1562

global news 1562 09-06-09: Deutschland „down and out"?

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6 Responses to 1562

  1. Paul sagt:

    Mich würde mal interessieren, warum allenthalben verbreitet wird, dass sich die gegenwärtige Krise schon nächstes Jahr oder sogar noch dieses Jahr wieder abschwächen würde, obwohl man es nicht fertiggebracht hat, sie in dieser Dimension vorherzusagen. Die letzte Krise in Japan hat doch ein Jahrzehnt gedauert. Wird sich dieses Land diesmal wirklich in 1-2 Jahren erholen? Handelt es sich denn um eine „Blitzkrise“?

  2. Paul sagt:

    Danke für den Hinweis. Werden die Japaner da je wieder rauskommen? Die hatten ja beim letzten Mal schon alles Mögliche dagegen getan und konnten bis jetzt (nach 15 Jahren) ihre faulen Kredite nicht vollständig loswerden.

    • globalnote sagt:

      @Paul,

      Die haben neben der nicht richtig aufgeraeumten Bankenkrise vor allem den selben Kardinalfehler wie wir, weil sie alle Karten auf den Export gesetzt haben und ihre Binnenkonjunktur verkommen liessen. Aus dieser Grube kommt man schwer wieder raus. Deutschland kann es durchaus aehnlich ergehen. Hinzu kommt die stark alternde Bevoelkerung (wie in Deutschland), die noch mehr zum Sparen neigt.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

  3. Gaby sagt:

    Hallo, miteinander,

    deutsche Unternehmer waren in den letzten Jahren gezwungen, ausländische Absatzmärkte zu finden, weil die deutsche Binnenkonjunktur per Lohn-/Gehaltsdrückerei so entsetzlich vernachlässigt wurde. Wir haben alles auf eine Karte, nämlich den Export gesetzt, obwohl der nur zu knapp 40 % am deutschen BIP beteiligt ist. Aber unsere Polit- und Wirtschaftsstrategen glaubten, wir könnten die restlichen 60 % Binnenmarkt völlig vernachlässigen.

    Das Ausland nahm unsere Waren gerne an und wir brüsteten uns sechs Jahre in Folge, Exportweltmeister zu sein, ohne bemerken zu wollen, dass die anderen Völker unsere Waren nur deshalb kaufen konnten, weil sie sich verschuldeten und die breite deutsche Bevölkerung mehr und mehr verarmte.

    Eine Gegenwart, deren Grundlagen Schulden sind, hat keine Zukunft. Früher oder später platzt der schöne Schein des in Wahrheit nicht existenten Konsum-Perpetum-Mobiles. Und genau das ist im Herbst 2008 unübersehbar und weltweit geschehen.

    Nun knabbern die Völker dieser Erde an ihren Schulden und fragen sich ängstlich, wie es weiter geht. Jedenfalls nicht so unsolide, wie in der Vergangenheit.

    Game over!

    Gaby

  4. Lutz sagt:

    Hallo Gaby,

    Sie schreiben:
    „Nun knabbern die Völker dieser Erde an ihren Schulden und fragen sich ängstlich, wie es weiter geht. Jedenfalls nicht so unsolide, wie in der Vergangenheit.
    Game over!“

    Klingt gut, ist aber noch zu früh. Die Re-Inflationierungsbemühungen der Regierungen und Notenbanken gründen auf Geld, welches „mal eben so“ gedruckt wird (dabei schließe ich die Staatsbürgschaften für Pleiteunternehmen ein). Unsolider geht es nicht.
    Bevor das große „Game Over“ erscheint, wird noch mal tief in die Trickkiste gegriffen. Die Schwimmbewegungen werden hektischer, die Maßnahmen der Regierungen/Notenbanken werden unkonventioneller und die Beträge, die in die Hand genommen werden (müssen), werden immer größer. M3 wird nicht mehr veröffentlicht, von den Arbeitslosen zählen wir nur noch die besonders hübschen und die Inflationsrate wird so lange mit Korrekturfaktoren bereinigt, bis sie ganz sauber ist. Mal schauen, was noch kommt.

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