global news 2282 28-01-11: Tariflöhne stiegen in 2010 inflationsbereinigt um weniger als ein halbes Prozent und fallend unter Null
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global news 2282 28-01-11: Tariflöhne stiegen in 2010 inflationsbereinigt um weniger als ein halbes Prozent und fallend unter Null
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Daher: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!!!
Wie ich meine, ist es auch ganz interessant, sich einmal die Gesamtzahl der Beschäftigten (sozialversicherungspflichtige!) ohne Tarifbindung im Jahr 2009 vor Augen zu führen.
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat hierzu für 2009 Zahlen veröffentlicht, die nicht schmeichelhaft sind für die deutsche Unternehmenskultur. Sie lassen darauf schließen, dass immer weniger Beschäftigte überhaupt noch tarifgebunden sind durch einen Branchentarifvertrag und/oder durch einen Firmentarifvertrag.
Nach den Zahlen des IAB bestand für 36% der Beschäftigten im Westen und 49% im Osten keine Tarifbindung. Die Tendenz ist eher steigend als abnehmend. Keine Aussage wird über die Qualität der Arbeit gemacht.
Nach den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit waren Ende Dezember 2010 rd. 28 Mio. Arbeitnehmer in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Davon waren im Westen rd. 22 Mio. und im Osten rd. 6 Mio. beschäftigt. Unter Berücksichtigung der IAB Zahlen gingen somit rd. 8 Mio. Arbeitnehmer im Westen und rd. 3 Mio. Arbeitnehmer im Osten eine Arbeit ohne Tarifbindung nach. Rein rechnerisch also 11 Mio. Beschäftigte ohne Tarifbindung. Addiert man nun noch die rd. 3 Mio. Arbeitslosen, die rd. 1,5 Mio. in Arbeitsmaßnahmen, die rd. 60.000 mit einer Sperrfrist, die rd. 4 Mio. Unterbeschäftigten, die rd. 200.000 an privat Vermittelte, die rd. 700.000 Aufstocker usw. usw. hinzu, wird schnell erkennbar, dass auf dem Rücken einer Mehrheit eine schmutzige Politik betrieben wird. Daran beteiligt sich auch das Statistische Bundesamt, deren Aussagen längst von der Realität überholt sind und somit eigentlich keine nahe Aussagekraft mehr besitzt, da durch die Inflationsbereinigung der Wert „Tariferhöhung“ nahezu aufgefressen wurde, wenn nun auch noch ab dem 01.01.2011 die Sozialversicherungsbeiträge erhöht werden.
Hallo Herr Steingrube,
Vielen Dank für den Hinweis. Ich hatte nach älteren Zahlen mit 70 % bzw. 55 % Tarifbindung gerechnet. Jetzt sind es also nur noch 64 % und 51 %. Das Trauerspiel geht also immer weiter. Werde den Beitrag überarbeiten.
Beste Gruesse
Joachim Jahnke
Siehe jetzt hier: http://www.jjahnke.net/rundbr80.html#2283
In unserem Nachbarland Frankreich fallen 95% der Beschäftigten unter den Geltungsbereich eines Tarifvertrages!
MfG
Hallo Heiner,
Haben Sie eine Fundstelle dazu? Danke.
Beste Gruesse
Joachim Jahnke
Herr Jahnke: zur Fundstelle:
http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/13-14/Beilage/006.html
MfG
Herzlichen Dank. Habe die Information hier am Ende eingebaut: http://www.jjahnke.net/rundbr80.html#2283.
Beste Gruesse
Joachim Jahnke
Sie haben es großartig auf den Punkt gebracht: Tarifabschlüsse sind schon lange nicht mehr aussagekräftig hinsichtlich der Einkommensentwicklung deutscher Arbeitnehmer. Dies kann nämlich immer nur für diejenigen zutreffen, die tatsächlich tarifgebunden sind. Politik und mit ihr verschwisterte Wirtschaftsinstitute und Medien, Behörden und Ämter führen die Deutschen regelrecht an der Nase herum.
Mich erinnert das an den Lügenbaron Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen.
Zu Tarifverträgen, Menschen und Hundten in Deutschland:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/leiharbeit-streit-um-loehne-gleiche-bezahlung-aber-nicht-doch-1.1052867
MfG