1713

Gedanken zur Zeit 1713 17-03-10: In wenigen Wochen wird das Infoportal fünf Jahre alt. Was dann?

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45 Responses to 1713

  1. Peter sagt:

    Hallo Herr Jahnke,

    Sie stellen die Frage: „In wenigen Wochen wird das Infoportal fünf Jahre alt. Was dann?“ Ich antworte: „Es wird weiter gehen, nein, es muß weitergehen!“

    Ihre Seite ist mittlerweile eine Institution, eine äußerst Wichtige. In unserem Bildungsunternehmen befinden sich pro Jahr etwa 200 Arbeitssuchende und „aktive“ Mitarbeiter (auch Führungskräfte) von Unternehmen. Ihre Daten und Statistiken haben sich seit etwa 3 Jahren innerhalb unserer Kommunikationsschulungen (politische Dichtung und Wahrheit -Manipulation) und volkswirtschaftlichen Exkursen in Fachseminaren und -Schulungen als hervorragendes Unterichtsmaterial (natürlich mit Urhebernachweis und Internetadresse) etabliert und bewährt. In diesen Exkursen ist es herrlich zu sehen, wie im wahrsten Wortsinn die Schuppen von den Augen der Teilnehmer fallen und zu hören, wie das RTL und Sat1 etc. -Informationsgeriesele sich von Hirnen löst. Ihr Verdienst. Ihre Aufklärung.

    Nein Herr Jahnke, Ihre Person und Ihre Arbeit ist zu wichtig. Tip: Treten Sie nicht ab, ziehen aber trotzdem einen würdigen NachfolgerIn heran (…denn man weiß ja nie… Vielleicht wollen Sie tatsächlich einmal Urlaub machen).

    In diesem Sinne wünsche ich weitere 50 Jahre, Ihnen persönlich und uns als Konsumenten Ihrer Aufklärung.

  2. Volker Hamburg sagt:

    Lieber Hr. Jahnke,
    natürlich würde ich erst einmal sagen, Sie sollten auf jeden Fall weitermachen mit Ihren hervorragendem „Kreuzzug“ gegen ökonomisch- politisches Unverständnis und die breitgefecherte mediale Desinformation auf diesem Gebiet. Allerdings habe ich, als Mensch der selbst gern zum „Müssiggang“ neigt, größtes Verständnis dafür, wenn Sie sich die damit verbundene Kernerarbeit nicht länger antun wollen. Warum nicht einfach das Leben geniessen, anstatt in vieler Hinsicht gegen Wände zu reden. Der weiteren Steigerung von Besucherzahlen steht, meiner Meinung nach, ein eklatantes Desinteresse an diesem Themenkomplex entgegen. Sie können mir glauben, das ich in den wenigen Momenten, in denen sich im Bekannten- und Kollegenkreis die Gelegenheit ergibt über Wirtschaftspolitik und gerade Globalisierung zu sprechen, Ihre Web- Site empfehle und auch mein Exemplar von „Globalisierung: Legende und Wahrheit“ habe ich schon öfter verliehen… -leider laufe ich dem Buch dann lange hinterher um es wenigstens zurückzubekommen, i.d.R. ungelesen. Und dann kommt der Satz: „Naja ob das alles so stimmt… -wieso will der das eigentlich besser wissen, als alle anderen…“ Man kann sich, wenn man es nicht gewohnt ist, sich mit politischen Fragen zu beschäftigen, nicht mit einem Fingerschnippen in die Materie einarbeiten und so die Plausibilität von Argumentationen erkennen. Das ist der große Vorteil von BILD und Tagesschau! Wenn Sie Ihre „Reichweite“ weiter steigern wollen, hier mein kleiner Tip: Unter dem Banner „Globalisierung! Ausgezogen bis aufs letzte Hemd“ könnten Sie täglich Bilder von nackten Damen einstellen… -Motto: Von BILD lernen, heißt Siegen lernen! Klingt nach einer blöden Idee, aber wer weiß… Ansonsten gönne ich Ihnen Ihre Freizeit von Herzen…-könnte mir aber denken, es könnte Ihnen gehen wie Michael Schumacher…
    Schöne Grüße, Volker H.

    • Hagnum sagt:

      Moin!

      @Volker

      Genau das ist auch meine Erfahrung.Man stösst allzuoft auf Desinteresse.
      Auch in Bereichen,wo Interesse vorliegen sollte,z.B. bei Parteimitgliedern(Ortsverein) und Bankangestellten.Die Neuwerbung gestaltet sich doch sehr schwierig.Trotzdem werde ich mit meinen „Werbeaktivitäten“ ungeniert
      weitermachen.Vielleicht nützt es ja doch was…

      Und was die Tropfen angeht,Herr Jahnke,es ist immer auch der Tropfen,der das Fass zum Überlaufen bringt.Möglicherweise entwickelt sich ja dann geradezu eine Gier nach Erkenntnis und Aufklärung.

      Grüße
      Hagnum

  3. Matt sagt:

    Vorbemerkerung: Ich hatte die Ideenschmiede für meine Antwort gewählt. Dort wird aber wohl kaum jemand vorbeischauen. Besser wäre mein Kommentar deshalb hier aufgehoben.

    Hallo Herr Jahnke,

    heute kam von Ihnen wieder der Aufruf, dass Ihre Seite bekannter werden solle. Hier in der Ideenschmiede wurden schon einige Anmerkungen gemacht, die Sie auch umgesetzt haben.

    Einen, wie ich finde, sehr wichtigen Schritt haben Sie noch nicht vollzogen. Die Seite technisch umzustellen. Sie arbeiten bereits mit WordPress, warum dann nicht gleich alles (!) unter ein Dach?

    Ich empfehle Ihre Seite gerne weiter. Häufig bekomme ich jedoch als Feedback, dass die Seite zu undurchsichtig sei, “billig” wirke etc. Im Rückschluß nagt das an der Glaubwürdigkeit der Informationen. Das ist nicht meine Meinung, sondern das erhaltene Feedback. Wenn Sie also mehr Besucher wünschen, dann versetzen Sie sich doch bitte mal in einen Neubesucher Ihrer Seite. Ihnen ist die Struktur klar, einem Neuling jedoch nicht.

    In einem Beitrag schreiben Sie “andererseits das Inforportal selbst (anders als das Diskussionsforum) nicht über WordPress läuft, wo es wohl ein ganz gute Suchsystem gäbe, weil WordPress nicht die Untergliederung erlaubt mit der das Infoportal per Rundbriefe, Gedanken zur Zeit und Schwerpunkte antritt.” Daraus kann ich nur ableiten, dass Sie WordPress nicht verstehen. Es werden damit ganze Magazine und Zeitungen im Internet veröffentlicht, die wesentlich mehr Kategorien haben als das Infoportal. Auch optisch lässt sich alles wunschgerecht anpassen.

    Zu dem Thema hatten wir schon einen E-Mail-Austausch. Versuchen Sie sich bitte den Unterschied zwischen wordpress.org (der “Software”) und wordpress.com (einem Portal mit eingeschränkten Funktionen dieser Software) zu vergegenwärtigen. Dann kommen Sie nicht mehr zu solchen Aussagen wie, dass WordPress zu schmal sei, um Ihre Grafiken darzustellen. Mittlerweile gibt es neben HTML (mit dem Ihre Seite aufgebaut ist) auch CSS, das sich für das Aussehen von Internetseiten verantwortlich zeichnet. Im Hintergrund von WordPress läuft eine ganze Datenbank, deren Möglichkeiten sehr passend für das Infoportal wären. Alles ist möglich! Und das Tolle dabei ist, Sie brauchen sich nur eines von vielen tausenden, kostenlosen sogenannten “Themes” aussuchen. Und schon haben Sie eine Top-Seite. Kein Formatieren mehr, nur noch denken und schreiben. Wechseln des Designs ist jederzeit mit wenigen Mausklicks möglich. Der Inhalt bleibt davon unangetastet. Hinzu kommen die zig Such- und Kategorisierungsmöglichkeiten, von denen es mehr gibt, als Sie sich vorstellen können.

    Natürlich weiß ich, dass Sie dies alles alleine machen – im Ein-Mann-Betrieb. Ich denke aber, dass sich bestimmt Interessierte und Kundige finden lassen, die Ihnen bei der Umstellung helfen werden. Sie könnten bspw. eine Abstimmung über das neue Design durchführen lassen.

    Hier meine Ausführungen in kurz:
    1) WordPress (die Software von wordpress.org) auf dem Server installieren.
    2) Theme = Design aussuchen (bspw. suchen nach “wordpress theme magazine”) und ebenfalls installieren.
    3) Neue Beiträge verfassen.

    Mit den besten Grüßen
    Matt

    • globalnote sagt:

      @Matt,

      Vielen Dank für Ihre freundlichen Ratschläge.

      Ihre Empfehlungen, am Design und der Software der Webseite zu arbeiten, sind gut gemeint, gehen aber an meinem Zeithaushalt und auch an meiner Überzeugung vorbei, daß, wer sich schon an der Form stößt, meist ohnehin nicht für bessere Einsichten erreichbar ist. Und mit den wenigen anderen kritischen Webseiten, die mit großen Teams, eigenem Webmanager, einer Menge Werbung oder einem Kreis finanzieller Unterstützer arbeiten, kann und will ich nicht konkurrieren. Dazu bin ich einfach inzwischen auch zu alt.

      Außerdem kann ich das Infoportal nicht auf voll WordPress umstellen, wenn ich die getrennte Struktur von Rundbriefen, Gedanken zur Zeit und Schwerpunkten, die mir wichtig ist, halten will.

      Wahrscheinlich werde ich in einigen Wochen zu einer größeren Änderung meines Arbeitseinsatzes kommen müssen, wenn ich überhaupt auf Sendung bleibe. Einstweilen warte ich noch auf weitere Reaktionen zu meinen Gedanken von gestern.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

    • Gaby sagt:

      Guten Abend, Matt und Mitlesende,

      was nützt mir das funkelndste Webdesign, wenn es rumpelig zu laden ist und durch seinen unnötigen Firlefanz den Blick auf das Wesentliche versperrt? So etwas will ich auf keinen Fall haben!

      Als ich einst auf Dr. Jahnkes Webseite aufmerksam wurde, habe ich mir ganz einfach drei Wochen meiner freien Zeit reserviert, um Artikel für Artikel zu lesen – einen nach dem anderen. Seither ist mir nicht nur die Struktur der Webseite klar, sondern auch Dr. Jahnkes Anliegen, dass sich in einem sehr gewichtigen Detail von den meisten Ökonomie-Kritikern unterscheidet. Stichwort: China.

      Von dem anfänglich ökonomischen Volltrottel habe mich, denke ich jedenfalls, zu einer Person gemausert, die mithalten kann, wenn es speziell um neoliberale, aber auch um allgemeine Kapitalismuskritik geht. Das ist allein das Verdienst Dr. Jahnkes Webseite, deren von ihm geschriebene Artikel so interessant, prägnant und neugierig machend sind, dass die Beschäftigung mit der Ökonomie zu einem meiner Hobbys geworden ist.

      Es gibt auf der Startseite http://www.jjahnke.net eine Suchfunktion – oben rechts. Die funktioniert sehr gut. Gibt man ein Stichwort ein, spukt Google die entsprechenden Artikel einen nach dem anderen auf meinen Bildschirm. Ich habe mit dieser Suchfunktion noch nie Probleme gehabt. Der gewünschte Artikel ist schnell gefunden.

      Nun magst Du, Matt, sicherlich einwerfen, dass die meisten Menschen keine Zeit haben, sich drei und mehr Wochen in eine Webseite einzulesen. Da werde ich entgegnen, dass diesen Menschen das nötige Rüstzeug fehlt, sich generell für Dinge, die ihnen jetzt noch fremd sind, zu interessieren. Dieses Rüstzeug ist kindliche Neugier und Konzentrationsfähigkeit, ein Zustand, der uns Geld- und Marktmenschen längst abhanden gekommen ist – den meisten jedenfalls. Wir wollen nur rasch konsumieren und können uns drei Stunden später gar nicht mehr erinnern, was wir vor drei Stunden getan haben.

      Dr. Jahnke vertritt, was der Ökonom John Maynard Keynes einst von ganz Europa forderte, bevor Deutschland den Zweiten Weltkrieg anzettelte:

      „Es ist zwar noch Zeit, die Welt mit neuen Augen zu betrachten, aber die unmittelbare Zukunft Europas liegt in der Gewalt von verborgenen Strömungen, die niemand unter Kontrolle hat, aber Einfluss auf die europäische Entwicklung kann durchaus ausgeübt werden, indem man jene Kräfte der Aufklärung und Phantasie in Gang setzt, die einen Meinungsumschwung herbei führen können. Die Mittel hierzu müssen sein: die Wahrheit auszusprechen, die Täuschungen aufdecken, den Hass zerstreuen, Herz und Verstand der Menschen weiten.“

      Und Keynes schreibt weiter:

      „…noch nie zu Lebzeiten der gegenwärtigen Generation hat das elementare Feuer der menschlichen Seele so trübe gebrannt, wie im Augenblick.“ Quelle: „A Treatise on Probability“

      Wir brauchen keine Hochglanz-Webseite, wir brauchen aber umso dringender Fachleute, die mutig Tacheles reden!

      Mit freundlichen Grüßen

      Gaby

      • Matt sagt:

        Guten Abend Gaby,

        wir sind uns einig. Das glaube ich jedenfalls nach der Lektüre Ihrer Kommentare.

        Mir geht es nicht darum, Herrn Jahnkes Werk nicht genug zu würdigen. Noch dass ich mich darstellen möchte als ein Fast-Information-Reader. Ganz im Gegenteil: ich lese die Seite seit Mitte 2006 fast täglich, kaufte Bücher und konnte Sie schon einem meiner ehemaligen VWL-Professoren und einem Betriebsrat bei Volkswagen empfehlen. Ich mag das Informationsportal. Deswegen möchte ich Anregungen geben, was noch verbessert werden könnte. Und das bzgl. der von Herrn Jahnke gewünschten Ziele.

        Ich habe aus dem (wiederholten) Aufruf herausgelesen, dass er sich mehr Reichweite wünscht. Vor allem auch neue Besucher. Zitat: „Und der Zulauf an neuen Besuchern hält sich andererseits derzeit in Grenzen.“ Und weiter: „Offen gesprochen, die derzeitige Besucherzahl ist mir noch zu wenig“. Schließlich wird noch die Pistole auf die Brust gesetzt: „Läßt sich diese Zahl nicht mehr wesentlich steigern, auch nicht mit Ihrer freundlichen Werbung im Bekannten- und Kollegenkreis, so wird dann irgendwann eben Schluß sein müssen.“

        Mehr Besucher sind ja gar kein Problem. Interessant wird es ja erst, wenn diese auch wiederkommen. Und dazu habe ich eben auf die Struktur der Webseite hingewiesen. Die von vielen meiner durchaus interessierten Bekannten als zu unübersichtlich empfunden wird. Sicher, Sie können gerne kritisieren, dass sich die meisten Menschen keine drei Wochen Zeit wie Sie nehmen für so wichtige Informationen. Aber was bringt es über die Unaufmerksamkeit anderer Menschen zu schimpfen?

        Machen Sie den Test: lassen Sie einen Bekannten als Neubesucher die Seite betrachten, lesen und rumklicken (=surfen). Danach fragen Sie ihn, ob er Ihnen die Schwerpunkte bzw. Kategorien dieser Seite nennen kann. Er wird es nicht können, da die Strukturen fehlen. Es ist wie ein Buch mit unausgereiftem bzw. nicht gedrucktem Inhaltsverzeichnis. Mir, Ihnen und Herrn Jahnke ist die Struktur geläufig. Aber was ist mit den neuen Besuchern?

        Es haben sich einige Konventionen im Internet durchgesetzt, in dessen Rahmen eine Seite für die meisten Besucher benutzbar ist. Z.B. wirkt ein Wechsel der Domänen von jjahnke.net nach wordpress.com sehr unseriös. Wer weiß schon, wohin man da weitergeleitet wird. Ja, ich weiß schon, das kann man auch ausprobieren und dann weiß man es. Für mich ist es allerdings auch ein Zeichen für eine Hilfskonstruktion. Herr Jahnke weiß nicht, wie er die Kommentarfunktion in seine Seite integriert. Das führt dazu, dass viele Links manuell verwaltet werden, neue Beiträge in den verschiedenen Blogs erstellt werden müssen. Klar, dass da viel Zeit draufgeht – die Herr Jahnke dann nicht mehr für sich hat. Es wäre doch alles so einfach mit WordPress.

        Um Ihnen ein wenig die Sorge bzgl. meiner Wortwahl zu nehmen: Design heißt nicht Firlefanz. Ein gutes Design unterstreicht die Aussagekraft des Inhalts, ist übersichtlich, zweckmäßig. Es lenkt nicht ab und hat auch nicht unbedingt was mit Hochglanz zu tun. Wovor Sie sich fürchten, scheint mir Ihre eigene Vorstellung dieser Begriffe.

        Des Weiteren verstehe ich nicht, wieso er nicht um ein wenig Hilfe in diesem Fall bittet. Es gibt bestimmt etliche Kundige unter den Lesern, die dies gerne täten. Das ganze heißt schließlich „Internet“, da vernetzen sich Menschen. Ja wirklich, es ist kein Frontalunterricht.

        Auf der einen Seite beklagen Sie die Blindheit der Massen für ökonomische „Wahrheiten“ und mahnen Änderungen an. Sich selbst zu ändern, und evtl. die Webseite, das fällt dann aber doch schwer. Sie können gerne Herrn Jahnke verteidigen. Dies ist jedoch nicht nötig, da wir das gleich möchten: dass Herr Jahnke glücklich mit seiner Webseite wird und uns noch lange mit seiner Kompetenz erhalten bleibt.

        Mit den besten Grüßen
        Matt

      • Gaby sagt:

        Hallo, Matt,

        es ist wirklich außerordentlich lobenswert, dass Sie sich so viele gehaltvolle Gedanken um die weitere Existenz und die Modernisierung des Infoportals machen.

        Allerdings steht dieser Reorganisation eine Alltagserfahrung im Weg, die ich bisher einige Male erlebte: Habe ich endlich jemanden auf diese Webseite neugierig gemacht, hält das Interesse nur wenige Tage, weil die Ökonomie bei den Menschen meines Dunstkreises als sturzlangweiliges Thema gilt, für das man, so lautet ein weiteres Vorurteil, obendrein auch noch studiert haben muss, um es zu verstehen. Ich bin sicher und das kann ich aus einigen Kommentaren lesen, dass diese abwehrende Haltung keine regionale Auffälligkeit ist und es vermutlich überall usus ist, trotz aller Uninformiertheit gegen „die da oben“ zu krakeelen wie ein Rohrspatz.

        Meine Meinung ist, dass es auch per Reorganisation dieser Webseite nicht gelingen wird, treue Interessierte in größerer Zahl zu gewinnen.

        Mit freundlichen Grüßen

        Gaby

      • globalnote sagt:

        @Gaby,

        Natürlich weiß ich, daß die Werbemöglichkeiten nicht überall gleich sind und oft gar nicht vorhanden. Aber es gibt genügend Besucher des Infoportals unter den täglich 5.000 und wahrscheinlich pro Woche mehr als 10.000, die etwas tun könnten, wenn sie eben wollten. An die vor allem habe ich mich mit meiner Bitte gewandt. Wenn die es dann auch nicht tun, ist das auch kein Unglück. Dann kommt eben das Ende des Infoportals etwas schneller. Den Schaden davon habe sicher nicht ich.

        Beste Gruesse
        Joachim Jahnke

  4. Gaby sagt:

    Guten Tag, Herr Dr. Jahnke und Mitlesende,

    nach der Lektüre Ihres Gedankens zum 5-jährigen Bestehen des Infoportals, erinnerte ich mich, etwas ähnliches schon einmal gelesen zu haben.

    „Die härteste Arbeit der Welt ist die eines Universitätsdozenten. Ich bin kaum etwas anderes als ein Automat für den stundenweisen Verkauf von Ökonomie. Man kann sich den erniedrigenden Charakter einer solchen Arbeit gar nicht schlimm genug vorstellen!“

    Das stammt von Keynes, der in den Jahren 1909 – 1914 in Cambridge dozierte und zwar über die Themen: Kapitalgesellschaftsfinanzen, Aktienmarkt, Geldmarkt, Devisenmarkt, indische Währung und Finanzen. Er ärgerte sich ständig über die Betonköpfigkeit seiner Studenten.

    So richtig ging die Post ab, als Churchill am 28. April 1925 die Rückkehr zum Goldstandard verkündete. Da war der gute Keynes nicht mehr zu halten:

    „Durch das laute Geschrei der etablierten Finanzwelt um den Verstand gebracht und von seinen Experten gröblich irregeführt, hat sich Churchill durch seine Handlung verpflichtet, eine Lohn- und Kaufkraftsenkung durchzuführen, ohne zu wissen, wie dies möglich ist.“

    Boh ej! Auf gut Deutsch: Churchill hat vom ökonomischen Tuten und Blasen keine Ahnung; er ist lediglich die Marionette seiner Berater.

    „Die Goldwährung als eine Methode, die auf den Zufall vertraut, an „automatische Regulierungen“ glaubt und sich gegenüber dem sozialen Schicksal des Einzelnen überhaupt gleichgültig zeigt, ist ein zentrales Emblem und Idol derer, die im System die oberen Ränge einnehmen.

    Diese Leute sind aber, meine ich, allzu schnell bei der Hand mit ihrer Gleichgültigkeit, ihrem vagen Optimismus und ihrer bequemen Überzeugung, dass schon nichts wirklich Schlimmes passieren werde. In neun von zehn Fällen passiert auch nichts wirklich Schlimmes – nur einzelne oder Gruppen müssen ein bisschen leiden.

    Aber wir laufen Gefahr, dass uns der zehnte Fall erwischt (von unserer Dummheit ganz abgesehen), wenn wir weiterhin die Prinzipien einer Wirtschaftsordnung, die auf dem Glauben an Laissez faire und freien Wettbewerb berechnet war, auf eine Gesellschaft anwenden, die diesem Glauben unaufhaltsam den Rücken kehrt.

    In neuerer Zeit hat die verfluchte Gier nach Gold sich einen Anschein der Respektabilität zu geben gesucht, die an Undurchdringlichkeit alles Bisherige in den Schatten stellt, sogar die schlimmsten Täuschungen auf dem Gebiet der Sexualität und der Religion.“ Quelle: „The Economic Consequences of Mr. Churchill“, 1925

    Vielleicht konnte ich mit dieser Einlage zeigen, dass sich unsere Eliten selten davon abhalten lassen, blödsinnige Entscheidungen zu treffen und dass das Lehren ökonomischer Grundlagen ein ziemlich frustrierendes Unterfangen ist.

    Trotz alledem gab Keynes nie auf. Bis zu seinem Tod blieb er leidenschaftlicher Ökonom.

    Ich wünsche Ihnen und den Mitlesenden alles Gute.

    Gaby

  5. Markus sagt:

    @ globalnote

    „Wahrscheinlich werde ich in einigen Wochen zu einer größeren Änderung meines Arbeitseinsatzes kommen müssen, wenn ich überhaupt auf Sendung bleibe. Einstweilen warte ich noch auf weitere Reaktionen zu meinen Gedanken von gestern.“

    Ändern Sie Ihren Arbeitseinsatz, aber bleiben Sie auf Sendung! Sisyphos war ein glücklicher Mann, heißt es.

  6. Stefan sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Jahnke,

    seit zwei Jahren bin ich treuer Leser Ihrer Webseite. Ich habe dank Ihnen, mir eine analytische und kritische Sichtweise von komplexen Zusammenhängen erarbeitet.

    Tausend Dank dafür, auch für zwei Bücher von Ihnen, die Sie mir kostenlos zur Verfügung stellten.

    Sie haben täglich ca. 5000 Besucher, die sich Ihrer aufwendigen Analysen und Statistiken bedienen. Daher bin ich recht fassungslos, daß Ihre Ankündigung eventuell auch ganz aufzuhören, gerade mal 9 Leser veranlasste, stand heute, sich zu Ihrer Ankündigung zu äußern.

    Auch viel mir auf, das einige Kommentatoren, die sonst immer bei Ihnen vorzufinden sind, diesmal bis jetzt keinerlei Reaktion zeigten!

    Das macht mich traurig und nachdenklich.

    Meine Eltern sind in Ihrem Alter und leben auf Mallorca zur Miete auf einer kleinen Finca. Sie lesen mittlerweile jeden Tag Ihre Seite.Viel mehr Menschen konnte ich leider nicht aktivieren, da
    anscheinend bei komplexen Zusammenhängen ein Abwehrreflex einsetzt.

    Unter dem Motto, Du hast ja Recht, da läuft was falsch, aber was soll ich machen. Geh Du doch in die Politik und lass mich damit in Ruhe. Ich hab selber genug Probleme.

    Ich werde Ihre Seite sehnlichst vermissen, aber mit Ihrem Alter sollte man den Lebensabend wie meine Eltern genießen und wenn sich nur 9 Leser genötigt sehen, ein Feedback auf Ihre Ankündigung zu geben, dann lassen Sie es auslaufen.

    Sollten Sie dennoch mal Lust haben, weil die Zustände immer grotesker werden,schreiben Sie einen Kommentar.

    Ich werde Ihn mit Sicherheit lesen.

    Mit lieben Grüßen und danke nochmals.

    Stefan

  7. Sven sagt:

    Die Sinnkrise scheint bei den Bloggern derzeit umzugehen.^^ Fefe macht jetzt Werbung, Egghat bockt herum und hadert mit seinen Einnahmen, Zeitenwende ist dem Kuchentester im Januar mit einer kompletten Sendepause gefolgt. Econo-Matrix hatte ein paar Aussetzer und startete als Kollateralschaden neu. weissgarnix ist sein co-autor abhanden gekommen.

    Blogs können NIE bekehren oder umstimmen, das ist eine (leider) vergebliche Hoffnung. Aber Blogs können als Informationsquelle dienen und Diskussionen anschieben. Ich nutze nicht selten aufbereitete Zahlen von hier in der Diskussion mit Freunden, Kollegen oder in anderen Foren. Man macht damit die eigenen „Parteigänger“ sattelfester und DIE können dann in ihrem Umfeld überzeugen.

    Ich wundere mich schon länger über die Blog-Wut und das Standvermögen von Herrn Jahnke. So ein Pensum MUSS früher oder später ermüden, frustrieren, kann nicht durchzuhalten sein. Von daher würde ich es eher begrüßen, die Postzahl auf 1-2 Posts am Tage zu begrenzen (andere Alpha-Blogger gingen und gehen auch schon stehend K.O. in ihrem Bemühen, zu viele Themen anzusprechen). Oder den Blog umzustellen auf ein paar aussagegkräftige und gepflegte Grafiken und Analysen und die Anzahl der Schlachtfelder zu minimieren und ein paar grundsätzliche Dinge zu besprechen. Da gibt es vieles, was mich interessieren würde. Des weiteren wäre ein Co-Autor eine Überlegung wert, ein Einarbeiten in die Info-Beschaffung und Analysetechnik um den Blog vllt mal „übergeben“ und sich sukzessive zurückziehen zu können.

    Zu dem Wunsch nach steigenden Besucherzahlen gibt es nur den Weg der Verlinkung. Die kleinere Variante wäre, daß User beim Posten in anderen Blogs und Foren als eigene Url diesen Blog verlinken. Die aufwändigere Variante wäre, wenn Herr Jahnke bspw. ab und an in anderen Foren wie dem DGF wieder mit Anmerkungen bereichern würden. Da dies zeitlich aktuell sicherlich schwer möglich ist: siehe oben – Reduzierung der Posts hier oder Suche nach einem Co-Autor, der zuarbeiten kann bzw. gezielt in anderen Blogs oder Kommentaren großer Zeitungen eine „Tapse“ hinterläßt.

    Viele Grüße!

    • globalnote sagt:

      @Sven,

      Meine Erfahrung ist leider, daß man den Besuch des Infoportals nur hochbringt, wenn man – wie andere Medien auch – oft genug nachlegt. Wer zum Infoportalk reinschaut und nur die Sose von gestern oder vorgestern findet, kommt oft nicht wieder. Das ist nun mal so. Deswegen stellt sich für mich nur die Frage einer grundsätzlichen Umstellung, wahrscheinlich in Richtung der Versendung von Rundbriefen, wo ich eines gewissen Interesses sicher sein kann und wo es sich sehr oft um Multiplikatoren handelt. Am Ende geht das natürlich zu Lasten der Webpräsenz. Allerdings brauche ich mir mit 71 Jahren keinen Vorwurf zu machen. Ich habe wahrscheinlich für die Gegenöffentlichkeit weit mehr geleistet als normale Zeitgenossen, die sich entweder in ihr Privatleben zurückgezogen haben, oder nur noch gelegentlich auf irgendwelchen Blogs einen Spritzer verbreiten. Ihre Vorschläge in Ehren, aber mit Verlinkung oder dem Heimsuchen anderer Blogs ist das nicht getan. Die meisten Blogs, die Sie wahrscheinlich meinen, sind ohnehin nur Inzuchtbetriebe, wo sich immer dieselben Pseudonyme rumtreiben und Freude haben, sich gegenseitig fertig zu machen. Dafür bin ich mir nun wirklich langsam zu schade.

      Ich bin auch in keiner Sinnkrise, wie Sie meinen. Das habe ich – wie gesagt – nicht nötig. Ich messe nur ganz nüchtern Einsatz und Erfolg, wie das ein vernünftiger Mensch immer wieder tun muß, zumal wenn er älter wird. Und der Erfolg bei Webseiten mißt sich nun eben auch mal in der Zahl der Besucher. Deswegen meine Bitte, mehr für die Werbung des Infoportals zu tun, wenn diese Informationsquelle erhalten bleiben soll. Das Infoportal kann sehr schnell eingestellt werden, da es nur auf meinen Schultern ruht. Den Nachteil davon habe nicht ich, sondern diejenigen, denen dann eine Informationsquelle entgeht, vielleicht auch Sie.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

  8. nahum sagt:

    Hallo Herr Jahnke,

    wie der Zufall so will, bin ich auf Ihrer Seite gelandet und ich bin mehr als angenehm überrascht. Es haben sich wirklich einige Dinge für mich zusammengefügt! Seit einigen Jahren bin ich gelegentlich in neoliberalen bzw. rechten Foren an den umkämpften Fronten der diversen Bewegungskriege unterwegs und ich spüre neuerdings, dass das Pendel kaum spürbar zurückschwingt!

    Wie dem auch sei, ein sicheres Gefühl sagte mir, dass Sie da einen ganz seltenen Fundus an harten Argumenten der Vernunft angelegt haben, mit denen sehr vieles an den Fronten bewegt werden kann, gerade jetzt, wo Deutschland an einer Wegscheide steht und die vorletzte neoliberale Munition verschossen wird.

    In einigen Jahren wird vielleicht kein Raum mehr für politisches Argumentieren mehr existieren. Vielleicht fallen die neoliberalen Masken und es bleibt kein Raum mehr für das Politische, wie wir es kennen. Wer weiß, sollte nicht die kostbare, verbleibende Zeit bis dahin für das Sprechen der Vernunft genutzt werden? Müssen nicht persönliche Opfer gebracht werden?

    Sind nicht Ihre täglichen Besucherzahlen ein seltener, phänomenaler Erfolg? Meines Erachtens sollten Sie sich aber nie an der Ruderbank einer selbstgebauten Galeere anketten! Zeigen Sie ruhig mehr Emotionen, werden Sie persönlicher, sagen Sie offen, dass Sie sich einfach mehr freie Zeit nehmen, wofür auch immer! Jeder Mensch braucht das und jeder Mensch versteht das! Haben Sie nie ein schlechtes Gewissen! Schreiben Sie nur, wenn Sie etwas auch für sich selbst herausfinden wollen!

    Freud schrieb, dass die Stimme der Vernunft irgendwann schon gehört wird. Allerdings bestünde die Vernunft nicht unbedingt aus lauter wissenschaftlich streng bewiesenen Lehrsätzen. Auch solle und dürfe man wirklich nicht hoffen, dass jedermann in der Politik lauter wissenschaftlich streng bewiesenen Lehrsätzen anhängt oder anhängen sollte.

    Nochwas, 5 Millionen Besucher sind ein unglaublicher ganz persönlicher Erfolg! Was wollen Sie mehr? Heisst nicht manchmal mehr weniger und weniger mehr?

    • globalnote sagt:

      @nahum,

      Wie an anderer Stelle gesagt, betreibe ich das Infoportal nicht um der persönlichen Genugtuung willen. Es soll Gegenöffentlichkeit schaffen, und die hängt nun mal in unserer Medienzeit auch und gerade von der Verbreitung ab. Es geht mir auch nicht um Emotionen. Da gibt es genug andere Webseiten, die in Emotionen handeln. Das bewegt dann nicht viel mehr, denn in Emotionen sind die Anderen immer besser, zumal wenn sie die großen Kanonen haben. Das Infoportal will eher ein Steinbruch sein, in dem man sich mit Argumenten bedienen kann, die hart sind und hart genug, um Schädel einzuschlagen, was ich nicht wörtlich meine.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

      • nahum sagt:

        @jahnke,

        es hörte sich so an, dass es durchaus auch um „persönliche Genugtuung“ geht: „Allerdings brauche ich mir mit 71 Jahren keinen Vorwurf zu machen. Ich habe wahrscheinlich für die Gegenöffentlichkeit weit mehr geleistet als normale Zeitgenossen, die sich entweder in ihr Privatleben zurückgezogen haben, oder nur noch gelegentlich auf irgendwelchen Blogs einen Spritzer verbreiten“.

        Bleib locker! Cool bleiben: „Es geht mir auch nicht um die Emotionen“? Aus meiner Sicht ist es grundfalsch, dass 1.) in „Emotionen (…) die Anderen immer besser“ sind und dasss sie 2.) „die großen Kanonen“ haben.

        Richtig ist wohl auch nicht, dass die Emotionalen „nur noch gelegentlich auf irgendwelchen Blogs einen Spritzer verbreiten (…) Die meisten Blogs, die Sie wahrscheinlich meinen, sind ohnehin nur Inzuchtbetriebe.“

      • globalnote sagt:

        @nahum,

        Wenn es mir um persönliche Genugtuung ginge, könnte ich nicht Schluß machen. Aber genau das werde ich nun eines Tages tun. Und machen Sie erst mal so eine Webeite nach. Natürlich haben BILD und SPIEGEL und und… die größeren Kanonen. Deswegen ändert sich ja so wenig in diesem Land, wo es unter dem Druck der Krise längst hätte sein müssen. Wenn Sie glauben, daß SPIEGEL- und BILD-Blog, um nur die größten zu nennen, die deutsche Welt verändern, will ich Ihnen Ihren Glauben gern lassen. Und mit „bleib locker“ oder „cool bleiben“ ist auch nicht viel gewonnen. Ich verstehe eigentlich nicht, warum Sie mit solchen Ratschlägen kommen, mit denen ich wirklicn nichts anfangen kann. Sorry!

        Beste Gruesse
        Joachim Jahnke

  9. Cato sagt:

    Lieber Herr Jahnke,

    gerade von einer kleinen Reise zurückgekehrt lese ich diese Nachricht. … Hmmm.

    Ihr betriebener Aufwand, um das Infoportal täglich aktuell zu halten, erfordert eine enorme Energie und Selbstdisziplin. Wahrscheinlich können nur wenige Menschen das aufbringen und eine solche lange Zeit durchstehen. Das verdient größten Respekt. Damit schließe ich auch Elfis Presseschau mit ein. Die Gesamtbilanz ist aus meiner Sicht im guten Sinne außerordentlich.

    Ich habe sehr Verständnis, wenn Sie sich und dem Forum die Frage stellen, ob Sie diese Arbeit in der bisherigen Form weiterführen wollen. Ich würde mich ebenso freuen, wenn Sie es in verkürzter Form leisten könnten. Trotzdem möchte ich mit Wünschen zurückhaltend sein, wenn man nicht selbst am Aufwand beteiligt ist. Ich finde, daß Sie den weiteren Umfang ihrer künftigen Blog-Arbeit nur selbstbestimmt und frei entscheiden können. Diese Aktivität muß Ihnen auch weiterhin Freude bereiten, ohne zur Last zu werden.

    Den bisher erreichten ideellen Gewinn kann man wohl kaum umfassend in Worte bringen. Er liegt sicher auch auf beiden Seiten, beim Macher und seinen Lesern. Aus meiner Sicht ist er sehr hoch, weil Ihr Blog viele vernehmbare Verlautbarungen anderer Stellen in ein anderes, von Fakten getragenes Licht stellt. So wünsche ich mir mitunter Diskussionen in meinem beruflichen Umfeld, obwohl akademisch geprägt trotzdem lange nicht so frei und emanzipiert. Dort habe ich mitunter das Infoportal wirkungsvoll vermitteln können. Im Personenkreis von Selbständigen schien mir der Erfolg nicht so groß zu sein. Warum auch immer?

    Was ist die angemessene Würdigung Ihrer Arbeit am Infoportal? Schwer zu sagen. Oben wurde das Bundesverdienstkreuz angesprochen. In Anbetracht anderer Träger meiner Meinung nach nicht ausreichend. Die Tatsache einer über 5 Jahre anhaltend und kompetent vorgetragenen Gegenöffentlichkeit ist wahrscheinlich einen Pulitzer-Preis wert (leider nur für US-Journalismus vergeben). Welche Würdigung ist für einen europäischen Citoyen der kritischen öffentlichen Meinung angemessen? Ich bin im Moment leider ratlos.

    Eine deutliche Erweiterung von Leserzugriffen ist möglicherweise nicht so einfach zu erreichen. Ein in politischer Öffentlichkeitsarbeit erfahrener Mensch aus einer freien Organisation der Sozialhilfe sagt mir einmal vor vielen Jahren, daß nur ein bestimmter Teil der Bevölkerung zur Mitwirkung an der Meinungs- und Willensbildung zu gewinnen ist. Wahrscheinlich ist diese Erkenntnis auch auf Blogs übertragbar.

    summa sumarum: Ich freue mich weiterhin über Ihre kenntnisreichen Postings, egal wie Sie das Portal künftig strukturieren werden und über die zahlreichen konstruktiven Mitdiskutanten. Eine Unterstützung in anderer Form kann ich mir gut vorstellen. Möge Ihnen trotzdem ausreichend Zeit für persönliche Dinge verbleiben.

    In Dankbarkeit
    Ihr Cato

  10. heiner sagt:

    Globalnote.: Es geht bei der Weiterverbreitung aber auch immer um die Grenzen die schlicht und einfach da sind . Wenn das persönliche Umfeld der Menschen abgegrast ist, das diese Themen interessieren könnte(die aus dem Infoportal)kann man einfach nicht mehr machen.Sie dürfen sich das auch nicht so vorstellen das die einfache Weitergabe von jjahnke.net ausreicht. Weil nicht jeder hat BWL oder VWL Grund-Weiterkenntisse.
    Da muss man manchmal auch schon versuchen Sachen zu erklären die für Sie relativ einfach sind.
    Aber nicht jeder hat eben diese Grundlagen, wie Sie.
    Dicke Bretter zu bohren sind geradheute im wirtschaftlichen Bereich nicht so ganz einfach zu vermitteln.Aber man versucht ja(die Dummheit weniger werden zu lassen, und das Wissen zu verbreitern)
    Ein Verbreiterer
    MfG

  11. Sehr geehrter Herr Dr. Jahnke

    Danke, daß Sie weitermachen, in welcher Form auch immer; ich möchte dabei sein.

    Sie können doch auch jetzt gar nicht aufhören; jetzt da Herr Barroso endlich die Lösung für Griechenland gefunden hat indem er die Vergabe „koordinierter, bilateraler Kredite vorschlägt“: endlich koordiniert die mal jemand, endlich sind sie gegenseitig und alles gar nicht mit Maastricht kollidierend.

    Sie können unmöglich das Tollhaus verlassen während solch‘ ein Lustspiel gegeben wird; immerhin scheinen wir die einzelnen Akte schnell abzuarbeiten und dem Höhepunkt nun koordiniert zuzusteuern.

    Ich weiß, lustig ist anders und bilateral auch aber mit Ihnen und Ihrer Arbeit bleibt es ertragbarer.

    Mit uni- und multilateralem Gruß

    Christian A. Wittke

  12. Paten sagt:

    Guten Tag. Vielleicht bin ja auch ich kritisch gemeint als angeblich abwesender Kommentator, der in den letzten Monaten, ob Sonn- ob Feiertag, sich der Themen, die das Wirtschaftsleben so schreibt, mit annahm im Versuch, mit eigenem Wissen und Erfahrungen weitere Aspekte eines Themas zu bedenken oder ausländische Veröffentlichungen zu übersetzen.

    Oft war es, auch durch das Diskussionsforum, nötig, Sachverhalte zu recherchieren, gerade wenn, und das kam vor, von rechtsaußen der Pass gespielt wurde oder kleinkindliche Gemüter rechthaberisch lamentieren statt zu argumentieren. Andererseits bereitet es auch Freude, wenn erhellende Erklärungen nachgefragt und angenommen werden, weil auch Wirtschaft und Finanzen wie eine Fremdsprache sind, die manchen das eigene Land wie Ausland vorkommen lassen. Dasselbe Lied und viele Interpreten, könnte man die mediale Lage beschreiben.

    Und harte Fakten sind stets die, die gemessen werden können und so kommt der statistischen Nachweisführung – so die öffentlichen Grunddaten korrekt sind – eine besondere Rolle zu. Dr. Jahnke nennt das „Schaubilder“, wahrscheinlich weil (die Welt in Zahlen) Anschauen und (Welt)Anschauung eng miteinander zu tun haben.

    Mir kommt da der Gedanke, dass es das freie Recht jedes Bürgers ist, jeden anderen für das Bundesverdienstkreuz vorzuschlagen. Man stelle sich BP Köhler, den Ex-Chef von Dr. Jahnke in der EBRD vor, wenn er von den Tausenden Infoportalgängern genehmigt einen solchen Vorschlag zur Entscheidung bekäme!:
    „… hat sich Dr. Jahnke um eine gegen Ihre und die Ihrer neoliberalen und ins antisoziale tendierenden Freunde und Spaltpilze in Wirtschaft, Politik und Hochfinanz und deren geistigen Druck-Erzeugnissen mit belastbaren Fakten aufgeklärte
    Gegenöffentlichkeit zur den von Ihnen erzeugten inneren Emigranten und Abstockern zum Wohle des deutschen Volkes und Wahrung seiner Würde verdient gemacht… Auch geistiges Eigentum kann der Allgemeinheit verpflichtet sein, Herr Bundespräsident, was Sie in aller Abwesenheit zu den drängenden Problemen unser Nation somit eher nicht betrifft, .“

    Das Infoportal ist insofern keine One-man-Band, die sich nur selbst unterhält. Es ist eine Kommunikationsplattform, aber kein Schwatzraum. Es ist nachvollziehbar, dass dauerhaftes Komponieren, Musizieren, Texten und Singen – auch als Video-Akademie- fast wie Leistungsport ist. Den hört man auch nicht einfach auf ohne abzutrainieren, d.h. die Belastung langsam zurückzufahren. So sind die Workoholics eben.

    Nun akzeptiere ich schlicht jede Entscheidung, denn auch die zum Öffnen des Infoportals brauchte ja keiner demokratischen Abstimmung. Und weniger muss nicht schlechter sein.

    Was professionielle Mailinglists betrifft, gibt es solche erfahrenen Serviceanbieter von kostenlos bis wenige Euros pro 1000 Empfänger. Das ist nicht der Punkt. Was mich vielmehr umtreibt ist etwas anderes:
    1.120 Interessenten bekommen den wöchentlichen oder täglichen Rundbrief. Auch Gewerkschaftler, Bundestagsabgeordnete, Professoren, Lehrer und Journalisten, also sogenannte Multiplikatoren sind darunter.

    In Deutschland sind der politischen Aufklärung und Bildung Parteien, Abgeordnete, Gewerkschaften und Parlamentarier verpflichtet, sogar eine ganze Bundesanstalt gibt es dafür. Da schreibt hier ein Bildungsträger, dass er -natürlich unter Wahrung des Copyrights Dr. Jahnkes – sein Geld damit verdient!

    Liebe Gewerkschaftler, Bundestagsabgeordnete, Professoren, Lehrer und Journalisten und kommerzielle Bildungsträger, die ihr alle Einkommen, Budgets oder Diätenzuschläge dafür habt: Sollen wirklich die Hartz-IV Bezieher, die in recht großer Zahl das Infoportal besuchen und auch hier aktiv diskutieren, für Ihre Schaubilder und Analysen, die in Ihre gut bis sehr gut bezahlte Berufssausübung eingehen und Ihnen darin, wie viele schreiben, weiterhelfen, den Unkostenbeitrag für ihr geistiges Fortkommen übernehmen? Wie wäre es mit Ihrer Solidarität für die Solidität des Infoportals?

    Ein Bezahlportal ist nicht mein Ding. Auch nicht als Informationsempfänger zweiter Klasse behandelt zu werden, der halt warten soll, bis die Mitfahrer in der ersten Klasse mit dem etwas teureren Ticket ihre Zeitung wegwerfen, damit ich sie ein paar Tage später aufklauben darf. So ein Zug wäre für mich abgefahren. (Ich hab letztes Jahr schon viele Jahnke-Bücher an Arbeitslose gespendet und andere dazu animiert, falls mir einer die Frage stellen möchte.) Daher meine ich: Machen Sie,Liebe Gewerkschaftler, Bundestagsabgeordnete, Professoren, Lehrer und Journalisten und kommerzielle Bildungsträger, sich doch bitte mal Gedanken zur Zeit und Ihren dem Gemeinwohl der Portalgänger und der zu unterrichtenden Gegenöffentlichkeit gewidmeten Unkostenbeitrag ;-).

    In diesem Sinne alles Gute und wie immer an Dr.Jahnke

    MbG

    • globalnote sagt:

      @paten.

      Vielen Dank für den Kommentar und die gut durchgedachten Beiträge zum Diskussionsforum. Bei dem Unkostenbeitrag geht es um freiwillige Beiträge, die von der Höhe her auch bescheiden ausfallen sollen. Ich erwarte natürlich keine Beiträge von Hartz-IV-Empfängern und ähnlich in unserer Gesellschaft benachteiligten. Allerdings geht es nicht um ein Software für ein paar Euros, sondern um die Einschaltung eines Spezialunternehmens für mehrere hundert Dollar pro Jahr, nach dem Motto wenn schon denn schon. Nur so kommen die Mails durch alle immer schärfer eingestellten Spamfilter (meine bisherige IP ist inzwischen schon auf einigen schwarzen Listen wegen der vielen Kopien, die ich versende!), nur so erhalte ich Feedback, wer die Zusendung geöffnet hat und wer duch schnelles Löschen sein Desinteresse dokumentiert (Kartei-Leichen nennt man das) und vor allem muß auch das volle Management der Bezieherliste übernommen werden. Auch informiert mich das Unternehmen über die Öffnung von Rundbriefen durch Personen, an die weiterversandt wurde, so daß ich einen Überblick über den definitiven Empfängerkreis bekomme. Das gibt es leider nicht für nen Apfel und ein Ei.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

  13. Eva Scherrer sagt:

    Lieber Herr Dr. Jahnke, mit viel Interesse habe ich mich in Ihren Blog eingelesen, verstehe mittlerweile sehr viel mehr. Gäbe es diesen Blog nicht mehr, so wäre es ein sehr ernster Verlust für unser Zusammenleben in der deutschen Demokratie. Sie sind also wichtig, um nicht zu sagen essentiell. Besteht da nicht eine Verpflichtung für die Allgemeinheit? Nur Sie können das leisten! Wie lange können aber nur Sie wissen.
    Aber bitte, schon Luther sagte, wenn Morgen die Welt untergehen würde, würde er heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen. Sie können den Erfolg des Infoportals nicht nur anhand der Aufrufe messen.
    Ich bitte Sie einfach weiter zu machen, wenn auch in jetzt abgespeckter Form. Sie sind es uns „schuldig“
    Grüße von Eva Scherrer

  14. thomas sagt:

    bitte bleiben sie an bord , geschätzter herr jahnke .

    ich habe die letzten 3 jahre als harz4 empfänger ohne netzzugang gerne (.. ein für mich kleines vermögen )im internet- cafe investiert , um durch ihre seite das unvollständige und interessengeleitete veröffentlichte meinungsbild der mehrheitsgesellschaft und ihrer medien zu vervollständigen bzw zu korrigieren .

    ein blick durch die qualitätsmedien ohne anschliessende abrundung und korrektur durch die auf ihrer seite angebotenen informationen ist mir mittlerweile nicht mehr vorstellbar .

    mir ist sehr bewusst , dass Sie mit ihren fundierten insider-kenntnissen einer der ganz wenigen hochkarätigen informationsträger sind , die von dem allerorten gepflegten schweigekartell aus anpassung , innerer zensur, und saturiertheit unbeeindruckt , eine fundierte unüberhörbare gegenposition formulieren .

    in gewisser hinsicht sind Sie für uns alle ein unersetzlicher zeitzeuge , der dem neoliberalen zeitgeist mit kenntniss und haltung aktiv begegnet

    .ich habe ihre seite sehr oft mit teils guter resonanz weiterempfohlen und weiss wie schwer das rühren der werbetrommel ist ,wenn man nicht mit den kanonen der anderen seite dienen kann (…und auch nicht will!) .

    bitte sehen sie die frage der resonanz doch auch aus der zeitlichen perspektive und der daraus erwachsenden gelassenheit . die ergebnisse ihrer arbeit , die denkanstösse und informationen die uns ihre derzeit nahezu einmalige seite vermittelt werden doch vermehrt in der zukunft früchte tragen .

    ich bin gerne bereit einen teil meines geldes für ihr vorhaben zu opfern und würde mich freuen , wenn sie die verdiente anerkennung für ihr zeitaufwendiges und aufreibendes engagement erfahren.

    ein gedanke zum schluss: sie hatten einmal angekündigt ihre erfahrungen mit personen der jüngeren zeitgeschichte gelegentlich mit den lesern zu teilen . ich vermute ,dass ein gutteil ihrer motivation diese seite zu betreiben mit genau den erfahrungen zusammenhängt die sie mit diesen eliten machen durften .ich kann ihre haltung deshalb nicht hoch genug schätzen , uns gelegentlich den weg durch diesen dschungel gewiesen zu haben . mögen sie sich entscheiden wie es für ihre gesundheit und ihre familie am besten ist , meinen dank haben sie sie schon jetzt .so oder so .

    ps. einen gruss an gaby und paten -ich habe ihre engagierten und kenntnissreichen kommentare immer mit genuss gelesen . lasst uns gemeinsam für den fortbestand des infoportals sorge tragen . es würde uns schmerzlich fehlen

  15. swissi sagt:

    Lieber Herr Jahnke

    Zunächst meine tiefe Bewunderung, was Sie als Einzelkämpfer so alles leisten. Fundiert informativ, bestens recherchiert, weitgehend emotionslos vorgetragen – so empfinde ich Ihr Infoportal.

    Bringen Sie mehr Klicks weiter? Ich sage nein. Weder in der Sache, noch in persönlicher Erfüllung.

    So unlogisch es klingen mag, der Gastraum ist irgendwann voll, auch wenn er theoretisch nur von der Anzahl der Internetnutzer begrenzt wird.
    Neue Gäste kommen, nehmen einen Drink zu sich, vielleicht eine Speise und werden nicht mehr gesehen.
    Auch Stammgäste verschwinden durch Umzug, Krankheit, Tod, Interessenwandel etc. Andere kommen hinzu.
    Einzig die Veränderung, die Fluktuation bleibt.

    Wenn Sie mehr erreichen wollen – sowohl mehr Menschen, als auch Bewegung in der Sache – müssen weitere Gasträume mit anderen Speisen und Getränken (Themengebieten) eröffnet werden.
    Von nüchtern über emotionsgeladen bis reißerisch, sollte alles vorhanden sein.

    Es reicht bei Weitem nicht aus, jedm Einzelnen der Fußballmannschaft zu sagen das er einen Fehler gemacht hat. Es reicht auch nicht aus, ihnen zu sagen welchen Fehler er gemacht hat. Der Fehler muß analysiert werden und, ganz wichtig, es muß aufgezeigt werden wie er zu vermeiden ist, wie man es besser macht.

    Es gibt hunderttausende Seiten im Netz, die anprangern, anprangern, anprangern und Mißstände aufzeigen. Es wird aber nicht gezeigt, wie man es besser machen kann. Das ist auch so gut wie unmöglich.

    Denn,

    in einem kapitalistischen System kann nicht etwas verbessert werden, ohne das etwas anderes verschlechtert wird. Zu verstehen im Sinne von; wenn du etwas sauber machst, wird etwas anderes schmutzig.

    Tatsächlich sehe ich nur eine Möglichkeit der positiven Veränderung. Möbilisierung der Massen.

    Das ist auch heute in Zeiten der Massenverblödungsmedien noch möglich. Man muß die Menschen zusammenführen und mit einer Stimme sprechen.
    Man muß eine Bürgerlobby gründen, mit 30 Millionen (eher weit mehr) ZAHLENDEN Mitgliedern.

    Diese Stimme würde mit Sicherheit gehört!

    Wer nicht kämpft hat schon verloren….

    Freundlicher Gruß
    Pede

    • globalnote sagt:

      @swissi

      Nun denke ich, daß Sie das Infoportal doch nicht genug kennen, wenn Sie meinen es würde nicht aufgezeigt werden wie Fehler zu vermeiden sind, wie man es besser macht. Die Alternativen zeige ich nun wirklich bis zum Erbrechen auf, nicht zuletzt mit den Ländervergleichen. Außerdem ist Fehleraufzeigen inhärent auch ein Aufzeigen, wie es anders sein müßte, nämlich ohne die Fehler.

      Es gibt auch nicht hunderttausende Seiten im deutschen Netz, die die Fehler analytisch aufzeigen, im Gegenteil, ich vermute nicht viel mehr als ein halbes Dutzend.

      Und Themengebiete gibt es im Infoportal wirklich genug, von Wirtschaft zu Soziales, Bildung bis Umwelt. Was soll denn da noch aufgetischt werden?

      Die Verbreitung ist m.E. schon ein wichtiger Umstand. Das scheint mir absolut logisch, warum denn nicht?

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

  16. Atouk sagt:

    Lieber Herr Jahnke,

    ich verfolge Ihre Seite schon seit mehreren Jahren und möchte mich für Ihren bisherigen Einsatz bedanken.
    Ich habe mich erst heute -aufgrund der abzusehenden Änderung des Infoportals- in den E-Mail Verteiler eingetragen.
    Ich bin gerne bereit einen Kostenbeitrag -wie von Ihnen beschrieben- zu entrichten.

    Beste Grüße,
    Atouk

    PS.: Für mich handelt es sich nicht um „Unkosten“, da ich diesen „Service“ nicht missen möchte. Dass solche Informationen in aufbereiteter Form „Gratis“ zur Verfügung gestellt werden, ist schließlich nicht selbstverständlich.
    Laut Duden sind Unkosten unangenehme, vermeidbare, unvorhergesehene Kosten bzw. solche, die zusätzlich zu eingeplanten Kosten entstehen. Ich habe die Kosten jetzt für die Zukunft eingeplant.

    Sorry für die Haarspalterei am Ende 😉

    • Gaby sagt:

      Guten Tag, Atouk und Mitlesende,

      ich erlaube mir einen kleinen Denkanstoß: Es gibt weder Unkosten, noch Lohnnebenkosten, noch Unmenschen, noch Unkräuter, noch Untiere.

      Wer immer gegenteiliges behauptet, auch wenn es der DUDEN-Verlag ist, verschleiert die Realität, denn in Wirklichkeit gibt es nur Kosten, Lohnkosten, Menschen, Pflanzen und Tiere.

      Das ist keine Haarspalterei. 😉

      Beste Grüße

      Gaby

      • Atouk sagt:

        Hallo Gaby,

        ich wollte in meinem Posting zuerst darauf eingehen, dass es das Wort „Unkosten“ nicht gibt – auch wenn es oft Verwendung findet. Soviel ich mich erinnern kann, gab es das Wort zu meiner Schulzeit auch offiziell nicht. Im Duden gab es das Wort damals -so meine ich mich zu erinnern- nicht.
        Um so mehr war ich verwundert, dass es mitlerweile im Duden zu finden ist.

        Über das Wort „Un“kraut hat sich zu meiner Studienzeit mal ein Professor aufgeregt und über die menschliche Überheblichkeit lamentiert, dass alles was nicht nützlich ist, als „“Un-„ding““ dargstellt wird.

        Gruß, Atouk

      • Gaby sagt:

        Guten Abend, Atouk und Mitlesende,

        ich hatte zwar keinen Professor als Lehrer, dafür aber einen Onkel (ein 68er-Rebell), der seine Umwelt stets mit den profansten Dingen provozierte und ständig wegen Nichts für familiäre Aufregung sorgte und mich sehr früh auf die Verschmutzung unserer Sprache und das extrem selbstkontollierte Verhalten in der Öffentlich hinwies. Er benutzt das Karl Marx Wort ‚’Charaktermasken’, wenn er zu mir sprach und wollte auf keinen Fall, dass ich eine solche Maske werde.

        Da braucht man nur mal in der Öffentlichkeit preußische Konventionen zu brechen und genüsslich in der Nase zu bohren. Da braucht man sich nur mal im Cafe’ die Schuhe auszuziehen. Schon guckt das noch immer preußisch gedrillte Deutschland auf diesen angeblich bekloppten Zeitgenossen. Man braucht in Deutschland nur am Arbeitsplatz gut verständlich mit sich selbst zu reden – schon ist man ein Krankenfall, der zum Betriebsarzt geschickt wird. Und wer am Arbeitsplatz fröhlich ist und munter ein Liedlein pfeift, macht sich verdächtig: Entweder im Lotto gewonnen oder verrückt geworden! Pfui deibel Deutschand und dein militärisch-diszipliniertes Preußentum!

        Er, also mein Onkel, fragte mich unter anderem: „Wenn du etwas möchtest, warum willst du es dann nicht? Warum sprichst du die Vokabeln ‚ich will’ nicht aus? Warum sagst du beim Einzelhändler ‚ich möchte’ oder ‚ich wollte’ dies und jenes kaufen? Warum sagst du nicht frei heraus: „Ich kaufe ein Viertel Leberwurst!?“

        Er fragte mich noch sehr viel mehr, z. B: „Worin besteht der Unterschied zwischen Toleranz und Akzeptanz?“ Und ich sollte bereits als 10-jährige darüber nachdenken, ob es tatsächlich Menschenrassen gibt und ob sich persönliche Freiheit in einer Demokratie tatsächlich verwirklichen lässt oder ob wir nicht vielmehr Menschenfische in einem eng begrenzten Aquarium der jeweils geltenden kapitalistischen wie politischen Verhältnisse sind.

        Damals, als ich nachdenken sollte, gab es noch kein Internet. Ich dachte damals noch unter echten Kopfschmerzen nach und besucht die öffentliche Bibliothek, um mir Bücher auszuleihen, weil die meinen Eltern, den konservativen Bestattern, viel zu überflüssig schienen, in meine Mädchenbildung zu investieren nach dem Motto: „Die Gaby heiratet ja und ist gut versorgt. Bildung braucht sie nicht, dafür muss sie aber wissen, was Sauberkeit und Demut vor ihrem Ehemann ist!“

        Und noch etwas habe ich von meinem Onkel Rolf gelernt und zwar immer wieder während der 60er, 70er, 80er und 90er Jahre: Kunst kommt von Können und Wulscht von Wollen, also dem absoluten Nichtkönnen. Rolf hat mich gelehrt, nicht nur hinter die Fassade des Establishments zu schauen, sondern auch zu erkennen, dass funkelnder Glanz ohne intellektuellen Inhalt nichts anderes als Kinkerlitz und billigster Jahrmarkt-Trödel, also Betrug ist.

        Echtes Können, echtes Wissen, braucht keine Funkel-Fassaden und überflüssige Verzierungen, wie z.B. Hochglanz-Internetdesign oder die volksverdummenden Privat-TVs, sich durchzusetzen und würde auch heutzutage bei mir und vielen anderen in 1960 Geborenen noch ankommen, wenn es auf dem ersten Homecomputer, den ich einst besaß, dem ‚Commodore 64’ verfasst würde, also mit rein weißen Buchstaben auf blauem Grund.

        Ich bleibe dabei, dass Dr. Jahnkes Webseite, so, wie sie ist, absolut in Ordnung ist, denn es kommt auf den Kern dessen an, was er veröffentlicht. Und das sind harte Fakten. Auf die kommt es mir an, nur auf die – die nichts mit der dummen Effekthaschrei von TV-Privatseiten zu haben also nicht mehr und nicht weniger. Die Umgebung, also das vollkommen überflüssige Design, gar eine Inhaltsangabe etc. pp. sind mir absolut egal, denn ich bin intelligent genug, selbst meinen Weg zu gehen.

        Liebe Grüße

        Gaby

  17. Uwe sagt:

    Wie bereits einer meiner vorherigen Schreiber versucht hat verständlich zu machen… Das Layout ist nicht zu unterschätzen, ebenso eine ausgefeilte Navigation zu vergangenen Artikeln, Rubriken, Stichworte und das wichtigste um neue Besucher zu finden und zu halten. Eine ausgefeilte SEO d.h Suchmachinenoptimierte Seiten und das einbinden wie DIGG etc.
    Ein modernes Layout kann das versprechen was man dann schliesslich als Inhalt vorfindet. Beides gehört heute, bei dem enorm vielfältigen Medienagebot einfach dazu.
    In der heutigen Aufmerksamkeitsökonomie werden komplexe Aussagen halt auf ein paar Worte reduziert und das funktioniert u.a. weil eben soviel Konkurenz vorhanden ist… aber natürlich auch wegen der komplexität der Themen an der ja schon so mancher Profi drüberstolpert.
    Ein weiteres Problem mit den Besucherzahlen sehe ich in der sich immer weiter ausdehnenden Fragmentierung in z. Bsp. Communities aber auch Blogs usw. welche die interessierten in immer kleinere Gruppen binden so das übergreifende Kommunikation schwierig wird. Gerade auch bei den X Varianten von Oekonomischen Ansichten die da so verbreitet werden und den Unerfahrenen zumindest stark verunsichern.
    Eventuell könnte sich ja ein angehender Webmaster/programierer dazu bereit erklären die Seite professionel umzubauen?

    • globalnote sagt:

      @Uwe,

      Vielen Dank. Ich kann nur wiederholen: Menschen, die gern über Formen stolpern, sind selten für Inhalte zu erreichen. In eine Schönheitskonkurrenz werde ich jedenfalls nicht einsteigen, zumal mir die schönsten Webseiten sehr oft inhaltlich die dürftigsten sind. Bei gut analysierenden Webseiten, die wirklich die Fakten bringen, gibt es im deutschen Raum übrigens gar nicht so viele. Blogs nützen verdammt wenig, wenn nur aus dem Bauch und fern aller Fakten diskutiert wird. Da setzt sich dann die Verdummung oft nur in anderer Form fort.

      Das mit der Aufmerksamkeitsökonomie mag stimmen, ist aber eine schlimme Fehlentwicklung, der ich jedenfalls keinen Vorschub leisten werde. Komlexe Aussagen in zwei Worten zu pressen, sollte man sich sparen. Das können die unbedarften Politiker am Besten.

      Nun habe ich meine Entscheidung allerdings getroffen und reduziere meine Arbeit, immer noch mit erheblichem Einsatz, auf die Wochenrundbriefe und da kann sich niemand über mangelnde Schönheit mehr beklagen.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

      • georgi sagt:

        Lieber Herr Dr. Jahnke!

        Vielen Dank. Ich kann nur wiederholen: Menschen, die gern über Formen stolpern, sind selten für Inhalte zu erreichen. In eine Schönheitskonkurrenz werde ich jedenfalls nicht einsteigen, zumal mir die schönsten Webseiten sehr oft inhaltlich die dürftigsten sind.

        Es geht nicht um Ästhetik, sondern um Gebrauchstüchtigkeit. Ein Buch mit inkonsistentem Aufbau, fehlendem Inhaltsverzeichnis und Index wird auch nicht gern zur Hand genommen. Beispielsweise enthält der http://www.weissgarnix.de-Blog eine Spalte ‚Neueste Kommentare‘, in der man ablesen kann, was sich so tut bei den Kommentaren. Bei den Kommentaren würde ich das Threading abschalten, und eine flat-Kommentarliste bevorzugen. twitter-Accounts, Blogroll und Gimmicks kann man dagegen entbehren. Auch andere Blogger investieren nicht viel in die Verschönerung ihrer Blogs wie http://mspr0.de oder http://www.blogsgesang.de. Sie belassen bei ihrer Installation im wesentlichen alles bei den Grundeinstellungen, und fahren gut dabei.

        Vielleicht gibt es ja unter den Kommentatoren jemanden, der Sie bei der technischen Umsetzung unterstützen könnte. Ich selbst könnte eine WordPress-Installation aufsetzen (ist nicht aufwendig). Erfahrungen im Blogbetreiben, über Kosten etc. habe ich allerdings auch nicht. Auch müßten die alten Inhalte abgezogen und in das neue Blog übertragen werden, möglichst mit allen Kommentaren, damit der Blog-Aufbau konsistenter wird, als er es jetzt ist.

        Vielleicht gibt es ja frühere Arbeitskollegen, die Sie auch bei der redaktionellen Arbeit unterstützen können.

      • globalnote sagt:

        @An alle, die 1713 diskutiert haben oder sich dafür interessieren:

        Hier noch einmal eine Klarstellung von mir: http://www.jjahnke.net/gedanken56.html#1719 .

        Beste Gruesse
        Joachim Jahnke

      • Matt sagt:

        Hallo Herr Jahnke,

        ich war einer der vormaligen Diskutanten, der Ihre Seite bisher erfolgreich weiterempfehlen konnte. Allerdings Sie auch auf das Thema WordPress ansprach.

        Ich möchte Sie nicht überreden eine Umstellung zu betreiben. Ich gönne Ihnen die Ruhe. Noch weniger möchte ich Ihnen vorwerfen, dies nicht zu wollen. Ihr Beitrag und Ihr Engagement ist sicher selten anzutreffen.

        Mir geht es einerseits um Ihre mögliche Arbeitserleichterung durch die Arbeit mit WordPress – so denke ich. Andererseits um Ihre Behauptungen im Beitrag, die so nicht stehen gelassen werden können. Denn sie sind schlicht falsch.

        1) Ganz wichtig, zum wiederholten Male: es gibt einen Unterschied zwischen der „Software“ WordPress (wordpress.ORG) und dem Dienst, den Sie mit Ihren Kommentaren nutzen (wordpress.com). Es ist zwar das gleiche Wort, aber was völlig Verschiedenes.

        2) WordPress ist mehr als ein Endlos-Tagebuch mit Kommentarfunktion. Schauen Sie sich einfach mal die „pages“ (=statische Seiten) an. Als solche könnten Sie Ihre Schwerpunkte einbinden und jederzeit abändern.

        3) Es gibt nicht den „WordPress-Look“! Es gibt tausende von sogenannten „Themes“. Und deren Aussehen ist nicht primär von HTML, sondern von den CSS (Cascading Stylesheets) abhängig. Auf WordPress.COM (also hier bei den Kommentaren) gibt es nur eingeschränkte Wahlmöglichkeiten. Sie haben eins von „Vault9“ gewählt (s. Link ganz unten). Mit der Software von WordPress.ORG auf Ihrem eigenen bzw. gemieteten Server ist alles (!!!) möglich.

        4) Hinter WordPress läuft eine Datenbank. MySQL der Name. Und gerade mit den Funktionen der Tags könnten Sie wesentlich mehr Struktur und Interdepenzen in Ihren Analysen hervorheben als es mit Ihrem jetzigen „System“ möglich ist.

        5) Mit den Datenbankstrukturen von WordPress ist auch eine wesentlich benutzerfreundlichere Suche erreichbar als bisher. Die Suchfunktionen und -optionen können in vielerlei Hinsicht gestaltet werden.

        Sie haben die Erfahrung und Kenntnisse bzgl. wirtschaftlicher Fragestellungen. Ich weiß evtl. ein wenig mehr über WordPress als Sie. Wenn Sie trotz meiner Ausführungen und des Buches, was ich Ihnen habe zukommen lassen, Ihre Behauptungen über WordPress aufrecht erhalten. Ja, dann ergeht es mir wie Ihnen: ein einsamer Rufer in der Wüste, der nicht versteht, warum andere die doch klaren Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten nicht erkennen.

        Irgendwann geht es nicht mehr um rationales Argumentieren, sondern um Glaubenssysteme.

        Mit den besten Grüßen
        Matt

      • globalnote sagt:

        @Matt,

        Wir werden das hier nicht ausdiskutieren können. Jeder hat nun mal seine Erfahrungen und seine Beurteilungen. Ich habe sehr viel Zeit verwandt, um das gesamte Infoportal auf wordpress.ORG umzustellen (vielen Dank auch für das mir zugesandte Buch). Meine Webseitenstruktur hat es am Ende einfach zu schwierig gemacht. Auch gibt es für mich Grenzen, in denen ich die Diktatur der Form akzeptiere. WordPress ist nun mal ein System, das ganz überwiegend von Weblogs oder Blogs verwandt wird und ist auch wohl dafür entwickelt worden. Dagegen haben komliziertere Webseiten – und ich habe Ihnen eine Reihe von Beispielen genannt – diese Technik nicht angewandt. Vielleicht bin ich zu altmodisch. Aber dann muß man mich akzeptieren, wie ich bin, und mir nicht immer wieder eine andere Technik vorhalten. Sie hatten übrigens nicht meine Klarstellung ausgelöst.

        Beste Gruesse
        Joachim Jahnke

      • georgi sagt:

        Lieber Herr Dr. Jahnke!

        Ich bitte vielmals um Entschuldigung. Es war nicht meine Absicht, Sie zu verletzen. Ich wollte nur ausdrücken, daß das Design die Funktion eines Produktes unterstützen sollte, und es nicht um „Schönheit“ geht. Dasselbe gilt ja auch für Stereoanlagen und Tischventilatoren. Mir ist natürlich klar, daß Sie viel Zeit in die Technik investieren, und Sie sich einfach auf Inhalte konzentrieren wollen. Deshalb dachte ich, es wäre besser, den ganzen Technik-Kram z.B. an Matt (oder andere) zu delegieren (auch das ist nur ein Vorschlag).

        Natürlich haben BILD und SPIEGEL und und… die größeren Kanonen. Deswegen ändert sich ja so wenig in diesem Land, wo es unter dem Druck der Krise längst hätte sein müssen. Wenn Sie glauben, daß SPIEGEL- und BILD-Blog, um nur die größten zu nennen, die deutsche Welt verändern, will ich Ihnen Ihren Glauben gern lassen. Und mit “bleib locker” oder “cool bleiben” ist auch nicht viel gewonnen. Ich verstehe eigentlich nicht, warum Sie mit solchen Ratschlägen kommen, mit denen ich wirklicn nichts anfangen kann. Sorry!

        Meine Überzeugung ist, daß die Bedeutung von Blogs, insbesondere auch Ihres Blogs für die öffentliche Meinungsbildung zunehmen wird, je mehr sich BILD, SPIEGEL und Co. von den von den Menschen erlebten Realitäten entfernen. Man darf sich nicht durch Page-Impressions- u.ä. Zahlen täuschen lassen, denn erstens werden diese manipuliert und zweitens sagen sie nichts über die erzielte Breitenwirkung aus. Wenn Sie die Anzahl der Blogbeiträge reduzieren, stürzen die Page-Impressions natürlich umgehend ab. Ihre Leser schauen dann nicht mehr so oft bei Ihnen vorbei. Muß man sich deshalb Sorgen machen? An der Wirkung Ihres Blogs auf die Meinungsbildung im Lande dürfte sich dabei doch nichts ändern. Die Zugriffszahlen genausowenig wie die „Schönheit“ sind nicht das entscheidende Kriterium für den Erfolg. Das meinte nahum wohl mit cool bleiben oder locker bleiben.

      • globalnote sagt:

        @georgi,

        Wir sollten diese Diskussion nun wirklich schnell beenden. Wenn Sie glauben, das Infoportal mit Stereoanlagen und Tischventilatoren vergleichen zu müssen, sind Sie definitiv auf einem anderen Planeten. Zugriffszahlen sind bedeutender als Ihre Schönheitsideale. Das ist nun mal in unserer Medienwelt so und da nützt überhauot kein cool oder locker bleiben, was letztlich ziemlich dämliche Formeln sind. Cool kann die Welt untergehen, wenn sie sich nicht so erhitzen würde.

        Beste Gruesse
        Joachim Jahnke

  18. Michael sagt:

    Lieber Herr Dr. Jahnke,

    das Infoportal ist ein Juwel, das durch Präzision, Sachlichkeit, Verständlichkeit und Vielfalt in einer anderen Liga spielt, als alle ähnlichen Angebote die ich kenne. Gemessen an der Qualität der hier verfügbaren Informationen müsste Ihr Portal im Grunde unter Performance-Problemen leiden, aufgrund einer Chronisch zu hohen Besucherzahl.

    Auch wenn ich der Überzeugung bin, dass die „Dunkelziffer“ der Lesenden ungleich höher ist als anhand der Rückmeldungen erkennbar, ist vermutlich die Zahl derer wesentlich niedriger, die a) verstehen worum es derzeit in Deutschland geht, b) zu glauben bereit sind dass, das was sie verstehen auch wirklich real ist und c) erkennen wie dringend und nötig es wäre, dass sowohl (a) als auch (b) möglichst bald als Tatsachen zu begreifen.
    Die meisten Menschen sind wesentlich leichter zu überzeugen, dass es „nicht so schlimm ist“ als dass es „noch schlimmer ist“ und sie hören jedem besser zu, der ihnen sagt ein anderer sei an allem Schuld. Dagegen anzukämpfen bedeutet gegen die Illusion anzukämpfen. Eine Illusion für deren Erhaltung ein ganzes Apparat auf Hochtouren funktioniert, mit einem Etat das nirgendwo in Bilanzen auftaucht und deshalb auch nirgendwo benannt ist.

    Der Erfolg von Aufrufen zur Werbung in einer Sache, ist immer auch verbunden mit der Konformität dieser Sache.
    Geselschafts- oder mainstreamkonforme Ideen lassen sich immer viel leichter verbreiten als es im Fall von Fakten möglich ist, die sich mit unbequemen Wahrheiten auseinandersetzen.
    Vielen der Leser des Infoportals dürfte es nicht leicht fallen einen kritischen Standpunkt in Ihrem Umfeld zu vertreten. Darüber habe ich immer wieder gelesen, nicht nur im Infoportal. Über das Bewusstsein, wie fundamental dieses Detail dem Gedanken der Demokratischen Freiheit widerspricht, darüber habe ich nirgendwo etwas gelesen. Auch dem Begriff Duplizität bin ich in diesem Zusammenhang nie begegnet.
    Dies deute ich so, dass der Mangel an eigenen schlimmen Erfahrungen auf der einen- und die gezielt, raffiniert und stetig betriebene Indoktrination auf der anderen Seite, zunehmend Früchte tragen, je mehr die Zahl derjenigen steigt, die auch schlechte Zeiten erlebt haben, die zumindest Fragezeichen setzen, die aber womöglich langsam müde werden.

    Vor diesem nur grob skizzierten Hintergrund einer Gesamtlage, die Sie mit Sicherheit viel besser überblicken können als ich, kann ich Ihre Entscheidung sehr gut nachvollziehen und bin Ihnen sehr dankbar, dass Sie den Grundgedanken des Infoportals und die Arbeit daran nicht ganz aufgegeben haben.

  19. Zunächst: Wiederholter Respekt und Anerkennung für diese Arbeit! Jeder, der eine Webseite betreut, weiß um die Arbeit, die damit verbunden ist.
    Inhaltlich gibt es aus meiner Erfahrung kein besseres Infoportal. Ich nutze es sehr intensiv und lerne täglich dazu. Deshalb empfehle ich diese Seite auch auf meiner HP und habe sie verlinkt
    ( http://www.iboservice.de/pageID_9160045.html ). Dies ist durchaus eine Möglichkeit, den Bekanntheitsgrad der Seite von Herrn Dr. Jahnke zu erhöhen. Wenn ich damit einen kleinen Beitrag leisten kann, dann sehr gerne! Lassen Sie bitte nicht nach in Ihren Bemühungen, Klartext zu sprechen.
    Herzliche Grüße
    Bernd Günther
    http://www.iboservice.de/pageID_9160045.html

  20. Simone sagt:

    Hallo Herr Dr. Jahnke,

    erst heute, nach einem Kurzurlaub, las ich Ihre Mitteilung.

    Verständlicherweise wünschen Sie sich einen noch größeren Erfolg mit Ihrer Webseite. Ob man Diesen an das Layout, Dessin oder Gestaltung festmachen kann, darüber kann man sich streiten.

    Ich kenne viele Menschen, die schauen nur auf das Äußere, also auf die Verpackung, meistens verbirgt sich dahinter aber nichts von Wert. Es ist wirklich nicht die Masse, die sich mit dem Inhalt beschäftigen will und ich gehe noch weiter, beschäftigen kann. Das von Ihnen behandelte Thema ist auch ziehmlich komplex und bedarf einiger Grundkenntnisse, die man sich aber aneignen kann.

    Ein Beispiel sitzt mit jeden Tag gegenüber, es kann genau die Schwachstellen (Symtome)erkennen und sich darüber aufregen, ist aber nicht in der Lage die Ursache zu erkennen und will es auch nicht. Jede Diskusion ist hier sinnlos. Aber dieser Menschenschlag gewinnt seine Zuhörer. Es ist auch viel leichter den Gleichklang nachzuplappern.

    Was ich damit sagen möchte, Sie Herr Dr. Jahnke haben in den 5 Jahren eine hervorragende Arbeit geleistet (Webseite, 5 Bücher schreiben und noch Gastbeiträge), auf die man nicht verzichten kann. Selbstverständlich kann ich verstehen, wenn Sie ein wenig mehr Freizeit geniessen möchten.

    Dennoch ist es wichtig das es kompetente Menschen, wie Sie einer sind, gibt, die Aufklärung leisten. Die aufzeigen, wer ebenfalls kompetente Beiträge liefert, wo man hinschauen kann. Ich denke Ihre Arbeit ist gerade zur jetztigen Zeit, sehr wichtig. Auch hat Dies etwas mit Vertrauen zu tun, welches in der heutigen Zeit nicht leicht zu erweben ist.

    Für mich ist es auch sehr schwer aus dem Mainstrem zu erkennen, was stimmt daran und was nicht? Wie muß ich das auseinander nehmen? Was ist hier bezweckt? Dabei haben Sie mir stets geholfen und ich denke nicht nur mir. Dafür danke ich Ihnen.

    Nicht zu vergessen sind hier die vielen Lesserzuschriften, ganz besonders von Gaby ud Paten, und Elfi mit der Presseschau.

    Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, bitte ich Sie, machen Sie in Ihrem möglichen Rahmen weiter.

    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie Alle Gute und
    verbleibe mit freundlichen Grüßen Simone

  21. richard gabriel sagt:

    Guten Tag,

    das Infoportal bzw. die Webseite von Hernn Jahnke
    war für mich viele Jahre eine zusätzliche Informationsquelle der objektiven und subjektiven Beleuchtung von wirtschafts/politisch und gesellschaftsrelevanten Zuständen.

    Wie das Leben als Ganzes immer ständigen Veränderungen und Bewegungen unterworfen ist, sage ich nun im Zuge der anstehenden Veränderungen und der daraus engstirnig erfolgten Diskussion, dem Infoportal ade.
    Der Kopf ist rund und sollte auch in alle Richtungen denken können.

    Ich wünsche Ihnen Herr Jahnnke alles Gute für die Zukunft und Danke

    verbleibe,

    mit besten Grüßen

    Richard Gabriel

  22. heiner sagt:

    Zu dieser überflüssigen“Diskussion“ über die Darstellung des Info-Portals:Wahrheit und Klarheit des gedachten und geschriebenen Wortes hängen nicht von der Form sondern vom Inhalt ab.Alles andere ist „überflüssige“ Moderne!
    MfG

  23. Matt sagt:

    Danke Herr Jahnke für Ihre Antwort. Wie Sie schreiben ist eine Migration bzw. Umstellung von Ihren bisherigen HTML-Seiten zu WordPress sehr zeitaufwändig. Dabei erachte ich nicht die Struktur als großes Hindernis. Eher ist es die Vielzahl der Beiträge.

    Mit der Charakterisierung von WordPress als System für Blogs gehe ich mit. Jedoch wird es aufgrund der Einfachheit auch von Magazinen und Online-Zeitungen verwandt. Große Forschungsinstitute und Regierungsseiten werden natürlich einen Teufel tun und bestimmt kein WordPress benutzen. Mein Bruder ist Systeminformatiker bei der Deutschen Forschungsgesellschaft. Von daher weiß ich, dass dort ein ganz anderer Aufwand betrieben wird. Solche Seiten jedoch als komplizierter zu bezeichnen, halte ich nicht für ratsam. Eher als komplex. Wobei solche Institutionen sich Fachleute für die Benutzerfreundlichkeit/Usability leisten.

    Nein, WordPress ist kein Content Management System, obwohl man es im kleinen Rahmen auch so benutzen kann. Da Sie des Öfteren Ihren Ein-Mann-Betrieb ins Spiel bringen und bereits WordPress nutzen, habe ich die Argumentation wie oben geführt.

    Für altmodisch halte ich Sie dabei nicht. Ich kennen niemanden, der, vor allem im Alleingang, so eine große Webpräsenz inkl. YouTube-Videos zeigt. Dabei heben Sie selbst auch Ihr Alter hervor. Respekt! Das Einzige, was ich anmerken würde, wäre das Wesen des Internets mit seiner Vernetzung auch von Menschen, Fähigkeiten und Hilfsbereitschaft nicht nutzen zu wollen. Selbstverständlich gibt es Trolle und Störenfriede. Wenn der Blick jedoch darauf fokussiert bleibt, dann beschneiden Sie sich auch des „Mehr“, das möglich ist.

    Herr Jahnke, ich wünsche Ihnen Zufriedenheit und Gesundheit. Schauen Sie nach Ihnen selbst.

    Beste Grüße
    Matt

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