Dieser Beitrag wurde geschrieben von am Donnerstag, 23. Juni 2011 um 7:14 pm und eingeordnet unter Uncategorized. Du kannst den Antworten zu diesem Eintrag mit Hilfe des RSS-2.0-Feeds folgen.
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ehrlich gesagt, verstehe ich Wirtschaftspolitik immer weniger!!!
In einer Nacht-und-Nebelaktion haben sich einige Staaten, auch Deutschland, verabredet, ihre nationalen Ölreserven wegen der Libyen-Lieferengpässe über die Märkte zu kippen, um den steigenden Rohölpreis zu stoppen. Das war gestern und die Nachricht hat mich auf Spiegel-online total überrascht. Bereits heute habe ich an den Tankstellen gesehen, dass der Preis von einem Liter Diesel in meiner rheinland-pfälzischen Heimatstadt von 1.43,9 auf 1.40,9 bzw. 1.38,9 Euro abgerutscht war und das, wo die Sommerferien gerade begonnen haben, es also zu einer Erhöhung hätte kommen müssen. Politiker sind also ad-hoc und darüber hinaus kompromisslos handlungsfähig, wenn sie das nur wollen!
Umso merkwürdiger kommt mir jetzt natürlich der seit einem Jahr stattfindende politische Eiertanz der Griechenland-Rettung vor. Meine Güte, da wird diskutiert, werden scharfe Maßnahmen angekündigt, wieder zurück genommen, wieder diskutiert, es hagelt wieder Ankündigungen, die die Finanzmärkte zum wiederholten Male erschrecken, sie werden wieder zurück genommen und so fort. Eine nie endende Geschichte von Irrungen und Wirrungen, die nichts anderes bewirken, als dass es zur Anleihe- und auch Geldflucht in Griechenland kommt. Nix wie raus aus Griechenland und den ganzen Mist der EZB aufhalsen! Von dem schlimmen Nebeneffekt des Hebels der unfreiwilligen, aber voraussehbaren Zinserhöhungen auf griechische Anleihen, mal ganz zu schweigen. Und dass die Rating-Agenturen unter solch nebulösen Bedingungen gravierende griechische Zahlungsausfälle wittern, also Griechenland-Anleihen das Prädikat “Sondermüll” verpassen, ist nur logisch und schwupps steigen die Zinsen nochmal in unbezahlbare Höhen. Das ist doch alles Irrsinn!
Der Völkerverständigung dient ein so unentschlossenes Vorgehen wirklich nicht, wie wir nun anhand der Ressentiments von Griechen gegen Deutsche und umgekehrt jeden Tag in den Medien sehen können. Der Euro eint uns derzeit nicht, er spaltet uns und schürt Rechtspopulismus und solche kruden Ansichten griechischerseits wie “Die Deutschen zahlen uns ja nur Reparationsleistungen resultierend aus den brutalen Wirren des 2. Weltkriegs!” Jetzt werden unbeglichene, historische Rechnungen offen gelegt, dabei wollte die EU-Währungsgemeinschaft doch ausgerechnet solche Mißverständnisse ein für allemal unterbinden.
Warum hat die EU-Kommission nicht bereits vor einem Jahr in einer Nacht- und Nebelaktion beschlossen, Griechenland in den Wechselkursmechanismus II zurück zu stufen, die Drachme wieder einzuführen, bis sich das Land wirtschaftlich berappelt hat und gleichzeitig einen Schuldenschnitt von 30 % oder mehr durchgedrückt; und zwar ohne Ankündigung an die Finanzmärkte?! Dieses Vorgehen heißt nicht, dass Griechenland aus der EU ausgeschlossen wäre! Dieses Vorgehen heißt auch nicht, dass die EU-Volkswirtschaften zusammen gebrochen wären, nur weil die ein und andere französische oder deutsche Bank plötzlich Bankrott hätte anmelden müssen. Auch die EU-Währungsunion bricht nicht auseinander, wenn ein Land zurück ins WKM II gestuft wird. Sie wird aber zerbrechen, wenn aus einer Währungsunion eine dauerhafte Transferunion wird!
Nur eines wäre bereits vor einem Jahr unter den im letzten Absatz beschriebenen Umständen passiert, nämlich dass unsere Politiker hätten eingestehen müssen, dass die EU-Währungsunion ein politisches, aber kein ökonomisch durchdachtes Projekt ist. Die Herren/Damen EU-Kommissionäre und unsere Führungseliten hätten offen zugeben müssen, dass Theorie und Praxis zwei verschiedene Paar Schuhe sind und man/frau sich eben geirrt hat, sich nur auf die politische Theorie zu versteifen, ohne die ökonomische Praxis mit in die Betrachtung zu ziehen.
Ich frage ganz naiv: Wäre es denn wirklich schlimm gewesen, diesen Irrtum zuzugeben? Ich antworte aus vollster Überzeugung: NEIN! Es wäre nicht schlimm gewesen! Aber das, was jetzt auf den deutschen Steuerzahler zukommt, nämlich eine verschleppte Insolvenz Griechenlands, das wird schlimm und ist politisch wie ökonomisch unverantwortbar!
Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende und lasst Euch nicht blenden vom Berliner Steuersenkungsgeschwafel, das diese Woche aus dem Munde Röslers ad-hoc eine Wiederauferstehung erfuhr.
Ich kenne die “Nachdenkseiten” von Albrecht Müller sehr genau, ich lese diese, wie auch weitere 8 Webseiten und mehrere überregionale Tageszeitungen, täglich. Ihre Behauptungen stimmen einfach nicht. In der Regel werden ausgesuchte Artikel veröffentlicht und stellenweise mit persönlichen Meinungen versehen.Man kann sicher anderer Meinung sein was die Sichtweise von A. Müller betrifft, aber von “Verschwörungstheorien” habe ich nichts gelesen.
Ihr Artikel dagegen wirkt wie bestellt von regierungstreuen Organisationen (Es sollen ja schon tausende sein, die im Auftrag für Geld im Auftrag)und mit Sicherheit war dies mein erster und letzter Ausflug auf Ihre Seite…
Es gibt bei Müller eine ganze Menge von Verschwörungstheorien. Seine drei Bestseller beruhen darauf, ebenso wie die angebliche Gleichschaltungsverschwörung gegen die Linkspartei. Sie finden mehr dazu hier http://www.jjahnke.net/rundbr84.html#2416. Bei mir bestellt niemand und hat auch noch nie jemand bestellt. Ich bin weder von Werbung noch von Spenden abhängig. Ich bin auch nicht von Ihrem Besuch abhängig. Erhalten Sie sich Ihre Blauäugigkeit und was Sie sonst noch für Illusionen haben.
Was passiert eigentlich, wenn die Abgeordneten in GR mehrheitlich gegen die Sparpläne votieren?
Da ja von unseren krampfhaften Bankschützern absolut alles unternommen wird, damit die Banken am Besten noch mit Gewinn aus dieser Sache raus kommen (Ackermann bekräftigt ja gerade seine 25% Rendite), besteht gegenüber GR doch gar kein Druckmittel.
Es wird doch wohl eher so sein, daß die noch zahlungsfähigen Bürger in Europa komplett ruiniert werden, damit den Banken ja auch kein Cent verloren geht.
Aber wenn dann nur noch die Geldsammelstellen und die Banken übrig sind, gehen diese sich dann gegenseitig an die Gurgel, obwohl sie vorher einträchtig abgezockt haben?
Es bleibt spannend – > …demnächst in diesem Infoportal…
Hallo in die Runde,
ehrlich gesagt, verstehe ich Wirtschaftspolitik immer weniger!!!
In einer Nacht-und-Nebelaktion haben sich einige Staaten, auch Deutschland, verabredet, ihre nationalen Ölreserven wegen der Libyen-Lieferengpässe über die Märkte zu kippen, um den steigenden Rohölpreis zu stoppen. Das war gestern und die Nachricht hat mich auf Spiegel-online total überrascht. Bereits heute habe ich an den Tankstellen gesehen, dass der Preis von einem Liter Diesel in meiner rheinland-pfälzischen Heimatstadt von 1.43,9 auf 1.40,9 bzw. 1.38,9 Euro abgerutscht war und das, wo die Sommerferien gerade begonnen haben, es also zu einer Erhöhung hätte kommen müssen. Politiker sind also ad-hoc und darüber hinaus kompromisslos handlungsfähig, wenn sie das nur wollen!
Umso merkwürdiger kommt mir jetzt natürlich der seit einem Jahr stattfindende politische Eiertanz der Griechenland-Rettung vor. Meine Güte, da wird diskutiert, werden scharfe Maßnahmen angekündigt, wieder zurück genommen, wieder diskutiert, es hagelt wieder Ankündigungen, die die Finanzmärkte zum wiederholten Male erschrecken, sie werden wieder zurück genommen und so fort. Eine nie endende Geschichte von Irrungen und Wirrungen, die nichts anderes bewirken, als dass es zur Anleihe- und auch Geldflucht in Griechenland kommt. Nix wie raus aus Griechenland und den ganzen Mist der EZB aufhalsen! Von dem schlimmen Nebeneffekt des Hebels der unfreiwilligen, aber voraussehbaren Zinserhöhungen auf griechische Anleihen, mal ganz zu schweigen. Und dass die Rating-Agenturen unter solch nebulösen Bedingungen gravierende griechische Zahlungsausfälle wittern, also Griechenland-Anleihen das Prädikat “Sondermüll” verpassen, ist nur logisch und schwupps steigen die Zinsen nochmal in unbezahlbare Höhen. Das ist doch alles Irrsinn!
Der Völkerverständigung dient ein so unentschlossenes Vorgehen wirklich nicht, wie wir nun anhand der Ressentiments von Griechen gegen Deutsche und umgekehrt jeden Tag in den Medien sehen können. Der Euro eint uns derzeit nicht, er spaltet uns und schürt Rechtspopulismus und solche kruden Ansichten griechischerseits wie “Die Deutschen zahlen uns ja nur Reparationsleistungen resultierend aus den brutalen Wirren des 2. Weltkriegs!” Jetzt werden unbeglichene, historische Rechnungen offen gelegt, dabei wollte die EU-Währungsgemeinschaft doch ausgerechnet solche Mißverständnisse ein für allemal unterbinden.
Warum hat die EU-Kommission nicht bereits vor einem Jahr in einer Nacht- und Nebelaktion beschlossen, Griechenland in den Wechselkursmechanismus II zurück zu stufen, die Drachme wieder einzuführen, bis sich das Land wirtschaftlich berappelt hat und gleichzeitig einen Schuldenschnitt von 30 % oder mehr durchgedrückt; und zwar ohne Ankündigung an die Finanzmärkte?! Dieses Vorgehen heißt nicht, dass Griechenland aus der EU ausgeschlossen wäre! Dieses Vorgehen heißt auch nicht, dass die EU-Volkswirtschaften zusammen gebrochen wären, nur weil die ein und andere französische oder deutsche Bank plötzlich Bankrott hätte anmelden müssen. Auch die EU-Währungsunion bricht nicht auseinander, wenn ein Land zurück ins WKM II gestuft wird. Sie wird aber zerbrechen, wenn aus einer Währungsunion eine dauerhafte Transferunion wird!
Nur eines wäre bereits vor einem Jahr unter den im letzten Absatz beschriebenen Umständen passiert, nämlich dass unsere Politiker hätten eingestehen müssen, dass die EU-Währungsunion ein politisches, aber kein ökonomisch durchdachtes Projekt ist. Die Herren/Damen EU-Kommissionäre und unsere Führungseliten hätten offen zugeben müssen, dass Theorie und Praxis zwei verschiedene Paar Schuhe sind und man/frau sich eben geirrt hat, sich nur auf die politische Theorie zu versteifen, ohne die ökonomische Praxis mit in die Betrachtung zu ziehen.
Ich frage ganz naiv: Wäre es denn wirklich schlimm gewesen, diesen Irrtum zuzugeben? Ich antworte aus vollster Überzeugung: NEIN! Es wäre nicht schlimm gewesen! Aber das, was jetzt auf den deutschen Steuerzahler zukommt, nämlich eine verschleppte Insolvenz Griechenlands, das wird schlimm und ist politisch wie ökonomisch unverantwortbar!
Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende und lasst Euch nicht blenden vom Berliner Steuersenkungsgeschwafel, das diese Woche aus dem Munde Röslers ad-hoc eine Wiederauferstehung erfuhr.
Gaby
Zum Artikel Verschwörungstheorien:
Ich kenne die “Nachdenkseiten” von Albrecht Müller sehr genau, ich lese diese, wie auch weitere 8 Webseiten und mehrere überregionale Tageszeitungen, täglich. Ihre Behauptungen stimmen einfach nicht. In der Regel werden ausgesuchte Artikel veröffentlicht und stellenweise mit persönlichen Meinungen versehen.Man kann sicher anderer Meinung sein was die Sichtweise von A. Müller betrifft, aber von “Verschwörungstheorien” habe ich nichts gelesen.
Ihr Artikel dagegen wirkt wie bestellt von regierungstreuen Organisationen (Es sollen ja schon tausende sein, die im Auftrag für Geld im Auftrag)und mit Sicherheit war dies mein erster und letzter Ausflug auf Ihre Seite…
Es gibt bei Müller eine ganze Menge von Verschwörungstheorien. Seine drei Bestseller beruhen darauf, ebenso wie die angebliche Gleichschaltungsverschwörung gegen die Linkspartei. Sie finden mehr dazu hier http://www.jjahnke.net/rundbr84.html#2416. Bei mir bestellt niemand und hat auch noch nie jemand bestellt. Ich bin weder von Werbung noch von Spenden abhängig. Ich bin auch nicht von Ihrem Besuch abhängig. Erhalten Sie sich Ihre Blauäugigkeit und was Sie sonst noch für Illusionen haben.
Was passiert eigentlich, wenn die Abgeordneten in GR mehrheitlich gegen die Sparpläne votieren?
Da ja von unseren krampfhaften Bankschützern absolut alles unternommen wird, damit die Banken am Besten noch mit Gewinn aus dieser Sache raus kommen (Ackermann bekräftigt ja gerade seine 25% Rendite), besteht gegenüber GR doch gar kein Druckmittel.
Es wird doch wohl eher so sein, daß die noch zahlungsfähigen Bürger in Europa komplett ruiniert werden, damit den Banken ja auch kein Cent verloren geht.
Aber wenn dann nur noch die Geldsammelstellen und die Banken übrig sind, gehen diese sich dann gegenseitig an die Gurgel, obwohl sie vorher einträchtig abgezockt haben?
Es bleibt spannend – > …demnächst in diesem Infoportal…