2044

global news 2044 18-06-10: Verdrehter geht es kaum: Der Bundeswirtschaftsminister über die wirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik Deutschland im Juni 2010

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One Response to 2044

  1. Gaby sagt:

    Hallo in die Runde,

    ich gehe davon aus, dass Brüderle kürzlich seinem Weinhändler einen Besuch abstattete und der ihm erzählte, dass er im Juni 2010 wegen der WM eine erfreuliche Umsatzsteigerung vorzuweisen habe. Und weil politische Ökonomen die Ideologen der Kapitalisten sind, wird die Erfolgsmeldung des Weinhändler im Handumdrehen verallgemeinert und Brüderle schwurbelt diese freudige Kaffeesatzleserei in die öffentlichen Medien. Allein das Volk wundert sich über seine leeren Taschen.

    Aber im Ernst, die Quelle jeder kapitalistischen Krise ist der zu schwache Massenkonsum. Je zurückhaltender wir konsumieren, desto beharrlicher bleiben wir in dieser Wirtschaftskrise hängen bzw. verschlimmern sie sogar.

    „Der letzte Grund aller wirklichen Krisen bleibt immer die Armut und Konsumptionsbeschränkung der Massen gegenüber dem Trieb der kapitalistischen Produktion, die Produktivkräfte so zu entwickeln, als ob nur die absolute Konsumtionsfähigkeit der Gesellschaft ihre Grenze bilde.“ (Karl Marx, Kapital III)

    Diese Meldung stammt aus dem Zeitalter der Dampfmaschinen. Heute leben wir im Zeitalter der Mikroelektronik, der Automation, der Roboterisierung und der Rationalisierung die global solche gigantischen Produktivkräfte erzeugen, dass wir die Hoffnung auf relative Vollbeschäftigung und Wohlstand für alle ein für allemal begraben können, sofern die Kapitalisten nicht bereit sind, ihre unbändige Profitgier zu mäßigen, also den Arbeitern den gerechten Teil des erwirtschafteten Mehrwerts in Form hoher Löhne zukommen lassen.

    Es genügt nicht, einen Lohn zu zahlen, der es dem Arbeiter zwar erlaubt, seine Arbeitskraft zu erhalten und die nächste Generation Arbeiter heran zu ziehen, der aber nicht erlaubt, an den schönen, bunten Luxusgütern teilzuhaben. Unter Luxusgut verstehe ich alle Produkte, die nicht unmittelbar nötig sind, Muskel, Nerven, Knochen und Hirn der Lohnarbeiter zu reproduzieren, sondern uns das Leben angenehmer machen. Da die Lebensinteressen der Lohnarbeiter aber traditionell unvereinbar mit den Profitinteressen der Kapitalisten sind, führt sich der Kapitalismus eines Tages selbst ad absurdum.

    Schönen Samstag und gönnt Euch was!

    Gaby

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