2592

global news 2592 28-01-12: Weiter real sinkende Tariflöhne

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4 Antworten zu 2592

  1. Manfred Steingrube sagt:

    So lange konfliktscheue Gewerkschaften den Ton angeben, wird sich nur wenig bis gar nichts für Arbeitnehmer zum Positiveren wenden.

  2. Heiner sagt:

    Zum Thema:
    13 befristete Arbeitsverträge in 11 Jahren ist rechtens?
    Haben die Richter noch alle Tassen im Schrank?
    http://www.zeit.de/karriere/beruf/2012-01/urteil-mehrfachbefristung
    MfG

  3. Manfred Steingrube sagt:

    Zumindest drängt sich mir der Gedanke auf, dass der Europäische Gerichtshof für eine wirtschaftsfreundliche Rechtssprechung steht. Anderes lässt es sich aus meiner Sicht nicht interpretieren, wenn der EuGH eine 13malige Kettenbefristung mit sachlicher Begründung in „aneinanderreihenden“ Vertretungsfällen als unter Umständen mit europäischem Recht vereinbar erklärt. Es zeigt aber auch zugleich, wie Lobbyisten fern von der Öffentlichkeit auf das deutsche Gesetzgebungsverfahren Einfluss nehmen. Das Teilzeit- und Befristungsgesetz lässt im Falle einer Befristung mit sachlicher Begründung die Häufigkeit und Dauer derartiger Arbeitsverhältnisse leider offen. Das heißt, es ist nach meiner persönlichen Beurteilung politische Absicht gewesen, auf diesem Wege prekäre und unsichere Arbeitsverhältnisse zu schaffen. Als „Brücke zum Arbeitsmarkt“, wie es die Springerpresse ihren Lesern weismachen will, sind solche Arbeitsverhältnisse sicherlich nicht zu verstehen. In Deutschland gibt es ebenso wenig einen „Arbeitsmarkt“ wie es eine „Basarökonomie“ gibt. Nach meinem Verständnis regeln Angebot und Nachfrage immer noch den Preis eines Produkts auf dem Markt. Übersetzt heißt das doch nichts anderes, dass ein Arbeitssuchender so gut wie keine Wahlmöglichkeiten hat, wenn er nicht in die „Mistgeburt von Hartz IV“ geraten will und deshalb jedes Angebot annehmen muss. Was hat das noch mit einem Markt noch zu tun? Von Wahlfreiheit kann also keine Rede sein. Er wird durch deutsche Gesetze dazu gezwungen, jede Arbeit anzunehmen.

    • Gast sagt:

      Und wenn er “in die Mistgeburt von Hartz IV geraten” ist, so hat er erst Recht keine Wahl mehr. Jetzt muß er jeden Job annehmen; befristete mit menschenunwürdigen Niedrigstlöhnen – selbst unter 3 € liegende!

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