2456

global news 2456 07-08-11: Warum Deutschland nicht 2,6 Billionen Euro an Schulden von Italien und Spanien mitragen kann, weder über den Rettungsschirm noch über Eurobonds

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3 Antworten zu 2456

  1. Sehr geehrter Herr Dr. Jahnke,

    was hielten Sie davon, wenn schlichtweg alle betroffenen Staaten sagen würden: “Was interessieren uns S&P und ähnliche Organsisastionen?”

    Wer sind eigentlich diese vielzitierten Märkte?
    Handelt es sich dabei vielleicht um die Damen und Herren “Quandt” und ähnliche…?

    Werden dieselben gebraucht…?

    Es wird allerhöchste Zeit, diesen “Damen” und “Herren” das Wasser abzudrehen; nebst “ihren” Ratingagenturen…

    • globalnote sagt:

      Ich denke, Sie unterschätzen die Zusammensetzung der Anleger. Das ist eine hohe Zahl von Hunderttausenden angefangen von kleinen Spekulanten, die aus Spieltrieb mit kleinen Einsätzen über das Internet handeln bis zu institutionellen Anlegern mit riesigen Volumina wie Banken und Pensionsfonds und zu Hedgefonds, die nur Vermögende betreuen. Die Quandts sind es also sicher nicht allein. Und diese Anleger vertrauen den Rating Agenturen mehr als den Beschwichtigungen der interessierten Regierungen, besonders der Eurozone, die jeden Tag die Krise leugnen, obwohl Länder wie Griechenland seit vielen Monaten schlicht pleite sind und jetzt auch über Italien ein realer Pleitegeier schwebt, nachdem das Land wieder dem Risiko entsprechende Zinsen für seine enorme Staatsschuld berappen muß (pro Kopf viel höher als Deutschland) und seit Jahren kaum noch Wirtschaftswachstum zustande bringt.

  2. M. Hufnagel sagt:

    Die Rechnung ist nicht ganz zutreffend. Man kann die Schulden m.E. nicht zu 100% auf die verbleibenden starken Länder übertragen sondern es ist die Gesamtverschuldung auf die Summe aller Länder zu berechnen. Letztlich läuft es dann darauf hinaus, dass die Gesamtschulden aller Euroländer bezogen auf deren BIP zählt. Das liegt jetzt bei ca. 100%. Diese Summe ist dem Markt besser zu vermitteln.
    Damit würden aber die Eurostaaten ihre Nationalstaaten aufgeben müssen und zu Bundesstaaten Europas werden, weil die Abtretung der Finanzhoheit das zentralste Element der Staaten ist.
    Ich habe den Eindruck, dass es bei dem Euro nicht um Geldpolitik geht, sondern rein um politische Ziele. Dann, wenn das Ziel erreicht ist, kann man auch eine neue Währung machen, zumal bis dahin der Dollar auch längst dahin sein wird.
    Solange wir den Euro und die Krise rein finanziell betrachten, werden wir nicht sehen, was das Ziel ist. Der Euro ist nicht dazu da, wirtschaftlich gut zu sein, sondern die Staaten in Europa zu einer Vereinigung zu zwingen. Anders ist der Unsinn der Gemeinschaftswährung bei diesen Anfangsbedingungen kaum erklärlich außer man hält alle für so dumm, nichts zu erkennen.

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