1940

global news 1940 10-03-10: Und jetzt der Euro als Weich-Ei? Oder vom Unsinn eines Europäischen Währungsfonds

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4 Responses to 1940

  1. heiner sagt:

    Dazu:
    http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Finanzkrise-Angela-Merkel;art141,3049950
    H.Schuhmann ist Mitautor des Klassikers/Die Globalisierungsfalle/1998.
    MfG

  2. Cato sagt:

    Guten Tag, danke heiner für den interessanten Link. Besonders der letzte Absatz! In den Kommentaren fand ich einen weiteren lesenswerten Link.

    Heiner Geißler: „Hartz IV ist nichts anderes als die in Paragrafen gefasste staatliche Mißachtung der Lebensleistungen dieser Menschen.“
    http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Heiner-Geissler-Peter-Sloterdijk-CDU;art122,3046883

    Dem kann man doch kaum eine weitere Kritik hinzufügen! Aber Handlungsvorschläge sollte man aufzeigen, um nicht nur in der klagenden Rolle zu verharren. Beispielsweise jenes Zitat weiter zu verbreiten.

    Und noch einmal Heiner Geißler:
    „Wo alle dasselbe denken, wird nicht viel gedacht“

    „Wir müssen zurückfinden zu einer ethischen Begründung der Marktwirtschaft.“

    Bravo Herr Geißler, Gratulation! Ich frage mich nur, ob das mit seiner früheren „Truppe“ geht? Das würde ich nach meinen bisherigen Eindrücken sehr bezweifeln. Geißler schätze ich, seiner Partei mißtraue ich wie der SPD zutiefst. Denn beide haben die maßgebliche(!) Stimmenmehrheit dafür aufgebracht, was uns als heutiges Politikergebnis präsentiert wird und sich wider besseres Wissen durch den wirtschaftsliberalen Ungeist vorführen lassen.

    Eine neuen, unabhängigen Anfang unter den demokratisch gesinnten Bürgern im politischen Raum halte ich für ehrlicher und glaubwürdiger. Ein stabiles Fundament für die Zukunftsgestaltung geht nur ohne Alt-Verstrickungen. Ein Sozialstaatsversprechen als Gewand für neoliberale U-Boote funktioniert nicht noch einmal.

  3. Hagen Kühn sagt:

    Lieber Herr Jahnke,
    nur eine historische Anmerkung: Wer die Europastrategien des deutschen Kapitals weiter zurück verfolgt, auch über 1933 hinaus, der wird hinter all dem, was sich verändert hat, auch Kontinuitäten finden. Eine ist die offensive Aggressivität. Nachdem der Krieg als Instrument zumindest in Europa nicht mehr in Frage kommt, bedurfte es der „friedlichen“ Mittel. Nachdem man sich hinter dem Schutzschild des festen Wechselkurses (1 Dollar = 4,20 DM, eine völlige Unterbewertung) erst mal konsolidiert hatte, konnte es losgehen. Wie hätte man den europäischen ‚Freunden‘ effektiver ihre Defensivmöglichkeiten (Abwertung der eigenen Währung gegen die DM) nehmen können als durch die „Währungsschlange“ und schließlich den Euro? Die Exportstrategie ist ja kein Unfall, sondern unverhohlene Absicht! Ich habe mich immer über die Blauäugigkeit der ja ansonsten in Sachen nationaler Interessen nicht zimperlichen Franzosen gewundert und mehr noch der Italiener.
    Eine andere Kontinuität lässt sich erkennen, wenn man einen sehr relevanten internen Konflikt der deutschen „Eliten“ vor dem 1. Weltkrieg ins Auge fest: die „Rechten“ (überwiegend Ostelbier) wollten die Zerstörung der Sozialdemokratie, da sie befürchteten, diese würde ihnen im Kampf um die europäische Vormacht in den Rücken fallen (schön wär’s gewesen!) und die – wie man heute sagen würde – „Realos“ (darunter die führenden Wirtschafts- und Finanzkräfte von Rhein und Ruhr) hielten es für weitaus klüger, die Sozialdemokraten zu integrieren, es war in diesen Kreisen nicht unüblich, darauf zu verweisen, dass ohne die Qualität der „sozialdemokratischen Unteroffiziere“ der Sieg gefährdet sei. Die „sozialdemokratischen Unteroffiziere“ von heute sind keine „Unteroffiziere“ mehr, sondern heißen Huber, Riester, Schröder usw. Sie sorgen flankierend dafür, dass die „Mannschaften“ bei der Fahne bleiben und hart arbeiten.
    Dass sowohl die „Eliten“ als auch ihre „Unteroffiziere“ übers Ziel hinausschießen und riskieren, dass ihnen (und damit leider auch uns) eines Tages alles um die Ohren fliegt ist übrigens auch eine historische Kontinuität.
    Ein Europäischer Währungsfonds würde den – um im Bild zu bleiben – Fußlahmen mindestens ebenso grausame und gnadenlose Strukturanpassungsprogramme verpassen, wie das der IMF mit den Dritte-Welt-Ländern praktiziert. Er wäre eine Hilfskasse, die immerhin sichert, dass man für den angerichteten Schaden nicht allein aufkommen muss, sondern auch die künftigen Opfer einzahlen müssten und die zugleich als zusätzliches Machtmittel eingesetzt werden kann.
    Vielen Dank für Ihre unermüdliche Arbeit und
    viele Grüße,
    Hagen Kühn

  4. Ein EWF wäre nichts anderes als mal wieder das Öffnen und Hinzufügen einer neuen Bilanz. Deren Activa und Passiva ergäben sich aus Positionen anderer, sich in Schieflage befindlicher Bilanzen was aber keinen abschreckte genau für diese schiefen Positionen jede Menge EWF-Sonderbilanzierungsrechte zu schaffen.

    Der EWF wäre/wird/ist dann die Bad Bank der EZB.

    Vollkommen logisch; es sollte ja auch jede Bank seine Mülltonne haben!

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