1932

global news 1932 04-03-10: Keine Jobs für Hartz-IV-Empfänger – kein Mindestlohn – lahmender deutscher Einzelhandel

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5 Responses to 1932

  1. Paten sagt:

    Guten Tag. Wie schon beim Thema Griechenland sehen wir ein zweischneidiges Schwert: Beschäftgung und

    A) Lohnentwicklung als Einkommen im Wettberwerb der Arbeitnehmer und
    B) Lohnentwicklung als Arbeitskosten im Wettbewerb der Arbeitgeber.

    Und so diente der kreditfinanzierte Lohnananstieg in den EU- Südländern und EU-Osteuropa als Nachfrageschub für v.a. deutsche Exporte (Weltmeister!), die hier der chinakonvergente Niedrigstlohnsektor erzeugte. Nun platzte (nicht nur in GRE) diese Kreditblase und das war es für deren Einkommensentwicklung – und unseren Export. Damit geht die Investitionsverweigerung der Kapitaleigner weiter, während der Staat erst Banken und Autobauer und andere Konzerne rettet, dann selbst in Überschuldung gerät und schließlich zusehen muss, wie Investoren den Dollar als -in Wahrheit aber nur zeitweise- sicheren Hafen betrachten.

    Dadurch kommt zunächst in Europa das System der Staatsschulden in die Inflationsphase (steigende Zinskosten für Anleihen) während die Realwirtschaft (Wachstum eh ade, s. Barroso gestern) mangels Nachfrageschub in die Deflationskonkurrenz getrieben wird, bis schliesslich alles inflationiert..

    Es wäre besser für die Bundesregierung sich mit den noch billigen Schulden einzudecken und dem Volk ordentlich Trasferleistung für die Binnekonjunktur zu geben, die hoch besteuert weren, um dann mit dem frischem fiskalischen Geld die Staatsfinanzen zu sanieren.

    Ansonsten -wird zu befürchten sein- funktioniert der Euro-Hampelmann so : Einmal mit der Euro-Schnur nach dem starken Mann gerufen, reißt er auf beiden Seiten den Arm hoch. Das System wird überall geschockt und geschüttelt, und alle werden sich einig sein: Jede Diktatur (der Plutokratie) ist besser als die sich entwickelnde Armutsdemokratie. Denn: die von den Staaten und den Steuern der Arbeitenden geretteten Banken schliessen per damit finanzierten Übernahmen immer mehr Geldkapital konzentriert zusammen, dem unrettbar verschuldete Regierungen gegenüberstehen, die auf Gedeih und Verderb dem Kreditdiktat ausgeliefert sind. Die Entstaatlichung des öffentlichen Beschäftigungs-Sektors bereitete das Spielfeld für den Niedrigstlohnsektor und die Beseitigung des Mittelstandes (Einkommens- und Vermögensabstand zu den wahren Reichen ist die Vertuschunsgarie der FDP) und Bürger und Regierung in der Schuldenfalle werden zur gelenkten Biomasse. Griechenland macht nur den Auftakt. Tatsächlich sind in Europa noch viel mehr Staaten pleite, Dito USA, Japan, DE. Alles Übernahmekandidaten.

    Entweder schneidet das Schwert weiter die Löhne oder die Gewinne. Je nachdem wer es in die Hand nimmt,.

    MfG

    Die monopolisierten Rohstoffe

  2. Gaby sagt:

    Hallo miteinander,

    das Bild des „faulen Arbeitslosen“ kann schon deshalb nicht stimmen, weil es vor allen Dingen in Deutschland zu fast jedermanns und fast jederfraus Lebensinhalt gehört, einer Arbeit nachzugehen. Ohne Arbeit fühlen wir uns unvollkommen, gar minderwertig. Ohne Arbeit werden wir depressiv. Wir tun alles, um der Arbeitslosigkeit zu entfliehen.

    Was ich von dem erstaunlichen Phänomen halte, sich mit aller Gewalt unter die Knute eines anderen Menschen zu verkaufen, soll an dieser Stelle unerwähnt bleiben. Aber ich will noch einmal Keynes sprechen lassen, dem die vielen inneren Widersprüche des Kapitalismus bewusst waren und der das auch nicht verschwieg:

    „Der dekadente internationale, individualistische Kapitalismus, in dem wir uns befinden, hat zu keinem Erfolg geführt. Er ist nicht klug, nicht schön, nicht gerecht und nicht sittlich – und er liefert nur unzulänglich Güter. Kurz, wir missbilligen ihn und beginnen ihn zu verachten. Aber wir sind äußerst verwirrt, wenn wir uns überlegen, was an seine Stelle gesetzt werden soll. (Nationale Selbstgenügsamkeit, 1933, John M. Keynes)

    Weder die Arbeiterbewegung, noch Rosa Luxemburg, noch die 68er-Studentenbewegung haben sich vom Kapitalismus emanzipieren können. Keynes kannte den Ausweg, sonst hätte er sich nicht im „Merkantilismus“ verlustiert, der ein Wink mit dem Scheunentor darauf ist, dass es viele Jahrtausende Menschheitsgeschichte ohne Kapitalismus gab, in denen sich die Menschen selbst organisierten.

    Keynes konnte uns keinen Ersatz zum Kapitalismus nennen, schließlich ist er ganz bewusst als sein Retter angetreten in einer Zeit, als das Ding wirklich auf Messers Schneide stand.

    Aber Keynes hat dieser verrückten Marktwirtschaft ein humaneres Antlitz gegeben. Er, der Liberale, trat für Mindestlöhne ein und dafür, dass der Kapitalismus zwar nicht sozialistisch oder kommunistisch zu sein hat, aber sein Gedeihen trotzdem Staates regulierenden Händen anvertraut werden soll.

    Mir wäre es sehr lieb, wenn wir zu den Keynes’schen Rezepten zurück kehren würden. Das würde zwar nicht verhindern, die inneren Widersprüche, die „verrückten Formen“ des Kapitalismus, aufzulösen, aber uns allen würde es ökonomisch weit besser gehen und unsere Nachbarländer würden erleichtert aufatmen.

    So, wie deutsche Politiker derzeit wirtschaften, müssen wir uns nicht wundern, dass wir als „China in Europa“ verschrieen sind und bei uns nicht mal mehr polnische Spargelstecher arbeiten wollen. Die ziehen weiter, nach Frankreich und England; da geht es ihnen besser und sie werden auskömmlicher bezahlt.

    Gaby

  3. heiner sagt:

    Dazu: Die Mitarbeiter/innen der BA beginnen erst bei Stundenlöhnen von DEUTLICH!! unter 3€ , wegen MÖGLICHERWEISE! bestehendem Lohnwucher zu ermitteln. Eine derartige Dienstanweisung bestätigte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt gegenüber Report Mainz.
    ohne Kommentar
    MfG

  4. Ich sagt:

    Diese ideologische Heuchelei erzeugt maximalen Brechreiz. Zum einen die Hetze gegen „Sozialschmarotzer“, zum anderen das problemlose schmarotzerhafte Einsacken der Lohnsubventionen. Soll es „Der Markt“ doch richten.

    Zum anderen: Eigentum verpflichtet. Selbst eine geringe Vermögenssteuer würde die Haushaltsdefizite substantiell verringern. Nicht nur die letzten Urteile des Verfassungsgerichts sind Indiz dafür, dass sich in problematischem Umfang Bevölkerungsteile vom Grundgesetz verabschiedet haben.

    Wie weit die Verrottung inzwischen fortgeschritten ist, wird ersichtlich, wenn ein Richter (?!) über einen Missbrauch der nun wirklich verfassungsmäßig unveräußerlichen Grundrechte räsoniert. (siehe Sauerland-Urteil)

    • Paten sagt:

      Guten Tag. 60% haben kein Vermögen bzw, nur Schulden bei niedrigen Einkommen. Gegenüber denen wären die oberen 20%, denen 60% gehört, in der sozialen Pflicht,

      Diese wird in Demokratien mit dem Anspruch auf Verteilungsgerechtigkeit, sgn. soziale Marktwirtschaft (also nicht Merkel’s Neue Soziale Marktwirtschaft), durch die Steuer-Gesetzgebung und Fiskalpolitik (Staatsausgaben/Sozialtransfers) geregelt.. Das unterbleibt,

      Der fehlende gesetzliche Zwang bedeutet aber, das nicht die nicht verpflichteten reichen Nichtzahler sich vom Grundgesetz verabschieden, sondern die gesetzgebenden Ministerpräsidenten im Bundesrat samt den Regierungsparteien mit ihrer Mehrheit im Bundestag.
      Diese kontrollieren und korrigieren das Grundgesetz inzwischen, nicht umgekehrt, wie es sein müsste,

      Und das seit mindestens 10 Jahren, als die Umverteilung durch Exportwachstum (*25 seit 2000) enorm beschleunigt wurde und das Kasinospiel, welches ebenfalls nicht der Verpflichtung des Eigentums zum Allgemeinwohl entspricht, finanzierte.

      Das Grundgesetz wird zu den AGB der privaten Großbanken. Die Ungläubigen schreiben die Bibel um.

      MfG

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