1614

Gedanken zur Zeit 1614 20-12-09: Eine Presseerklärung, die uns trösten soll, über die man aber nur lachen kann

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9 Responses to 1614

  1. heiner sagt:

    Wenn das das alles nicht so ernst wäre sollten Sie
    neben Elfis Briefkasten noch eine weitere Sonderseite installieren mit dem Titel: „Theaterseite Berlin“
    MfG

  2. Gaby sagt:

    Hallo miteinander,

    ich arbeite zufälligerweise als Sekretärin in der F&E meines Arbeitgebers. Der geplante Etat wurde Anfang des Jahres ad hoc um ein Drittel reduziert. Im Laufe des Jahres sind mehr und mehr Projekte entweder eingestampft oder zurück gestellt worden. Das ganze Jahr über wurde sich in vielen Projektgremien den Kopf darüber zerbrochen, welche Innovationen wir aufgrund der Umsatzschwäche fallen lassen und welche nicht. Eine Rückbesinnung auf das Kerngeschäft war und ist das Gebot der Stunde. Es wurden darüber hinaus angefangene bzw. geplante Gemeinschaftsprojekte mit anderen Firmen „eingefroren“.

    Das Zusammenstreichen von nicht unbedingt nötigen Investitionen und Innovationen wird im nächsten Jahr fortgesetzt, denn unser Geschäftsführer sieht keine Entspannung der Krise, wie er uns in der Belegschaftsversammlung vom 15. Dez. mitteilte.

    Meine Abteilung hat Einstellungsstopp, ein Mitarbeiter wurde gekündigt, ich wurde genötigt, von volltags auf halbtags umzusatteln. Unsere Führungsriege, also auch mein Chef, verzichtet bereits das ganze Jahr auf 5 % des Buttogehalts, sozusagen als Solidaritätsbekundung.

    In all den 24 Jahren Betriebszugehörigkeit habe ich nie erlebt, dass die Firma über Weihnachten zwei Wochen lang schließt. In diesem Jahr ist das so und der Arbeitgeber meines Mannes macht es ebenso.

    Unseren deutschen Konkurrenten geht es nicht besser. Nicht nur, dass sie wesentlich mehr Personal auf die Straße gesetzt haben, sie haben ebenso an der Forschung und Entwicklung gespart, ganze Produktlinien gestrichen und Firmenteile verkauft. Solche Informationen erhalten wir aus entsprechenden Fachzeitschriften der Chemiebranche.

    Auch der Arbeitgeber meines Mannes (Maschinenbau) hat die kostspieligen Konstruktionsentwicklungen zum großen Teil eingestellt, nachdem er die Hälfte der Belegschaft vor die Tür setzte und noch immer unter der Umsatzschwäche leidet. In der Krise werden kaum Experimente gemacht! Es fehlt schlichtweg an Geld.

    Brüderle mag insofern recht haben, dass die Unternehmen nicht gänzlich aufhören, zu forschen und zu entwickeln. Aber mein Brötchengeber und der meines Mannes tun das seit Anfang des Jahres auf niedrigstem Niveau und unsere Mitbewerber ebenso.

    Beste Grüße

    Gaby

    • Paten sagt:

      Guten Abend. Wenn Unternehmen am besten wissen, was sie über F&E an den Markt bringen müssen, dann ist ein zentralstaatliches Konjunkturprogramm mit total einseitiger Ausrichtung auf Steinmeiers kooptierte „stromerzeugte Beweglichkeit“ (man meint Rollstühle zu sehen)für die in die USA verlagernden Opel und Daimler gedacht, für alle anderen 3 Millionen deutschen Unternehmen aber ein Griff in die (angeblich) leere Brieftasche der Kreditklemmbanken, die nun nochmal ein weiters staatsverbürgtes minimales Konjunkturprogramm für Unternehmenskredite bekommen.

      Brüderle hat recht: Wir brauchen weiter Steuersenkungen für die Elektromobilität oder warum auch immer. Nur wer elektrisch dauerhaft mobil ist, kommt auch nach China oder USA. Der Rest bleibt hier. Zur Strafe.

      MfG

  3. Hier ist „noch so ene“; vom Lachen bin ich da allerdings ins Schaudern gekommen:

    „NEUSTART FÜR MERKEL“.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,668156,00.html

    Als Leiter des Berliner Büros des Spiegel Online ist man wohl beides; systemrelevanter Propagandist und die personifizierte Manipulation selbst; kommt einem so vor, als wolle man das Drücken des Reset Knopfes nach versautem Spiel mit möglichst viel weichgespültem Blödsinn übertünchen; ob der brillanten Ausführung ist dieser Dienst mit Geld sicher nicht wett zu machen; wäre ja auch zu plump, naheliegend und offensichtlich, aber die restliche Karriere ist gesichert, wetten?

    Und das im Dunstkreis völligen Versagens und groben Unfugs von Kopenhagen über Wachstumsbeschleunigung bis Dickbrettbohren – immer über Los, 2.000 Mark kassieren.

    Lieb Vaterland, bist traurig an zu schauen.

    caw

    • Paten sagt:

      Guten Tag.
      Wer reitet blind durch kalten Wind?
      Ein Spiegelredakteur, der spinnt.
      Zu Hause unsere Nr. 1,
      befiehlt sie Wachstum wie sonst keins.
      In Kopenhagen nur die Zero,
      ganz ausgemerkelt und kein Hero.
      Ihr fehlt ’ne zünftige Vision!
      Was hält sie von ’ner Division?
      „Geteiltes Land ist halbes Land?“
      Nein, beim Hindukusch-Versand!
      Lass die ollen Klima-Tschäncher,
      heiß wird’s auch dem deutschem Ranger
      vom CO2 der Tanklastwagen-
      die ausgebombt im Flussbett lagen.
      Ob Spiegel, Stern, ob BILD ob Welt-
      sie schreiben, was Schwarz-Geld gefällt.
      Denn sie sind dazu verdammt:
      zum Aufschwung im Gazettenland.
      Lass‘ Obama und den Wen
      Treibhausgase schnüffeln, denn:
      Deutsch im Falle jeden Falles
      meißeln sie dir ins Gebälk:
      Export, Export über alles,
      über alles in der Welt!

      ;-)MfG

  4. Gaby sagt:

    Lieber Paten,

    ein schönes Gedicht! Erinnert mich ein wenig an die bissige Süffisanz Harry Heine.

    Alles Gute,

    Gaby

    • Paten sagt:

      Guten Abend. Nach dem Kästner-Weihnachtsgedicht (Morgen Kinder wird’s nichts geben), dass ich überall versendet habe zum Sozialdeutsch aufbessern und/oder lernen (auch Deutschen)und damit noch mal was als Ablassbrief eingesammelt und gespendet habe, damit auch ich meine Hafermastgans ohne innere Unruhe (in der Jugend hat man das nie gehabt?)verdrücken kann (ein Jahr Vorfreude) lag es in der Luft, etwas auf „Merkel“ zu reimen, doch ich kam auf nichts. Der Herr Wittke war dann so freundlich den Auslöser zu drücken. Ich hatte beim Lesen genau dieselbe Reset-Tasten Assoziation und die Vorstellung den Schreiber per Kaltstart (gehen Sie nicht über shutdown) zu rebooten. Und von „auf Klischees rumreiten“ zum Erlkönig war es nur ein kurzer Durchstart. Und jetzt frage ich mich, wie man bloss so was schreiben kann? Äh wählen.;-)

      MfG

  5. @Paten
    Während Sie so passend dichteten habe ich meine Familie nebst meiner selbst freigeschoben;

    http://efficiencymeetssustainability.blogspot.com/2009/12/diy-plough.html

    Unsere hochgelegene Zufahrtsstrasse ist jetzt die einzige, die geräumt ist, alle Straßen des Dorfes sind praktisch unpassierbar, selbst unser schwerer 4WD erhöhte meinen Puls – der Landkreis hat dieses Jahr zwei weitere „Bestandsschneepflüge“ verkauft, weil zu teuer, kein Personal – auch da fehlt’s an Chinesen, schneien tut es ja doch nicht und ansonsten „who cares“?

    Nun heißt es wieder back to „Hilf‘ Dir selbst“; das wird noch mehr so werden.

    Gruß aus den Highlands!

    caw

    • Paten sagt:

      Guten Abend. Danke. Hätten Sie nicht einfach aufs global warming warten können statt JWD mit 4WD die Eiszeit zu beseitigen? Kein Vertrauen in die Klimaforschung? 😉
      MfG

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