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global news 2298 11-02-11: Nur noch ein Viertel aller deutschen Jugendlichen glaubt an eine gute Zukunft Deutschlands

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12 Antworten zu 2298

  1. biopilz sagt:

    da fällt mir nur ein: Empört Euch!

    mehr? zum reinhören: hessel im radio-interview:
    http://www.kulturradio.de/programm/sendungen/110122/das_gespraech_1404.html

    u mein bericht von einer veranstaltung mit ihm…

  2. Rote Socke sagt:

    Moin, allerseits.
    Schon die Fragestellung ist irreführend (fürnehm ausgedrückt). Erinnert mich an die Damen und Herren Mschinenstürmer aus den Kindertagen der Industrialisierung. Es geht nicht um Glauben, das tut dieser oder jene in der Kirche. Die Fragestellung heischt nach dem Gefühl … also “gefühlte” Globalisierung (watt’n Quatsch, oder?). Dabei ist Globalisierung keine Erfindung der Neuzeit (s. Marxens Manifest, allerdings sollte man da schon lesen können), sie ist unausweichlich.

    Angelpunkt ist doch der, inwiefern die praktizierte Politik die gegenwärtigen – wieder Quatsch, die jeweiligen (!) Trends und Tendenzen versteht umzusetzen. Das dürfte der Punkt sein, welcher springt.

    Ich bin weit davon entfernt, unserer Politikerbande mangelnde Intelligenz zu unterstellen, was sie aber durch die Bank seit Jahrzehnten auszeichnet, ist die Unfähigkeit zu erkennen, wohin die von der Politik initiierte Entwicklung letztendlich führt (da schließe ich die DDR-Bande nicht aus!).

    Ob es die Menschheit je erleben wird, daß Sachverstand zur Grundausstattung der herrschenden Strukturen gehört?

    • globalnote sagt:

      Da liegen Sie in meiner Beurteilung leider falsch. Die Globalisierung in ihrer neoliberalen Ausprägung über Finanz- und Warenmärkte hat eine viel schlimmere Form an Verdrängungswettbewerb und Abbau von Sozialleistungen ermöglicht als was früher einmal freier Welthandel war. Gerade das Infoportal analysiert dies nun seit fast sechs Jahren. Mit dem guten alten Marx hat das nichts mehr zu tun. Mit Maschinenstürmen hat der Widerstand dagegen auch nichts zu tun. Nur auf der deutschen Linken begreift man das in einem internationalen Dusel leider nicht richtig, obwohl gerade die Linksanhänger Opfer dieser Entwicklung sind. Sie ist auch in dieser Form nicht unausweichlich. Da stoßen Sie mit Ihrer Meinung nur in das Horn der neoliberalen Globalisierung mit ihrer TINA-Strategie (there is no alternative).

      Die Politik der Neoliberalen (CDU/FDP vor allem) weiß sehr wohl, wohin diese Entwicklung führt, nämlich in immer größeren Wohlstand der sie bestimmenden Kreise. Und das will sie auch so. Ihr in dieser Hinsicht mangelnden Sachverstand zu unterstellen, wie Sie das tun, ist – mit Verlaub – einfach naiv.

      Die Menschen sind gar nicht so doof, wenn Sie sich um die Auswirkungen der Globalisierung sorgen. Auch da sollte man mit Urteilen, wie den Ihren („alles nur Gefühle“), sehr vorsichtig sein.

      • Rote Socke sagt:

        Widerspruch, Euer Ehren.
        Die Entwicklung der Globalisierung als weltumspannender Handel und Wandel ist das eine, deren konkrete Auswirkungen in unserem Land das andere. Ihre Analysen sind wirklich sehr aussagefähig und belegen – nach meiner Meinung – die nicht adäquate Reaktion der Regierenden auf die wirtschaftliche Entwicklung der Welt. Eine Minorität zu favorisieren zum Schaden für den schäbigen Rest der Bevölkerung ist weder Sachverstand, noch Politik, das ist Stümperei im Amt, denn das führt letztendlich zu den Krisen, die nicht mehr nur einzelne Länder im Würgegriff hat, sondern die Welt insgesamt. Hätte die Politikasterbande das erkannt, hätten sie andere Maßnahmen ergriffen, haben sie aber nicht! Hätten sie sich mehr mit Analysen zur Sache befaßt, hätte es die Krise nicht gegeben und wir hätten das, worauf Sie abzielen, Herr Jahnke (soziale Markwirtschaft), denn das ist Gebot der Stunde, Umverteilung des nationalen Reichtums hin zu den unteren Dezilen – dadurch solider Binnenmarkt und ausgewogene Exportwirtschaft. Wird aber nicht gemacht.

        Was die LINKE betrifft, so hätte sie schon das Zeug dazu, etwas aus der Situation zu machen, nur wird sie nie in Regierungsverantwortung kommen, und wenn, wird sie die Politik fortsetzen, wie die Marionetten des Kapitals, wie sie jetzt schon im Amt sind.

  3. > …Was die LINKE betrifft, so hätte sie schon das Zeug dazu, etwas aus der Situation zu machen, nur wird sie nie in Regierungsverantwortung kommen…
    sooo ganz pessimistisch bin ich da nicht, denn EWIG wirkt der popanz den die etablierten (bislang erfolgreich) aufbauen nicht…

    >, und wenn, wird sie die Politik fortsetzen, wie die Marionetten des Kapitals, wie sie jetzt schon im Amt sind…
    dafür 100% zustimmung!

    aber bananenrepublikanischer wahnsinn klappt sooo -glaub ich- nicht mehr lange, es sei denn die ausgrenzung immer grösserer teile der bürgerInnen gelingt od ein grösserer krieg wird eingefädelt…

    insgesamt:
    politik u die weichenstellung ist -find ich- inzwischen zu wichtig um es weiterhin den “berufspolitikern” zu überlassen…!!
    -der 30.9. in stuttgart war ein vorgeschmack auf das was droht… (menschen die zb gorleben erlebten kennen das schon einige jahre)

    ich finde, es braucht die grundgesetzlich (-bislang allerdings immer noch als schlafende knospe) angelegte direkte beteiligung durch abstimmungen, dann müssten politiker sich aktiver um die wählerInnen bemühen (, nicht nur alle 4-5j u sie dazwischen ignorrieren, od die augen rausschiessen wenn sie aufmucken…)

    dh mehr mut zu neuem!, u sooo neu isses ja auch nicht… in der schweiz klappts mit den abstimmungen doch auch schon ne weile…

    • Rote Socke sagt:

      Soooo einfach is det ooch nich!
      Von wegen Knopse und Volksabstimmung – s. Sudan. Nee, mein Liaba! Da wird nix draus! Erstens würden bei einer wie auch immer angelegten Volksabstimmung/Referendum eh knapp über die Hälfte higehen, und davon gehört rund ein Drittel zu den gehobeneren Schichten. Abgesehen davon, daß die sowieso bestimmen, was passiert (nach dem Motto «wer die ökonomische Macht hat…»), entscheiden die selbst bei diesem Proporz die Sache eindeutig in ihrem Sinne.

      Stuttgart 21 war schon mal ein bescheidener Anfang, aber bis zum Generalstreik ist es noch ein weiter Weg, und ich zweifle, daß dieser gegangen wird, denn es herrscht absolut keine Einigkeit unter den Massen.

      Leider. Schade.

  4. annimarr sagt:

    Wir beklagen zu Recht, dass die “Soziale Marktwirtschaft” den Menschen hier Deutschland genommen wurde. Wäre es da nicht an der Zeit sich an eine Problemlösung heranzutasten? Welche Möglichkeiten
    gibt es denn?
    Ich lese in den letzten Monaten immer wieder über die
    “Negative Einkommenssteuer”, denn sie ist ein Nullsumme und verbreitet den Mittelstand als Umverteilung von Oben nach Unten. Konstruktiv zeigt eben schon Lady Juliet, das Marktpotential wird durch
    den Sozialstaat optimiert.
    Gruß annimarr

    Bitte Antworten!

  5. biopilz sagt:

    > …Welche Möglichkeiten gibt es denn?
    ganz platt u erstmal: ich finde HIER bist du schon mal richtig.. informieren WIR ANDERE über seiten wie diese u zb die nachdenkseiten dass der neo-liberalismus nur ein -ismus ist u damit NICHT “alternativlos”!! -die mehrheit der veröffentlichten meinung zeigt das mehrheitlich (NOCH) nicht…

    > …„Negative Einkommenssteuer“…
    war die idee nicht von friedman?

    ah nöö (wenns stimmt, lt http://www.liberalismus-portal.de/negative-einkommensteuer.htm ): “…Die Grundidee zur negative Einkommensteuer wurde bereits in den 1940er Jahren von Juliet Rhys-Williams entwickelt…Die Einkommensteuer soll so gestaltet sein, dass einkommensstärkere Haushalte Abgaben entrichten, während die einkommensschwächeren Haushalte Transferzahlungen erhalten. In den 1960er Jahren war es dann Milton Friedman Professor an der Universität von Chicago, der die Idee wieder aufgriff…

    ich meine: wie mensch es dreht u wendet:
    schon die zins u zinseszinsfalle führt IMMER zu verwerfungen denen entweder gegengesteuert wird wie auch immer… od eben nicht…

    ganz am ende kochts zusammen auf: sozialismus oder barbarei

    u das ist aber nur die monetäre seite, von der politischen u der ökologischen ganz zu schweigen… denn da sieht die zukunft mmn RABENSCHWARZ aus wenn wir SOO weitermachen wie bisher!! der mensch hatte in seiner bisherigen entwicklung noch nicht die möglichkeiten den planeten u seinesgleichen zu zerstören daher ist ein entwicklungsschritt UNVERMEIDLICH od wir sind (dieallermeisten zumindestens) tot… dazu passt das gefasel den roten planeten, den mars beleben wollen aber vorher unseren eigenen, den blauen planeten zerstören durch ignorranz, dummheit u gier… tststs

    summasummarum: ich glaub die co2-problematik wird uns zwingen zu sehr drastischen änderungen – allerdings wenn ich mir anschau wies derzeit aussieht: für mich riechts nach öko-diktatur – keine schöne vorstellung find ich… ob die menschheit nicht lernfähiger ist?? ich hoffe es zumindestens!!

    • annimarr sagt:

      Die Professoren Straubhaar und Opielka haben in ihren Studien nur die Frage untersucht, ob das Modell (negative Einkommenssteuer) ohne Mehrbelastung finanzierbar ist. Diese beiden Studien wurden in die VGR von destatis umgestellt, um die Datenbasis von 2005 aktuell auf 2009 und 2010 fortschreiben zu können. Bei einer Zusammenfassung von alter Einkommenssteuer, AG-Sozialabgaben und sonst. Steuern zu einer 50%igen negativen Einkommenssteuer reduziert sich der Bedarf für Öffentlichen Dienst auf die Hälfte, die Neuverschuldung kann so entfallen.
      Das 50%ige-Modell ist also kosten- und leistungsneutal und belastet das BIP in keiner Weise. Und es belastet auch nicht die Wirtschaft mehr, Abschreibungen und Subventionen bleiben erhalten. Es zeigt sich, dass Sozialstaat und Marktwirtschaft zwei unabhängige Dimensionen sind, das Modell bedeutet die Trennung von Sozialstaat und Marktwirtschaft, das ist auch nötig, weil der Europäische Binnenmarkt erheblich größer als der Sozialstaat BRD ist.
      Gruß annimarr

  6. biopilz sagt:

    > …Professoren Straubhaar…
    salopp: da sträuben sich bei MIR die haare bei dem herrn…

  7. annimarr sagt:

    Hallo biopilz,
    wenn ich die Politik der letzten 20 Jahre betrachte, dann sträuben sich auch meine Haare!
    Leider ist ohne der Wirtschaft keine Politik mehr zu betreiben. Die Politik ist zu schwach! Natürlich ist Prof. Straubhaar Botschafter der INSM und Initiator des Vereins “Pro Bürgergeld”, wobei die “Negative Einkommenssteuer” bereits ein weiterer Schritt ist. Er
    ist Befürworter eines bedingungslosen Grundeinkommens.
    Für den Arbeitsmarkt fordert er, weniger Macht für Kartelle, Verbände und Gewerkschaften (wobei die Gewerkschaften bereits seit 20 Jahren keine Macht mehr besitzen).
    Was wäre denn so falsch, wenn durch eine negative Einkommenssteuer und dadurch ein Grundeinkommen für “Jedermann” eingeführt werden würde. Der Binnenmarkt würde garantiert gestärkt! Ob die Wirtschaft ihre Betriebe weiter Richtung “Asien” verlagert, können wir nicht beeinflussen, aber, wenn
    es den Bundesbürgern – gerade in den “Unteren Schichten” etwas besser gehen würde, wäre es ein Vorteil!
    Gruß annimarr
    Hier würde ich doch Herrn Dr. Jahnke auf Grund seiner großen Erfahrungen bitten, über die negativen Einkommenssteuer Gedanken zu Papier zu bringen.

    • globalnote sagt:

      Wir brauchen meiner Meinung nach keine negative Einkommenssteuer. Was Not tut, ist die Rücknahme der vielen Steuergeschenke, Schließen der Steuerlöcher, Vermögenssteuer und Anti-Spekulationssteuer. Das reicht schon, um vom Steuersystem her in die Sozialverträglichkeit zurückzukommen und genügend Einnahmen für angemessene Sozialleistungen im Sinne einer echten sozialen Marktwirtschaft zu finanzieren.Bei einer negativen Einkommenssteuer ohne individuelle Bedürftigkeitsprüfung besteht die Gefahr weiterer Lohnsenkungen und noch mehr befristeter Arbeit, weil der Staat und der Steuerzahler damit die Zeche zugeschoben bekommt und die Arbeitgeber noch mehr entlastet werden.

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