1687

Gedanken zur Zeit 1687 27-02-10: Griechenland und kein Ende

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3 Responses to 1687

  1. Paten sagt:

    Guten Tag. Dem Vernehmen nach soll Ackermann 15 Mrd. € Anleihe für Griechenland verhandeln. Bei denen werden jetzt wohl wieder bis 30 Mrd. € Zahlungen ans Ausland fällig. Und seltsam, Herr Schäuble denkt über einen Sonderfond für Griechenland -in oder außerhalb des Staatshaushaltes- nach. (Westerwelle über Steuersenkungen und Köhler über gar nichts, falls es ihn noch gibt, den großen Schweiger). Grüne und sPD sind für mehr verordnete Inflation wie IWF meint (4%) und BuBa-Weber ist dagegen.
    Die geheime Safehaltung der EZB von griechischen Staatschulden und alles Vorgesagte scheint doch nur zu bedeuten, dass die Papiere bereits von Deutschland insgeheim verbürgt sind, also wieder AAA Rating haben, Ackermann erstmal ’ne kleine Tranche macht gegen kleines Geld und die Griechen nur noch ihren deutschen Konkursverwalter Josef akzeptieren müssen, wobei sie danahc kein Geld mehr sehen, weil der Treuhänder (wie bei den US-Verbriefungen) alles von Merkel verbürgte Geld über sich laufen lassen muss.

    Deshalb schreien alle schon, die Griechen müssen noch ärmere Asketen werden (ihre Regierung wird es ihnen nach Ackermanns sicherer Abreise erklären) und eine hohe Inflation würde das deutsche Bürgen-Rating per Ausfällen gleich mit treffen, also weg damit.

    Da alle über so viel nachdenken:

    Ich denke darüber nach, dass von 42,2 Mio Erwerbstätigen in Deutschland schon dauerhaft nur noch 27,5 Mio. SV-pflichtige Beschäftgungsverhältnisse haben = 65%.

    Die negative Einkommenssteuer -Sozialhlfe aus Steuern- läßt grüßen und ist der Wachstumsfaktor #1. Aber dafür haben wir kein Geld. 13 Millionen arbeitende Bürger plus deren Familien sind nicht systembedeutsam genug. Let ‚em fail.

    MfG

  2. ErhardsLudwig sagt:

    Es ist gut und für alle an umfassender Information Interessierte besonders hilfreich, dass Dr. Jahnke hier und im heutigen Rundbrief nicht nur die zweifelsfrei vorhandenen Fehler und Täuschungen der Griechen, sondern genau so die nicht minder gewichtigen Versäumnisse und Fehleinschätzungen Deutschlands, der übrigen EU-Partnerländer und der Aufsichts- und Kontrollorgane beleuchtet. Vielen Dank dafür!

    Führt man sich vor Augen, dass derzeit hier in Deutschland die Bankenaufsicht neu geregelt und offenbar voll in die Hände der Deutschen Bundesbank gelegt werden soll, was grundsätzlich keine schlechte Lösung sein muß, und dann deren langjähriger Präsident Axel Weber auch noch als von Merkel gewünschter Nachfolger von Trichet bei der EZB gehandelt wir, sind doch noch eine Reihe von Fragen unbeantwortet im Raum.

    Hier einfach mal sieben davon:

    1. Wo war Axel Weber, als sein Schüler Jörg Asmussen sich in Deutschland im Interesse der Finanzgroßwirtschaft für die gefährlich falsche Deregulierung der Finanzmärkte massiv einsetzte und damit fragwürdigen Erfolg hatte?

    2. Wer schlief wo an welchen Hebeln der Macht, als den Machern der Deutschen Bank und anderen Vertretern der Finanzgroßwirtschaft ermöglicht wurde, eines der größten “Hebel”räder der deregulierten Finanzwelt zu drehen und auf alle möglichen Derivate zu wetten?

    3. Welche Rolle spielte Axel Weber beim Debakel um die Hypo Real Estate (HRE)? Wie steht es um die Kompetenz für eine Regulierung großer Banken, wenn es noch nicht einmal gelingt, relativ kleine Banken ordentlich zu überwachen?

    4. Warum macht sich Axel Weber nicht wirklich stark für die Vorschläge, die Eigenkapitalanforderungen für die Geschäftsbanken deutlich zu erhöhen? Warum lässt er zu, dass sein Schüler Jörg Asmussen unter dem massiven Einfluss von Josef Ackermann die internationalen Bestrebungen zur nennenswerten Erhöhung des in Banken erforderlichen Eigenkapitals bremst?

    5. Warum wurden die Ergebnisse des Stresstests europäischer Banken bis heute nicht in vollem Umfang veröffentlicht? Unterbleibt das wegen der riesigen laufenden und zukünftig noch zu erwartenden Verluste in den Bilanzen der Finanzinstitute, die in Axel Webers Zuständigkeitsbereich fallen?

    6. Ist es fair oder auch nur vernünftig, Club Med, den südlichen Rand der Eurozone, nunmehr allein dafür verantwortlich zu machen, dass die Aufsichtsführenden einfach weggeschaut haben, als unter Führung „nördlicher“ Großbanken die Kredite in den Mittelmeerraum (und übrigens auch nach Osteuropa) so massiv ausgeweitet wurden?

    7. Wird Axel Weber, sollte er nach Trichet an die Spitze der Europäischen Zentralbank gelangen, die Eurozone auch im Interesse der augenblicklich an den Rand geratenen Mitglieder führen? Welche Lehren zieht er aus den jüngsten Erfahrungen?

  3. Cato sagt:

    Guten Tag. Besorgniserregend finde ich eine Tendenz, daß sich die Haushaltproblematik nun auch auf eine besondere bilaterale Ebene entwickelt.
    http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/2360462_Boykott-deutscher-Waren-Alles-Banane.html

    http://www.handelsblatt.com/newsticker/politik/anti-deutsche-ressentiments-in-griechenland;2537391

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,druck-680534,00.html

    http://www.wirtschaftsblatt.at/home/international/wirtschaftspolitik/410198/index.do?_vl_pos=r.1.NT

    Ich meine nicht vordergründig die konkreten Handelsbeziehungen, sondern ein Stimmung in Griechenland, die auch die gesamte deutsche Bevölkerung mit einbezieht. Noch wird in Griechenland differenziert. Wer kann heute sagen, wie sich die Problematik weiter entwickelt?

    Die Griechen oder andere europäische Partner werden uns irgendwann sagen, daß wir dafür verantwortlich sind, welche Politik in Deutschland gemacht wird. Wollen wir uns da weiter wegducken?
    suehe hier:http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/lesetipps/2286229_Niedriglohnsektor-Der-Volltreffer-von-Schroeder.html

    So machen wir uns keine Freunde. Ich halte das nicht für eine Nebensächlichkeit und auch nicht für weitsichtig. Heute spielen „wir“ den Player, der mit China die Exportbilanz poliert. Morgen kann sich vieles ändern und man besinnt sich auf europäische Partner. Was dann? So benehmen sich nur deppige Jungs.

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