1605

Gedanken zur Zeit 1605 16-12-09: Nein, so kommt der deutsche Wirtschaftskarren nicht aus dem Dreck

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8 Responses to 1605

  1. Matt sagt:

    „Passend“ dazu titelt das Handelsblatt heute auf Seite 1: „Globalisierung rettet Firmen aus der Krise“

    http://www.google.de/search?q=handelsblatt+„globalisierung+rettet+firmen+aus+der+krise“

    „66,2% ihres Umsatzes machen die großen börsennotierten Konzerne im Ausland.“

    Dazu noch eine hübsche Tabelle, die man anhand mehrerer Kriterien sortieren kann.

    Nimmt man dazu noch die Info, dass mehr als die Hälfte der im DAX vertretenen Unternehmen ausländischen Investoren gehören, dann wirft das bei mir die Frage auf, die sich auch der Kommentator Dieter Fockenbrock (Chefkorrespondent Unternehmen) des Handelsblattes auf Seite 1 stellt: „… warum deren Zentrale überhaupt noch eine deutsche Adresse führt.“

  2. heiner sagt:

    Dazu noch die letzten Zahlen aus dem „Entwicklungsland“
    China.Mit 114 Milliarden Dollar ist bis auf eine Milliarde
    das Vorjahresergebnis(November 2008) wieder erreicht!
    Erinnert mich irgendwie an einen Tsunami!?
    Na ja , deutsche Technik wird schon helfen!?
    MfG

  3. Tic sagt:

    /Sarkasmus an/
    Ist doch logisch. Bereits vor vielen Jahren, als der Steuersatz der Großunternehmen bei über 50 Prozent lag, hat der Finanzvorstand eines Fahrzeugherstellers aus München damit geprahlt, die Steuerlast auf 11 Prozent gedrückt zu haben.
    Wenn man dies mit dem jetzigen Steuersatz von unter 30 Prozent durchrechnet, bekommen die Unternehmen für ihre Milliardengewinne sogar Steuerrückzahlungen !!!!
    Das mag irre klingen, aber unser Steuerrecht ist inzwischen so pervers, daß das tatsächlich in diese Richtung geht.
    Es ist also in keinster Weise verwunderlich, daß die Unternehmen noch in Deutschland ihren Hauptsitz haben.
    In keinem anderen Land geht es ihnen bzgl. Steuern inzwischen so gut wie bei uns! Hier läßt es sich Großunternehmerisch halt am Besten leben.
    /Sarkasmus aus/

  4. Paten sagt:

    Guten Abend. Wie wahr. Was wir alles brauchen sagt ja auch was wir alles nicht mehr brauchen.

    Wiederaufbau und Rekonstruktion der (zumindest)sozialen Marktwirtschaft basiert auf effektivem Wissens- bzw. Volksbildungsmanagement, wäre die Losung.

    Hoch auf dem gelben Wagen… aber der Wagen, der rollt!

    MfG

  5. HandaufsHerz sagt:

    Hallo an Alle,

    gestern habe ich von einem Angehoerigen der sogenannten Oberschicht folgende Bemerkung vernommen:

    „Es gibt keine Finanzkrise -jedenfalls nicht fuer die Reichen. Wenn, dann gibt es die Krise nur fuer die Armen. Die Armen werden dann noch aermer. Aber wir Reichen werden reicher“.

    Welche Ethik und welches Mass steckt dahinter?

    Ueber was wird hier im Infoportal eigentlich diskutiert?

    Oder, ist die Finanzkrise von der Finanzelite etwa bewusst inszeniert worden, um, innerhalb kuerzester Zeit, eine massive Umverteilung von unten nach oben zu bewirken?

    Ich glaube, dass es nicht nur so aussieht.

    Dann erwartet diese Schicht auch noch Anstand im Umgang mit ihnen, obwohl deren Anstand nur aus Foermlichkeiten und einem asozialen Verantwortungsbewusstsein besteht.

    Die Finanzelite sollte, zur Abwechselung, mal selbst die Rolle des Suendenbocks uebernehmen, denn eine Volkswirtschaft kann sich die Exclusivitaet dieser „Elite“ nicht mehr leisten. (die Umwelt auch nicht mehr).

    Gruesse
    Gisela

    P.S.: Die asoziale Dummheit einer solch verantwortungslosen Oberschicht ist erzieherisch wertlos.

    • Paten sagt:

      Guten Tag. Superreichtum einzelner und Ethik der Allgemeinmeinheit sind diametral. Allerdings ist die Finanzkrise Folge der gezielt beschleunigten Umverteilung durch Steuerbegünstigungen des Kapitaleigentums bei Lohnsenkungen (Niedriglohnsektor) und Senkungen staatlicher Sozialleistungen (Hartz I-IV)durch alle seine neoliberalen Regierungen etc.
      Die Geldakkumulation in wenigen Händen verliehen an Banken plus deren Kreditschöpfungshebel daraus (bis 1:70 bei Ackermann) erfanden einen fiktiven Markt: fiktives Kreditgeld aus der Bits&Bytes Abteilung der Banken kauft und/oder wettet auf fiktive Waren (u.a. auf die Zahlungsfähigkeit Zahlungsunfähiger) aus der Bit&Bytes Abteilung der Banken und Versicherungen.The winner takes it all und der Verlierer – meldet bei der Volksvertetung seinen Rückerstattungsanspruch an, was man Bankenrettung nennt. Ergo kommt die verlorene Geldmenge wieder in Umlauf – zu der gewonnenen dazu. Dazu muss dann die Bit&Bytes Abteilung …
      Wenn man nun auf Griechenlands Wert an Staatsobligationen wettet, wettet man im selben Stil auf die Zahlungsunfähigkeit des griechischen insgesamt zur Schuld als subprime zu wertenden Steuerzahlers, der bei steigenden Zinsversprechen zur Heranziehung von immer schneller umschlagenden Umschuldungsgeldern,denn aus Steuern läuft da gar nichts mehr, immer mehr volkswirtschaftliche Leistungen bringen , als z.B. Exportweltmeister werden müsste. Die vielen geparkten Ost-Gelder in GRE sind jetzt bei Bankpleiten in Gefahr und kommen in Bewegung.
      Die Geldmenge spielt wertmäßig beim Aufblasen insofern eine Rolle, weil man nur damit ohne langen Weltkrieg den Planeten (Land, Rohstoffe, Wasser..)restlos kapitalisieren kann. Einmal in Eigentumsrecht mit Geld „legal“ umgewandelt, spielt der Geldwert bei der Eigentumsverfügung (Verknappung, Vorenthaltung und rationierende Verteuerung) und deren gewaltsamer Verteidigung durch den „Rechtstaat“ gegen die Benachteiligten eine untergeordnete Rolle.

      Fiktives Geld kauft konzentrierend und zentralisierend die globalen Realwerte zwecks totalitärer Kontrolle als rechtstaatlich gedecktes
      Privatgeschäft. Daher keine effektive Finanzmarktkontrolle. Mit der China-Karte hat man jede Begründung, empört zu schreien,gezwungenermaßen zu kooperieren oder die Neokapitalisten der KP mit frischem Geld abzuwehren, die ja die „Welt ist nicht genug“ spielen und böse alles aufkaufen.

      MfG

  6. Christian Wagner sagt:

    Hallo miteinander,
    leider stehen wir mit dieser Ansicht noch in der Minderheit. Die platte Wirtschaftsjournaille wie Handelsblatt, Spiegel-Online und dergleichen, wie aber auch unsere Bundes-Angie, heben ja nun deutlich positiv hervor, dass gerade die Ausrichtung auf den Export Deutschland wieder nach vorne bringt, da die Schwellenländer, insbes. China anscheinend schon wieder boomen. Also ich behaupte mal, dass keiner den Schuss gehört hat, es wird weitergemacht wie zuvor. Deshalb bleibe ich auch weiterhin störrisch bei meiner Aussage, dass der -unfriedliche- Knall noch kommt. Friedliche Revolution a la DDR 2.0 – no way!

    • Paten sagt:

      Guten Tag. Knall hin oder her. Ohne sehr breiten und organisierten Konsens und systemische Infragestellen böllern nur ein paar Minderheiten wie die Studenten oder Daimler- und Opel-MA lokal vor sich hin. Und selbst das ist nur auf gewisse Partikularziele gerichtet. Deshalb begünstigt die FDP ja unsinnig lieber ein paar Bevölkerungsklientelgruppen, die so als „Streikbrecher“ landesweit lokal metastasieren.
      Ist noch ein langer Weg bis Mehrheiten mehr Fragen stellen oder gar selbst die Antworten geben. Und demographisch wächst da auch keine gesunde Kämpfernation heran. DDR war vom Osten gegen Geld freigegeben und vom Westen eingekauft und gewollt. Wer gibt heute was dafür? Der Niedriglohnsektor ist doch der klare Ausdruck der erreichten „Wert“schätzung.

      MfG

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