koehler

Der Bundespräsident, der aus der Finanzwirtschaft kam

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22 Responses to koehler

  1. heiner sagt:

    Reale(so ist das Leben wirklich)zur Weihnachtsansprache
    von Herrn K. aus Berlin:zum Thema Achtsamkeit:
    http://www.faith-center-hannover.de/Achtsamkeit.pdf
    MfG

  2. heiner sagt:

    Ihr Artikel müsste an sich in jedes Fach von jedem Lehrer in Deutschland, der Arbeit/Wirschaft unterrichtet.
    MfG

  3. Gaby sagt:

    Hallo miteinander,

    der IWF schweigt nicht und ist kein zahnloser Tiger!

    Die „Asienkrise“ 1997/98 war vom IWF provoziert mit gefälschten Bilanzen und der doppelten Berechnung der Arbeitskosten dieser Länder und die menschenverachtende Milton Friedman Ökonomie, seit dem blutigen Chile-Massaker „Neoliberalismus“ genannt, wurde durchgesetzt.

    Allein China war nicht betroffen, weil es sich von Anfang an gegen die Liberalisierung seiner Marktwirtschaft gewehrt hatte. China spielt nach seinen eigenen Spielregeln, unter denen wir alle noch sehr zu leiden haben werden.

    Horst Köhler, unser Bundespräsident, ist ein aktiver Anhänger dieser menschenverachtenden Ökonomie, die die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer macht, den Mittelstand weltweit ganz verschwinden lässt. Da kann er noch so milde sprechen, wie die Pfarrer von unseren Kanzeln. Sie alle haben nur eines Blick: Ihre Haut zu retten und dem Raubtier-Kapitalismus seinen Weg zu ebenen. Wenn es einen Teufel in der Welt gibt, dann ist es die menschenverachtende Ökonomie!

    In kauf genommen wurden während der Asien-Krise 24 Millionen Menschen, die in Armut versanken und zwie Jahre lang täglich 38 Menschen allein in Südkorea, die sich selbst das Leben nahmen, weil sie keinen Ausweg aus der Armut wußten.

    Die Folge der Asienkrise war der Verkauf von Töchtern an ausländische Hehler zum Zwecke der Prostitution und die Kinderprostitution im eigenen Lande florierte, um die zwangs-verarmten Familien zu ernähren.

    Gerade der neoliberale IWF entscheidet heute über das Wohl und Wehe einer Volkswirtschaft, ebenso, wie die WTO. Da genügt das Gerücht, eine Volkswirtschaft sei nicht mehr zahlungsfähig und prompt ziehen die Investoren ihr Geld in Windeseile zurück und das Land stürzt tatsächlich in eine Krise, also einen Zustand, die nun Tür und Tor öffnet für ausländische Unternehmen (Heuschrecken). Zurück bleiben nur Schulden, volkswirtschaftliches Chaos und der Ausverkauf des Volkseigentums.

    Frohe Weihnachten, wem noch froh um’s Herz sein kann.

    Gaby

  4. Gaby sagt:

    Lieber guter Weihnachtsmann,
    weißt Du nicht, wie´s um uns steht?
    Schau dir mal den Globus an,
    da hat einer dran gedreht.

    Alle steh´n herum und klagen.
    Alle blicken traurig drein.
    Wer es war, ist schwer zu sagen.
    Keiner will`s gewesen sein.

    Uns ist gar nicht wohl zumute,
    kommen sollst Du, aber bloß
    mit dem Stock oder der Rute.
    (Und nimm beide, ziemlich groß).

    Breite deinen goldnen Flügel
    aus und komm zu uns herab,
    dann verteile deine Prügel,
    aber bitte nicht zu knapp.

    Lege die Industriellen
    kurz entschlossen übers Knie,
    und wenn sie sich harmlos stellen –
    glaube mir, so lügen sie.

    Ziehe denen, die regieren,
    bitte schön die Hosen stramm,
    wenn sie heulen und sich zieren,
    zeige ihnen ihr Programm.

    Komm und zeige dich erbötig,
    und verhau sie, daß es raucht,
    denn die haben`s bitter nötig,
    und sie hättens längst gebraucht.

    Komm erlös uns von der Plage,
    weil ein Mensch das gar nicht kann.
    Ach das wären Feiertage,
    lieber guter Weihnachtsmann.

    Erich Kästner – Die Weltbühne 1930

  5. Peter Rath-Sangkhakorn sagt:

    Vor Jahr und Tag hat Georg Schramm sehr gut begründet einen Untersuchungsausschuß gegen Köhler mit dem Ziel der Amtsentfernung wegen groben Unfugs gefordert. Immer noch sehenswert – und kaum zu toppen!

  6. Paten sagt:

    Guten Tag. Der Weihnachtmann ist weg, die Politiker noch da und auf dem Finanzmarktplatz die Bundespyramide, darüber ganz oben das allsehende Auge von Bundespräzedent H. Köhler, der gewohnheitsmäßig wie schon beim IWF stets fremde Weisungen exekutierend u.a. auch das WachstubeG unterschrieb.

    Was aber steckt dahinter, was wir bei Reagan, Clinton, Jelzin, Kohl, Merkel, Köhler … und Deng bis Hu neoliberale Globalisierung nennen? Es ist der Monetarismus in den elitären Köpfen. Die geistige Verirrung, dass Wirtschafts- und Sozialentwicklung eine Funktion der Geldpolitik seien. banken über alles! Und diese nur mehr oder weniger mit („die Kreditwürde des Menschen ist nicht unantastbar“) Basel-2 oder Hoch- und Niedrigzinsen, Geldinflation gegen Preisdeflation, Staatschulden für Staatsinvestitionen oder Sozialausgabenkürzungen oder Konzernsubventionen zu regulieren sein. Geld als der große Regulator aller menschlichen Beziehungen? Eher der große Diktator, wie die Monetaristen es als geistigen und materiellen (in urbi et orbi) Lebensmittelpunkt benutzen.

    Wenn die reale Wirtschaft durch Arbeit in der Produktion Waren, per Zeitaufwand deren Wert und als deren gegenseitigen Tauschwertausdruck und Messgröße Geld hervorbringt, dann bringt umgekehrt die reine Produktion von Geld weder irgendeine Ware, noch deren Wert und schon gar nicht einen Produktionsprozess und Arbeitszeit und –platz darin zustande, denn das Geld selbst ist nur die Abstraktion, die Fiktion von Waren, Werten, Preisen und Produktion, niemals aber die auch essbare Realität. Dazu ist immer noch konkrete Arbeit notwendig. Bei Monetaristen ist alles eine Geldfrage. So als ob Aquaristen den Wasserhahn als den Lebensspender vergöttern würden, eine fiscus-Religion darum aufbauen und der Rest egal ist.

    Insofern Geld als Kredit über den Produktionsprozess unter den Beteiligten der Wertschöpfungsketten (Zulieferer)verteilt wird, liegt hier schon die monetaristisch (um)verteilende gesellschaftliche wirtschaftliche und soziale Steuerungsfunktion der (Um)Verteilung des mit Arbeit erzeugten materiellen Volksvermögens durch die herrschende Parteien-Fiskalpolitik:
    100% produzierte Marktpreise im neuen Jahres-Angebot des BIP-Kataloges (Waren/DL = 100% neuer Wert= neues Geld) und 90,80,70,50…40%… dem Volk dafür nur gegebene Kaufkraft (direkte Löhne und indirekt per Steuern/Abgaben) dagegen. Ein Ungleichgewicht. Aber die Mutter aller globalen Ungleichgewichte.

    Waren müssen real (materiell) erzeugt werden. Ohne Waren dagegen erzeugtes Geld ist an sich wertlos, kann aber durch Banken per Kredit und mit nur 4% oder gar keiner Sicherung durch ebenso wertloses Geld beliebig erzeugt werden. Gerade das ist Monetarismus, denn dieses fiktive Kreditgeld dient nicht der Warenproduktion oder der Mär vom „Wachstuuum!“, wodurch erst seine Akkumulation und umverteilende Blasenbildung ermöglicht wird.
    Das lokale Ende des realwirtschaftlichen Wachstums ist seit 150 Jahren stets mit Marksättigung erreicht worden. Produkte fielen weg, wurden ersetzt, diversifiziert und insgesamt billiger, was die mengenmäßige Produktion und globalisierenden Konsum erhöhte, besonders wenn noch die geldliche Kaufkraft im Volke stieg. Wenn arme Völker reicher werden. Die Produktivitätskonkurrenz auf der Privatprofit-Jagd führt per Senkung der Stückkosten zur relativen mengenmäßigen lokalen Überproduktion, die der gesättigte Markt selbst bei Kaufkraft und deflationärer Preissenkung nicht mehr absorbieren kann. Lagerwachstum ist wirtschaftlicher Suizid. Alles muss daher raus – in die weite hungrige Welt.

    Das Hauptproblem jedes neoliberal-monetaristisch verköhlerten Staates ist, dass die mit steigender Produktivität, Material- und Energieeffizienz natürlich fallende Lohnmasse der Wertschöpfungsprozesse nicht durch adäquate erhöhte Abschöpfung der dadurch wachsenden Umsatzerlöse der Kapitaleigner in die innerstaatliche Umverteilung zugunsten des Volkes, seiner Kaufkraft, Nachfrage, Vorsorgeersparnisse und Konsum bringt, sondern im genauen monetaristischen Gegenteil die Kaufkraft durch Förderung der Verlagerung der Produktion in die Armutsländer und der Arbeitslosigkeit, Förderung des nationalen Niedriglohnsektors, Gewinnbegünstigung statt Abschöpfung für Re-Distribution ans Volk und beliebige Ausweitung der Gründe für Steuern und Abgaben des Volkes für Fremdschulden in den Keller fährt und dem Volk die Leistungsbilanzdefizite als wachsende Steuerschulden auf ungeborenes und ungezeugtes Leben in die Zukunft verlagert.

    Monetarismus als Funktion des neoliberalen globalen Denkkonzeptes ist asozial, durch Schulden global Menschen psychosomatisch krank machend bis versklavend und ausrottend und als inhuman abzulehnen.
    Nur spricht Köhler nicht darüber, wenn er meint Deutschland hatte ein gute Zeit. Er meint die deutschen neoliberalen Monetaristen. Camouflage présidiale.

    MfG

  7. Uwe E. Mertens sagt:

    Nachzufragen wäre auch, was hatte Köhler unter dem Finanzminster Waigel bis zum Jahr 2000 für Aufgaben. Könnte es sein, das er den Irrsinn der massenhaften Fördergelder für den Aufbau Ost mit zu verantworten hat, die eine wahnsinnigen Überkapazität zur Folge hatte. So daß sich die Marktteilnehmer am Ende gegenseitig umbrachten.
    Vielleicht hat er auch das finanzrechtliche System der grenzenlosen Rückbürgschaften von Land und Bund für die Banken, vorallem der Privatbanken mitzuverantworten, die den Banken nachfolgend fast jedes eigenverantwortliche Risiko abnahmen und so bewußt „Blasenbildung“ und den Verlust der Bodenhaftung ermöglichte, für die bis heute der bundesdeutsche Steuerzahler gerade zu stehen hat.
    Steht er auch für die gnadenlose Sicherung der rechtliche Vormachtsstellung von Banken bei Forderungsausfällen gegenüber anderen Gläubigern mit echter Wertschöpfung, insbesondere innerhalb von Vergleichsauseinandersetzungen und Insolvenzverfahren.
    Vielleicht kannte Köhler zu wenig vom Geldortnungssystem und hat erst jetzt rein zufällig, als es zu spät war, begriffen, daß er im Betrugsnebel stand.
    (Prof.Senf – der Nebel um das Geld und Prof. Hamer – der Weltgeldbetrug, sicher heute weiß er mehr)
    Man sollte Köhler 1 Mio Kredit zu knallharten Haftungsbedingungen geben, sein Haus und Hof zu Sichertheit nehmen und seine Frau als selbstschulderische Bürgin unbegrenzt einsetzen und dann als selbständigen Unternehmer wirken lassen. – Und falls er es nicht schafft in Haftungsfragen nicht schonen – gleiches Recht für alle! Kontokorent nicht unter 14%

    Bis neulich !

    • globalnote sagt:

      @Uwe E. Mertens,

      Die jetzt geplatzte Blase ist erst seit 2000 so richtig entstanden, aus Gründen, die in dieser Form zuvor nicht bestanden. Erst dann haben sich die Einkommensverhältnisse global so zugespitzt und sind die globalen Ungleichgewichte hochgelaufen und kam die Niedrigzinspolitik der Notenbanken hinzu sowie die Erfindung der Subprime Papiere mit ihrem internationalen Handel. Erst dann wurden in USA normale Banken mit Kundeneinlagen neben den Investmentbanken zur Spekulation zugelassen.

      • Köhler hat sich aus dem Staub gemacht, er
        der Präsident zum Wohl des Volkes, er, der einst „beliebteste Deutsche“…….
        schmeißt uns alle dem Hochfinanzadel, schutzlos als Futter vor. Er verheimlicht seine „Sachkenntnis“ und „auch ich habe Fehler gemacht“ erscheint als inhaltslose undefinierte platte Worthülse
        – So steht Köhler derzeit, als unterwürfiges Mietmaul in der Ahnengalerie, des hinterhältigen, im Nebel wirkendende Handlanger der kleinen Weltadelsfamilien fest. Es sei denn, er erkennt, daß die Weltrettung nicht vom „falschen Geld“ herkommt und besinnt sich rechtzeitig seiner humanen moralischen Tugend, für die er geliebt werden wollte.
        Bis jetzt ist er ein
        undurchsichtiger Egoist, dessen Rücktrittsgründe geheimnisvoll…. und der ganze Kerl ist noch als „feige“ in des Volkes Meinung einzustufen.
        „Sein persönliches Wohl“vor „Allgemeinwohl“ – jagt diesen Typ aus den Geschichtsbüchern – kein Wort über diesen Horst, es sei denn – er trägt sofort
        für alle erkennbar zur „Wiedergutmachung“ aktiv bei, was einem nicht „ganzheitlich“ denkenden Kerl wahrscheinlich kaum gelingt.

        Selbst Ulli Hoeneß hätte es besser, vielleicht auch mit wahrem, ehrlicherem gradlinigen Herzen drauf gehabt.

        Bis neulich!

  8. Beobachter sagt:

    Unser Bundeshorst hat den Argentiniern als Chef des IWF Ihr GOLD abgeluchst für die Barone des Wahnsinns.
    Danach waren die Argentinier verarmt, hatten ihr Geld verloren.
    ……
    Same procedure as wellknown….

  9. Gaby sagt:

    Schönen guten Tag, Herr Mertens und Mitlesende,

    Sie liegen mit Ihrer Einschätzung bezüglich Köhler gar nicht so verkehrt. Der Berliner Tagesspiegel veröffentlichte am 1. Juli 2005 folgenden Artikel:

    Schulden ohne Sühne: Wie sich westdeutsche Banken auf unsere Kosten an fiktiven DDR-Krediten bereicherten

    Es kommt einiges zusammen für Horst Köhler an diesem 1. Juli. Seit einem Jahr ist er als Bundespräsident im Amt. Heute bekommt er die Vertrauensfrage des Bundeskanzlers auf den Tisch. Und auf den Tag genau vor 15 Jahren vollzog sich ein waghalsiges Experiment, das Köhler als Staatssekretär im Bundesfinanzministerium maßgeblich vorbereitet und durchgezogen hat: die Währungsunion. Es ist eine kleine Gemeinheit der Geschichte, dass Köhler, der jetzt über Schröders politisches Schicksal befinden muss, eben jenen märchenhaft überkochenden Schuldenbrei mit angerührt hat, in dem der Kanzler jetzt versinkt.

    http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/art141,1883768

    Mit den besten Grüßen

    Gaby

    • Paten sagt:

      Guten Tag. Zusätzlich zum Artikel (staatliche Subventionen der DDR an Staatsbetriebe der DDR wurden unter Köhlers Aufsicht zu Kreditschulden, welche die westdeutschen Großbanken mit Hebel samt den vom Fiskus zum Betrieb durchleitenden DDR-Banken aufkauften, die mangels Kreditforderungen an das Unternehmen nicht die Tilgung erlangen konnten, weshalb die westdeutschen Sozialkassen -wie heute beider Bankenrettung- über den „Erblastentilgungsfond“ die Schuldendeckung übernahmen,welche dann die Unternehmen zu echten Schuldnern machten,deren Übernahme durch westliche Investoren damit uninteressant wurde oder nur für 1 DM akzeptiert wurde, die Masse jedoch wegen angeblicher Marodität=“Erblasten“ (die bei den neuen Schulden für 10% natürlich sofort eintrat) „abgewickelt“ 0alsKonkurent abgeschaltet wurde,was die Massenflucht der Jugend in den mit Arbeitskräften unterversorgten Westen auslöste (der damit weniger Ausländer importieren musste)und eine katastrophale Demografie im Osten schuf.
      Dazu kommt das im Artikel nicht erwähnte Umtauschverhältnis 1:1, wodurch die Unternehmen sich Richtung westdeutsches Lohnniveau bewegen mussten ohne -mangels Investitionen- produktiv mithalten zu können. Und für all das erklärt der stets an verantwortlicher Stelle sitzende Köhler,man hätte zuwenig Weisheit und zuwenig Zeit gehabt eine Folgeabschätzung zu tätigen? Deutschland eilig Vaterland?

      In China läuft es anders: Der Staatsbetrieb führt keine Gewinne ab, sondern investiert die in Erweiterungsinvestitionen,wodurch allerorten in den Schlüsselindustrien Überkapazitäten entstehen (Bauer sucht Bau), die international im Konkurrenzkampf der Provinzfürsten die Preise drücken.Dafür werden Milliarden Staatskredite nicht zurückbezahlt und die Niedriglöhne sind eine weitere Kapitalquelle(höhere Gewinne, niedrige Haben-Verzinsung der Sozialrücklagen daraus in Banken bei hohen Soll-Kreditzinsen bei Weiterverleihungen Unternehmen.)

      Fehlte nur noch Schäuble,dass seinem Einigungsvertrag Weisheit und Zeit fehlte. Die Neokons haben alle die gleiche Manier: Als in Russland 1997 alles zusammen brach,erklärte der Premier: „Wir wollten das Beste, aber es wurde wie immer.“ Kommt Zeit kommt Rat geht Köhler oder bleibt es umgekehrt?

      MfG

  10. Taylor_two sagt:

    Hallo liebe Mitlesende,
    ich hoffe, Sie alle haben das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel mit Ihren Lieben gemeistert.
    Das Thema und die Diskussion sind wenig geeignet, um bei mir Freude auszulösen.
    Mir gelingt es seit geraumer Zeit überhaupt nicht mehr meine Wahrnehmungen der mich umgebenden Realität und der Äußerungen hoher und höchstrangiger Politiker in Übereinstimmung zu bringen. Ich vermute, daß sowohl die Äußerungen, als auch die dahinter liegenden politischen
    Aktivitäten
    – nicht fahrlässig oder leichtfertig, sondern vorsätzlich sind
    – nicht zufällig oder chaotisch, sondern planvoll und systematisch sind
    – nicht kursichtig taktisch sondern langfristig strategisch angelegt sind
    – in Deutschland nicht selbsbestimmt sondern fremdbestimmt sind und
    – in Deutschland nicht einmal auf eigener Kreativität sondern nachgemacht werden.

    Ich vermute,
    – daß das Finanzmarktförderungsgesetz und andere mit konkreten Vorstellungen
    über ihre Wirkung erlassen wurden
    – die Zulassung von Hedgefonds, von Zweckgeselschaften und der TSI planvoll und
    systematisch erfolgten
    – die Globalisierung eine strategisch angelegte Operation ist (D.Hartstein,
    http://www.svz-archiv.net/Global/Globalisierung_/globalisierung_.html)
    – eine Fremdbestimmung, weil die hier zu beobachtenden Aktivitäten und
    Entwicklungen auffallend denen westlich und sehr weit westlich von uns vorausgingen
    – daß die – von einem vom CEO zum Finanzminister mutierten – eingeleitete Entwicklung, die Regulierungsbehörde von 100 auf 1! Mitarbeiter zu reduzieren hier nur nachgeäfftt wurde

    Hier in der Diskussion wurde auf Georg Schramm verwiesen, ich emfehle:
    FED Anhörung der Generalinspekteurin

    Zu den im Zusammenhang mit den Fragen der „Wiedervereinigung“ abgelaufenen Entwicklungen ist sehr interessant, die Tätigkeit des
    »Forschungsbeirates für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands beim Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen« unter der Leitung des ehemaligen
    Reichskommissars für die Verwaltung des »feindlichen Vermögens«
    Dr. Friedrich Ernst zu analysieren.

    mfg

    • Paten sagt:

      Guten Tag und neues Jahr. Jeder stärkere auf sich als der eigene Impact auf andere kann als Fremdbestimmung definiert werden, weil man ja zwangsläufig re-agiert statt in entgegengesetzter Richtung agiert, sprich bestimmt.

      Totale Selbstbestimmung = Autonomie ist aufgrund der weltweiten Interdependence im Handel und Schadstoffausstoß wegen Globalisierung der Produktions- und Konsumbeziehungen samt daran gebundenem Geld aktuell unmöglich („und der Wind weht leise über Meer“) wie Fremdschämen. Das äußere System.

      Der Vorsatz des Politikers in summa ist relativ, weil ih ja erst innere Wahlen zu dem machen, was er nie gelernt hat. Nur trifft er nach der Wahl o.a. Streit der Selbstbestimmungssysteme (den die 3. Welt -was immer das ist- stets verloen hat. No impact outwards.).

      Frau Generalinspekteurin ist gar keine, weil sie den Job hat, aber ihn nicht erfüllt, denn sonst hätte sie ihn nicht. Wie Jung hier. Augenwischerei mit hochbezahlten Barbie-Puppen. Es gibt auch andere. Nach der Anhörung wurde sie jedenfalls nicht wegen Hochverrats festgenommen.

      Die „Wiedervereinigung“ betrifft nur das Deutsche Reichsterritorium in den Grenzen Ende 1937 und damit die hypothekarische Basis 108.000 neuer km2 für die Banken und Geldausgabe auf Hypotheken, was die Kapitalisierung für Verpfändbarkeit und Verbriefung für fiktive Gelder vorausetzt.
      Der politische Rest ist der Beitritt der Personalbürger der AG-Fusion (was steht in Ihrem Ausweis – Personalausweis? von was?) des neuen Reichsgebietes zum ex-westdeutschen politischen System (genannt Grundgesetz).

      Ohne Wiedervereinigung und Milliardentransfers nach Ostdeutschland als Humanitätsbeweis wär das östliche System nicht sich selbst schwächend bis Kaukasus gefolgt. Die Kohle nach Ostdeutschland verschwand wieder im Westen fürs spätere Blasenkasino, während der Osten geleimt war. Die EU wird für diesen Verrat an ganzen Bevölkerungen noch viel Spaß bekommen mit chinesischer Hilfe, während die Amerikaner taub sind.

      Löst bei Ihnen bestimmt auch keine Freude aus. Wenigsten stand in Hiroshima 1945 so eine private Frage nicht. Es wurde bei den Führern (Ex Hitler-Verbündete) nur Unterwürfigkeit ausgelöst. Aber auch bei Austin Powers musste Mini-Me seine Platz für eine neue Liebling räumen. Und rächte sich. 😉

    • Gaby sagt:

      Hallo, Taylor_two,

      ich kann Deine Überlegungen leider nicht zerstreuen, denn ich mutmaße ähnlich.

      Vorhin habe mir das von Dir verlinkte Video angeschaut und bin entsetzt! Ohne Informationsrecherche auf höchstem Level und ohne Einsatz hochkomplizierter Software, selbst ohne „Ähhs“ und „Öhhs“ und Gedächtnisausfälle sage ich frei heraus, dass ich soeben einen schockierenden Blick in die Dantes’sche Hölle der Verelendung der einst so seriösen Bankenwelt geworfen habe. Igitt!

      Gaby

      • globalnote sagt:

        @Gaby, Taylor_two,

        Auch in Deutschland hat die Bankenaufsicht versagt oder – besser – ist an die kurze Leine gelegt worden. Das war (und ist) alles Teil des Systems. Das Bankenrettungsprogramm läuft außerhalb der parlamentarischen Kontrolle. Wer prüft denn die EZB?

        Beste Gruesse
        Joachim Jahnke

  11. Gaby sagt:

    Hallo, Herr Dr. Jahnke und Mitlesende,

    Goldman-Sachs-Chef Blankfein fühlt sich ganz selbstbewußt als jemand, der Gottes Werk verrichtet. Dieser ganzen unethischen, geldgierigen Sippschaft wünsche ich Leviathan, Gottes Spielzeug, auf den Hals, damit es seinerseits sein Werk vollbringt.

    Gaby

  12. Elfi sagt:

    Hallo an alle,
    nach 1 Monat Internetabstinez las ich heute diese Seite von Herrn Jahnke und all die wichtigen Kommentare dazu.
    Ich habe mich gefreut von euch mal wieder was zu lesen und das Niveau bewundernd zur Kenntnis genommen.
    Viele Klare Worte sind da in diesem Zusammenhang gefallen.

    Ich möchte mich, wenn auch verspätet, mit einer Frage anschliessen. Sie kommt etwas weiter unten.

    Jedesmal wenn ich Köhler im Fernsehen erlebe habe ich tiefes Mitleid mit diesem für mich schlicht und einfach brav gemachten Kind. Ich sehe auf Grund meines Ausbildungsweges in allen Menschen ein Stück weit wie es ihnen wohl als Kinder ergangen ist und vieviel Persönlichkeitsentwicklung jedem von uns seine jeweilige Sozialisation noch erlaubt hat.
    Das kann man gerne als „deformation professinelle“ bezeichenen. Bei Köhler fällt mir eben jedesmal auf wie stark er ängstlich gemacht worden bis heute eben wirklich keine eignen Persönlichkeit entwickeln konnte. Nun ist mir natuelich auch klar, dass in diesem System meist nur Menschen nach „oben“ kommen, die eben deutliche Merkmale des Obrigkeitshörigen, Anpassungsfähigen haben (z.B. auch A. Merkel u. viele viel andere). Bei Herrn Köhler ist das eben besonders ins Auge springend. Sie müssen bevor sie in Amt und Würden kommen vorher bewiesen haben, dass sie systemkonform denken und handeln werden.
    Nun geht es mir mit meiner Frage auch nicht um Horst Köhler, sondern um die von Herrn Jahnke ausgesprochene Idee, dass ein IWF Präsident ( hätte er denn genügend Persönlichkeit zum Nonsystemconformen Handeln) die Macht gehabt hätte da reguliernd in die Finanzmärkte einzugreifen, um so das Schlimmste wenigstens zu verhindern.
    Nun endlich meine Frage:
    Was hätte er konkret tun können, müssen in dieser Possition. Welche Macht hätte also ganz realistisch so ein mutiger Mensch, (der ja sichtbar Köhler gar nicht ist)?. Wo endet die Macht eines IWF Präsidenten?.

    Beste Grüsse
    Elfi

    • globalnote sagt:

      @Elfi,

      Beim IWF, um Ihre Frage zu beantworten, hätte er mindestens laut warnen müssen, wenn er wirklich Sorgen gehabt haben sollte, wie er später behauptet hat. Erst recht als deutscher Bundespräsident, statt in seiner Weihnachtsansprache vor dem Krisenjahr und nur wenige Wochen vor Ausbruch der schlimmsten Krise seit den 30er Jahren ein weiteres Mal die heile Welt zu beschwören. Da ist er wirklich und endgültig unglaubwürdig geworden. Und das ständige Rumhacken auf dem Finanzsektor klingt in meinem Ohr immer nach „haltet den Dieb“.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

      • Elfi sagt:

        Verständigung ist schon manchmal schwer.
        Ich sehe und spüre bei Köhler die Angst, die ihn seit Kindheit begleitet und mein Mitleid gilt nicht dem Mann im Amt, sondern dem Kind Köhler, das nur so etwas – wir nannten er früher Charaktermaske in de 68 er Jahren – entwickeln konnte.
        Dass er vereinfacht gesagt nach unten tritt und nach oben buckelt, passt ganz dazu.
        Überzogener Ehrgeiz ist davon auch eine Folge.

        Aber gerade deshalb hat er mein Mitleid als Individium, das sich seinen Charakter auch nicht einfach so frei wählen konnte. Ich habe kein Mitleid mit ihm als politisch Handeldem in diesen Ämtern.
        So wie er fähig ist seine Untergebenen anzuschreien, so wurde mit ihm als abhängigen Kind umgegegangen. mein Mitleid gilt diesem „Kind“.
        Ich spüre, wenn ich ihn im TV sehe buchstäblich seinen Schmerz, den er deswegen seit Kindheit in sich trägt. Ich habe eben auch nicht direkt unter ihm leiden mmüssen. Dann würde ich vielleicht auch eher so denken wie sie.
        Auch in Hitler sehe ich den als Kind schon vermurksten Menschen, der die gigantische Rücksichtlosigkeit zu der er fähig war, eben damals als Kind auch erlitten hat. Niemand konnte sich doch sein soziales Umfeld seine „Vorbilder“ als Kind aussuchen.
        Das ändert nichts daran, dass er an der Macht zum grössten Verbrecher des 20igsten Jahrhunderts „aufstieg“.
        Aus Mitleid hätte ich keinem dieser Menschen an der Macht belassen, hätte ich es entscheiden können.
        Und wem überhaupt darf man Macht über Menschen zugestehen?? Am besten doch wohl Keinem – genau betrachtet.
        Beste Grüsse
        Elfi

  13. Gaby sagt:

    Liebe Elfi und Mitlesende,

    das längst nicht mehr existente Kind in Männern und Frauen interessiert mich nicht, sondern mich interessiert, was diese Leute im Laufe ihres Erwachsenenseins tun. Das zu verstehen gelingt allerdings nicht, solange man die Philosophien und Ideologien seines eigenen und das seiner Nachbarvölker nicht kennt, denn eins baut auf dem anderen auf. Nicht das längst erwachsene Kind, sondern das historische Erbe dient dem Verständnis der Gegenwart.

    Da lebte in den Jahren 1667 – 1745 ein Dekan in St. Patrick/Dublin. Mit scharfem Blick durchschaute er nicht nur die Maske seiner Mitmenschen, sondern sah geradewegs in ihre Denke und scheute sich nicht, die Scheusale seiner Zeit mit scharfer Zunge zu geißeln. Die Mehrzahl der englischen Eingeborenen seien wohl die schädlichste Art von kleinem, scheußlichem Ungeziefer, dem die Natur jemals erlaubt hat, auf der Oberfläche der Erde herumzukriechen, ließ er den fiktiven König von Brobdingnag im Jahre 1729 wettern. An anderer Stelle schimpft dieser Dekan, dass Menschen sich nicht einmal zu eklig sind, Gold- und Silberbarren in kotbeschmutzten Pferdeställen anzuhäufen und anzubeten.

    Den Rest gab er seinen Zeitgenossen mit einer gewissenhaften Abhandlung über die Bekämpfung der Armut, wie sie in diesem scheußlichen Ausmaß nur der Kapitalismus hervor bringt. Er riet den Reichen, die armen, zerlumpten und zudem völlig überflüssig ständig nachwachsenden Kinder für ein paar Schillinge zu kaufen und zu verspeisen. Gut gewürzt und gesalzen, schmecken sie auch nach vier Tagen noch sehr lecker. Um den Wert des Fleisches zu steigern, empfahl er den Börsengang. So ließe sich das Armutsproblem auf einen Schlag beheben, nämlich durch die radikale „Verwertung des Wertes“.

    Ich spreche von Jonathan Swift, dessen gesellschaftskritische, scharf gegen den Kapitalismus gerichtete Geschichte „Gullivers Reisen“ bis heute keinen adäquaten Nachahmer fand und der in unseren Kinderzimmern zum lustigen Märchenerzähler mutierte.

    Von einem Bundespräsidenten des 21. Jhr. und seinen Helfershelfern erwarte ich die gleiche Scharfzüngigkeit und Selbstkritik im Umgang mit den schauderhaften Exzessen der derzeitigen Wirtschaftsform. Mitleid zu fühlen mit den Handlangern, Profiteuren und Priestern des Neoliberalismus, die uns jeden Tag vorgaukeln, dass es keine Zivilisation jenseits des Kapitalismus gibt, ist mir ganz und gar unbekannt.

    Gaby

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