2305

global news 2395 01-06-11: Mai-Zahlen vom Arbeitsmarkt: Ist es ein "Rekord auf dem Arbeitsmarkt" oder an Täuschung?

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Eine Antwort zu 2305

  1. Manfred Steingrube sagt:

    Frau von der Leyen’s Vorstellungen einer „guten und sozialen Arbeitsmarktpolitik“ beherrschen überwiegend das Meinungsbild in der Öffentlichkeit, dank Medienvertreter, die bereit sind, auch unter Aufgabe ihrer „Unabhängigkeit“ den Kurs der Halbwahrheiten und extremen Beschönigungen vom Arbeitsmarkt mitzugehen, weil sie eine ähnliche Politik vertre-ten, obwohl bei näherer Betrachtung die Aussagen der Bundesarbeitsministerin inhaltlich wie eine Luftblase platzen müssten, würden die betroffenen Medienvertreter, sich nur ein wenig die Mühe machen, ihre Aussagen zu überprüfen. Stattdessen werden Jubelmeldung an Jubelmeldung gehängt und so gut wie mit keiner „kritischen Silbe“ erwähnt, dass es sich – so ist jedenfalls stark zu vermuten auch aufgrund der gestiegenen Zahl der Aufstocker – wohl eher überwiegend um prekäre Arbeitsverhältnisse handelt und nicht von langer Dauer sein werden, weil sie eben zum großen Teil nur befristet und schlecht bezahlt werden. Allen voran bei den Jubelmeldungen sind – wie könnte es wieder einmal auch anders sein – BILD.

    BILD wartet gleich im Zusammenhang der aktuellen Arbeitslosenzahlen mit einer „brandheißen“ repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag der Deut-schen Vermögensberatung (DVAG) auf.

    Danach sind „70 Prozent mit ihrem Gehalt zufrieden oder sehr zufrieden, wie eine im Auftrag der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) ergab.

    85 Prozent der Beschäftigten haben auch nichts gegen ihre Arbeitszeiten. Fast die Hälfte der Befragten (44 Prozent) ist mit ihrer beruflichen Situation sehr zufrieden.“

    Weiter bei BILD: Die Kehrseite des deutschen Arbeitsmarktes: Es fehlen zunehmend Fachkräfte.

    Hierzu die IG Metall Bezirksleitung NRW vom 31.05.2011: “Derzeit geht jeder dritte nach der Ausbildung leer aus, bekommt nur eine Befristung oder findet sich als Leiharbeiter wieder. Das passt nicht zusammen: Auf der einen Seite beklagen die Arbeitgeber den drohenden Fachkräftemangel. Auf der anderen Seite verweigern sie häufig gerade jungen Beschäftigten eine sichere Perspektive und setzen auf billige Leiharbeit oder Werkverträge.”

    Die Studie hier: http://www.presseportal.de/pm/6340/2054489/dvag_deutsche_vermoegensberatung_ag

    BILD hier:
    http://www.bild.de/politik/inland/arbeitslosenzahlen/unter-drei-millionen-arbeitslose-18165700.bild.html

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