1685

Gedanken zur Zeit 1685 25-02-10: Verstaatlicht endlich die „Deutsche Bank"

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9 Responses to 1685

  1. Hagnum sagt:

    Moin!

    Ergänzend dazu möchte ich anmerken,daß auch die Deutsche Bank der größte Einzelgläubiger der isländischen Kaupthing-Bank ist.Die Kaupthing-Bank sieht sich Forderungen von insgesamt 40 Mrd. Euro gegenüber.Das ist mehr als das 4-fache des isländischen Bip.Wie soll das denn bezahlt werden?
    Zu den Forderungen der Deutschen Bank aüßert sich dieselbe allerdings dahingehend,daß sie Forderungen für Dritte eintreibt.Schade,daß Island aus der öffentlichen Wahrnehmung so gan´z rausgefallen ist.

    @globalnote
    Die Deutsche Bank gab einen Nachsteuergewinn für das Jahr 2009 von 5 Mrd. Euro an.
    Der Vorsteuergewinn lag bei 5,2 Mrd. Euro,was bedeutet,
    daß das Institut 200 Mio Euro an Steuern abführte.
    Das entspricht einer Steuerquote von nicht ganz 4% !
    Kann das sein?Ist das nicht ein bisschen wenig?

    Grüße
    Hagnum

    • Paten sagt:

      Guten Tag. Es ist anzumerken, dass die isländischen Eliten noch vor dem Bankrott schnell Milliarden an sich selbst verliehen haben bzw. als Forderungen ausgebucht haben, die über ca. 200 Unternehmen außer Landes exportiert wurden. Es laufen Ermittlungen.

      MfG

  2. Paten sagt:

    Guten Tag. Deshalb ist es ja so hinterhältig erst noch eine Weile zu warten mit Hilfen und das griechische Volk schon mal von EZB-Trichet über EU-Barroso bis Fakelaki-Schäuble auf den Absturz ins ALG-III vorzubereiten, während man offenbar versucht auch die restlichen 215 Mrd. Staatsschulden in CDS-Wetten abzusichern, nachdem sie an die EZB verbrieft wurden.

    Die wachsende Spekulation gegen Griechenlands Zahlungsfähigkeit verteuert die Schuldenausfallabsicherungen (CDS) erheblich und den Griechen fällt es immer schwerer die Fälligkeiten zu bedienen, weil sie es aus den Staatseinnahmen und dem eigenen Volk weg nehmen müssen oder vom Finanzmarkt leihen, Bildet zudem der hinterhältige Index für CDS-Kosten ein steigendes Ausfallrisiko ab, verschlechtern sich szs. in Selbsterfüllung Griechenlands ohnehin schon herabgestufte Kreditbedingungen bis es gar keinen mehr gibt. Dann folgt der Staatsbankrott.

    Und dann stünde die Frage, wieviel die Deutsche Bank für die hochmanipulierten CDS-Gebühren an Zahlungsverpflichtungen in der Bilanz hat? Es sei denn, sie hält auch noch die eigene Gegenwette durch Ankauf der Staatsschulden und Verbriefung an die EZB. Gewinne auf der ganzen Linie. Und dann kommt Ackermann zu Merkel und verlangt eine weitere Staatsbürgschaft für die Rettungskredite an Griechenland (falls systemisch als Urlaubsinseln noch wichtig und not too small to not to fail sprich egal ob es eingeht), so dass sich weitere Milliarden zu den als eine Krisenursache zum Verleihen an Griechenland auf den Bankkonten hängen gebliebenen Exportüberschüssen in der DB gesellen,

    Das gabe es alles schon einmal in den USA vor 2 Jahren bei AIG und Lehman, nur dass man jetzt schlauer ist und alles eher auf Steuerzahler und EZB abwälzt. Griechenland hat keine Chance. Die DB gehört nicht nur verstaatlicht, sondern auch aufgeteilt. man Spekuliert mit ganzen Volkswirtschaften und darüber mit den Lebengrundlagen von Millionen Menschen.

    Das gehört unterbunden, Frau ich-lasse-mich-nicht- mehr – von Banken-erpressen Merkel. Aber Sie haben doch die unseligen Verbriefungen von inneren US-Schulden noch unter Schröder zusammen mit ihrem Vize-Verbriefer hoffähig gemacht? Sie sollten sich bei den Griechen entschuldigen, statt mit Ackermann im deutschen Kanzleramt Feste über das mit verschuldete Elend zu feiern.

    MfG

  3. heiner sagt:

    Irgendwie kommt mir das langsam so vor, als wenn ein Arzt reihenweise Patienten (unerkannterweise) dahinmeuchelt und gleichzeitig ein florierendes Bestattungsunternehmen betreibt: Perpetuum mobile!
    MfG

  4. ErhardsLudwig sagt:

    So lange Griechenland beim Euro bleibt, kann keine Hilfszahlung, weder aus dem EU-Bereich, noch vom IWF, das eigentliche Problem Griechenlands lösen, nämlich eine halbwegs wirksame Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Produktionen und Einkommensentstehungen durch nennenswerte Abwertung der eigenen Währung wieder herzustellen.

    Ein geregelter Ausstieg aus dem Euro mit der Rückkehr zu einer eigenen Währung ist die einzig sinnvolle Lösung, will man Griechenland nicht zu einem Faß ohne Boden werden lassen.

    Je früher ein solcher Ausstieg vereinbart und vollzogen wird, desto besser für Griechenland, den verbleibenden Euro-Raum, die gesamte EU und die Vermeidung weiterer Spannungen im bereits jetzt gemeinsamkeitsgefährdeten Europa.

    Griechenland müsste dann noch mit seinen Gläubigern einen vernünftigen Vergleich (haircut) zur Bereinigung der nicht weiter in vollem Umfang bedienbaren Schulden vereinbaren.

    Sollten die zockenden Banken einen derartigen Forderungsausfall nicht verkraften können, was nicht nur vorstellbar, sondern mindestens bei einigen wahrscheinlich ist, tritt halt noch einmal der
    jeweilige Staat mit seinen Steuerzahlern in Aktion, diesmal aber nicht mehr als „bedingungsloser“ Ruck-Zuck-Bailouter, sondern allein durch Übernahme
    dieser Banken durch den Staat.

    Dies hätte im Vergleich zu den bisherigen nahezu bedingungslosen Wohltaten für die Zockergemeinde der
    Banken den Vorteil, diese Banken zerlegen und wieder neu aufstellen zu können, um sie dann später zur
    Steuerzahlerentschädigung zu verkaufen (analog zur früheren schwedischen Lösung).

    Damit könnte auch sichergestellt werden, dass diese Banken kein Zockergeschäft mehr betreiben und sich auf die eigentliche Aufgabe der Finanzierung der Realwirtschaft zurückbesinnen müssen.

    Besser und billiger als das Versenken von Steuermitteln und Staatsschulden in „Griechenländer“ als Fässer ohne Boden kommt das allemal.

    Doch sind natürlich Zweifel angebracht, ob die von den Bürgern gewählten Politiker auch so denken und handeln wollen. Unter der tatsächlichen Führung von Ackermann und Konsorten (Asmussen winkt herüber) werden sie das eher nicht tun. Der stille Staatsstreich (The Quiet Coup) hat längst stattgefunden.

    Wie lange werden die Bürger das noch mehrheitlich ignorieren? Wann werden sie das erkennen und zum Tun gelangen?

  5. Cato sagt:

    Guten Abend, das sieht mir so aus, als ob das Big Game in eine neue Dimension eintritt. Diesmal werden Bürger nicht einzeln abgezockt, sondern ganze nationale Volkswirtschaften und über diesen Umweg die europäische Gesamtgemeinschaft mit ihrer EZB.

    Ich bin mir nicht sicher, ob Verstaatlichungen der einzig richtige Weg dafür sind. Irgendein Gefühl sagt mir, daß in solchen Situationen durchaus anders gehandelt werden könnte.

    Wahrscheinlich wirken da nur stählerne Handschellen, eine gut ausgerüstete Gruppe von Staatsanwälten und erstmals die Truppe im Binneneinsatz (zur Sicherung der Urteilsvollstreckungen) sowie ein Hochsicherheitstrakt, wenn man auf verläßliche Ergebnisse kommen will. Vermögensentzug und Festungshaft auf Lebenszeit sind dafür Mindestziele. An diesem Punkt ist der „Spaß“ absolut vorbei!

    Frau „ich-lasse-mich-nicht-mehr–von-Banken-erpressen“ sollte nun endlich einmal zum politischen Handeln übergehen, sonst verbleiben nur noch diese vorgeschlagenen Maßnahmen. Auch wenn schon länger das falsche Medium (gerade ist es Regenwasser) im Kanzleramt einsickert, muß man von dort aus endlich politisch aktiv werden. Dafür ist das Gebäude ursprünglich „durch“ die Steuerzahler errichtet worden.

    Vielleicht liegt es ja an einem Sprachverständnis? Wenn schon Deutsch heute keine wirkliche lingua franca mehr ist, kann man mit etwas konstruktiven Willen für klassische Bildung sich einer alten lingua franca zuwenden. Im Griechischen bedeutet das Adjektiv „politikos“ die Aussage „den Bürger betreffend“. Das ist der Sinn des Wortes Politik! Scheinbar zufällig paßt es treffsicher auf die aktuelle Lage in allen Dingen.

    Verehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel, ich wäre ihnen sehr verbunden, wenn Sie Ihre hiesige Aufgabe einschließlich eigener Worte nun mal ernst nehmen und diese „Mätzchen“ vom „Casino“ gründlich sowie nachhaltig unterbinden würden. Auf soetwas wird bei uns auch keine „Vergnügungssteuer“ erhoben, weil wir soetwas nicht legalisieren, gleich garnicht organisierte Formen davon! Würden Sie bitte endlich regieren!

    Vielen Dank für Ihre Kooperation.
    MfG Cato

    • Paten sagt:

      Guten Abend.

      Salve Politikos Cato! Sie haben das Wort „Bürger“ im banktechnischen Sinne meiner Regierung falsch verstanden.
      Ihre Bunka AM

      MfG

      • Cato sagt:

        Salve Paten, tja ein schönes Beispiel von der Umdeutung eigentlich eindeutiger Begriffe aus der Demokratie. Wahrscheinlich heute schon eine wertvolle Antiquität.

        einen schönen Tach

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