1610

Gedanken zur Zeit 1610 10-12-09: Die Lektion von Kopenhagen: Wer China in den Hintern kriechen will, kommt nicht weit

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41 Responses to 1610

  1. Paten sagt:

    Während Alpen, Arktis, Grönland und Himalaya schmelzen, macht die Gipfeldiplomatie auf eisiges Klima. Da stürmen Obama und Clinton ein „Geheimtreffen“ von China, Indien und Brasilien (sind die nicht souverän?), die ja genug Länder der G-77 hinter sich wissen und gegen die „reichen westlichen Länder“ stehen. Was war passiert? Hier die auslösenden UN-Geheimpapiere, die in der „Times of India“ am 18.12. vor Eintreffen der westlichen Top-Leader veröffentlicht wurden:

    http://timesofindia.indiatimes.com/top-headlines/Read-confidential-UN-climate-draft/articleshow/5349863.cms

    Danach war die Temperatur vor 120.000 Jahren 3-5 Grad höher und der Meeresspiegel um 6,6 m höher als heute. Entsprechend könnten mit steigender Temperatur die Weltozeane in noch kürzerer Zeit als bisher bekannt gegeben sehr viel schneller ansteigen, als mit den verhandelten Zeiträumen für ein 2°C-Begrenzung 2020 bis 2050 bisher bedacht wurde. Das Aus für viele Entwicklungsländer also viel früher und ohne rechtzeitige Abhilfen. Wenn 2°C der wissenschaftlich ermittelte kritische Temperaturpunkt sei, ab dem es keine Umkehr von der globalen Erwärmung mehr gibt, sie also ab dann -mit und ohne weitere menschenverursachte Emissionen- unabdingbar fortschreiten wird, dann seien alle von den reichen Ländern (inkl. Russland) bisher vorgeschlagenen Reduktionsziele bewusst falsch und zu gering, die ganze Welt irregeführt. Man müsse dann bei unter 2°C, besser bei 1,5°C ansetzen.

    Dies bedeutete aber, dass mein den reichen Ländern keine völkerrechtlich bindenden wie gewünscht mengenmäßigen Reduktionsziele zugestehen dürfe, weil die damit erzeugte tatsächliche Überproduktion >450 ppm CO2 (IPCC-Annahmen) schnell und unabwendbar international legitimiert und mit deren Einverständnis zuerst den Schwellen- und Entwicklungsländern klimatisch schade. Man sei reingelegt worden. 1,9-4,2 Gigatonnen CO2-Emissionen in 2020 bedeuteten 550 ppm CO2-Konzentration oder 3°C, womit alles vorbei sei, da der Point of no return der globalen Erwärmung somit garantiert überschritten werde. Man nähme an, der Westen wolle nur das Kyoto-Protokoll kippen. Klimakrieg?

    An dieser Stelle wurden die „Geheimverhandlungen“ mit bekanntem Ergebnis gestürmt. 193 Nationenvertreter haben es in 2 Wochen nicht vermocht eine 2-jährige Vorbereitung zu Ende zu bringen. Der zweitgrößte Verschmutzer USA kommt ohne Kongressbeschluss und erst am letzten Tag (EU mit D/FRAU/GB auch nur kurz vorher) und überlässt 2 Wochen lang bei den weltgrößten Überlebensverhandlungen für viele Völker anderen das Feld? Brüderle sieht in Peking tolle Verlagerungsmöglichkeiten für die deutsche Öko-Wirtschaft, die sich aus der Klimakatastrophe ergeben. Also braucht die Öko-Wirtschaft mehr Öko-Katastrophe für mehr Export und Verlagerung (engl. Stichwort „Brinksmanship“)? Kopenhagen hat dagegen jedenfalls nichts erreicht. Pokern ums überleben? Auch die EU macht die Grenzen immer dichter. Irgendwie werden wir alle verarscht.

    MfG

  2. heiner sagt:

    Es gibt nur 2 Möglichkeiten.: Entweder Wir kriegen die Erderwärmung in den Griff oder Sie uns!
    MfG

  3. Gaby sagt:

    Schönen guten Abend,

    der Raubtier-Kapitalismus hat in Kopenhagen einen klaren Sieg errungen, denn: Was kümmert uns die Welt von morgen? Heute, heute wollen wir reichlich leben. Was kümmert uns gar das Übermorgen, von dem niemand weiß, ob es diesen Tag noch für ihn/sie gibt, denn der Tod, dieser trickreiche Gesell’, hat schon viele von uns unangemeldet von dannen geholt.

    Mein Instinkt sagt mir, dass wir fröhlich-munter genau so weiter wursteln, wie bisher und wir (Indien und China) es sogar noch einen guten Tick toller treiben werden mit dem CO2-Ausstoß. Und eine andere Gefahr, eine sehr viel größere, wird häufig gar nicht benannt, nämlich das Methangas, das sich bereits tonnenweise aus den Permafrostböden löst und aus den wärmer gewordenen Weltmeeren in die Atmosphäre entschmilzt. Soweit ich informiert bin, ist Methangas 10-mal klimafeindlicher als CO2.

    Wir (die westlichen Industriestaaten) werden erst dann wach und werden höchst panisch reagieren, wenn das Erdklima dazu führt, dass per Naturkatastrophen Millionen über Millionen Menschen ihr Leben verlieren. Bisher war’s nicht genug der Katastrophen! Es hat vor allem materielle Werte getroffen. Naturkatastrophen und Kriege kurbeln die Konjunktur an, sind also insgeheim erwünscht!

    Aber wenn in Demokratien hundertausendfach Menschen keine gemütliche Heimstatt mehr finden und es keine Einzelbeerdigungen, sondern Massengräber geben wird…, erst dann wird nach Lösungen gesucht werden, klimafreundlich und weniger profitorientiert zu denken, zu handeln und zu wirtschaften. Bis es so weit ist, falls es so weit kommt, treiben wir profitorientiert Produktion und Handel mit Hilfe von Kohle und Öl wie eh und je, solange es beide Rohstoffe noch gibt.

    Die westlichen Industriestaaten machen einen klaren Schnitt, auch wenn das kein Politiker so krass ausdrückt wie ich: „Wir sind die Guten, ihr, die Leute aus den Entwicklungsländern, ihr seid die Schlechten. Auf euch legen wir keinen Wert, denn ihr nützt uns nicht genug. Ihr kostet nur Geld und habt Probleme, denen wir längst entwachsen sind. Wir pfeifen auf euch, eure Geldsorgen und die Klagen wegen Unbewohnbarkeit eurer Flecken sowieso!“

    Die gleiche Mentalität zeigt die KPCh gegenüber ihrem Volk. Es kommt nicht darauf an, dass jährlich rund eine halbe Million Chinesen, gemessen an 1,3 Milliarden Chinesen, durch Naturkatastrophen zugrunde gehen. Chinesen wachsen nach, vor allem die armen, die Taugenichtse, die Reservearmee der ausbeuterischen Fabrikanten. Also, kein Grund zur Panik, wenn Chinesen verrecken. Hauptsache, China wird eine Welthandelsmacht, wie einst England im 19. Jhr.

    Kürzlich habe ich gelesen, dass, wenn der Meeresspiegel wenige Meter steigt, sogar Köln überflutet wird. Köln liegt vor meiner Haustür. Abermillionen Deutsche leben an den Ufern des Rheins. Wohin wollen sie flüchten, falls sie nicht vorher ertrinken?

    Und Hunderte von Klimaveränderungs-Leugnern diskutieren in vielen Foren die Eiswürfel-Schmelz-Theorie im Wasserglas. Eis, das im Meer schmilzt, lässt den Pegel nicht steigen; Eis, das oberhalb der Wasserkante schmilzt, schon, aber das macht ja nur 10 % eines Eisberges aus, also ist der Pegelanstieg gleich Null. Das Wasserglas ist der Beweis für diese Theorie und alle lehnen sich beruhigt im Sessel zurück, wähnen sich in Sicherheit und beschimpfen Kritiker als Weltuntergangspropheten, die es schon immer in der Geschichte der Menschheit gab.

    Oh Schöpfer, das ist der gleiche Unsinn, den sich unsere Ökonomen in ihren sterilen, lebensfremden Wirtschaftsmodellen alltäglich zurecht legen.

    Ich bin stinkwütend, denn Kopenhagen hat wieder einmal gezeigt, was unseren Eliten wertvoll ist und was nicht. Geld steht über dem Leben und Geld ist wichtiger als eine lebenswerte Zukunft der Menschheit.

    Ich bleibe dabei: Der Mensch ist das dümmste Säugetier auf diesem Planeten. Alle anderen Tiere haben einen Plan B, der sie vor dem Zugriff von Feinden schützt. Der einzige Notausgang, den der Mensch hat, wenn er auf der Erde wegen seines selbst geschaffenen Klimafeindes nicht mehr leben kann, ist das Weltall. Aber wir haben, solange wir Kriege führen, kein Geld, uns eine zweite, künstliche Heimat zu schaffen.

    Ergo sitzen wir in der Falle, sind schlimmstenfalls dem kollektiven Verderben geweiht.

    Gaby

  4. heiner sagt:

    Das „Ergebnis von Kopenhagen“ heisst Kotau.
    Das Wort Kotau hat es als eine der wenigen Vokabeln aus dem Chinesischen in den Sprachgebrauch des Westens geschafft……..
    In der heutigen Diplomatensprache bezeichnet der Begriff das Kleinbeigeben im Angesicht eines mächtigen Gegenübers.
    MfG
    siehe FTD Artikel: China präsentiert sich als neue Weltmacht!
    MfG

  5. Gaby sagt:

    Ich fass’ es nicht!!

    Die russische Delegation spricht im ARD-Video offen aus, was auch sehr viele Deutsche denken: Klimawandel ist gut, weil dann müssen wir im Winter nicht mehr bibbern. Autsch! Autsch! Autsch!

    Hier im Rheinland ist es derzeit minus 11 Grad und überall haben wir geschlossene Schneedecken. Das ist sehr, sehr ungewöhnlich!!! Und prompt palavert meine Nachbarschaft, Freunde und Bekannte, dass es keinen Klimawandel gibt, sonst wäre es ja nicht so widerlich kalt. Kopenhagen hätte also gar nicht stattfinden müssen, weil, es gib ja nix zu diskutieren. Und wenn ich süffisant entgegne: „Alles klar! Die Erde is’ne Scheibe, Atomkraft ist sicher und Schweine können fliegen!“, fühlen sich meine Mitmenschen von mir in gröbster Weise veräppelt. Und wie fühle ich mich, wenn ich es mit diesen blauäugigen Schlafmützen zu tun habe?!

    „Wäre die Welt eine Bank,
    hättet ihr sie längst gerettet!“

    (Greenpeace)

    • Paten sagt:

      Guten Tag und schönen 4. Advent an alle.
      Es wird -lokal gesehen- Gewinner und Verlierer des Klimawandels geben geben, mehr oder weniger Geschädigte und Ungeschädigte. Der Mensch neigt nun mal dazu, auch dem Negativen was Positives abzugewinnen. Medwedjew ist früher abgereist, als der ganze COP15-Zirkus nur unverbindlich bleiben wollte. Außerdem zeugt es von Ignoranz gegenüber der drittstärksten Macht des Planeten, wenn Obama mit Indien, China und Lula unter dem Vorwand keine separaten Verhandlungen der drei zuzulassen, letztendlich das Abschlussdokument separat verhandelt. Ein klarer Affront.

      Nun wird es wohl wegen der westlichen Dilettantendiplomatie, deren uninteressierte Spitzen zwei Wochen durch Abwesenheit glänzten statt die Welt zu führen, während diktatorische Selbstdarstellerequipagen wie die saudiarabische oder die ugandische Stellverteterschlachten schlugen, nie mehr dazu kommen, dass alle Staaten der Welt zu einem überlebenswichtigen Thema an einen Tisch kommen. Es war die Bühne der Machtdrift nach China, dessen Präsident Jintao Obama, der unter selbst verschuldetem Zeitdruck rumrannte wie einen Schuljungen eine halbe Stunde in seiner Residenz außerhalb des Tagungsviertels warten ließ, weil er noch anderen wichtigen Besuch hatte.

      Während die einen noch bei den Risiken sind, sind die Russen schon bei den Chancen, wenn der Permafrost quasi kostenlos aus Sibirien verschwindet: Was kann man aus dem vielen Methangas machen? Um wie viel billiger kommt man an die Bodenschätze bei längerer Frostfreiheit ran? Erträglichere Lebensbedingungen = mehr Siedlungsraum. Längerer Vegetationsperioden = mehr globaler CO2-Abbau und neue Landwirtschaftsflächen + Holz zur Eigenversorgung der neuen Siedlungsräume ohne teurer Transportkosten für Lebensmittel usw. usf.

      War es nicht der Westen unter Al Gore, der die Idee hatte, Klimawechsel mit Dreckschleuderzertifikaten zu vermarkten, das profitable im Untergang zu sehen?
      Als Opel nicht wie zugesagt nach Russland ging,erhielt die Sberbank den Auftrag die Umweltzertifikate zu dealen. Um viele an Dreckschleuderer wie China und USA zu verkaufen, bedarf es entsprechender Einsparungen, zumindest mathematischer, zu Hause. Nun haben alle dabei das merkwürdige Wort von der Berechnungsbasis im „vorindustriellen Zeitalter“ im Munde, meinen aber nicht 1850, sondern 1990! Als der östliche Poststalinismus der DDR folgend dem Kapitalismus weltweit bis 2001 China beitrat und deindustrialisiert wurde, wie Ostdeutschland. China hat dem Zertifikatehandel in Kopenhagen einen empfindlichen Hieb versetzt, weil es keine Gelder einträgt dafür. Zahlungsvermeidung köstlich östlich. Wer dealt nun die westlichen Schmutzeinsparungen, wenn es keine Vergleichsbasis mehr gibt und keinen Einzahler, der die Rechte kauft? Da kommt noch Freude auf.

      Die Südhalbkugel hat die Runde verloren, der Norden macht jetzt dicht und schaut, was man dem Positives abgewinnen kann. Frankreich verliert seine Weine, dafür können Schotten und Engländer die Position bald besetzen. Die Sahara wird grün, dafür kriegt das Meer keine Nährstoffe mehr reingeweht. Die Ökonomie des ökologischen Wandels hat in Kaufmannshafen (Kopenhagen) ihre Startlöcher verlassen.

      Trotzdem schönen Advent allen. (Vielleicht wachsen ja die Rosinen zum Stollen bald in Deutschland?)

      MfG

  6. Volker Hamburg sagt:

    Was ist „Chinaware“?
    Bunte Lampingions aus Papier oder Blechspielzeug etwa? Nein, „Chinawaren“ sind in erster Linie alle möglichen Konsumgüter, meist westlicher Konzerne, von Sport- und Freizeitartikeln über Kinderspielzeug bis zu Unterhaltungselektronik… -so weit ich weiß wird selbst Apples I-Phone in China produziert. Man muss als Konsument teilweise genau hinsehen, um zu erkennen welches moderne Produkt nicht aus China stammt! Für die Klima- und Umweltschutzpolitik bedeutet das, das die, von Kapital- und Konzerninteressen gesteuerten, westlichen Regierungen kein wirkliches Interesse an chinesischer Umweltpolitik haben. Auf hohlen Polit- Shows wie der Klimakonferenz, gibt China einen perfekten Sündenbock für „den Westen“ ab, wenn man der umweltbewegten Öffentlichkeit Problembewusstsein und den Willen zu handeln suggerieren will. In Wirklichkeit gehen Chinas Parteioligarchen und westliches Anlagekapital Hand in Hand, um von Ausbeutung und Umweltfrevel zu profitieren. Die, im Artikel beschriebene, Szene zwischen Obama und Weng ist, m.E. nichts weiter als Theater!

    • globalnote sagt:

      @Volker Hamburg,

      Da ist mir ein bißchen viel Zynismus in Ihren Worten. Wenn Sie recht hätten, könnte die Menschheit wirklich einpacken. Es stimmt, daß zwischen westlichen Konzernen und der KPC eine Kumpanei herrscht und sich auch westliche Regierungen, besonders die Bundesregierung in ihrem Exportwahn, daran beteiligen. Doch das Blatt beginnt sich zu wenden, weil China mit seinen gigantischen Exportüberschüssen und doch fortgesetzter Wechselkursmanipulation und vielen Formen von Dumping weit überzieht. Frankreich und Deutschland haben bereits im Brief an den UN-Generalsekretär einen Zollschutz gegen Waren aus Ländern, die sich der Klimadisziplin verweigern, ins Gespräch gebracht. Die USA ebenfalls im Kongress, auch gegen die Wechselkursmanipulation.

      Die Szene zwischen Obama und Weng war weit mehr als nur Theater. Wenn Sie das anzweifeln, sitzen Sie einer der vielen Verschwörungstheorien auf. Die USA werden am Ende gegenüber China glaubwürdiger sein als Deutschland, das nur auf Betreiben seiner Exportkonzerne an den Export nach China denkt. In keinem anderen Land (außer China selbst) ist dem Export ein solcher Stellenwert eingeräumt worden wie in Deutschland und in keinem anderen Land ist die Exportindustrie so einflußreich gemessen ander Größe des Landes wie in Deutschland. Sonst wären wir jetzt nicht in dieser verzweifelten Wirtschaftssituation.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

      • Volker Hamburg sagt:

        Hallo Globalnote,
        ich hoffe Sie haben recht, was die Quantität an Zynismus in meinem Kommentar betrifft… Was Verschwörungstheorien angeht, würde ich in diesem Fall eher von weitreichenden Interessenparalellitäten wirtschaftsmächtiger Kreise sprechen. Die haben sich nicht wirklich verschworen, und wenn sie sich ums selbe „Stück Fleisch“ streiten, bekämpfen sie sich auch mit allen Mitteln. Wenn man die letzten 30 Jahre Revue passieren lässt, fällt mir auf, das „der Westen“ China quasi industriealisiert hat. Vom ersten VW- Werk in Shanghai bis zur Auslagerung von Teilen der Airbusproduktion, wird die Industriefertigungstechnik wegen guter Ausbeutungsbedingungen in das Bonzenparadies der KPC verlagert… -und das sie von Anfang an kopiert wird nimmt man, wenn auch zähneknirschend, hin! Da ist ein Brief an den UN- Generasek seitens Frankreichs und Deutschlands doch mehr als mager. Warum erhebt die EU keinen Strafzoll gegen China wegen Dumpings und Umweltverschmutzung etc.? Dann würde es natürlich krachen… -und Merkeldeutschland würde Zeter und Mordio schreien wegen des dann gefährdeten Exportgeschäfts mit China… -dort kaufen sie ja so gerne Werkzeugmaschinen aus Deutschland.

    • Paten sagt:

      Guten Tag. China dürfte sich wegen Anmaßung seiner monopolaren Weltführungsmacht -wie jetzt demütigend demonstriert- und nachdem ObamUSA wie auch Russland (es war Putins Vorschlag noch zu Bushzeiten) eine multipolare Welt mit verschiedenen Machtzentren als NWO anerkannte, sich die harte Tour einer starken Abwertung (Währungsreform, -90%) des Dollar und Eurodollars eingehandelt haben und alle Kostgänger Chinas gleich mit. Das löst erstmal die Schuldenfrage und nimmt den erpresserischen Druck raus. Nicht kooperieren mit der unbestrittenen militärischen Weltmacht No.1 kann viele Spielarten haben. Nur sollte man deren bis zur Selbstverleugnung ausgestreckte administrative Hand nach all den Jahren des Bushbrands nicht wegschlagen.

      Unabhängig davon würde eine ungehinderte Fortentwicklung der jetzigen Wirtschafts- und Gewinnsymbiose zwischen KP und PK (westliches privates Konzernkapital)wieder den alten Widerspruch wachsender wirtschaftlicher Ungleichgewichte aufbrechen lassen: keines der Länder, welches seine Wertschöpfungsketten nur wegen Kosten und Gewinnen minimiert (Westen)oder gar nicht erst entwickelt (Schwellen- und Entwicklungsländer)und China die Produktion und Lieferung überlässt, stellt für einen importbasierten Konsum genügend -über Geld im Weltmarkt verrechenbare- Tauschwerte her, ist also stets Kreditnehmer und Schuldner und damit in seiner sozialen Stabilität und Entwicklung sowie Souveränität bedroht, wie wir aus IWF-Zeiten wissen, wenn es ans Tilgen per Sozialkürzungen bzw. -verzicht ging, während die korrupte Oberschicht weiter finanziert wurde. China verfolgt den selben Imperialismus zur Rohstoffsicherung Input und Absatzmarktsicherung Output = Weltmacht per Geld, Währung und Kredit. Objektiv ist das später zum Scheitern verurteilt, weshalb man dem Spuk auch gleich ein Ende setzen kann, solange man die militärische Oberhand hat, der Dompteur den Drachen in den Käfig zurückschicken kann.

      Auch die Konzerne sind gezwungen, sich gewissen der relativen Überproduktion zu stellen. Bei 20 % zuviel Autos als kaufkräftiger (!) Bedarf, muss Saab oder Opel oder X oder Y daran glauben. So ist es auch bei anderen Waren. Und China stellt am Ende auch den westlichen Konzern im Lande in Frage, wenn es alles abgekupfert hat und wachsende kantonale Überkapazitäten aus dem Wettbewerb der korrupten Parteifürstentümer (Wachstuuum der Staatsbetriebe) zwangsweise beseitigt werden müssen.

      Die sind dann lieber wieder hier und machen Umsätze, als global keine mehr. Und das kann man gerne beschleunigen, weil es auch die Niedriglohnära und neoliberale arbeits- und binnemarktfeindliche und exportwahnige Ära zu ende bringen hilft. Ich brauche keine Lampions und China-Böller, freue mich aber wenn sie zwischen „Made in Germany und alle Welt“ liegen und die Preise in spezifischem Material-, Energie-, Lohn-, Leistungs- und Währungsaufwand realistisch und vergleichbar fair ausgewiesen sind.

      MfG

  7. HandaufsHerz sagt:

    Hallo an Alle,

    Ueberblick ueber den Energiebedarf und die Emissionen der US-Streitmacht im Innland, Ausland und in Kriegsgebieten.
    Die UNU.N. und/oder NATO-Operationen sind voellig aus den Emissionsmessungen und Reduktionen ausgeschlossen.
    Das US-Militaer verbraucht 80% des amerikanischen Energiebedarfs.

    … „By every measure, the Pentagon is the largest institutional user of petroleum products and energy in general.

    Yet the Pentagon has a blanket exemption in all international climate agreements.

    The Pentagon wars in Iraq and Afghanistan;

    its secret operations in Pakistan;

    its equipment on more than 1,000 U.S. bases around the world;
    its 6,000 facilities in the U.S.;
    all NATO operations;
    its aircraft carriers,
    jet aircraft,
    weapons testing,
    training and sales

    will not be counted against U.S. greenhouse gas limits or included in any count.“ …

    Even according to rankings in the 2006 CIA World Factbook,
    only 35 countries (out of 210 in the world) consume more oil per day than the Pentagon.

    The U.S. military officially uses 320,000 barrels of oil a day.

    However, this total does not include fuel consumed by contractors or fuel consumed in leased and privatized
    facilities.
    Nor does it include the enormous energy and resources used to produce and maintain
    their death-dealing equipment
    or the bombs,
    grenades or
    missiles they fire.

    Bryan Farrell in his new book, „The Green Zone: The Environmental Costs of Militarism,“
    says that „the greatest single assault on the environment, on all of us around the globe,
    comes from one agency … the Armed Forces of the United States.“

    …“ „Steve Kretzmann, director of Oil Change International, reports: „The Iraq war was responsible for at least
    141 million metric tons of carbon dioxide equivalent (MMTCO2e) from March 2003 through December 2007. …

    The war emits more than 60 percent of all countries. …“

    … „Just how did the Pentagon come to be exempt from climate agreements?
    At the time of the Kyoto Accords negotiations, the U.S. demanded as a provision of signing
    that all of its military operations worldwide and all operations it participates in with the U.N. and/or NATO

    be completely exempted from measurement or reductions.

    After securing this gigantic concession, the Bush administration then refused to sign the accords.“ …

    … „According to environmental journalist Johanna Peace,
    military activities will continue to be exempt from an executive order
    signed by President Barack Obama
    that calls for federal agencies to reduce their greenhouse gas emissions by 2020.
    Peace states, „The military accounts for a full 80 percent of the federal government’s energy demand.“
    (solveclimate.com, Sept. 1)“ …

    … „Besides emitting carbon dioxide, U.S. military operations release other
    highly toxic and radioactive materials into the air, water and soil.“ …

    … „Around the world, on past and still operating bases
    in Puerto Rico, the Philippines , South Korea , Vietnam , Laos , Cambodia , Japan , Nicaragua , Panama
    and the former Yugoslavia , rusting barrels of chemicals and solvents and
    millions of rounds of ammunition are criminally abandoned by the Pentagon.“ …

    Zitate aus:
    „Pentagon’s Role in Global Catastrophe: Add Climate Havoc to War Crimes“

    by Sara Flounders, Global Research, December 19, 2009

    http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=16609

    • Paten sagt:

      Guten Tag. Die Weltwirtschaft existiert zu einem großen Teil wegen (mal nicht Keynes’scher, die gab es schon Jahrtausende früher) Staatsaufträgen zur politischen, finanziellen und ökonomischen Krisenschaffung und -beseitigung vermittels in Eisen gegossener und mit Öl bewegter Militärdoktrinen, deren wachsende materielle Nachfrage das damit produzierte globale Angebot an westlicher Freiheit permanent erhöht, bis der letzte Hindu kuscht. Der lebendigen Natur nachempfundene grüne Farbe für Material und Textiles der Streitkräfte ist in der Nachfrage weltweit der Top-Seller schlechthin mit leichter ökologisch bedingter Tendenz seine Marktposition an wüstengelb und Meeresblau mit leichtem Karbonstich zu verlieren.

      Natürlich muss man die Leichtfertigkeit der Verantwortlichen beim unprofessionellen Hochschaukeln von Chernobyl kritisieren, die dann noch den Wasserkontakt und die Endzeit unterbanden. Das haben wir in Hiroshima, Nagasaki, Nevada und Semipalatinsk oder auf dem Mururoa-Atoll schon deutlicher gesehen. Unsere Jungs in Nordafghanistan, wo wir sie geschützt in Kasernen glaubten, staunten nicht schlecht, dass die im Süden von den US-Soldaten gegen die hartschaligen Taliban abgeschossene Urankernmunition die Geigerzähler im Norden auf Trab brachte. So wie die Meldungen aus Deutschland über unerklärlich erhöhte radioaktive Strahlenwerte. Die krebsverseuchten Ex-Jugoslawen sind ja selbst schuld, wenn die dieselbe Munition nicht langsam mal beseitigen oder den ganzen Heimatboden ausheben, wo für die Freiheit der Kosovoressourcen gekämpft wurde.

      Natürlich kritisieren wir das Abbrennen von Begleitgas-Fackeln der Ölgewinnung. Deshalb braucht ja Europa die neue Pipeline. Aus ökologischen Gründen. Wer Öl sagt muss auch Gas sagen. Spontan fällt mir noch was Ziviles ein, das militärisch ist. Kourou und Baikonur und … (neben den vielen anderen Startrampen weltweit für seit 1232 weiterentwickelte China-Böller).

      Es gibt auch sprachliche Umweltverschmutzung im Militär: Die Sprengköpfe (darunter Atomsprengköpfe), die Dreckschleuder-Raketen beschleunigt transportieren, nennt man „Nutzlast“. Eine Ariane-5 ballert über den Dschungel von Kourou (französisch-Guinea am Äquator) und mit steigender Höhe immer breiter in den wenigen Startsekunden (2 Booster * 130 Sekunden) 2*238.000 kg Festtreibstoff plus Hauptstufe 158.000 kg in die Atmosphäre, also werden pro Start ~400.000 kg Treibstoff (inkl. 9,7 t der Oberstufe) mit Luft oxidiert. Das alles, um 5,8-21 t in All zu hieven, wobei man die ganze Rakete im All als hinderlicher Weltraumschrott und letztlich in der Erdatmosphäre entsorgt. Dagegen ist China pro Zeiteinheit ein Waisenknabe mit seinen Kohlekraftwerken Die bleiben wenigstens ganz.

      Unsere ESA verbrennt Ammoniumperchlorat NH4ClO4 und Al oder LOX und LH2 , was nichts weiter ist als Sauerstoff und Wasserstoff (was war gleich ein Treibhausgas – Wasserdampf?) oder gerne auch mal N2O4 und CH6N2. Und alle Militärs machen bei dem Ökoterror mit nur, um ein paar Spionagesatelliten aufzuhängen und Big Brother zu mimen (oder die SDI-Lüge zu verbreiten).

      Es sind dahinter übrigens dieselben Politilker, die gerade in Kopenhagen so besorgt taten. Vielleicht beginnt Ökologie bei Abrüstung 8auch im Weltraum), statt bei Kohlekraftwerken. Und da war Obama schon klar dabei. Offenbar leidet die Welt an multipler Persönlichkeitsstörung, wenn man das eine fordert, das andere nicht lässt. Wo ist die Ambulanz?

      MfG

  8. HandaufsHerz sagt:

    @ Paten,

    der Energiebedarf des US-Militaers betraegt 80% des gesamten Energiebedarfs der USA und ist off topic, kein Thema fuer Klimavergleiche, Messungen oder gar Reduktionen.
    Dies wurde von Bush zur Bedingung fuer die Unterzeichnung der Klimavertraege gemacht. Worauf er die Zusage bekam, aber trotzdem nicht unterschrieb.
    Die gleichen Bedingungen fuer die Ausnahme der US-Streitmacht aus den Messungen hat Obama gestellt.

    So werden in Wirklichkeit nur 20% des Energiebedarfs und der Emissionslast der/den USA gemessen/angerechnet.

    Selbst die nur bemessenen 20% des/der tatsaechlichen Energieverbrauchs/Emissionen weisen die USA als zweitgroessten Umweltverschmutzer aus.

    Das US-Militaer benoetigt taeglich 320.000 Barrel Erdoel.
    Nur 35 von 210 Laendern verbrauchen genauso viel oder mehr.
    Waehrend der Kriegsfuehrung ergeben die Emissionsberechnungen einen 60% Anteil an den gesamten Weltemissionen.

    Gruesse
    Gisela

    • Paten sagt:

      Guten Tag. Viel Dank. Hatte ich doch schon auf Englisch verstanden. Wollte ja nur ergänzen, dass überall noch Raketen- und speziell kosmische Streitkräfte mit enormen Umweltschäden dazukommen und die im Text erwähnten Atomwaffen keineswegs nur große Bomben sind, die fürchterliche Schäden wie beim GAU anrichten, sondern schmutzige kleine strahlende krebserrende Stahlmantelgeschosse.

      In Kyoto 1997 (50 Jahre Geheimabkommen beendet) verweigerten die USA und GB übrigens auch Aufklärung über ihren Anteil am Versenken der Hitler’schen Chemiewaffen, die sie sich mit der UdSSR als Beute teilten und dann gemeinsam die 302.000 Tonnen in Nord- und Ostsee auf Schiffen versenkten. Gerade Dänemark, wo vor der schönen Urlaubsinsel Bornholm langsam alles Leben erstirbt und bei 3 g Arsen pro kg Grund noch Schleppnetzfischerei betrieben wird und alles schon genetisch mutiert, was auch hier krebserregend und mikrobiologisch ungeprüft auf den Ladentisch kommt, sollte sich bewegen wie die anderen Ostseeanrainer (Wasseraustausch alle 30 Jahre) auch: Rost verhandelt nicht und der GAU darf in den nächsten Jahren erwartet werden, wenn alles unbewohnbar und unbefahrbar wird und Kampfgaswolken (u.a. Senfgas, Zyklon-B, Sarin, Tabun… 14 Arten) aus Verdunstung gebildet werden. Aber auch hier bleibt die Öko-Queen wie andere auch ignorant und untätig. Co2 hat noch Zeit, erwärmt aber auch große Gewässer und fördert die Verdunstung. Ein gekipptes stehendes Gewässer voll mit freigesetzten chemischen Massenvernichtungswaffen nicht. Es ist irreparabel. Schröder (Gazprom) weis es auch. Hat sich aber hinreißen lassen zu erklären, die hätten vor Leitungsbau alles untersucht und nichts gefunden. Keine Gefahr. Haben sie aber beides nicht. Hier wird nun bewusst die Wissenschaft politisch missbraucht und die Bevölkerung direkter Gefahr ausgesetzt. Auch in den dänischen Gewässern. Mal sehen wer mit den Giftgasbehältern,die man wegen Bruchgefahr (alle dünnwandig von 6 cm seit 1946 runtergerostet) nicht mehr heben kann, in Verhandlungen tritt.

      Ja. Kriege sind auch lange nach ihrem Ende geeignet, dass alle und auch die Sieger verlieren – ökologisch, biologisch, ökonomisch. Irgendwie scheint das aber niemanden zu interessieren.

      MfG

  9. HandaufsHerz sagt:

    Hallo an Alle,

    da hat wohl die Bildzeitung mangels Spanischkenntnis oder mangels indigener Sprachkenntnis wohl etwas verwechselt.
    Hugo Chavez sprach am Ende seiner Rede von „Pachamama“, was fuer die Indianer Suedamerikas „Mutter Erde“ bedeutet.
    Pachamama ist Pachamama, die Erde, fuer die Ureinwohner ein lebendes Wesen und brauch deshalb nicht irgendwie personifiziert zu werden.

    Wahrscheinlich war Bild von der nicht erwarteten Spiritualitaet des venezuelanischen Praesidenten beeindruckt.

    Wenn Mutter Merkel, dann vielleich Adoptivmutter der nicht geerdeten Neoliberalen und der scheuen, heimatlosen Kapitalrehe.

    Gruesse
    Gisela

  10. heiner sagt:

    @HandaufsHerz: Frage. wo kann man die 80% nachprüfen?
    Die scheint mir eindeutig zu hoch.
    MfG

  11. Klaus sagt:

    „Wäre die Welt eine Bank,
    hättet ihr sie längst gerettet!“
    (Greenpeace)

    Die Banken wurden nicht gerettet, es wurden nur „wunderschöne“ Zahlen bestätigt.

  12. Paten sagt:

    Guten Tag. Der geistige Hungerhaken von BILD-Redakteur (der heißt auch noch ‚Link‘) mit dem öden Muttipus-Komplex oder so verwechselt wohl, wenn er dort 2010 im nebligen Geiste weißen Rauch aufsteigen sieht, Bonner Krematorien, das Wasserwerk des Alt-Bundestages oder das ölverbrennende Heizkraftwerk Köln-Merkenich mit der Sixtinischen Kapelle, wo man die Kardinäle in schöner alter Tradition solange einsperrt (= cum claudere = Konklave), bis sie sich einig sind, wer der neue Boss, sprich Pabst sein soll, wonach sie mit trockenem Stroh die chemisch behandelten Wahlzettel verbrennen, damit es schön weiß mit 8 Byte (JA) räuchert. Diese versimpelte Adaption des nordamerikanischen Indianertelefons dürfte in Bonn schon deshalb nicht zum Tragen kommen, weil es nicht um eine Wahl, auch nicht um die Wahl eines Klima-Pabstes, gehen wird und da eine ungekrönt entthronte (floppenhagente, um im BILD zu bleiben) Klima-Queen Merkel, auch wenn sie CDU-Chefin ist, in der katholisch-römischen Sixtinischen Männer-WG auf Zeit niemals Kardinal werden dürfte (es kann nur eine Cardinale geben), ergo gar nicht stimmberechtigt wäre. Zu allem Übel bedeutet der Vergleich auch noch, dass erst ein Klima-Pabst verstorben sein muss, bevor die betuchten Rauchmelder sich versammeln dürfen. Wie soll man alles das bis Bonn 2010 schaffen?

    Ob ‚Mutti Erde‘ nun eine kleinkindliche Bezeichnung für ‚Humus‘ sein soll, bleibt BILD überlassen. Aber, machen wir uns schon mal warm für die wahrscheinliche redaktionelle Steigerungsform: All-Mutter oder Omnimater, Kosmama oder engl. Cosmum. Ich nenne diese Mutti lieber ‚Carbonara‘*! Vorname ‚Alla‘.

    Aber die Idee mit dem Wahlzettel verbrennen hat was. Weißer Rauch ist allemal anschaulicher für die Umweltbelastung als nur spürbare heiße Luft allerorten. Um beim Klimawandel und dem zu bleiben, was es Wahrheit aufheizt.

    MfG

    *Wikipedia: Carbonara bezeichnet im römischen Dialekt eine Köhlerin oder Kohlenhändlerin.

  13. heiner sagt:

    Im Spiegel steht ein Artikel: China freut sich über Klima Fiasko.
    Und zeigt dem Rest der Welt eine lange Nase!
    MfG

  14. HandaufsHerz sagt:

    @ heiner,
    der Hauptartikel ist unter
    http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=16609

    zu finden. Es sind Buecher und Interviews und Aussagen zitiert.
    Ausserdem gibt es Querverweise und Links.

    „Peace states, „The military accounts for a full 80 percent of the federal government’s energy demand.“ (solveclimate.com, Sept. 1)“

    Gruesse
    Gisela

    • heiner sagt:

      @Gisela: Danke für die Antwort.
      Ich bleibe bei meinem Zweifel weil:
      Ölverbrauch USA 2007/pro Tag/Barrel: 20Mill.
      80% davon wären………………..: 16Mill.
      Rest also……………………..: 4Mill.
      Dazu Pkw-Bestand USA 2007……….: 160Mill.
      Irgendetwas kann da absolut nicht stimmen!?
      weil 4Mill. Barrel für gesamt USA(ohne Militär)?????

      Die Zahlen für den täglichen Verbrauch sind leicht recherchierbar.
      MfG

      • globalnote sagt:

        @heiner, gisela,

        According to the US Defense Energy Support Center Fact Book 2004, in Fiscal Year 2004, the US military fuel consumption increased to 144 million barrels. This is about 40 million barrels more than the average peacetime military usage. By the way, 144 million barrels makes 395 000 barrels per day,

        Das sind gerade einmal 2 % des US Ölverbrauchs und zeigt die Unseriösität von Giselas Quelle.

      • Paten sagt:

        Guten Abend. Hier werden 500.000 b/d und davon 350.000 im Ausland für das Pentagon (zu Billigpreisen)zugrunde gelegt:

        http://www.energybulletin.net/node/21330

        Bei ~20 Mio. b/Q = 20 Mio. b/90 Tage ~ 220.000 b/d offizielle Angaben für USA zivil mit 69% Importanteil (EIA).

        Pentagon Verwendung 2005:

        Energy use in FY2005 among the branches:
        -Air Force 53%,
        -Navy 32%,
        -Army 12%,
        -the rest 3%.

        Fuel use by mode:
        -Aviation fuel 89% (mobility 49%, fighter 25%, bomber 7%, trainer 3%, other 5%),
        -ground fuel 3%,
        -facility electricity 3%,
        -other 5%.

        Ergo: Luftwaffe ist größter Umweltverschmutzer, danach Marine.

        Wo haben wir die größten Öko-Probleme: Luft und Wasser.

        MfG

      • globalnote sagt:

        @Paten

        Nach EIA waren es 2008 19,551 Mio/b/d und nicht b/Q US Ölverbrauch.

        Beste Gruesse
        Joachim Jahnke

      • Paten sagt:

        Guten Abend. Ja, Sie haben recht. Ich habe die zivilen Q1-Q4 angesehen und übersehen, dass die als Tagesverbrauch pro Quartal angegeben wurden:

        http://tonto.eia.doe.gov/cfapps/ipdbproject/iedindex3.cfm?tid=50&pid=54&aid=2&cid=US,&syid=2005&eyid=2009&freq=Q&unit=TBPD

        Oben, in der fehlerhaften Berechnung, käme man 2005 auf 500+220 = 720.000 b/d, wovon die 500.000 fürs Pentagon ~70% sind, die heute -bei Ausbau der Militärbasen um RF und China bei 80% liegen könnten, wie von Gisela angezogen.

        Da nun der Ablesefehler ersichtlich ist, stehen die ~20,7 Mio. ziviler Verbrauch Barrel/Tag 2005 + die 0,5 Mio. Barrel/Tag Pentagon im Verhältnis 0,5*100%/(20,7+0,5=)21,2 = 2,35% Anteil Pentagon an Gesamtverbrauch Erdöl USA, womit Sie -selbstverständlich- recht haben, dass die Quelle von Gisela unseriös sei (zumindest fehlerhaft rechnete).

        Drum prüfe wer sich ewig (an seine Aussage) bindet, ob sich’s Prozent auch noch im Nominal befindet. 😉
        q.e.d.
        Danke und beste Grüße.

  15. heiner sagt:

    @globalnote: Danke!

    Mir kam gleich auch sehr merkwürdig vor!
    MfG

  16. HandaufsHerz sagt:

    @heiner,@Paten,@globalnote,

    leider habe ich erst heute morgen die Kommentare gelesen.
    So ganz bin ich nicht ueberzeugt von Eueren Berechnungen.
    Leider kann ich die Quelle von Paten nicht oeffnen und ich komme weder in die Importdaten, noch in die Verbrauchsdaten der EIA rein (kann ein Server-Fehler sein)
    Und beziehen sich Euere Berechnungen fuer den zivilen Bereich, also die 20,7%, nicht ausschliesslich auf den zivilen Bereich des Pentagons oder auf die Gsamtwirtschaft der USA?

    Jedenfalls sind jede Menge Fragen noch offen.

    Leider komme ich auch ohne Mitgliedschaft in viele Quellen nicht rein.

    Jetzt stehe ich vor der Frage, soll ich weitersuchen, oder lasse ich es sein, weil auch meine Zeit begrenzt ist.

    Mich interessiert in dem Zusammenhang aber auch die
    Erdoelvorratsspeicherung und ob hierueber auch Import- und Verbrauchsdaten vorliegen. Dient die Erdoelresereve der zivilen (nicht der Zivilbereich des Pentagons)oder der militaerischen Nutzung?

    Gruesse
    Gisela

    Fuer mich ist jetzt klar, je mehr Fragen, umso mehr Fragen offen.

  17. Mitleser sagt:

    Sehr geehrter Herr Paten,

    bevor der Gisela und ihrer Quellenangabe noch mehr Unrecht getan wird, möchte ich darauf hinweisen, daß in der Quelle von „80 percent of the federal gouvernment’s energy demand“ gesprochen wird. Das ist der Energieverbrauch der Bundesregierung (der USA) und ihrer Organe, zu denen auch das US-Militär gehört, nicht der Energieverbrauch der gesamten USA, mit dem hier im Thread gerechnet und debattiert wird.
    Kleine Ursache, große Wirkung. Bitte etwas genauer lesen (und übersetzen), damit die Debatte nicht sinnfrei wird.

    Ansonsten wie immer interessant und vergnüglich zu lesen (vom intellektuellen Standpunkt aus, weniger wegen der ernsten Thematik). Wünsche weiterhin erfolgreiche Arbeit! Grüße – ein Mitleser

    • globalnote sagt:

      @Mitleser,

      Herzlichen Dank für die notwendige Korrektur. Allerdings haben wir alle, auch Gisela, den falschen Vergleich diskutiert. Doch wenn es sich also nur auf die Regierungsnachfrage bezieht, was ist dann so aufregend daran? Auf 80 % hätte ich dann auch getippt, und wahrscheinlich ist der Prozentsatz bei Deutschland mit all den Flügen der Bundeswehr nach Afghanistan und sonstwohin, den Übungen mit schwerem Gerät, der Beizung der Kasernen etc. nicht viel geringer. Auch die amtlichen Flüge, nach Kopenhagen z.B., werden unter dem Zeichen der Verteidigungsministerien getan.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

    • Paten sagt:

      Guten Abend und willkommen, Mitleser.
      Da wir in so fröhlicher vorweihnachtlicher Runde der Wahrheit auch in diesem Fall mit dem Lasso nachzujagen gedenken, habe ich die (Grat)Wanderung zu den Quellen aufgenommen und tue das Resultat hiermit der geneigten Mitleserschaft in Aug und Ohr:

      As the nation’s biggest consumer of energy, the Department of Defense spent $20 billion on fuel in 2008, with $7.7 billion of that on aircraft fuel alone. The military accounts for a full 80 percent of the federal government’s energy demand and more than 1 percent of the national total.

      Quellenquelle:
      http://solveclimate.com/blog/20090901/big-goals-long-way-go-shrink-militarys-massive-carbon-bootprint

      Zum Heilen der Wunden
      wir hier verkunden:
      Gisela tat nichts Unrechtes.
      Wir diskutierten was Unechtes.
      Das Militär verbraucht zu sehr
      (80% Regierungs-Share).
      Es sollte damit auch nicht pranzen,
      denn das ist >1% vom Ganzen.

      Wir hatten das berechnet
      oder nah vermutet.
      Die Sache ist geklärt.
      Und dat is doch wat jutet!

      😉
      MfG

      • globalnote sagt:

        @Gisela, Mitleser, Paten, heiner und alle,

        Ich schließe ich mich gerne Paten an. Es wäre natürlich schön gewesen, das vollständige Originalzitat gehabt zu haben. Aber dafür kann Gisela nichts (bei der ich mich ob meiner letzten und nun gelöschten ungeduldigen Reaktion entschuldige), denn Global Research hat einfach unsauber und bewußt verkürzt zitiert, um die ganze Geschichte aufzubauschen. Darauf sind dann drei Erwachsene Menschen hereingefallen, bis ein Vierter als korrekter Leser des Zitats kam und einer der Drei die Originalquelle mit dem kompletten Zitat nachschlug. Nun haben wir alle etwas gelernt und können uns freuen, daß das US Militär nach „solve climate“ so viel weniger Energie verschwendet als zeitweise befürchtet.

        Beste Gruesse
        Joachim Jahnke

  18. heiner sagt:

    Schön, Paten rutscht einen nach oben!
    MfG

  19. HandaufsHerz sagt:

    @Paten, @heiner,@globalnote,

    leider suche ich immer noch nach einer Bestaetigung Euerer Meinung. (Bitte entschuldigt, ich wende die englische Anredeform an, weil es einfacher ist).
    Also prinzipiell bin ich nicht amerikafeindlich eingestellt. Im Gegenteil, ich bewundere den Mut der amerikanischen Kritiker. Ein Teil meiner Verwandtschaft lebt in Amerika (Florida) und sie sind Amerikaner.

    Mein Vater war den groessten Teil seines Lebens bei der amerikanischen Luftwaffe beschaeftigt und war, nach mehreren „mangement training“ in den USA, zuletzt (obwohl Deutscher)Financial council advisor.
    Wir Kinder sind praktisch mit amerikanischen Kindern aufgewachsen. So war uns damals schon der Gruss „High“ heute nur noch „Hi“ gelaeufig.

    Zum Glueck hat er die USA-Kriege der juengsten Vergangenheit nicht mehr miterlebt, sonst waere wohl auch er, so wie ich, zutiefst enttaeuscht gewesen.

    Ich habe jetzt den „International Forecaster“ von Bob Chapman angeschrieben und warte auf eine Antwort in seinen Publikationen zum Thema USA-Militaer-Energieverbrauch, da ich immer noch nicht in die Oelverbrauchs- und Oelimportdaten der EIA reinkomme.
    Leider weiss ich nicht, da er, aehnlich wie Herr Jahnke, saemtlich Wirtschaftsdaten veroeffentlicht und ausfuehrlich kommentiert, ob er speziell zum Thema Militaer-Energie-Verbrauch ueber Datenmaterial verfuegt.
    Ich warte ab, denn die Stimmen der Kritiker sind mir wichtig.

    Gruesse
    Gisela

  20. HandaufsHerz sagt:

    Hallo an Mitleser,

    vielen Dank fuer die Richtigstellung und fuer die Verteidigung.

    Ich hatte falsch interpretiert, obwohl ich richtig uebersetzt hatte.

    Aber, wuerden die Streitkraefte miteinbezogen in die Emissionsberechnungen, so muesste nicht geraten oder spekuliert werden. (Bush hatte die Nichteinbeziehung des Militaers in Kyoto zur Bedingung gemacht)

    Wenn z.B. der Oelverbrauch nur 2% des Gesamtverbrauchs der USA ausmacht, muss daraus
    kein Geheimnis gemacht werden.

    Gruesse
    Gisela

    • Paten sagt:

      Guten Abend. Richtig. Wenn ich aber die USA militär-ökologisch verteufeln will, unterschlage ich das für den zumeist unkritischen Leser und erwecke den Endruck 80% Militärverbrauch = 80% „Staats“verbrauch (Government kann auch hier so verstanden werden)+ weltweite Militärbasen = Klimasünder Nr. 1 global. Die Abkürzung des Original-Zitats war daher bewusste Stimmungsmache im Vorfeld auch Kopenhagen, wie die geklauten Klimadaten oder die Indian Times am 18.12. mit (auch den Annex 1 betreffenden OECD-Regierungen lange bekannten Fakten, die dann benutzt wurden, um jetzt wieder in der Versenkung zu verschwinden). Was Bush betrifft, hat dieser Tunichtgut nur den monopolaren Weltmachtanspruch in Kyoto gucken lassen, wie jetzt Jintao/Wen, indem er alle Militäroperationen der USA -egal wieviel%% Ölverbrauch) als ComiC (Commander in Chief, haha) von jeder Informationsseite her als geheim und ausschliessliche Sicherheitsangelegenheit der USA unprüfbar zu machen hatte. Man ist niemandem in der Welt rechenschaftspflichtig, aber alle Welt den USA.

      Alles Gute und schönen Jahreswechsel.

      MfG

      • globalnote sagt:

        @Paten,

        Zeigt eigentlich nur, wie man Quellen überprüfen muß, ehe man sie benutzt. Nochmals Paten vielen Dank für die Aufklärung.

        Beste Gruesse
        Joachim Jahnke

  21. HandaufsHerz sagt:

    @heiner,
    danke fuer die Quellenangabe, habe bereits nachgelesen.

    @ Paten, ich glaube, ich habe dass mit dem government falsch verstanden, es muss auf Englisch nicht unbedingt falsch verstanden werden. Aber die Quelle von solveclimate.com war mit Datum in dem Artikel angegeben (man musste natuerlich suchen).

    Danke fuer Deine erfolgreiche Suche.

    Da war aber im Vorfeld der Klimakonferenz aber auch noch was mit E-Mails, die versehentlich an die Oeffentlichkeit geraten sind.
    Das habe ich bis jetzt auch noch nicht richtig verstanden, weil ich nur kurze Meldungen im Rundfunk
    mitbekommen habe.

    Oh Gott, was man alles wissen muss um gerecht zu sein!

    Gruesse
    Gisela

  22. Womi Niller sagt:

    Da fragt man sich beim groben Durchlesen schon, ob man selbst nicht komplett auf den Kopf gefallen war. Danke fur deine Berichte

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