1715

Gedanken zur Zeit 1715 18-03-10: SPIEGELs Stunde der Unwahrheit für Europas Wunderwährung

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4 Responses to 1715

  1. ben sagt:

    Die politisch Verantwortlichen und die dazugehörige Presselandschaft verhalten sich wie Geisterfahrer auf der Autobahn, die nicht erkennen, dass sie auf der falschen Spur fahren.
    Im Gegenteil, sie halten ihre Geschwindigkeit oder geben sogar noch mehr Gas.

    Es ist traurig, dass Opposition und Gewerkschaften da oft noch der Sprit im Tank sind und man sich freuen muss, dass kritische Stimmen aus dem Ausland kommen.

  2. heiner sagt:

    Zum Thema:
    Franziska Augstein 11/2005:
    Das Blatt hat seine Stellung als Leitmedium des deutschen Journalismus verloren, wichtige journalistische Standards aufgegeben, es ist ein geschwätziges Blatt unter vielen geworden.
    MfG

  3. egghat sagt:

    Die Medaille hat zwei Seiten. Aber wenn die Eurozone ein Handelsbilanzminus hat, ist die internationale Wettbewerbsfähigkeit nicht soooo hoch und das Lohnniveau nicht sooooo niedrig. Ganz im Gegenteil zu China. Wenn nun die Bruttolöhne in Deutschland, BeNeLux, ES, I, F zwischen 0 und 5% im 7 Jahren (2001-2007) gestiegen sind (das sind mind. 70% der Eurozone und dabei sind sogar zwei die PIGS Staaten), in Griechenland aber um 36%, dann ist für mich eindeutig, wer den größeren Teil des Ungleichgewichts ausgelöst hat.

    Ich weiss, dafür bekomme ich jetzt hier Haue. Weil die Diagnose hier eindeutig ist: Die Löhne in D sind zu niedrig und dann wird die Krise in Griechenland nur auf diese einzige Ursache zurückgeführt. Das greift aber zu kurz. Wenn der große Teil Europas eine relativ harmonische Politik fährt, aber eine Miniland wie Griechenland meint, seine eigene fahren zu müssen, geht das halt schief.

    • globalnote sagt:

      @egghat,

      Hier wird niemand verprügelt, der sachlich argumentiert. Jede Medaille hat natürlich zwei Seiten. Daß Griechenland weit über seine Verhältnisse gelebt und die Reichen dort keine Steuern bezahlt haben, hat das Infoportal immer wieder gemeldet.~

      Doch bei den Ungleichgewichten in der Eurozone geht es um viel mehr als Griechenland. Da ist auch der wichtigste deutsche Handelspartner Frankreich stark betroffen, wenn Deutschland bei den Importen mauert, weil die Massenkaufkraft eingefroren wurde und die Verbraucher durch immer neue Meldungen von Regierungsseite, z.B. bei der Gesundheitsreform, oder nun zugunsten von befristeter Arbeit immer mehr verunsichert werden. Auch eingefrorene Renten helfen da wirklich nicht. In der Eurozone insgesamt herrschen weiß Gott keine harmonischen Verhältnisse. Schauen Sie sich doch einmal die deutschen Überschüsse in der Eurozone an, von denen nur sehr wenig auf Griechenland entfällt. Sie finden ausreichend Fakten für die mangelnde Harmonie hier: http://www.jjahnke.net/rundbr69.html#1959 .

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

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