Dieser Beitrag wurde geschrieben von am Freitag, 30. September 2011 um 8:42 pm und eingeordnet unter Uncategorized. Du kannst den Antworten zu diesem Eintrag mit Hilfe des RSS-2.0-Feeds folgen.
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Mich wundert es sehr, dass der DGB die angeblich guten Arbeitslosenzahlen (siehe dort die Homepage) zwar nicht wie die Bundesregierung hochjubelt, aber auch nicht sonderlich kritisiert und die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen veröffentlicht, die ihnen ja ebenfalls zur Verfügung stehen.
Sich allein auf die Bundeskasse der Arbeitslosen zu konzentrieren und darauf hinzuweisen, sie nicht zu plündern, ist wichtig und auch ehrenhaft, aber aus meiner Sicht nicht wirklich ausreichend. Als „oberste Arbeitnehmervertretung bundesweit“, muss eigentlich vielmehr zielgerichtet und dauerhaft auf die Problematik von prekären Arbeitsverhältnissen (eingeführt im Rahmen des Hartz IV Konzeptes durch SPD und Grüne) von Arbeitnehmern öffentlich hingewiesen werden, was allerdings in der Stellungnahme fehlt.
Neben den offiziellen Arbeitslosen gibt es einen von den meisten Medien leider stets vernachlässigten Abschiebebahnhof auf dem weitere Arbeitslose auf den nächsten Zug einer gut bezahlten Arbeit warten: Ein-Euro-Jobs (Arbeitsgelegenheiten), Fremdförderung, Bürgerarbeit, berufliche Weiterbildung, Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen, Aktivierung und berufliche Eingliederung (z. B. Vermittlung durch Dritte), Beschäftigungszuschüsse (für schwer vermittelbare Arbeitslose), Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, kranke Arbeitslose, sanktionierte Arbeitslose, (z.B. weil sie sich zu spät gemeldet haben), behördlich angeordnete Umschulungsmaßnahmen, ältere Arbeitslose ab 58 Jahre (werden aufgrund unterschiedlicher gesetzlicher Regelungen nicht erfasst), die stille Reserve.
Also neben der immer lächelnden und theatralisch aufgesetzten Verkündigung der Arbeitslosenzahlen durch die Bundesarbeitsministerin weitere über 2 Millionen Arbeitslose (siehe Bericht der BA aus September 2011). Insgesamt also weit mehr als 5 Millionen Arbeitslose!
Prekäre Arbeitsverhältnisse entwickeln sich darüber hinaus sehenden Auges immer mehr zur Unmoral der Anbieter wie Panorama kürzlich berichtete. Nicht nur manchen privaten und kirchlichen Arbeitgebern sagt man nach, dass sie Anteil haben an der Zerstörung unseres Gemeinwesens, weil sie unersättlich sind in ihrer von mir vermuteten Gier nach Geld, sondern nun auch Ministerien von Landesregierungen wie Niedersachsen, in der die Bundesarbeitsministerin selbst einmal als Landessozialministerin tätig war, die trotz juristischer und gesetzlicher Vorgaben extremen Lohndumping betreiben und ihre Lehrer aus eigennützigen Gründen rücksichts- und kompromisslos ausbeuten, um wahrscheinlich auf dem Rücken der Betroffenen den Haushalt zu sanieren, wird man nun den „Kreis der Lohndumpingzahler“ neu definieren müssen und dabei staatliche Arbeitgeber hinzuzählen müssen.
Wenn die gesetzlichen Vorgaben für ein Arbeitsverhältnis klar umrissen sind und Arbeitgeber (egal ob privat oder staatlich!) durch vermeintliche Tricksereien plötzlich neue Arbeitsverhältnisse schaffen wollen, die es staatsrechtlich gar nicht geben kann und darf, muss von Ausbeutung gesprochen werden (egal ob eine Kassiererin oder ein Lehrer). Dann darf man auch vermuten, dass es darüber hinaus eine sehr hohe Dunkelziffer geben wird – vermutlich in anderen Bundesländer auch. Mit einer derartig dreisten Rücksichtslosigkeit, wohlweislich gegen bestehende Gesetze zu verstoßen, kommt schon dem Anfangsverdacht krimineller Machenschaften nahe. Ich hoffe, es werden sich engagierte Juristen finden, die dagegen vorgehen und den verantwortlichen Minister auch zur Rechenschaft ziehen.
Die Bundesarbeitsministerin verschweigt weiterhin, dass Arbeitslose zur Annahme von prekären Arbeitsverhältnissen behördlich durch Androhungen von Sanktionen gezwungen werden, was unbestreitbar politischer Wille ist, miserabel bezahlte Arbeit anzunehmen. Diese ausufernden sozialen Verwerfungen neben Stundenlöhnen unter 6 €, Mini- und Midijobs, befristete Arbeitsverhältnisse, tragen dazu bei, dass auch die Zeitarbeitsbranche mit schlecht bezahlter Arbeit boomt wie nie zuvor.
Deutschland ist bereits seit Jahren in einer sozialen und ökonomischen Umbauphase, die noch lange nicht abgeschlossen ist. Ich bin mir sicher, die politische Strategie der Verunsicherung zielt bewusst auf die Zerstörung der sozialen Sicherungssysteme. Sie wird bei Fortsetzung dazu führen, dass immer mehr Menschen in die Armut gedrängt werden. Diese Verarmung ist gerade in Deutschland besonders groß wie das Infoportal durch zahlreiche Wochenbriefe immer wieder aufzeigt. Laut gegenwärtiger Statistik gelten alte Menschen in Deutschland als arm, wenn sie weniger als die gesetzliche Grundsicherung im Monat zur Verfügung haben. Diese liegt derzeit bei etwa 660 Euro im Monat. Laut Bundesagentur für Arbeit hatten 2010 in Deutschland mehr als 870.000 Männer und Frauen über 65 einen Minijob oder eine sozialversicherungspflichtige Arbeit.
Die Pläne der Bundesarbeitsministerin zur Bekämpfung der Altersarmut klingen wie ein schlechter Witz. Ein Witz, den sicherlich nur Großbürgerkinder machen können. Da schlägt diese Person doch tatsächlich vor, Menschen, die ein Leben lang als Geringverdiener gearbeitet haben, sollen von einem kargen Lohn eine Riester-Rente abschließen. Mindestens 35 Jahre lang soll man Beiträge gezahlt haben. Und etwa genauso lang soll man Zusatzvorsorge betrieben haben, etwa über eine Betriebs- oder eine Riesterrente, so im DLF vom 01.10.2011. An dieser Stelle darf man nun nicht in dem Glauben verfallen, dass diese Maßnahmen sofort umgesetzt werden würden, nein, nach den Plänen, erst einmal schrittweise.
Man muss sich das einmal vor Augen führen. In dem reichen Deutschland gibt es bundesweit Vereine für Vermittlungsstellen für Seniorinnen und Senioren, so ebenfalls im DLF vom 01.10.2011. Einfach unglaublich und unfassbar! „Seit vier Jahrzehnten vermittelt “Tätiger Lebensabend” Jobs an Senioren. Ähnliche Einrichtungen gibt es in ganz Deutschland. Am Anfang, in den 60er Jahren, wollten die Vereinsgründer Langeweile und Einsamkeit der Neurentner mit kleinen Tätigkeiten abmildern. Jetzt geht es in erster Linie um den Kampf gegen die drohende Altersarmut. Mit wachsendem Bedarf. Immer häufiger melden sich bei Brunhilde Wrona und den anderen Vereinsmitarbeitern ältere Menschen, die auf Jobsuche sind.“
Mich wundert es sehr, dass der DGB die angeblich guten Arbeitslosenzahlen (siehe dort die Homepage) zwar nicht wie die Bundesregierung hochjubelt, aber auch nicht sonderlich kritisiert und die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen veröffentlicht, die ihnen ja ebenfalls zur Verfügung stehen.
Sich allein auf die Bundeskasse der Arbeitslosen zu konzentrieren und darauf hinzuweisen, sie nicht zu plündern, ist wichtig und auch ehrenhaft, aber aus meiner Sicht nicht wirklich ausreichend. Als „oberste Arbeitnehmervertretung bundesweit“, muss eigentlich vielmehr zielgerichtet und dauerhaft auf die Problematik von prekären Arbeitsverhältnissen (eingeführt im Rahmen des Hartz IV Konzeptes durch SPD und Grüne) von Arbeitnehmern öffentlich hingewiesen werden, was allerdings in der Stellungnahme fehlt.
Neben den offiziellen Arbeitslosen gibt es einen von den meisten Medien leider stets vernachlässigten Abschiebebahnhof auf dem weitere Arbeitslose auf den nächsten Zug einer gut bezahlten Arbeit warten: Ein-Euro-Jobs (Arbeitsgelegenheiten), Fremdförderung, Bürgerarbeit, berufliche Weiterbildung, Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen, Aktivierung und berufliche Eingliederung (z. B. Vermittlung durch Dritte), Beschäftigungszuschüsse (für schwer vermittelbare Arbeitslose), Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, kranke Arbeitslose, sanktionierte Arbeitslose, (z.B. weil sie sich zu spät gemeldet haben), behördlich angeordnete Umschulungsmaßnahmen, ältere Arbeitslose ab 58 Jahre (werden aufgrund unterschiedlicher gesetzlicher Regelungen nicht erfasst), die stille Reserve.
Also neben der immer lächelnden und theatralisch aufgesetzten Verkündigung der Arbeitslosenzahlen durch die Bundesarbeitsministerin weitere über 2 Millionen Arbeitslose (siehe Bericht der BA aus September 2011). Insgesamt also weit mehr als 5 Millionen Arbeitslose!
Prekäre Arbeitsverhältnisse entwickeln sich darüber hinaus sehenden Auges immer mehr zur Unmoral der Anbieter wie Panorama kürzlich berichtete. Nicht nur manchen privaten und kirchlichen Arbeitgebern sagt man nach, dass sie Anteil haben an der Zerstörung unseres Gemeinwesens, weil sie unersättlich sind in ihrer von mir vermuteten Gier nach Geld, sondern nun auch Ministerien von Landesregierungen wie Niedersachsen, in der die Bundesarbeitsministerin selbst einmal als Landessozialministerin tätig war, die trotz juristischer und gesetzlicher Vorgaben extremen Lohndumping betreiben und ihre Lehrer aus eigennützigen Gründen rücksichts- und kompromisslos ausbeuten, um wahrscheinlich auf dem Rücken der Betroffenen den Haushalt zu sanieren, wird man nun den „Kreis der Lohndumpingzahler“ neu definieren müssen und dabei staatliche Arbeitgeber hinzuzählen müssen.
Wenn die gesetzlichen Vorgaben für ein Arbeitsverhältnis klar umrissen sind und Arbeitgeber (egal ob privat oder staatlich!) durch vermeintliche Tricksereien plötzlich neue Arbeitsverhältnisse schaffen wollen, die es staatsrechtlich gar nicht geben kann und darf, muss von Ausbeutung gesprochen werden (egal ob eine Kassiererin oder ein Lehrer). Dann darf man auch vermuten, dass es darüber hinaus eine sehr hohe Dunkelziffer geben wird – vermutlich in anderen Bundesländer auch. Mit einer derartig dreisten Rücksichtslosigkeit, wohlweislich gegen bestehende Gesetze zu verstoßen, kommt schon dem Anfangsverdacht krimineller Machenschaften nahe. Ich hoffe, es werden sich engagierte Juristen finden, die dagegen vorgehen und den verantwortlichen Minister auch zur Rechenschaft ziehen.
Die Bundesarbeitsministerin verschweigt weiterhin, dass Arbeitslose zur Annahme von prekären Arbeitsverhältnissen behördlich durch Androhungen von Sanktionen gezwungen werden, was unbestreitbar politischer Wille ist, miserabel bezahlte Arbeit anzunehmen. Diese ausufernden sozialen Verwerfungen neben Stundenlöhnen unter 6 €, Mini- und Midijobs, befristete Arbeitsverhältnisse, tragen dazu bei, dass auch die Zeitarbeitsbranche mit schlecht bezahlter Arbeit boomt wie nie zuvor.
Deutschland ist bereits seit Jahren in einer sozialen und ökonomischen Umbauphase, die noch lange nicht abgeschlossen ist. Ich bin mir sicher, die politische Strategie der Verunsicherung zielt bewusst auf die Zerstörung der sozialen Sicherungssysteme. Sie wird bei Fortsetzung dazu führen, dass immer mehr Menschen in die Armut gedrängt werden. Diese Verarmung ist gerade in Deutschland besonders groß wie das Infoportal durch zahlreiche Wochenbriefe immer wieder aufzeigt. Laut gegenwärtiger Statistik gelten alte Menschen in Deutschland als arm, wenn sie weniger als die gesetzliche Grundsicherung im Monat zur Verfügung haben. Diese liegt derzeit bei etwa 660 Euro im Monat. Laut Bundesagentur für Arbeit hatten 2010 in Deutschland mehr als 870.000 Männer und Frauen über 65 einen Minijob oder eine sozialversicherungspflichtige Arbeit.
Die Pläne der Bundesarbeitsministerin zur Bekämpfung der Altersarmut klingen wie ein schlechter Witz. Ein Witz, den sicherlich nur Großbürgerkinder machen können. Da schlägt diese Person doch tatsächlich vor, Menschen, die ein Leben lang als Geringverdiener gearbeitet haben, sollen von einem kargen Lohn eine Riester-Rente abschließen. Mindestens 35 Jahre lang soll man Beiträge gezahlt haben. Und etwa genauso lang soll man Zusatzvorsorge betrieben haben, etwa über eine Betriebs- oder eine Riesterrente, so im DLF vom 01.10.2011. An dieser Stelle darf man nun nicht in dem Glauben verfallen, dass diese Maßnahmen sofort umgesetzt werden würden, nein, nach den Plänen, erst einmal schrittweise.
Man muss sich das einmal vor Augen führen. In dem reichen Deutschland gibt es bundesweit Vereine für Vermittlungsstellen für Seniorinnen und Senioren, so ebenfalls im DLF vom 01.10.2011. Einfach unglaublich und unfassbar! „Seit vier Jahrzehnten vermittelt “Tätiger Lebensabend” Jobs an Senioren. Ähnliche Einrichtungen gibt es in ganz Deutschland. Am Anfang, in den 60er Jahren, wollten die Vereinsgründer Langeweile und Einsamkeit der Neurentner mit kleinen Tätigkeiten abmildern. Jetzt geht es in erster Linie um den Kampf gegen die drohende Altersarmut. Mit wachsendem Bedarf. Immer häufiger melden sich bei Brunhilde Wrona und den anderen Vereinsmitarbeitern ältere Menschen, die auf Jobsuche sind.“