global news 2264 10-01-11: Die Welt von morgen: Wenn sieben Schwellenländer schon in 10 Jahren die sieben alten Industrieländer an Wirtschaftsleistung überholen
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global news 2264 10-01-11: Die Welt von morgen: Wenn sieben Schwellenländer schon in 10 Jahren die sieben alten Industrieländer an Wirtschaftsleistung überholen
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Schönen guten Tag miteinander,
im Jahresurlaub 2010 kam mein Mann auf die Idee, dass wir mal nach Oberhausen fahren könnten und zwar ins CENTRO. Oh je, nach Oberhausen soll ich? In diese verarmte Stadt?? Nee, Danke! Armut sehe ich in meiner kleinen Kreisstadt schon genug!
Trotzdem fuhren wir los und bald am Ziel wunderte ich mich über die Beschilderung “Oberhausen – Die neue Mitte – Centro”. Bald war mir klar, wie zynisch diese Beschidlerung zu verstehen ist.
Das CENTRO gehört zu den 12 größten Einkaufs- und Freizeitcentren Deutschlands. Auf einer Fläche von 70.000 Quadratmetern tummeln sich alle Labels von Rang und Namen. Im näheren Umfeld wimmelt es von touristischen Attraktionen. Eine Größe, ein Glanz, ein Reichtum… Ich kleines Landei war total baff! Es gibt überhaupt keine Armut, keine Bettler, keine abgerissenen Gestalten – weit und breit nicht!!!! Alles sauber, alles prächtig – einfach wunderbar.
Nach mehreren Stunden kurzweiligem Aufenthalt sind mein Mann und ich in die ehemalige Mitte Oberhausens gefahren. Sichtbare Armut, alles Grau in Grau, kaputte Straßen, wohin mein Auge schaute. Es war erschütternd! Die “Neue Mitte” ist nichts anderes als ein Themepark, ein nicht reales Abbild der verarmten Stadt, in die die Verlierer des Kapitalismus keinen Zutritt haben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Centro
Ich fragte mich damals, ob der krasse Gegensatz zwischen Arm und Reich, den ich im deutschen Oberhausen sah, einzigartig ist oder ein Spiegel der globalisierten Moderne. Ich wurde rasch fündig. Oberhausen ist heutzutage völlig normal und spielt sich überall auf der Welt ab. Wer sich informieren möchte, mag diesen deprimierenden Text lesen: Plantet der Slums.
http://www.bpb.de/themen/SB18M2,0,0,Planet_der_Slums.html
Es beunruhigt mich nicht, dass die E7 die G7 wirtschaftlich überholen. Es beunruhigt mich aber sehr, dass gerade der Neoliberalismus, also unter anderem die staatlich verordnete Hilfsverweigerung zur Selbsthilfe, dazu beiträgt, dass sich unser Planet in einen einzigen Slum verwandelt, sich die Reichen hingegen auf kleinen, umzäunten und bewachten Inseln zusammen rotten und vermutlich auch noch glauben, Armut sei ein milliardenfach selbst gewähltes Schicksal von geistig minderbemittelten Menschen.
Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass der globale neoliberale Spuk endlich vorbei ist und unsere Weltenlenker zum Teilhabekapitalismus der Nachkriegszeit zurückkehren.
Bis denne,
Gaby
Dazu:
http://bundes.blog.de/2010/11/19/doku-peter-scholl-latour-ende-weissen-weltherrschaft-teil-10006622/
MfG