2481

global news 2481 04-09-11: Der kleine Schritt der Eurobonds von der angeblich zinsgünstigen Markttiefe zum Ramsch

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8 Antworten zu 2481

  1. rockenergy sagt:

    …in der Tat: Irrsinn!

    • Heiner sagt:

      rockenergy: genau Irrsinn!
      Wozu braucht die Menschheit eigentlich Ratingagenturen?

      Jeder der einmal als Feuerteufel mit Brandbeschleuniger
      viele Häuser vernichtet hat gehört doch hinter Schloss und Riegel-oder?
      MfG

      • Tic sagt:

        S&P hat nur das ausgesprochen, was ich von Anfang an gewußt habe.
        Ich habe gleich bei meinen Bekannten gesagt, daß der Markt sich die Bonds anschaut, sagt: “Wie Griechenland und Portugal mit drin…?!” und danach die Bonds nur mit der Kneifzange anfassen wird.

        Genau das hat S&P jetzt mir offiziell bestätigt.

        Man kann an einer Kette nur so stark ziehen, wie es das schwächste Glied aushält. Wenn man stärker zieht, reißt sie.

        Gruß Nico

  2. caw sagt:

    @Heiner

    D’accor; nu, de Fejerdeibel sind Rating Agenturen, was sich sind Banhksters, die aufkaufen, was zu raten (‘raiten’) ist und sich daselbe von denen, hdie sie raten (‘raiten’) finanzieren lassen um sie im Gegenzug, na was (?): zu raten (‘raiten’) natuerlich!

    Haette mir eigentlich auch einfallen koennen.

    caw

  3. caw sagt:

    @Heiner

    Danke, ich gehe da viel mit, nur das Ende wird anders; das geht direkt in einen knallharten Wettbewerb ueber, indem alle um die niedrigste Waehrung, ergo die niedrigsten Arbeitskosten wetteifern, dann aber sich schlagend, um etwas von der nicht bereits exportierten Arbeit zu ergattern. Viel an Arbeit ist nicht uebrig, ergo wird neben der Devisenbewirtschaftung auch gleich Protektionismus in Form von mannigfaltigen Handelsbeschraenkungen folgen.

    Ceterum censeo, es wird keine Nordallianz geben, so daemlich wird Frankreich auch unter Sarkozy nicht sein. Damit wird Deutschland der allein Schuldige, dem dazu ohne Export der Binnenmarkt vollkommen zusammenbricht. Na ja, Importe werden billig, sehr billig solange man Zaster hat.

    Dies ist ohne wissenschafliche Unterstuetzung am Airport Edinburgh geschrieben, hat auch nicht einen solchen Anspruch; wo verstuemmelt liegt das an Apple’s ipad und zu mueden Fingern.
    Gruss
    caw

  4. Jens sagt:

    Lassen wir den Süden doch einfach im eigenen Saft schmoren, niemand hat diesen Ländern befohlen, sich wie sozioökonomische Amokläufer zu verhalten. Es gibt auch kein Recht, in einer Währungsgemeischaft, das zu tun. Wo ist denn da die Verantwortung für die Gemeinschaft bitte?! Es wird auch nur über Griechenland geredet und nie über den Klassenbesten Finnland und den anderen ernst zu nehmenden Euro-Partner, die Niederlande. Warum? Weil sonst gesellschaftliche Reformen verabschiedet werden müssten, die zwar erfolgreicher für alle wären, aber einige ihrer kurzsichtigen Profite beraubten.

    Zum Titanic-Szenario:
    Sehr schön auf Seite 8:
    “Die Realwirtschaft leidet unter der Bankenkrise. In Deutschland sinkt das Bruttoinlandsprodukt.”
    Dass in Deutschland die Realwirtschaft leidet, also nee, das gab es seit 20 Jahren ja nicht mehr (Scherz). Das Tolle, weil entlarfende, ist, wie die Realwirtschaft in diesem Artikel nur als als Verhältnis aus Export und Währungs- und Lohnkosten(senkung) wahrgenommen wird.

    Und auf Seite 9 findet sich dann schon der dort nicht erkannte Ausweg: Die Deutsche Realwirtschaft, es wird nur vom Exportsektor gesprochen, leidet durch die hohe Währung und wird ihre Produkte nicht mehr los. Das ist natürlich so nicht ganz richtig: Fragen wir mal die Finnen, ob sie exportieren, und sie werden sagen: ja.
    Zur BRD: Die erfolgreiche und stark exportierende Qualitätproduktion der “guten alten” Deutschland AG wurde durch die Ergänzung monetärer Strategien erst zur preisorientierten Qualitätsproduktion. Dadurch wurde die traditionelle Exporausrichtung durch den erzwungenen Lohnverzicht, noch mehr zum Hemmschuh des Wachstums. Und auf der Ebene der Produktion und in der Institutionsökonomie bedeutet diese Effektivisierung einen Verlust der Flexibilität und Innovationskraft, was damit ganz schlecht für einen Technologiestandort ist. Auf der Ebene der Gesellschaft haben wir, zusätzlich zum ohnehin schon weit unzureichenden konservativen Sozialstaat, mehr soziale Unsicherheit, welche auch progressive Reformen in den Wohlfahrtsinsitutionen konterkarieren würden (Zur Zeit herrscht da aber New Public Management).
    Würde Deutschland also in die Situation einer noch stärkeren Starkwährung kommen, gäbe es zumindest ein Handlungsfenster zu einem sozioökonomisch tragfähigen Binnensektor. Wachstum gelänge dann nämlich nur zusammen mit der Binnennachfrage. Und welches “deutsche Wesen” soll denn sonst noch exportiert werden, wenn die lebensweltliche Binnendynamik eines Landes immer weiter stranguliert wird? Mit Billigprodukten kann man gegen die Chinesen nicht antreten, mit Innovationen allerdings schon. Und gegen die Zukunft geht das in jedem Falle nur mit massiven Steuerhöhungen und einem tragfähigen Sozialstaat.

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