2457

global news 2457 08-08-11: Seit 2000 Zuwachs der Unternehmens- und Vermögenseinkommen 673 Mrd Euro mehr als des Arbeitnehmerentgelts

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2 Antworten zu 2457

  1. carolus sagt:

    man muss ja nur die einseitige unterstützung der jeweiligen entscheidungsträger die seit 2000 das sagen hatten,betrachten.
    einseitige bevorzugung von sogenannten leistungsträgern,die in wahrheit nur die oberern 10 % betreffen.alle anderen,die weder vermögen(ab 1 milionen euro! frei verfügbares kapital) noch land(ab 10000 qm) oder betriebsvermögen(aktienanteile) besitzen, sind uninteressant.
    die neoliberale geisteshaltung hatte alle politischen gruppen,die seit 2000 entscheiden,erreicht.sei es aus dummheit, ignoranz oder gier spielt keine rolle.
    jetzt geht es darum wie damals roosevelt mit seinem new deal einen neubeginn zu wagen,der alle mitnimmt (oder es zumindest versucht)und nicht nur die oberen zehntausend einseitig bevorzugt.
    ansonsten wird es viele volle gefängnisse geben und -das ist sicher-da gibt es weiterhin keine nachfrageprobleme.es ist nur die frage wollen wir das als gesellschaft oder muss sich an dieser einseitigen ausrichtung nur an der reichen oberschicht endlich etwas ändern.

  2. Gaby sagt:

    Schönen Tag in die Runde,

    im Juli 1999 fand ein Kolloquium der Alfred-Herrhausen-Gesellschaft unter dem Motto “Der Kapitalismus im 21. Jahrhundert” statt. Hier forderte der Daimler-Chrysler-Vorsitzende Robert J. Eaton: “Die Schwachen müssen sich verändern oder sterben!”

    Heute befindet sich der Kapitalismus in einem Zustand, in dem die ihm innewohnende Logik so unverfälscht funktioniert, wie Marx sie beschrieben hat. Das Kapital ist mittlerweile von fast allen Fesseln befreit, die ihm so lange innerlich wie äußerlich auferlegt waren, obwohl und jetzt wird es paradox, es in der bisherigen Geschichte des Kapitalismus immer darum ging, ihm Fesseln anzulegen. In diesem unerhörten Vorgang der Umkehrung der Verhältnisse, kann ich nichts anderes erkennen, als dass der Neoliberalismus ein politisches Projekt kapitalistischer Eliten ist. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille.

    Auf der anderen Seite erleben wir, wie der Neoliberalismus unbemerkt seine Prinzipien in unsere Seelen impft. Obgleich die deutsche Gesellschaft einen gigantischen Resignationsprozess erlebt, bangen selbst die arbeitslos gewordenen Opfer um das Wirtschaftswachstum und die Börsenkurse, obwohl die Gewinne aus dem Binnenmarkt, dem Export, aus Zinsen und Dividenden nur einer dünnen Wohlstandsschicht zufließen. Gleichzeitig fühlen sich die Benachteiligten aber mitverantwortlich dafür, das von oben angestoßene Auseinanderbrechen der Gesellschaft still und stumm zu verschleiern, als gelte es, sich mit diesen Geldmenschen zu identifizieren obwohl sie uns Bürgern nichts anderes bieten, als zunehmende Existenz- und Zukunftsängste, wachsende Sinn- und Perspektivlosigkeit vermischt mit Verzweiflung und Vereinsamung.

    Wenn man solche eklatanten, gespenstisch anmutenden Widersprüche auf einer Bühne aufführt, nennt man das absurdes Theater.

    Bis denne,

    Gaby

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