2312

global news 2312 01-03-11: Der Arbeitsmarkt im Februar: Trotz allen Jubels noch immer bedrückende Massenarbeitslosigkeit

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2 Antworten zu 2312

  1. Gaby sagt:

    Hallo in die Runde,

    Wirtschaftsminister Brüderle tut, was alle Kapitalisten und alle kapitalistischen Funktionäre/Verwalter tun, nämlich den Kapitalismus schön reden nach dem Motto “Wohlstand für alle” und “Vollbeschäftigung ist möglich”. Sie alle lügen seit rund 500 Jahren. Punktum!

    Immer gab es die sogenannte “Sockel-Arbeitslosigkeit”, die Karl Marx vor gut 150 Jahren die “Reservearmee” nannte. Das bleibt auch so, denn die fortwährende Gefahr des Arbeitsplatzverlustes und die zwangsläufig egoistische Konkurrenz der Arbeitslosen um einen Arbeitsplatz, dienen dem Kapital grundsätzlich dazu, die regulär wie prekär Beschäftigten zu disziplinieren und ihren Lohn zu drücken. Zusätzlich sind die Arbeitslosen ein billiges, elastisches Kissen, weil sie Arbeitskraft darstellen, auf die ein Kapitalist problemlos greifen kann, wenn er die Arbeitskraft kurzfristig braucht.

    Die Arbeitslosigkeit ist ein Zustand der absoluten Verarmung, weil sie eine Verschlechterung der sozialen zwischenmenschlichen Bindungen, eine Verschlechterung an der Teilhabe des kulturellen Lebens, eine grobe Absenkung des Lebensstandards und somit eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit, Suchtneigung und eine verkürzte Lebenszeit mit sich führt.

    Die politische Ökonomie offeriert differente Ansätze für die Lösung der Arbeitslosigkeit:

    Der Marxismus geht grundsätzlich davon aus, dass die Arbeitslosigkeit nicht gänzlich aufzulösen ist.

    Der Neoliberalismus verspricht, dass die Arbeitslosigkeit per drastischer Lohnsenkungen zu erreichen ist.

    Das Keynes’sche Wirtschaftsmodell basiert auf der Annahme, dass niedrige Löhne zu noch mehr Arbeitslosigkeit führt und deshalb der Staat per Gesetze intervenieren muss, einen makroökonomischen Ausgleich zu schaffen.

    Ich bin Anhänger letzterer Theorie, obwohl mir völlig klar ist, dass sich der Kapitalismus nicht in “gut” und “schlecht”, nicht in “sozial” und “asozial” in “raffendes” wie “schaffendes” Kapital einteilen lässt. Kapitalismus ist Kapitalismus. Kapitalismus ist für die meisten Menschen grässlich – für die wenigsten genüßlich! Punktum!

    Der Kapitalismus, der sich seit 500 Jahren wie ein Virus planetarisch über alle menschlichen Zivilisationen ausbreitete, ist für jeden Menschen, der in diesem inhumanen Geldnetz als Lohnabhängiger gefangen ist, nichts anderes als eine unzumutbare Perversion menschlichen Seins. Der Philosoph und Psychoanalytiker Erich Fromm hat sich zeitlebens die Finger wundgeschrieben, uns zu verdeutlichen, in welch sinnentleerten kapitalistischen Plastikwelten wir alle leben, sofern wir uns dessen nicht bewusst sind.

    Bis denne,

    Gaby

  2. Manfred Steingrube sagt:

    In Anlehnung und Abwandlung an ein deutsches Weihnachtslied (Heute kommt der Weihnachtsmann) könnte man auch gemeinsam singen:

    Heute kommt das Brüderle

    Heute kommt der Weihnachtsmann
    Kommt mit seinen Gaben
    Arbeitsmarkt und Wirtschaft mehr
    Erfreuen die Menschen bitte sehr
    Im Jubelton wir zeigen nicht
    Mehr Egozentrik welch ein Mist

    Heute kommt der Mainstream dran
    Kommt mit seinen Gaben
    Sprüche klopfen heißt es nun
    Auch wenn wir nur wenig tun
    Veralbern lieber Volk mit Mist
    Weil die merken nicht die List

    Heute kommt das Infoportal
    Kommt viel näher ganz fundamental
    Arbeitsmarkt und Wirtschaft mehr
    Erfreuen nicht alle Menschen sehr
    Bringt uns Wahrheit ganz real
    Viel näher an das Ideal

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