global news 2262 08-01-11: Zur Diskussion um Gesine Lötzsch: Warum der Traum vom Kommunismus ein Albtraum sein sollte
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Hallo, allerseits.
War zu der Zeit, als die Dame Lötzsch ihre berühmten Worte zum Besten gab, in D. Als quasi gestandene Rote Socke muß ich dem Verfachter der sozialen Marktwirtschaft zur Seite stehen: Die Kindlein (in Gestalt der LINKEn) wissen offenbar nicht, was sie da lallen! Allen voran die Dame Lötzsch! Es sollte den Herrschaften in der LINKEn langsam mal einleuchten, daß eine gesellschaftliche Transformation, wie sie Marx seinerzeit in Aussicht gestellt hatte, nicht (mehr) möglich ist!
Die Gründe dafür finden Sie in den 6 Punkten versteckt. Es gibt keine führende und einende Kraft, die einen gesellschftlichen Umbruch einleiten, geschweige denn diesem vorangehen könnte. Ergo wird (muß!) jedes Aufbegehren gegen die herrschenden Verhältnisse in einer anarchischen Emeute enden (s. GR, F), wenn sie nicht gar schlimmstenfalls zu einer offenen Diktatur führt (was uns bis dato erspart geblieben ist; möge es so bleiben!).
Die Ursachen und Gründe dafür kann sich jede/r selbst berechnen, wenn er/sie sich mal die 3 Grundgesetze der materialistischen Dialektik zu Gemüte führt, die leider von den »Großen der Größten« (den ehemaligen Gralshütern der Idee) sträflichst vernachlässigt worden sind. Bereits im ersten dieser Grundgesetze wird klar, daß die Widersprüche, mit denen wir es in unserer Gesellschaft zu tun haben, nicht antagonistisch sind, will sagen, daß sie innerhalb des Systems lösbar sind. Wie? – s. Herrn Jahnkes 10-Punkte-Programm. Sollte das regierungsamtlich zur Ausführung kommen, wird es auch keinerlei Anlaß mehr zu Emeuten geben. Kein Antagonismus – keine Revolution!
Mich wurmt nach wie vor das Gezeter über den Begriff des Kommunismus. Das, was wir bisher in dieser oder jener Form erlebt haben, war alles andere als das, was es hat sein sollen. Ich möchte diese Irrwege mit dem Begriff »Stalinismus« charakterisieren. DAS DARF sich nicht wiederholen, würde es aber, wenn die LINKE nicht langsam merkt, wohin der Hase läuft! China ist alles andere als »kommunistisch«, und allein sich über Kuba unterhalten zu wollen, würde nicht viel Sinn machen.
Das gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklungsstadium auf unserem Kontinent (!) gibt allerhand Möglichkeiten für eine neue Orientierung der Gesellschaft, in die sowohl kapitalistische, als auch sozialistische oder kommunistische Elemente mit einfließen. Es führt zu nichts, wenn alles Privatkapital zerschlagen wird, wir kommen aber genausowenig weiter, wenn wir Strukturen erhalten, die die Arbeitsplätze ins Ausland exportieren oder zum Schaden der Gesellschaft wirken (wie Banken und Versicherungen!). Das Zerschlagen dieser Strukturen ist ein – nach meiner Lesart – kommunistisches Element, weil deren Bruchteile zunächst verstaatlicht werden müssen. Die überdurchschnittlich hohen Gewinne von Konzernen gehören sozialisiert, was das sozialisierende Element bei dieser Entwicklung ist.
Der Clip, den ich im Fernsehen gesehen habe hat die Dame Lötzsch gezeigt, wie sie im GG blättert. Hoffentlich findet sie die Artikel, worauf es ankommt (wie den 14-er bzw. den 15-er). Allerdngs habe ich Zweifel, einerseits dahingehend, daß die LINKE das angehen wird, andererseits in der Durchsetzungsfähigkeit dieser Artikel in der Regierung selbst.
ohne volksabstimmungen gibt es keine demokratie, das volk muss mehr einbezogen werden! bürokratie ist überall ein problem, besonders, weil der staat von bürokraten weniger verlangt als vom rest der bevölkerung!allerdings sind auch großfirmen oftmals sehr bürokratisch und haben einen großen wasserkopf!das volk braucht die volksgesetzgebung, muss selbst gesetze auf den weg bringen dürfen! die cdu als partei von globke und filbinger kennt nur den obrigkeitsstaat, das volk hat zu konsumieren und jede obrigkeit zu lieben!
Tut mir leid, Ribi, daß ich Dich etwas auf den Boden der Tatsachen zurückholen muß: Regieren tut immer noch der, der die wirtschaftliche Macht hat. Das, was wir als Regierung bezeichnen, sind nichts als die Marionetten in den Händen der wirtschaftlichen Macht – da hilft alles Gezetere über Lobbyismus & Co. nix, und … eine wie auch immer geartete Volksabstimmung wird ausgehen, wie das berühmte Hornbacher Schießen: Rund die Hälfte geht eh nicht hin, und die, die hingehen, wissen, warum sie dies tun. Obrigkeit hin, Volk her.
Es geht hier doch nicht etwa um die drohende Einführung einer Diktatur des Proletariats, sondern eher um eine absurde Meta-Diskussion rund um das unerlaubte K-Wort. SPON hat gesucht – und Frau Lötzsch hat irgendwo in Absatz 31a, römisch IV das Stichwort geliefert. Wieder mal eine “rote Socken”-Kampagne, die immer nach dem gleichen gähnend-langweiligen Schema abläuft.
Der vieldeutige Begriff “Kommunismus” steht doch häufig nur für den Wunsch vieler Menschen nach einem Systemwechsel, diese Diskussion sollte man ernst nehmen und führen.
Es geht hier um einen absurden Traum vom Kommunismus, nichts anderes, und das angestoßen von der Vorsitzenden der Linkspartei. Sie halten aber die Menschen für sehr blöd, wenn Sie meinen, die verwechselten Kommunismus mit Systemwechsel. Mein Beitrag in 2262 ist sehr ernst gemeint und Sie sollten ihn nicht lächerlich machen wollen.
Fragen Sie 10 Leute auf der Strasse mal nach ihrer Definition von Kommunismus. Sie bekommen vermutlich 10 verschiedene, teils abstruse Antworten. Das liegt aber sicher nicht an der “Blödheit” der Leute, sondern weil die wenigsten Zeit haben, sich differenziert mit Hintergründen zu beschäftigen. Und die meisten kennen
vermutlich auf Anhieb überhaupt nur zwei ökonomische Gesellschaftssysteme.
Selbst, wenn Frau Lötzsch ein wenig geträumt hat – warum wollen Sie den Leuten eigentlich ihre Träume von einer besseren Gesellschaft verbieten? Und wenn das unerlaubte K-Wort ein paar Anregungen zur Fortentwicklung eines Systems liefert – so what? Oder ist zB. die ökonomische und politische Gleichberechtigung aller Menschen keine erstrebenswerte Utopie mehr? Klar werden solche Ideale missbraucht – wo anders soll aber die Motivation herkommen, sich politisch zu engagieren?
Im übrigen reagieren Sie für meinen Geschmack extrem dünnhäutig auf Leser-Kritik. Ich habe ihren Beitrag nicht lächerlich machen wollen, sondern ich finde allenfalls die Diskussion insgesamt lächerlich und deren Motive reichlich durchsichtig.
Sie wollen mir doch nicht weismachen, daß auch Frau Lötzsch nicht weiß, was Kommunismus bedeutet? Auch die Menschen generell, gerade in Deutschland, wissen weit besser, was Kommunismus bedeutet als Sie vermuten. Es geht nicht um Träume von einer besseren Gesellschaft, die wir alle haben. Sondern einen bestimmten Traum, der bisher meist zum Albtraum geworden ist und den man gerade in Deutschland nun wirklich nicht mehr träumen sollte. Wenn heute die Linkspartei mit ihrer Vorsitzenden von Kommunismus spricht, schadet sie dem linken Anliegen in Deutschland (das zeigen auch die Reaktionen von Politikern der Linken aus den NBL) – das ist das Gegenteil zu einem Anstoß zur Fortentwicklung des Systems.
Wenn Sie diese Diskussion für lächerlich halten, sollten Sie sich konsequenterweise nicht daran beteiligen. Sonst sind Ihre Bemerkungen nur destruktiv. Und was sollen denn bitte die durchsichtigen Motive sein?
Ich bin immer wieder überrascht, wenn Menschen aus dem Umfeld der Linkspartei immer wieder das Infoportal besuchen, um hier Argumente für ein kritisches Weltbild mitzunehmen, und dann aufschreien, wenn irgendetwas gegen die Linspartei gesagt wird. Warum sind Sie denn so dünnheutig? Das muß man doch fragen, nicht umgekehrt.
Und jetzt das aus dem Tagesspiegel-Interview mit Gysi:
Herr Gysi, sind Sie auch auf dem Weg zum Kommunismus?
Unter Kommunismus kann man Verschiedenes verstehen. Stalin, Mao und die Mauer etwa. Oder das, was Marx meinte: eine Gesellschaft ohne Klassenunterschiede, in der Eigentum sozial gerecht verteilt ist und alle weniger arbeiten müssen, die Vision einer in jeder Hinsicht gerechten menschlichen Gesellschaft. Das Problem ist: Ich kann nicht voraussetzen, dass die Leute den Begriff in letzterem Sinne verstehen. Und weil ich das weder voraussetzen noch organisieren kann, darf ich ihn nicht verwenden. Seit 1989 sage ich: Wir können mit dem Begriff Kommunismus unsere Ziele nicht erklären.
Ihre Parteivorsitzende Gesine Lötzsch denkt nur den „guten Kommunismus“?
Wenn ich mich zum Kommunismus äußere, muss ich mich auch zu dessen Geschichte äußern – und damit auch zu Verbrechen in seinem Namen. Aber auch wenn mal etwas verunglückt: Man muss Gesine Lötzsch nicht etwas unterstellen, was sie niemals wollte und niemals will.
Lötzsch und die Linkspartei wollen den Kommunismus nicht einführen?
Ich verspreche Ihnen: Weder in unserer politischen Praxis noch in unserem Programm wird der Begriff des Kommunismus auftauchen. Am Charakter unserer Partei hat sich nichts geändert. Wir sind keine kommunistische Partei, und wir werden auch keine sein.
Auch das Umfeld des Textes ist bemerkenswert – eine linksradikale Zeitung, ein Kongress, bei dem Lötzsch mit der DKP-Vorsitzenden und einer früheren Terroristin diskutiert, diedem bewaffneten Kampf nicht abgeschworen hat. Ist das das neue Forum der Linkspartei?
Man kann mit vielen Leuten diskutieren. Dennoch wäre ich in diesem Fall vorsichtiger gewesen.
Herr Gysi, werden Sie der linken Flügelkämpfer nicht Herr?
Ich bin ja nicht Gott. Wir müssen jedoch unsere personelle Wichtigtuerei überwinden.
Eben. Es geht darum, endlich mal Klarheit in die Begriffswelt zu bekommen! Ich habe das an dieser Stelle schon mal angedeutet. Hier ist ein weites Feld für die Forschung, aber die wird leider von den Konzernen bezahlt, sodaß wir kaum etwas Vernünftiges bekommen werden.
Dann weiter: Diktatur welchen Proletariats? Bei Herrn Jahnke nachstöbern und fündig werden! Das klassische Proletariat ist am Aussterben! Es lebe Multiklassi! Demzufolge sind jedwede Träume in der Richtung nix als Phantastereien vergangener Jahrhunderte! Hätte mir jemand vor 50 Jahren angedeutet, man würde einst über Glasfaserkabel telefonieren, hätte ich dem glatt sonstwelches Getier gezeigt! Aber – so, wie sich die objektive Realität wandelt, ändern sich auch die Bedingungen des Seins in der Gesellschaft selbst, und daran vorbeizugehen führt da hin, wo das Gesinchen jetzt sitzt und schmollt!
Systemwexel: Bitte mal die Grundgesetze der materialistischen Dialektik etwas intensiver insulteren! Ein Systemwexel, was einer Revolution gleich käme, ist erst dann von Interesse, wenn die Probleme, die es gibt, sich nich im Rahmen des gegebenen Systems lösen lassen. Daß das möglich ist, beweisen Herrn Jahnkes 10 Punkte.
Wenn es dann schon einen wie auch immer gearteten Systemwexel geben soll, dann kommen wieder Herrn Jahnkes 6 Punkte zum Tragen, worin eindeutig zum Ausdruck kommt, daß jedwede Phantastereien von einer »kommunistischen« Zukunft Schnee vom letzten Jahrhundert sind, denn – s.o. – es gibt keine Klasse mehr, die sich bei einer solchen Aktion an die Spitze stellen könnte, und alles andere würde nur zu einer Anarchie führen, falls es überhaupt über nichtsnutzige Randalen hinausgehen sollte.
Sehe gerade: »Rote Socken« und Aktion! Mit mir? Klar! Bin dabei! Zu allem bereit, zu nüscht zu gebrauchen! Wo soll es denn hingehen mit der Aktion?
“speziell in Deutschland eine perverse Form von Kommunismus zuletzt nur noch hinter Mauer und Todesstreifen betrieben werden konnte.”
Das ist falsch und damit sind es auch alle Schlussfolgerungen. In der DDR gab es nichts Kommunistisches. Von den Regierenden war verkündet worden, es werde jetzt “die entwickelte sozialistische Gesellschaft” aufgebaut – nichts mit Kommunismus. Laut SED-Programm war der Kommunismus “die lichte Zukunft”, also absolut nicht Gegenwärtiges.
Ich bin ein treuer Leser ihrer Seite. Ab sofort werde ich das Geschriebene kritischer hinterfragen.
Die SED war der Zusammenschluß von KPD und SPD unter kommunistischem Druck der kommunistischen UdSSR und natürlich waren die Führer von Ulbricht bis Honecker Kommunisten. Wollen Sie das etwa bestreiten? Ich habe immerhin “pervers” hinzugesetzt. Die Kollektivierung der Landwirtschaft, die Verstaatlichung der Industrie und die Unterdrückung der Bildungsmöglichkeiten des Bürgertums waren natürlich alle aus dem Rezeptbuch des Kommunismus und nicht etwa des Sozialismus.
Sie können das Infoportal ruhig kritisch hinterfragen. Das wird Ihren Fragen, wenn sie ehrlich gestellt sind, durchaus standhalten. Aber vielleicht erklären Sie mal, ob Sie sich als Kommunisten fühlen oder jedenfalls als einen, der die “lichte Zukunft” des Kommunismus sucht.
Im Übrigen, welcher der sechs Punkte in 2262 hält denn Ihrer kritschen Hinterfragung nicht stand? Mit Pauschalabwertungen, wie sie das versuchen (“alle Schlußfolgerungen”) ist hier gar nichts gewonnen.
Weder die DDR noch die UdSSR waren kommunistische Staaten. Ihre Regierenden nannten sich vielleicht Kommunisten, waren jedoch keine.
Gesine Lötzsch meinte den Kommunismus im Marx’schen Sinne. Bitte dazu z.B. auf Wikipedia oder im Kommunistischen Manifest nachlesen.
Ich fühle mich weder als Kommunist, noch bin ich einer. Auch suche ich nicht die lichte Zukunft. Den Quatsch habe ich schon zu DDR-Zeiten nur belächeln können, weil es zu sehr nach St.-Nimmerleins-Tag, zu sehr nach Paradies roch.
Ich versuche nur, aus meinem Leben das beste zu machen.
So ist es! Nicht alles, wo “K” drauf steht, da ist auch “K” drin. So war es mit den gesellschaftlichen Experimenten der vergangenen und gegenwärtigen, sagen wir, “andersartigen” gesellschaftlichen Systeme, und so ist es auch mit dem Gesinchen. Aber sie hat etwas erreicht: Sie hat der LINKEn einen wahren »Bärendienst« erwiesen, und dann im GG Blättern, um eine Rechtfertigung zu finden – das ist krass in Potenz. Schade.
@ Herrn Jahnke
Was lupe sagt, sollten Sie auch nicht einfach so vom Tisch wischen. Es ist genau das, auf was ich schon mehrfach angespielt habe, und zwar eine kritische Aufarbeitung des in der Zone rund 40 Jahre lang gehabten Experiments. Es ist nur schade, daß Sie eine Aversion gegen das Ex-System entwickeln, weil Sie von den Grenzern paarmal gefilzt worden sind. Wir sind es auch und hatten entsprechend Rochus auf die Filzstifte, und nicht wenige DDR-ler haben ihre Bruchlandung im neuen, ebenfalls abartigen System hinter sich und sind darauf nicht gut zu sprechen. Der Unterschied ist der, daß unsereins für den Rest des Lebens ruiniert ist, wie es auch nicht wenige unserer westlichen Landsleute sind, nachdem sie voll in die Haufen des Systems getreten sind, und das noch im Vertrauen auf gesellschaftliche Grundwerte.
Wenn Sie mal in Wikipedia “blättern”, werden Sie entdecken, daß es bis dato keine eindeutige Definition für die Begriffe Sozial- und Kommun-ismus gibt. Was es gibt, sind gefühlsmäßige und recht schlüpfrige Aussagen dazu, da macht auch der liebe Marx keine Ausnahme. Naja, der hatte nicht mit dem Herrn Stalin gerechnet, und Lenin hat ihn auch erst zu spät erkannt. Was danach kam, haben Sie selbst schonmal recht treffend charakterisiert.
Warum aber streiten wir uns um solche Krümel? Lassen Sie uns lieber zu Aussagen kommen, die uns alle weiterbringen. Da sind sowohl die 6 Punkte, warum es nicht geht, als auch die 10 Punkte, wie es gehen könnte, wegweisend.
Ich kann nur wiederholen: “Die SED war der Zusammenschluß von KPD und SPD unter kommunistischem Druck der kommunistischen UdSSR und natürlich waren die Führer von Ulbricht bis Honecker Kommunisten. Wollen Sie das etwa bestreiten? Ich habe immerhin „pervers“ hinzugesetzt. Die Kollektivierung der Landwirtschaft, die Verstaatlichung der Industrie und die Unterdrückung der Bildungsmöglichkeiten des Bürgertums waren natürlich alle aus dem Rezeptbuch des Kommunismus und nicht etwa des Sozialismus.”
Der Mensch hinter dem Pseudonym “Lupe”, der sich ja selbst in Reaktion auf meine Zuschrift erklären kann und dem Sie deshalb nicht gleich zur Seite springen müssen (oder ist es ein Akt von Solidarität?), stimmt doch mit meinen 6 Punkten nicht überein. Aber vielleicht sollte ich noch einmal auf die vernünftige Reaktion von Gysi verweisen. Wenn sich die Links-Anhänger im Diskussionsforum ebenso geäußert hätten, statt wie Nachdenkseiten sofort blind Gesine Lötzsch zu verteidigen, hätten wir die Diskussion wirklich abkürzen können.
Hallo Herr Dr. Jahnke,
Können Sie mir eine Frage beantworten:
Zu welcher Zeit gab es eine kommunistische UdSSR ?
Es gab eine Kommunistsiche Partei der Sowjetunion (KPDSU) aber niemals ein kommunistisches Russland
/UdSSR.
MfG
test.63
Ein kommunistisches Land ist nun mal ein kommunistisch regiertes. Wissen Sie denn wieviele Russen genau Kommunisten waren. Zur Zeit das Kampfes gegen Nazi-Deutschland sicher die erdrückende Mehrheit. Es gab leider auch ein fachistisches Deutschland. Oder wollen Sie das bezweifeln?
10 Gründe, warum der Kommunismus schlecht für
uns wäre
http://www.spiegel.de/spam/0,1518,738171,00.html
So what?
In 2011 stehen 7 Landtagswahlen an: Falls die Linke dabei richtig auf die “Schnauze fällt” sollte sich Frau Lötzsch mal fragen welchen Anteil Sie daran hat.
Denn das solche Aussagen vom politischen Gegner aufgegriffen werden würden, hätte der Frau doch auch vorher dämmern können. Letzten Endes ein klassisches Beispiel dafür wie man sich politisch selber ein Bein stellt. Und das 20 Jahre nach dem Ende der DDR. Einer roten China-Fahne die real betrachtet nur noch aus $ Staatsanleihen besteht, und der Rest: Kuba und Nordkorea(wieder alte Männer, unbelehrbar,starrsinnig usw…….
MfG
Ohne Gysi wäre diese Partei schon längst im Hades. Schade, daß es so viele Alt-Stalinisten oder Alt-SEDler noch gibt, die immer noch vom Kommunismus träumen. Einige haben sich hier in der Diskussion gemeldet. Einer verfolgt mich immer noch im Blog des Tagesspiegels weil ich gewagt habe, Nachdenkseiten in der total blösinnigen Verteidigung von Gesine Lötzsch mit Aufrechnung der Finanzkrise gegen den Gulag zu kritisieren. Da fasse ich mich wirklich manchmal an den Kopf und sage mir, daß kann doch nicht Deutschland sein!
Lateinisch lautet der Satz: Ingeniis patuit campus.
auf deutsch heisst das: Das Feld ist offen für den Geist! In dem Sinne:vorwärts!!
MfG
Ein kommunistisches Land ist nun mal ein kommunistisch regiertes. Wissen Sie denn wieviele Russen genau Kommunisten waren. Zur Zeit das Kampfes gegen Nazi-Deutschland sicher die erdrückende Mehrheit. Es gab leider auch ein fachistisches Deutschland. Oder wollen Sie das bezweifeln?
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Ich bezweifele Ihre Darstellung, das in der UdSSR
jemals der Kommunismus geherrscht hat.
Ich hatte lediglich folgende Frage gestellt:
Zu welcher Zeit gab es eine kommunistische UdSSR ?
Sie hatten das ja in Ihrem Diskussionsbeitrag so dargestellt und ich dachte schon, Sie haben dafür belastbare Daten.
Schauen Sie mal hier nach:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sowjetunion
MfG
test.63
Nett, daß Sie mich belehren wollen. Aber das sagt doch gar nichts. Was bezwecken Sie eigentlich mit Ihrer Fragerei? Das holt doch Gesine nicht aus dem Feuer!
Der härteste Satz ist: Die Leute müssten eben aufgeklärt werden!!!
http://www.sueddeutsche.de/politik/die-linke-kommunismus-debatte-frau-loetzsch-antwortet-sich-selbst-1.1043988
In welcher Realität lebt diese Frau??
MfG
Auch wenn die Diskussion hier derzeit eine andere Stoßrichtung hat, sei vielleicht einmal daran erinnert, daß ein Urvater des Kommunismus der katholische Heilige Thomas Morus ist, der Verfasser der “Utopia”.
In der einen oder anderen Ecke der Linkspartei scheint man das auch noch zu wissen:
http://www.dielinke-bielefeld.de/index.php?view=details&id=352%3Autopia-buchvorstellung-und-lesung-mit-gerald-munier&option=com_eventlist
Wie schlimm ist er also “der Kommunismus”, wenn sogar ein katholischer Heiliger ein Urvater desselben ist?
Was die von Jahnke angesprochene Selbstsucht und die mangelnde Solidarität der Menschen anbelangt, muß es sich hierbei nicht um eine anthropologische Grundkonstante handeln, sondern vielmehr um eine Deformation des menschlichen Verhaltens durch die jeweiligen gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnisse (heute: kapitalistischen). Und wenn die Leute heute mehrheitlich sich nicht mehr als Proletarier bezeichnen, bzw. sich nicht einmal der Arbeiterklasse/-schicht zugehörig fühlen, obwohl sie vielleicht auch nur einen miesen Dienstleistungsjob ausüben, könnte man das als “falsches Bewußtsein” apostrophieren. Richtig ist aber auch, daß die bisher bekannte Planwirtschaft versagt hat und es sozialverträgliche Formen der kapitalistischen Wirtschaftsgesellschaft gibt, die es zu nutzen gilt.
soziale marktwirtschaft gab es ja schon mal in deutschland!aber es hat einigen akteuren der wirtschaft nicht in den kram gepasst und deshalb wurde die politik insoweit bearbeitet bis sich die neoliberale linie seit lambsdorff in deutschland durchgesetzt hat und dies gilt es wieder zurückzunehmen.
nichts anderes muss geschehen.man muss da nicht von irgendeinem system namens kommunismus fabulieren,dass sich als total krank und menschenverachtend gezeigt
hat!
Wenn die ex-Stasi Kanzlerin (google: IM ERIKA) Kameraüberwachung gegen Falschparker und Hundebesitzer fordert gibt es keinen Aufschfrei. Wenn Lötzisch (wer?) irgendwelchen Quark absondert wünscht man den Anhängern gleich den Gulag, die Zustände im Lande von verhungernden Kindern, Arbeitslosen und Rentner ignorierend und aus allen Seiten über die rote Gefahr gröhlend. Alternativlos, wissen wir alle…
Zu durchsichtig wie vehemment auf eine im Moment eher unbedeutende Partei eingedrescht wird. Und wer sich mit der Linkspartei beschäftigt hat weiss, dass diese seit ihrer Berliner Koalition mit der Verräterpartei eigentlich ein no-go ist. Aber keinesfalls dürfen Alternativen, selbst wenn sie keine sind, ins Spatzenhirn der Krauts eindringen. Nicht dass da je eine Gefahr bestand. Ähnlich wie im EinParteienSystem der USA/UDSSR.
Oder glaubt wirklich jemand die Schwaben würden sich im März noch an irgendwas erinnern? Eben!
Im übrigen weiss jeder, dass der reale vergangene Kommunismus kein Kommunismus war sondern Faschismus. Da könnte man gleich von Freier Rede in Deutschland sprechen, von nicht vorhandener Zensur oder Bertelsman Sozialkompetenz unterstellen… oh, warte!
#k.
Mein lieber Dr. Jahnke,
ich habe mir erlaubt, dem Klassenlehrer meiner jüngsten Tochter ihr neues Buch „Grafik-Datenbank“ zu schenken. Als guter Beamter hat er die Annahme aber davon abhängig gemacht, dass der Schuldirektor seine Genehmigung erteilt.
Der Direktor hat sich das Buch angesehen, für gut befunden, und das Präsent genehmigt.
Der Lehrer hat mich inzwischen besucht, sich herzlich bedankt, und mir mitgeteilt, dass er das Buch sehr gut gebrauchen kann, und schon nutzt. Als Dankeschön bekam ich ein von ihm herausgegebenes Buch über die sogenannte Arisierung jüdischen Eigentums im Rhein-Hunsrück-Kreis, das in Kleinstauflage erschienen ist. Der Mann hat sich da richtig Arbeit gemacht, er wird wohl nie seinen gerechten Lohn für seine Arbeit bekommen.
Aber, als ich ihn auf das heutige Israel ansprach, merkte ich so gleich, dass er dies bezüglich nicht zugänglich ist. Ich habe eben eine eigene Meinung zum momentanen zionistischen Regime. Ich respektiere ihn, den Lehrer, ich werde aber trotz bester Argumentation diesen Menschen nicht in seiner Weltanschauung verändern können.
Etwas anderes.
Nach einer lebhaften politischen Diskussion mit meinem Schwiegervater, der ein anerkannter Philosoph und Whitehead Übersetzer ist, also ein Mensch mit viel Geist, habe ich ihm kurz entschlossen Ihr Buch „Globalisierung Legende und Wahrheit geschenkt. Als täglicher Nutzer Ihrer Seite bin ich argumentativ sehr fit, er aber hat sein überheblich allwissendes Grinsen aufgesetzt, meinte nur, ach linker Wirtschaftstheoretiker, alles Unsinn. Das hat mich richtig geärgert. Er ist einfach in seinem Weltbild so verankert, den ändert keiner mehr.
Vielleicht ist es der Krieg gewesen, den er als Hitlerjunge noch erlebt hat, ich weiss es nicht, auf alle Fälle hat scheinbar jede Generation ihre eigene durch die Umstände geprägte Weltanschauung, und das muss ich dann wohl schweren Herzens akzeptieren.
Was ich mit diesen Beispielen sagen will:
Ich teile Ihre Meinung zu dieser Gesine Lötsch Aussage nicht. Ich respektiere Ihre Meinung, ich versuche zu verstehen, warum Sie der Art heftig auf solche Lappalien reagieren.
Ich habe auf den Seiten der Linkspartei nichts gefunden, was unserem Grundgesetz zuwider läuft.
Wir haben viele Wahlen dieses Jahr, und die wirklich saublöde Gesine sorgt mit ihrer Dummheit dafür, dass alle anderen Parteien jetzt Wahlkampfmunition ohne Ende haben, es wird keine sachbezogene Debatte mehr geführt, es wird draufgehauen, und es kostet die Linken den Einzug in die Landesparlamente.
So können dann die vier mehr oder weniger gleichgeschalteten Konkurrenzparteien weiter wurschteln wie bisher, und der asoziale Steinmeierflügel der SPD wird die von Ihnen zu Recht angeprangerte Klientelpolitik immer weiter treiben können.
Die Linke ist die einzige wirklich ernst zunehmende Opposition im Land, wir müssen sie nicht mögen, aber sie ist wichtig. Und das sage ausgerechnet ich, der ich gerade meine Urkunde für “40 Jahre dabei” von der SPD bekommen habe.
Entschuldigen Sie bitte den langen Text, es war mir wichtig.
Allerfreundlichste Grüsse aus dem Hunsrück, Peter
Mein lieber Peter,
Das ist es doch genau. Diese saublöde Frau hat den Linken in Deutschland mit ihrer Kommunistensehnsucht einen unglaublichen Bärendienst erwiesen. Das war auch der Kern meiner Kritik.
Vielen Dank für die Buchgeschenke. Ich wußte freilich, daß man damit nicht jeden Menschen in Deutschland erreichen kann. Am Wichtigsten sind mir allerdings Lehrer, und da haben Sie immerhin dankenswerterweise einen erwischt. Ich bin bereit, jedem wirklich interessierten deutschen Lehrer ein Exemplar zu schenken (bis ich pleite bin) und das auch noch mit Widmung.
Beste Gruesse
Joachim Jahnke
Wer dem politischen Gegner auf Grund eigener Blödheit(wieviele Wähler/innen sind wohl an der Reinkarnation des Kommunismus in Deutschland interessiert?) die “Wahlkampfmunition” sozusagen fein angerichtet auf dem Tableau selber serviert, der kann doch wohl zu Recht keine sachbezogene(auf welche Sache eigentlich?) Debatte erwarten.
MfG