2372

global news 2372 08-05-11: Von wegen "Nur Chancen durch Arbeitnehmerfreizügigkeit"

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7 Antworten zu 2372

  1. Wilma sagt:

    Soweit ich weiß, haben Polen nach 3 Monaten Anspruch auf ALG II wenn Sie als arbeitssuchend gemeldet sind.

    • Manfred Steingrube sagt:

      Der Anspruch auf Arbeitslosengeld ist nur gegeben, wenn in der dreijährigen Rahmenfrist des § 123 SGB III eine Anwartschaft erworben wurde, also mind. eine zwölfmonatige versicherungspflichtige Beschäftigung ausgeübt wurde.

  2. Wilma sagt:

    Meines Wissens nach gibt es für Polen Ausnahmen.
    Ein konkreter Fall: Ein Nachbar (Pole) beschwerte sich, dass er seine Schwester 3 Monate unterstützen müsste, weil sie erst dann Anspruch auf HartzIV / Sozialhilfe habe. Auch von Sozialämtern habe ich gehört, dass vermehrt Anträge gestellt würden.
    Werde mich aber noch genauer kundig machen.

    • Gaby sagt:

      Guten Tag, Wilma und Mitlesende,

      ja, das ist o.k.

      Dieses Beratungsprogramm läuft seit Jahren europaweit unter dem Namen “EURES”. Rund 850 Berater sind europaweit beauftragt, die Mobilität der EU-Bürger zu fördern. Drei EURES-Beraterinnen sollen künftig, jeden Dienstag, interessierte Polen über das Leben und Arbeiten in Deutschland informieren.

      Hier ist die EURES-Webseite
      http://ec.europa.eu/eures/home.jsp?lang=de

      Viele Grüße

      Gaby

  3. Brick sagt:

    Ich halte meine polnischen Kollegen für eine Bereicherung. Das sind aber auch keine Billigstarbeitskräfte. Diese sind nur dann ein Problem wenn kein flächendeckender Mindestlohn eingeführt wird.
    Die Arbeitnehmerfreizügigkeit gilt in meinem Bereich schon ne ganze Weile.

  4. Gaby sagt:

    Hallo, Brick und alle anderen,

    ich kann Deine positive Einschätzung nur bestätigen.

    Seit vielen Jahren ist Anna, deren Eltern vor Jahrzehnten nach Deutschland eingewanderte Polen sind, meine beste Freundin. Zwar sind Annas Eltern stets Hilfsarbeiter geblieben und sprechen Deutsch mit stark polnischen Akzent, aber es sind fleißige Leute (beide berufstätig) mit unglaublich sonnigem Gemüt. Anna hat den deutschen Realschulabschluss und in den Chemielabors meines Arbeitgebers die Ausbildung zur Chemiekantin erfolgreich absolviert und wurde nach der Ausbildung übernommen. Sie ist eine fleißige, zuverlässige und aufrichtige Frau mit Rückgrat, sagt also völlig angstlos, wenn ihr etwas nicht passt, auch ihrem Chef gegenüber. Kürzlich hat sie einen deutschen Mann geheiratet und beide haben sich per Kredit ein kleines Häuschen gekauft, an dem sie nun abbezahlen. Kinder wollen Anna und Wolfgang unbedingt, denn für beide gehören Kinder zur Ehe dazu.

    Anna und ihre Eltern sind rundum knuffige Patentknubbel und ansteckend lebenslustig, was ich von vielen Deutschen nicht behaupten kann. Ich denke, seit ich Anna und ihre Eltern kenne, dass wir Deutschen uns von der optimistischen polnischen Mentalität einiges abschauen sollten.

    Bis denne,

    Gaby

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