2501

global news 2501 29-09-11: Statt verlorener deutscher Endloshilfen: Wie die Krisenländer sich selbst und den Euro retten können

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7 Antworten zu 2501

  1. Gaby sagt:

    Guten Abend in die Runde,

    in einer Demokratie ist es Gang und Gäbe, ungestraft Gedanken zu äußern, die keine Beachtung finden oder harsch abgestraft werden. Da darf niemand beleidigt sein oder sich persönlich angegriffen fühlen, denn jeder selbstbewußte Demokrat hat das Recht, bei nächster Gelegenheit seine Gedanken zu äußern. Die Demokratie eröffnet den Menschen die einzigartige Möglichkeit innerlich zu wachsen und sich politisch zu entscheiden – in welche Richtung auch immer. Ich habe die Demokratie seit meinen ersten Schultagen in den 1968er Jahren fortfolgend immer als Gemeinschaftsprojekt erlebt. Ich bin in 1962 geboren, falls es von Interesse ist.

    Ja, Herr Dr. Jahnke, ich kann Ihre Gedanken und Hoffnungen, die Sie in diesem Aufsatz erörtern, nachvollziehen.

    Ich fürchte, die heute noch existierenden nationalen staatlichen Sozialleistungen werden brutal abnehmen, nur um die Interessen der anonymen Gläubiger zu bedienen und die Völker Europas werden das nicht so lammfromm erdulden, wie es die es Deutschen in den letzten Jahren getan haben. Ich habe düster vor Augen, dass uns Griechenlands innere Zäsur ein Menetekel dessen ist, dass es nicht funktionieren wird, die Gläubiger milliardenschwer per Schulddienst zu befriedigen und gleichzeitig den nationalen Sozialstaat aufrecht zu erhalten. Da wird noch viel Streit in der EU-Währungsunion entstehen.

    Bis denne,

    Gaby

  2. Elfi sagt:

    Hallo an alle,
    Die Vorschläge, Herr Jahnke, die sie hier machen sind durchdacht, nachprüfbar, und auch verständlich für finanzpolitische Laien wie mich, Frau Merkel, Herrn Schäuble, Abgeordnete und wirtschaftlich und politisch Verantwortliche auf allen Ebenen unserer Republik.

    Die Frage, die mich bewegt:
    1. Wieviele von denen erreichen solche Vorschläge von Herrn J. oder auch anderen. Wo sind diese Personen zu finden? Es muss doch etliche davon geben?

    2. Kennt z. B. Frau Merkel solche Gedanken,
    oder ist sie so abgeschottet oder ignorant sich damit nicht zu konfrontieren? Was erzählen ihr ihre weisen Berater?

    3. Was ist los, dass in diesem Land Logik und vernünftige Vorschläge wie dieser so auf der Strecke bleiben?

    Unabhängig von meinen Fragen noch ein Hinweis.In Berlin fand am 21.09 ein Treffen statt von Euro Kritikern.
    http://juergenelsaesser.wordpress.com/2011/09/22/henkel-schachtschneider-von-storch-fur-neue-partei/

    Es heisst:: “Im zweiten Teil skizzierte Henkel seine Vorschläge zum weiteren Vorgehen. Als erstes hoffe er, dass Schäffler beim FDP-Mitgliederentscheid eine Mehrheit für seine Anti-Rettungsschirm-Linie bekomme. In diesem Falle könne man die FDP weiter unterstützen, Schäffler könne Bundeskanzler werden … Falls nicht, müsse eine neue Partei aufgebaut werden. Dieses Vorgehen wurde von Schachtschneider explizit unterstützt. Frau von Storch sagte für eine solche Partei ebenfalls Unterstützung zu, betonte jedoch, dass für die Zivile Koalition die Organisierung des Bürgerprotestes Vorrang habe. Sie wolle „der Mehrheit eine Stimme geben“. Ebenfalls für eine neue Partei sprach sich aus dem Publikum Karl Feldmeyer aus. Der jahrzehntelange FAZ-Parlamntskorrespondent ist heute einer der Macher von abgeordneten-check.de.”
    Auch Christoph Hörstel versucht schon einige Zeit kompetente Kritiker zu sammeln und “träumt” von einer Patei der “Neuen Mitte”.
    Das zur Information. Wo regt sich Vernunft oder auch nur interessanter Widerstand.
    Grüsse
    Elfi

    • reinhard sagt:

      Das ist genau das Problem, dass diese Parteigründer aus der rechten Ecke kommen. Ihre Kritik an der Eurorettung ist nationalistisch, nicht sozialpolitisch.

      • globalnote sagt:

        Es gibt aber auch eine sozialpolitische Kritik an der Eurorettung mit Blick auf die Opfer, bei denen die Lasten aus der Spekulation abgeladen werden, in Deutschland oder Griechenland oder sonstwo. An dieser Stelle stehe ich (nur, damit kein Mißverständis aufkommt).

    • Gaby sagt:

      Liebe Elfie und Mitlesende,

      gewöhnlich lachen wir, wenn wir das Sprichwort der Dakota hören: Wenn du merkst, dass dein Pferd tot ist, steig’ ab! In der Realität ist es aber oft schwierig zu bemerken, dass sich eine Ideologie totgelaufen hat wie beispielsweise der “Washingtoner Consensus”.

      Hinzu kommt, dass die wechselnden Regierungen der USA seit knapp 100 Jahren zielstrebig darauf hinsteuerten, die USA zur militärischen wie kapitalistischen, alle anderen Länder überragenden Großmacht aufsteigen zu lassen. Die Machtsucht ist mittlerweile derart grotesk fortgeschritten, dass die Amerikaner tatsächlich glauben, der liebe Gott habe alles Rohöl auf diesem Planeten allein für sie geschaffen und die Frage “Wie kommt unser Öl unter arabischen Wüstensand?” kein Witz ist, sondern sie wird von so manchem US-Bürger ernsthaft gestellt.

      Keinen Jota ihrer planetarischen Macht und ihres Einflusses wollen die US-Präsidenten verlieren und Länder, die sich gegen diese Übermacht auflehnen, bekommen das hart zu spüren, wie aus der Historie leicht ersichtlich ist. Dass China derzeit so frech seine Muskelchen spielen lässt, ist dem unbeabsichtigten US-amerikanischen Missgeschick zu verdanken, die mittlerweile industriell und geldpolitisch bestehende Abhängigkeit zu China selbst verschuldet zu haben. Die gegenseitige Abhängigkeit beider Länder bewahrt derzeit den trügerischen Frieden.

      Ich will damit sagen, dass, auch wenn unseren Politikern vollumfänglich klar ist, welchen ökonomischen wie sozialen Schaden sie uns europäischen Bürgern zufügen, sie sich nicht so einfach aus den stummen Systemzwängen verabschieden können, ohne wie auch immer geartete Sanktionen fürchten zu müssen. Das deutsche Nein bezüglich der Nato-Intervention in Libyen war, ob in diesem Sinne gewollt oder nicht, in meinen Augen ziemlich mutig. Das mag ein winzig kleines Menetekel dafür sein, dass die Vormachtstellung der USA ins Bröckeln gerät. Vielleicht läutet das 21. Jhr. den Abschied vom “amerikanischen Jahrhundert” ein.

      Nun will ich nicht den Eindruck erwecken, ich sei anti-amerikanisch eingestellt. Das nicht! Aber es muss in einer Demokratie, die lebendiger sein möchte als das tote Symbol “Freiheits-Statue” erlaubt sein, einen kritischen Blick auf die innen- wie außenpolitischen Handlungen der USA zu werfen und darüber nachzudenken, ob wir Deutsche, ob Europa wirklich frei handlungsfähig ist oder hinter den Kulissen Mächte wirken, die wir auf den ersten Blick nicht sehen bzw. nicht sehen sollen.

      Mit lieben Grüßen

      Gaby

  3. Heiner sagt:

    Zum Thema im engeren Sinne, oder die Verwegenheit der Ahnungslosen im Deutschen Bundestag: GRAUSAM!!
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,789405,00.html
    http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/rettungsschirm111.html
    MfG

    • Gaby sagt:

      Hallo in die Runde,

      wenn ich ein derart enttarnter, dumm-trotteliger Abgeordneter wäre, was würde ich verärgert fluchen? ‘Presse ist Mist und Pressefreiheit sowieso! Gegen dieses Gesocks muss man was tun!’ Es würde mich also nicht wundern, wenn künftig noch stärker Druck ausgeübt wird, die Berichterstattungen zu manipulieren und die Presse in ihren Freiheiten zu beschränken.

      Auf der 1-Dollar-Note steht hinten drauf: “In God we trust”. Auf unserem Papiergeld gibt’s rückseitig nur Brücken und niemand weiß, wo die hinführen. In diesen Krisenzeiten erfahren das amerikanische Stoßgebet und die stilisierten Brücken eine skurrile Sinnverdrehung, die einem richtig Angst macht.

      Ein schönes Wochenende wünscht

      Gaby

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