1669

Gedanken zur Zeit 1669 12-02-10: Stark schwächelt

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7 Responses to 1669

  1. Paten sagt:

    Guten Tag. Die auch nach GRE expatriierten Jelzin-Oligarchen Milliarden aus Öl, Gas, Kohle und Metallen wurden mit GRE 2000 fein in das EU-Bankensystem integriert und niemand interessierte sich für so etwas Abwegiges wie Steuern oder gar Geldwäsche. Dafür wurden sogar Staatsbilanzen gefälscht und Defizite gefälscht. Als dann die fremden Gelder wieder abgezogen wurden (auch die griechischen Reeder sind in London wie die russischen Oligarchen, begann das Desaster.

    Die eurasische Plutokratie ruiniert schamlos Banken mit fiktiven Hebelgeldern und nun werden westliche Demokratien über staatliche Tilgungen privater Wett-Schulden mittels amerikanischer betrügerischer Rating-Agenturen ausgehebelt. Deutschlands Wirtschaftskraft wird immer mehr angegriffen und keine Volksvertreter in der Regierung tritt auf die Bremse. (Laut BGB sind Spielschulden nicht einklagbar.)

    MfG

    • Elfi sagt:

      (Laut BGB sind Spielschulden nicht einklagbar.)
      Hallo Paten,
      den Gedanken finde ich gut.
      Ein ägypischer Freund von mir arbeitete in der ganz grossen und hohen Spielbank am Ufer des Niles in Kairo.
      Gerne kamen da Prinzen aus Saudiarabien oder sonswo aus der Welt Hochbetuchte hin, um ihre – von anderen hart erarbeiteten – Gewinne am Spieltisch zu zu verzocken oder aber zu vergrössern.
      Falls nun einer der Spieler (oder mehrere) in diesr Bank eine Glückssträhne hatte und die Bank in Gefahr war ausgeräumt zu werden von ihm, hatte mein Freund die Aufgabe zu dem Spieler zu gehen und ihn aufzufordern die Bank umgehend zu verlassen. Begleitet wurde er dabei von sehr starken Männern in guten Anzügen. Es funktionierte, die Spieler verliessen das Haus.

      Das heisst doch, dass die Spielbankbetreiber = die Besitzer der Spielbank nicht gewillt waren in diesem Spiel ernsthaft selber zu verlieren. Sie erlaubten es den Spielenden an den Spieltischen nicht die Bank zu sprengen.
      Warum nun funktionieren nun unsere Notenbanken, die ja in diesem Beispiel am ehesten mit der Spielbank in Kairo zu vergleichen wären, nicht auch so klug? Warum schmeissen sie die Spieler, die geneigt sind die Bank zu sprengen, nicht auch rechtzeitig aus dem Haus?
      Wenn die Spieler an den Spieltischen allerdings die Spielbankbetreiber ernennen, oder bestechen, oder einfach nur Unerfahrene dort hinsetzen, könnte das vielleicht passieren, dass die dann den Spielern erlauben die Bank auszuräumen. Und wie sieht das mit unseren Notenbankchefs aus? Wer bestimmt deren Ernennung: die Politk.
      Und in wessen Interesse nun agiert diese?
      Diese Gedanken gingen mir durch Kopf beim Lesen deiner Zeilen. Eigentlich hast du die Antwort ja schon gegeben.
      MfG
      Elfi

  2. Starks Stück ist in der Tat ein Armutszeugnis – kein Beitrag zur Lösung, ein dummdreistes „Ich war’s nicht!“

    Es macht gar keinen Sinn vor einer Aufgabe der Prinzipien der Währungsunion zu warnen wenn genau diese Prinzipien a) Griechenland erlaubt haben, dabei zu sein und b) den Flächenbrand mangels Löschwerkzeug erzwungen haben.

    Er erwähnte noch, er sei froh, daß es der EZB verboten sei, Staatsanleihen zu kaufen!
    Toll: a)wie lange noch und b) Beliehenes in Not macht aus Besitz Eigentum.

    Heuchelei auf ganz niederem Niveau.

    Lernt eigentlich keiner was dazu nicht mal der Chefökonom der EZB – nicht mal für sein Gehalt im Jahr? Ach ja, CDU Mitglied ist er auch noch.

  3. Volker Hamburg sagt:

    Hallo Hr. Jahnke, schön das wieder „auf“ ist… -ich hoffe Sie hatten eine angenehme Reise!
    Zum Thema:
    Wenn ich diverse, tatsächliche Begründungen für die damalige TEuro- Einführung, (also nicht so ein Gewäsch wie „Vökerfreundschaft durch Reisen ohne Geldumtausch…“) heranziehe, die im Kern darauf hinauslaufen, Kohls Gönner aus „der Wirtschaft“ waren an einer Umgehung der D- Mark- Wechselkurssteigerungen aufgrund, der starken Produktivität der deutschen Volkswirtschaft, interessiert, dann hatte die, damalige Aufnahme eines „Währungsschwächlings“ wie Griechenland für Leute wie Stark doch durchaus Sinn, oder?

    • globalnote sagt:

      @Volker Hamburg,

      Nein, ich glaube, mit der Aufnahme des Extremfalles Griechenland wurde einfach unsauber gearbeitet. Denn der Export dorthin wird nun zum bösen Bumerang und straft sowohl die Sprüche vom starken Euro wie von der Angleichung der Wirtschafts- und Finanzverhältnisse Lügen. Sicher aber hatte man nichts dagegen, mit Frankreich und anderen leichter Überschüsse erwirtschaften zu können.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

  4. Gaby sagt:

    Schönen guten Tag,

    ich finde, Herr Stark ist ehrlich. Er spricht ganz unverhohlen von „strukturellen Problemen“, die Griechenland fesseln. Und was tut ein liberaler Markt mit Fesseln? Kaputtmachen!

    Dass die neoliberale EU-Führungstruppe nun ein scharfes Auge auf Griechenland wirft und harte Sparkurse erzwingt, wird auf den Zusammenbruch der griechischen Sozialsysteme und den Binnenmarkt hinaus laufen. Derweil Griechenland ein unruhiges Land ist, wird das nicht ohne heftige Bürgerkrawalle vonstatten gehen.

    Griechenland bietet uns einen plastischen Vorgeschmack auf das, was in nicht allzu ferner Zukunft auch auf die wirtschaftlich maroden Kernländer der EU, die USA und sogar Chinas Hokuspokus-ökonomie zukommt.

    Die verbalen Unverschämtheiten Westerwelles und das Anziehen der Krankenkassenbeiträge ist der deutsche Beginn einer langen Kette sozialer Grausamkeiten, die sich unter dem knarrenden Gebälk der angeblichen europäischen Gemeinschaft vollziehen werden.

    Und wieder wird ganz unschuldig so getan, als ob der Markt eine Naturgesetzlichkeit ist, die grausame Reformen erzwingt, statt endlich mal die ideologische Verblendung aus- und den Verstand einzuschalten.

    Gaby

    • Paten sagt:

      Guten Tag. Es ging hier, sehe ich, ja nicht um die Frage, ob seine Forderung, Konvergenz-Kriterien künftig schärfer zu beachten, berechtigt ist (wer steht denn zur Euroaufnahme eigentlich an? Pleite-Island?), sondern dass man schon 2000, als er mitverantwortlicher Entscheider war, die Nicht-Konvergenz von GRE ignoriert wurde, was Deutschland weitere -zig Milliarden kosten kann.

      Herr Stark ist daher ehrlich – bemüht seine , gegen reale deutsche Interessen, damalige Mitwirkung durch Fingerzeig auf fiktive andere Kandidaten zu verdecken. Und es war ein einsamer Ritt von Genscher damals, Deutschlands OK für den Euro als eigenen Vorschlag zu verkünden und Kohl mit dem westeuropäischen Ausland (auch GRE konnte gut rechnen, wie viele Deutsche für es arbeiten kann) zu zwingen, den (E)Unsinn mitzumachen, bevor Schwarz-Geld an Rot-Grün abtrat.

      Heute ist Genschers primitiver politischer Wasserträger-Ziehsohn Parteichef, Außenminister und Vize-Kanzler, der um die Belange des leyenhaften Arbeitsministeriums zu Hartz-IV dummschwätzt, als zu den PIIGS wie GRE, was ein reales außenpolitisches Thema wäre, wenn man Schaden von DE abwenden will.

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