Propaganda der „Waage“
    in den 50iger und 60iger Jahre.“Die Waage“ war eine Art Vorgänger der INSM.
    Eine PR-Maschine gesponsert von der Industrie und Finanzwelt,die als unabhängige Institution daherkam.

    Schön dargestellt in der Spiegel TV-Doku „Operation Wunderland“ Teil 2.
    Unbedingt sehenswert.

    Wie damals die Schwarzmaler die Kommunisten waren,so richtet sich heute der Bildschmonzes zielgerichtet gegen die Linke.

    Beste Grüße
    Hagnum

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