2041

global news 2041 21-06-10: Die gewerbliche Wirtschaft baut weiter ab

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7 Responses to 2041

  1. Gaby sagt:

    Guten Abend miteinander,

    die Meldungen des kontinuierlichen Niedergangs unserer deutschen Volkswirtschaft ergänzen sich prima mit dem jährlich höheren Bedarf an Särgen, statt Babybetten.

    Ich erinnere mich lebhaft an die Lektüre „Die Lage der englischen Arbeiter“ von Friedrich Engels, die ich mir im letzten Herbst verordnete. Ich bin Seite für Seite fast geplatzt vor Wut, denn allen grauenhaften Detailberichten lag der viel zu notdürftige Lohn der Arbeiter zugrunde. Aus so gut wie jeder Zeile dieses Buches schrie diese kapitale Sünde so laut wie Vuvuzela-Getöse heraus.

    Umso schlimmer, dass heutzutage ganz offensichtlich der von John M. Keynes beschriebene Zusammenhang zwischen gutem Lohn, Konsumnachfrage, Investitionsbereitschaft und Beschäftigung verloren gegangen scheint. Vergessen auch Keynes Analyse, dass die Menschen in wirtschaftlich miesen Zeiten zu Angstsparern werden. Sparen bedeutet Konsumverzicht und schädigt, wenn das im großen Stil passiert, die Volkswirtschaft enorm. Es kommt zum Investitionsstreik, daraus folgend zur Massenarbeitslosigkeit und zu noch heftigerem Konsumverzicht. Das Ergebnis ist nicht nur die individuelle, sondern auch die ökonomische Depression der gesamten Volkswirtschaft.

    Wie wir aus der Vergangenheit wissen, ist ein menschenwürdiges Leben in einer ökonomischen Depression nicht mehr möglich. Es fehlt an allem, auch an Seife!

    Wählt endlich Intelligente in die Parlamente!

    Gaby

    • Heiner sagt:

      @gaby:
      Zum Thema Seife fiel mir so spontan ein:
      Die Verantwortlichen werden immer ihre Hände in Unschuld waschen; ob mit oder ohne Seife!
      MfG

      • Gaby sagt:

        Exaktement, Heiner und Mitlesende,

        genauso wollte ich das mit der Seife auch verstanden haben.

        Die Franzosen haben derzeit mehr als Recht, wenn sie unsere Volkswirtschaft als „le grande de kack“ bezeichnen und in der Doppelzunge aus der Ueckermark, Kohl’s Mädchen, nichts als ökonomische Kakophonie sehen.

        Aber sie nützt nichts, diese Kritik, denn es gilt nach wie vor: Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt. Schaut mal, was sich Horst Köhler noch während seiner Amtszeit für einen phänomenalen Plumpaquatsch geleistet hat. Und schaut mal, wie wenig belastbar die Nerven unseres Establishments in Wirklichkeit sind.

        Deutschland ist so was von peinlich, das tut mir innerlich weh!

        Gaby

  2. Heiner sagt:

    @gaby:es ist doch aber so, wie in der Karikatur:zu dreimal Sch… gehört doch auch:Hätte ich doch vorher nachgedacht!!
    http://www.fr-online.de/top_news/?em_cnt=2753884&em_src=974957&em_ivw=fr_poltop
    MfG

    • Gaby sagt:

      Ja, Heiner, so ist es,

      treffende Zeichnung, die unsere derzeitige Situation auf den Punkt bringt, obwohl mir die liebe Tigerente, mit der ich aufgewachsen bin, mittlerweile zu schade ist, sie mit dieser Chaos-Regierung in Verbindung zu bringen.

      Wenn dieses Sparpaket, das die deutschen Armen noch ärmer macht, tatsächlich umgesetzt wird, ohne die Reichen verhältnismäßig gleichermaßen zu belasten, wird folgende Stimme wieder Realität werden; wie heute schon mehr oder weniger zaghaft vernehmbar:

      „Seit einiger Zeit begegnet man auf den Hauptstraßen unserer Stadt einer Menge von Bettlern, die teils durch ihre zerlumpte Kleidung und ihr krankes Aussehen, teils durch ekelhafte, offne Wunden und Verstümmelungen das Mitleid der Vorübergehenden auf eine häufig sehr unverschämte und molestierende Weise rege zu machen suchen. Ich sollte meinen, wenn man nicht nur seine Armensteuer bezahlt, sondern auch reichlich zu den wohltätigen Anstalten beiträgt, so hätte man doch genug getan, um das Recht zu haben, vor solchen unangenehmen und unverschämten Behelligungen sichergestellt zu werden; und wofür bezahlt man denn eine so hohe Steuer zum Unterhalt der städtischen Polizei, wenn diese einen nicht einmal so weit schützt, dass man ruhig in die Stadt oder heraus gehen kann?“

      Quelle: Die Lage der arbeitenden Klasse in England. Nach eigener Anschauung und authentischen Quellen, 1845, Friedrich Engels, Seite 488 ff.

      Das hört sich verdammt modern an, was diese sich empörende Dame des 19. Jhr. entsetzt und augenscheinlich bar jeglicher ökonomischer Ausbildung von sich gab. Sie glaubt, mit ein bisschen Spenden hier und ein bisschen Ehrenamt da, ließe sich das grundlegende Problem der extrem ausgebeuteten Arbeiter lösen.

      Dieses Armuts-Gespenst eines längst untergegangen geglaubten kapitalistischen Jahrhunderts, wurde durch die rot-grüne Schröder-Regierung wieder geweckt und erlebt durch Merkel kraftvolle Fahrt gegen die schwarz-rot-gold beflaggte Beton-Wand der deutschen Nation unter dem vordergründig alles entschuldigenden Alibi „neoliberale Globalisierung“

      Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm, bei Merkel ist das anders rum!

      Gaby

  3. Heiner sagt:

    Der Umsatz im Handwerkssektor in Deutschland ist im ersten Quartal 2010 um 6,7% gesunken!
    MfG

  4. Harald sagt:

    Mit Beginn dieser Woche hat die Deutsche Bank (ungewöhnlich massiv und kompromisslos*) begonnen, offenstehende Dispo-Kredite einzutreiben.

    *Sofort! zurückzahlen oder regulären Kredit in Anspruch nehmen.

    Diese Info stammt von einem Bekannten aus der Finanzbranche.
    Wortlaut (mit gerunzelter Stirn): „Keine Ahnung was dahintersteckt. Normal ist das jedoch nicht.“

    Hilft uns jemand beim Grübeln ?

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