2037

global news 2037 11-06-10: Deutschland und China „plündern" weiter ihre Handelspartner aus: Die nächste Krise kommt

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4 Responses to 2037

  1. T. sagt:

    Moin,
    ich möchte ungern klug…., ABER wäre es nicht sinnvoller vom Außenbeitrag der Eurozone zu sprechen! Wenn nämlich die Exportnationen, wie BRD, Norwegen oder die Schweiz exportieren in die Eurozone, dann hat das ja keine Auswirkungen auf die Wertentwicklung des Euro.

    Wenn Schaden angerichtet wird, dann ist es doch der dauerhaft positive Aussenbeitrag der Eurozone und der liegt bei 32 149.1 Mill Euro. (http://epp.eurostat.ec.europa.eu/tgm/table.do?tab=table&init=1&language=de&pcode=teina050&plugin=0)

    Von daher wäre es ja wichtig zu wissen, wie hoch der Anteil des deutschen Exports am Eurozonen-exportueberschuss wäre! Gut der wird hoch sein ^^, aber was tragen denn die anderen VWn zum positiven Eurozonenbeitrag bei? Zwei habe ich genannt: Schweiz, Norwegen! Wenn sie ebenfalls aus der Eurozone exportieren ist ihnend er gleiche Vorwurf zu machen, wie dem BRD Export aus der Eurozone!

    Und vor allem, wie soll man denn die exportorientierten Unternehmen davon abhalten zu exportieren! Der einzige Anreiz den sie haben, ist der, dass sie selbst unter einem schwächelnden Euro leiden! Aber wenn ich meine Brötchen mit Export verdiene, was bleibt mir denn da übrig?

    Im Gegenteil! Ein schwächelnder Euro sorgt dafür, dass ich noch mehr exportieren muss, um preisbereinigt meine Gewinne zu stabilisieren!

    Wachtumsdilemma!

    Gruss T.

    • globalnote sagt:

      @T.

      Vielen Dank. Wir sind wohl auf verschiedenen Wellenlängen. Das sind meiner Meinung nach verschiedene Schuhe: Das Ungleichgewicht innerhalb der Eurozone, zu dem Deutschland entscheidend und fast allein beiträgt, und der Außenbeitrag der Eurozone, zu dem ich mich nicht geäußert habe. Mein Rundbrief spricht ausschließlich die enormen Überschüsse von Deutschland und China an, die zu sehr großen Anteilen auf Kredit laufen und daher die Krise wieder und weiter anschieben.

      Meine Kritik ging mehr auf die Importseite, die so stark hinter den Exporten zurückbleibt, weil beide Regierungen in Deutschland und China nichts für eine gerechtere Verteilung der Einkommen und damit Stärkung der Massenkaufkraft tun. In Deutschland fehlt z.B. ein flächendeckender Mindestlohn und die Sparbeschlüsse gehen einseitig gegen die Massenkaufkraft, statt die Wohlhabenden einzubeziehen, die ohnehin meist mehr verdienen, als sie sinnvoll konsumieren können. Natürlich kann und will niemand die deutschen Unternehmen vom Export abhalten, jedenfalls solange sie anständige Löhne zahlen und nicht mit Verlagerungsdrohungen das Gegenteil tun.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

  2. T. sagt:

    Danke für die Antwort. Jetzt habe ich verstanden, ABER^^…

    Zwei Dinge, die ich mich weiterhin frage.

    1. Wenn die Nachfrage nach deutschen Produkten kreditgetrieben ist, dann ist das ja in erster Linie ein Problem der Kreditvergabe im Ausland!

    2. Wie soll denn die Inlandsnachfrage nach ausländischen Produkten angekurbelt werden, wenn nicht über Staatskredit oder bestimmte Steuern, wie die Wiedereinführung der Vermögenssteuer oder andere Unternehmenssteuern?

    Hm, ich bin skpetisch, ob diese Form der Ankurbelung das Wachstumsdilemma löst!

    Denn die Kette verläuft ja so: Hohe Unternehmensgewinne DURCH ODER WEGEN dem Export, Exportnachfrage kredigetrieben!

    Kippt die Nachfrage nach deutschen Produkten mit Hilfe von Krediten, dann kippt auch der Erfolg der Besteuerung von Unternehmen!

    Somit bleibt nur noch die Vermögensteuer! Das dumme ist nur, man weiss ja gar nicht wie das ganze Vermögen insvestiert ist! Sollte es in den Unternehmen stecken, dann hängt der Erfolg der Besteuerung wieder an den defizitären Exportkreisläufen, wie oben beschrieben!

    Aber um über den Erfolg einer Vermögenssteuer zu reden, fehlen mir Zahlen zu ihrer Stuktur!

    Mein Problem bei der Vermögensteuuer ist nur jetzt schon das folgende! Woher kommt denn das Vermögen, wenn nicht über die Beteiligung an realer Wertschöpfung? Das bedeutet ja, dass das Vermögen wieder über die Finanzmärkte aufgebaut wurde! Und die stehen auf wackeligen Füssen,… aber ich schweife ab.

    Gruss T.

    • globalnote sagt:

      @T

      Kredite innerhalb der Eurozone werden von den Lieferanten eingeräumt, oder indem deutsche Banken Kredit geben oder indem sich ausländische Regierungen durch Unterstützung einheimischer Konsumenten verschulden und dafür in Staatsanleihen bezahlen, oder indem importierende Unternehmen Anleihen und Aktien auflegen, die wiederum innerhalb der Eurozone gehandelt werden, und vieles mehr. Das läßt sich nicht so leicht anhalten. Der richtige Weg ist für Ausgleich auf der Importseite des Exportlandes zu sorgen. Normalerweise geschieht das über eine Anpassung der Wechselkurse, was allerdings innerhalb der Eurozone nicht möglich ist.

      Das Ankurbeln der Inlandsnachfrage muß bei flächendeckenden ausreichend hohen Mindestlöhnen anfangen, so daß ein Netz nach unten eingezogen ist. Dann muß die steuerliche und andere politische Unterstützung für das Leiharbeitsgewerbe aufhören, eine gewaltige Maschine für Niedriglohnarbeit. Auch die steuerliche Umverteilung von unten nach oben muß aufhören, wie durch den Schutz der Zeichner von Bankenanleihen, oder der Zugriff auf indirekte Steuern, die vor allem die Normalverbraucher belasten, wie die letzte Anhebung der MWSt. Schließlich muß die bedrückende Unsicherheit bei den Renten endlich ausgeräumt werden, damit die Menschen nicht länger Angst vor Armut im Alter haben müssen. Und vieles mehr.

      Das Vermögen für die Vermögenssteuer kommt aus der ungleichen Einkommensverteilung und falschen Besteuerung. Mit unsicheren Finanzmärkten hat das wenig zu tun. Siehe das Millionärsvermögen (430.000 Millionäre in Deutschland), das schon wieder den Vorkrisenstand erreicht hat.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

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