Dieser Beitrag wurde geschrieben von am Montag, 13. Dezember 2010 um 3:45 pm und eingeordnet unter Uncategorized. Du kannst den Antworten zu diesem Eintrag mit Hilfe des RSS-2.0-Feeds folgen.
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Nun die Erlöse sind wohl da, wo auch immer die Gewinne hinfließen. Grosse Gewinne fliessen logischerweise zu den besonders vermögenden Personen.
In den kapitalistischen Staaten findet man immer die gleiche Strategie zur Umverteilung des Geldes vom Arbeiter zum Vermögenden. Diese Ursache sollte man nicht aus den Augen verlieren.
Beispiel BRD. (kurz)
1. Unser gesamtes Geld ist Schuldgeld. Seit Einführung der DM wurde sämtliches Geld nur durch
Verschuldung in Umlauf gebracht.
2. Wenn irgendwelche Personen dieses Geld zurückhalten (sparen,anlegen o.ä), dann ziehen diese
Personen nicht einfach nur Geld aus dem Wirtschaftskreislauf, sondern Schuldgeld.
3. Wenn große Mengen Schuldgeld (durch Gewinne) aus dem Wirtschaftskreislauf genommen werden, dann muß dafür Ersatz in den Wirtschaftskreislauf (Verbrauchermarkt) gebracht werden. Sollte kein Ersatz (durch Verschuldung der Verbraucher) ins System kommen, dann brechen nach und nach die Umsätze weg und das Wirtschaftssystem gerät ins Stocken.
4. Die Bundesregierung merkt das aber sofort an rückläufigen Steuereinnahmen. Je weniger Geld die Verbraucher ausgeben, desto geringer logischerweise die Steuereinnahmen.
Wenn die Einnahmen des Bundeshaushaltes aber zurückgehen, dann fehlt Geld zur Deckung der Ausgaben des Bundeshaushaltes. Automatisch erhöht die Bundesregierung die Staatsverschuldung für die Bürger und wälzt einen Teil der höheren Verschuldung auf die Bürger ab (Steuer- und Abgabenerhöhung) Natürlich wird dadurch wieder weniger Geld für Waren ausgegeben und mehr für Steuern und Abgaben. Es wird also weniger gekauft, da ja die Waren durch die Erhöhung der Abgaben teurer werden. Wenn weniger gekauft wird, wird natürlich auch weniger produziert und es werden Atbeitskräfte entlassen. Dadurch steigen die Ausgaben des Bundeshaushaltes. Arbeitslose kaufen weniger als Berufstätige und dadurch fallen auch die Steuereinnahmen und die Bundesregierung erhöht die Staatsverschuldung abermals.
So geht das nun schon mehrere Jahrzehnte.
Die Gewinne der Vermögenden wachsen natürlich stetig.
Die Gesamtverschuldung der Bevölkerung automatisch auch.
Das ist so in meiner Auffassung weit übertrieben, daß alles Geld nur Schuldgeld sei. Geld ist im praktischen Sinne vor allem der Gegegenwert von Waren und Dienstleistungen, die in der Realwirtschaft entstehen. Bei der Entwicklung der Schulden darf man nicht nominal rechnen, sondern muß die Inflationsrate abziehen. Dann ist die Entwicklung über lange Zeiträume gar nicht so auffällig.
Sehr geehrter Hr. Dr. Jahnke,
es geht in meinem Beitrag nicht um den Geldwert,sondern um das Geld an sich.
Der grundsätzliche Geldwert ist einfach zu erklären:
Wert des Geldes
Warum hat Geld einen Wert, bzw. wer sorgt dafür, daß es einen Wert hat? Der Materialwert, Metall oder bedrucktes Papier, macht Geld bestimmt nicht nennenswert wertvoll.
Es ist die Mehrarbeit. Würde jeder Mensch nur soviel arbeiten, daß
er seine eigenen täglichen Bedürfnisse erfüllen kann, dann wäre Geld wertlos. Es wäre nichts da, was man dafür kaufen könnte.
Sobald aber ein Mensch bereit ist Mehrarbeit zu leisten und dadurch mehr an Waren oder Dienstleistungen produziert als er persönlich braucht, kann er sie einem anderen anbieten. Geld, welches als offizielles Zahlungsmittel anerkannt wird, erhält dadurch einen Wert, da man die durch Mehrarbeit entstandene Ware oder Dienstleistung damit bezahlen kann. Wenn man mit Geld etwas bezahlt, bezahlt man also mit geleisteter Arbeit.
Mehr möchte ich dazu erstmal nicht sagen, sonst komm ich vom Thema ab.
Wenn Sie sagen, es ist weit übertrieben, daß alles Geld Schuldgeld sei, dann will ich das gerne glaube. Dann möchte ich aber auch wissen
woher ich neues Geld bekomme bzw. wo bekam man neues Geld, ohne sich zu verschulden.
Seit Einführung der DM wurde sämtliches Geld nur durch Verschuldung
ins Wirtschaftssystem gebracht. Das fing schon mit dem sogenannten
Kopfgeld (Startgeld) 1948 an.
Ich dachte auch, daß dieses Geld einfach so an die Menschen verteilt wurde, bis ich diesen Beitrag einer Schülerin fand: (ganz unten stehts)
Natürlich habe ich geprüft, ob es stimmt. Es stimmt wirklich:
Man muß bei google folgende Worte eingeben um die Bestätigung zu finden:
“ausgleichsforderung 1948 ausgaben bundesfinanz”
In den ersten 4 Antworten findet man in den “pdf” Dateien unter Haushaltsausgaben die Auflistung der “Ausgleichsforderung.”
Dieses Kopfgeld war also auch nur geliehen.
Alles weitere Geld wurde auch nur durch Kredite ins Wirtschaftssystem
gebracht. Dies wäre ja nicht schlimm. Kredite kann man zurückzahlen,
womit die offene Kreditforderung verschwindet. Die Zinsen können/müssen
auch gezahlt werden, die Bankangestellten u.a. müssen ja auch leben.
Wenn man aber allein die wahnsinnig schnell steigende Staatsverschuldung durch die Bundesregierungen sieht,
dann ist das noch nicht alles. Die Bürger und die Unternehmen im
ganzen Land sind auch noch hoch verschuldet bzw. schon überschuldet.
Hier findet man keine aktuellen genauen Zahlen. Die Verschuldung
der Bürger und Unternehmen liegt bei ca. 5000 – 6000 Milliarden gesamt.
Jeder Haushalt ist also durchschnittlich mit ca. 175.000 Euro verschuldet.
Solange die Schulden nicht getilgt sind, muß das Geld ja auch noch da sein.
Also befindet sich für jeden Haushalt durchschnittlich eine Geldmenge von 175.000 Euro im Wirtschaftssystem. 175.000 Euro Schulden haben
vermutlich viele Menschen, wofür sie noch jahrelang arbeiten müssen.
Aber wer hat schon 175.000 Euro allein an Geldvermögen ?
Wir wissen doch alle:
(Nun kommt ein wichtiger Satz über den leider kaum jemand nachdenkt)
Geld verschwindet nicht wenn man es ausgibt, es wechselt nur den Besitzer.
Vor kurzem las ich in einer Tageszeitung, daß knapp 4800 Milliarden Euro
als Sparguthaben angelegt sind. Was für Personen den größten Teil
dieser Guthaben auf der hohen Kante haben, brauch ich wohl nicht näher zu
erläutern.
Es ist ja auch eigentlich nicht schlimm, wenn sehr vermögende Personen
unheimlich viel Geld haben. Gönnen wir’s ihnen.
Schlimm ist es aber, daß die nichtvermögenden Menschen für dieses Geld die Schuldenlast schleppen müssen, wodurch immer mehr den sozialen
Abstieg erleben. (Für jeden Euro Geld hat jemand anders einen Euro Schulden)
Dieses Geld befindet sich nicht mehr im Wirtschaftskreislauf und sorgt nicht
mehr für Nachfrage, Produktion, Arbeitsplätze und Einkommen.
Je mehr Geld als Kapitalanlage auf den Sparkonten u.ä angelegt wird,
desto mehr Geld muß ersatzweise durch Verschuldung in den
Wirtschaftskreislauf gebracht werden.
Je mehr Geld durch Verschuldung in den Wirtschaftskreislauf gebracht
wird, desto mehr leiden die nicht vermögenden Bürger unter der
Schuldenlast, bis zur Insolvenz.
Wie schon im vorigen Abschnitt erwähnt; entweder verschulden sich
die Bürger freiwillig für irgendwelche Anschaffungen oder die Bürger
werden durch die Bundesregierung zwangsverschuldet und anschließend
mit immer höheren Steuern und Abgaben belastet, weil ja auch immer
mehr Staatsanleihen fällig werden.
Wir leben also nicht nur in einem Schuldgeldsystem, sondern in einem
Zwangsschuldgeldsystem.
Von unseren Regierungsparteien der letzten Jahrzehnte habe ich noch nie
etwas über die Ursache der zunehmenden Verarmung vieler Menschen
gehört. Unsere Politiker tun bis heute immer noch so, als ob das Geld
verschwindet wenn es ausgegeben wird.
Leider gibt es auch noch keine Partei, die die Ursache erkennt und brauchbare
Lösungen bietet. (Nun ja, eine gibt’s schon, aber die ist offiziell noch nicht gegründet, da noch Mitglieder fehlen.)
Aber immerhin!
Es gleicht schon einem kleinen Wunder, daß die Forscher des
Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, nach jahrelanger
gut bezahlter Forschungsarbeit ansatzweise in die richtige Richtung denken.
(aber nur ansatzweise)
Wenn Sie mir noch einen Einwand erlauben: Sie werfen zu viel durcheinander.
Den Schulden des Staates stehen Vermögen mit gewaltigen Investitionen in die Infrastruktur, das Bildungssystem usw. gegenüber. Natürlich darf er es dabei nicht zu weit treiben. Und mit der Verschuldung erzeugt der Staat nicht automatisch Armut. Denn der größte Teil der Verschuldung geht über den Sozialetat zur Stützung der Armen.
Es trifft auch einfach nicht zu, daß für jeden Euro jemand Schulden haben muß. Denn mit wachsenden Investitionen, solange es Wirtschaftswachstum gibt und wachsendem Welthandel wird auch mehr Geld gebraucht, ohne daß das Schulden erzeugt. Das ist die stinknormale Versorgung der Volkswirtschaft mit Liquidität, ohne die das System ersticken würde.
Die Reichensteuer ist eine sozialpolitische Notwendigkeit zur fairen Verteilung der Krisenlasten, hat aber nichts mit dem Geldumlauf zu tun.
Leider werden beim Geldsystem viel zu viele Horrormeldungen verbreitet, oft auch von Webseiten, die Geschäft mit Edelmetallen oder anderen Vermögensanlagen betreiben wollen. Unser Geldsystem existiert nun mit Schulden und Forderungen und mit Zinsen und Zinseszinsen seit Jahrhunderten und ist für die längste Zeit von den Notenbanken gut betreut worden. In zwei großen Krisen, der in den dreißiger Jahren und der gegenwärtigen, wurde zu viel Liquidität ins System gekippt (zu lange zu niedrige Zentralbankzinsen, zu viel weltwirtschaftliche Ungleichgewichte, zu viel soziale Verwerfungen, zu wenig Kontrolle der Banken und Spekulanten).
Ich denke aber, daß am Ende alle daraus lernen werden. Und andere Lösungen, die funktionieren könnten gibt es meiner festen Meinung nach wirklich nicht. Wir müssen da auf dem Teppich bleiben und nicht den Rattenfängern mit ihren Horrorparolen auf den Leim gehen.
Die eigentliche Gefahr, so wie ich sie für Deutschland sehe, ist zu wenig für die Zukunft zu tun, vor allem in der Bildung, und für alle Ländern mit einem naiven Wachstumsglauben gegen die natürlichen Wände zu laufen. Wir haben nur eine Erde und da ist alles endlich.
wär ein ausweg um “den geist wieder in die flasche zurückzubringen” -das letzte mal klappte das in bretton-woods (…vor dem hintergrund der beiden wk…)
nur dazu ist derzeit -N O C H- NIEMAND bereit
wir in den “entwickelten ländern sind -alles in allem- BISHER die nutzniesser der aufgeblähten bilanzen
mit dem nicht-konsumierten wohlstand der den (-relativ-) armen hierzulande vorenthalten wurde konnte die kapital- -u spekulations-maschine weltweit so richtig laufen
-dies führt (nicht-zuletzt) zu ausbeutung u ausplünderungen-
diese ich nenn sie: liberalen entgleisungen (auch die weltreligionen haben den zins geächtet als (eine) wurzel des übels (neben der gier etc…) finden offenbar immer kurz vor der sättigung der (welt)wirtschaft statt -mit zuletzt verheerenden folgen:
denn: -früher war ein !!!!SCHEIN!!!! ausweg der mächtigen u der interessierten kreise u psychologisch: sündenbock-triebstau-entladung der massen: …ein “kleiner” krieg…
den dritten wk haben wir kalt geführt
den vierten an den pösen islamisten (wenns klappt)
als niedrig-intensitäts-konflikt zum menschen u material-abbau… -nur ist das inzwischen immer gefährlicher weil die gefahr der nicht-eindämmbarkeit u dessen folgen verheerend sind: …abc-waffen-arsenale…
ich fürcht der (persönliche, bescheidene) königsweg ist:
wir diskutieren ja gerade mit Fricke und Kaspar die Entwicklung nach der EWS Krise 1992/93. Aus Ihrer Grafik kann man sehr schön unsere sinkenden Leistungsbilanzüberschüsse bis 2001 erkennen – und deren Expansion nach 2001. Mich würde Ihre Erklärung für die Entwicklung bis 2001 interessieren.
Schauen Sie sich doch bitte mal dieses Schaubild an: http://www.jjahnke.net/index_files/16218.gif . Sie sehen dort, daß die deutsche Lohnstückkostenentwicklung im Vergleich zur gesamten Eurozone zwischen 1991 und 2001 stagnierte und z.T. stärker war als in der Eurozone insgesamt. Das dürfte eine Erklärung sein, neben Aufwertungen der DM bis zur Einführung des Euro.
global: gestern abend lief auf phoenix eine debatte mit dem dauerbrenner hüther, der behauptet immer noch, der angebliche deutsche aufschwung sei vor allem auf die explodierende binnennachfrage zurückzuführen!so lange diese menschen immer wieder auftreten, glaubt das volk ihnen!
Zum Thema Export noch was von Schulmeister vom September:
http://www.gegenblende.de/05-2010/++co++1bbd37e2-bcc9-11df-4058-001ec9b03e44
MfG
mit der analyse voll d’accord!
lediglich:
> …Wie lange will man uns noch verkaufen?…
ersetze ‘will’ durch ‘kann’
oder noch besser:
wielange lässt sich der tumbe teutsche michel das noch bieten..?!?
allerdings fürcht ICH die märchenerzähler schwenken auf polizeistaat um:
- siehe die ‘pösen’ islamisten-terror-panik-mache zur einstimmung auf militär im strassenbild…
Nun die Erlöse sind wohl da, wo auch immer die Gewinne hinfließen. Grosse Gewinne fliessen logischerweise zu den besonders vermögenden Personen.
In den kapitalistischen Staaten findet man immer die gleiche Strategie zur Umverteilung des Geldes vom Arbeiter zum Vermögenden. Diese Ursache sollte man nicht aus den Augen verlieren.
Beispiel BRD. (kurz)
1. Unser gesamtes Geld ist Schuldgeld. Seit Einführung der DM wurde sämtliches Geld nur durch
Verschuldung in Umlauf gebracht.
2. Wenn irgendwelche Personen dieses Geld zurückhalten (sparen,anlegen o.ä), dann ziehen diese
Personen nicht einfach nur Geld aus dem Wirtschaftskreislauf, sondern Schuldgeld.
3. Wenn große Mengen Schuldgeld (durch Gewinne) aus dem Wirtschaftskreislauf genommen werden, dann muß dafür Ersatz in den Wirtschaftskreislauf (Verbrauchermarkt) gebracht werden. Sollte kein Ersatz (durch Verschuldung der Verbraucher) ins System kommen, dann brechen nach und nach die Umsätze weg und das Wirtschaftssystem gerät ins Stocken.
4. Die Bundesregierung merkt das aber sofort an rückläufigen Steuereinnahmen. Je weniger Geld die Verbraucher ausgeben, desto geringer logischerweise die Steuereinnahmen.
Wenn die Einnahmen des Bundeshaushaltes aber zurückgehen, dann fehlt Geld zur Deckung der Ausgaben des Bundeshaushaltes. Automatisch erhöht die Bundesregierung die Staatsverschuldung für die Bürger und wälzt einen Teil der höheren Verschuldung auf die Bürger ab (Steuer- und Abgabenerhöhung) Natürlich wird dadurch wieder weniger Geld für Waren ausgegeben und mehr für Steuern und Abgaben. Es wird also weniger gekauft, da ja die Waren durch die Erhöhung der Abgaben teurer werden. Wenn weniger gekauft wird, wird natürlich auch weniger produziert und es werden Atbeitskräfte entlassen. Dadurch steigen die Ausgaben des Bundeshaushaltes. Arbeitslose kaufen weniger als Berufstätige und dadurch fallen auch die Steuereinnahmen und die Bundesregierung erhöht die Staatsverschuldung abermals.
So geht das nun schon mehrere Jahrzehnte.
Die Gewinne der Vermögenden wachsen natürlich stetig.
Die Gesamtverschuldung der Bevölkerung automatisch auch.
siehe auch hier:
http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/stundenloehne2010.htm
Das ist so in meiner Auffassung weit übertrieben, daß alles Geld nur Schuldgeld sei. Geld ist im praktischen Sinne vor allem der Gegegenwert von Waren und Dienstleistungen, die in der Realwirtschaft entstehen. Bei der Entwicklung der Schulden darf man nicht nominal rechnen, sondern muß die Inflationsrate abziehen. Dann ist die Entwicklung über lange Zeiträume gar nicht so auffällig.
Beste Gruesse
Joachim Jahnke
Sehr geehrter Hr. Dr. Jahnke,
es geht in meinem Beitrag nicht um den Geldwert,sondern um das Geld an sich.
Der grundsätzliche Geldwert ist einfach zu erklären:
Wert des Geldes
Warum hat Geld einen Wert, bzw. wer sorgt dafür, daß es einen Wert hat? Der Materialwert, Metall oder bedrucktes Papier, macht Geld bestimmt nicht nennenswert wertvoll.
Es ist die Mehrarbeit. Würde jeder Mensch nur soviel arbeiten, daß
er seine eigenen täglichen Bedürfnisse erfüllen kann, dann wäre Geld wertlos. Es wäre nichts da, was man dafür kaufen könnte.
Sobald aber ein Mensch bereit ist Mehrarbeit zu leisten und dadurch mehr an Waren oder Dienstleistungen produziert als er persönlich braucht, kann er sie einem anderen anbieten. Geld, welches als offizielles Zahlungsmittel anerkannt wird, erhält dadurch einen Wert, da man die durch Mehrarbeit entstandene Ware oder Dienstleistung damit bezahlen kann. Wenn man mit Geld etwas bezahlt, bezahlt man also mit geleisteter Arbeit.
Mehr möchte ich dazu erstmal nicht sagen, sonst komm ich vom Thema ab.
Wenn Sie sagen, es ist weit übertrieben, daß alles Geld Schuldgeld sei, dann will ich das gerne glaube. Dann möchte ich aber auch wissen
woher ich neues Geld bekomme bzw. wo bekam man neues Geld, ohne sich zu verschulden.
Seit Einführung der DM wurde sämtliches Geld nur durch Verschuldung
ins Wirtschaftssystem gebracht. Das fing schon mit dem sogenannten
Kopfgeld (Startgeld) 1948 an.
Ich dachte auch, daß dieses Geld einfach so an die Menschen verteilt wurde, bis ich diesen Beitrag einer Schülerin fand: (ganz unten stehts)
http://www.miprox.de/Wirtschaft_allgemein/BRD-Waehrungsreform1948.html
Natürlich habe ich geprüft, ob es stimmt. Es stimmt wirklich:
Man muß bei google folgende Worte eingeben um die Bestätigung zu finden:
“ausgleichsforderung 1948 ausgaben bundesfinanz”
In den ersten 4 Antworten findet man in den “pdf” Dateien unter Haushaltsausgaben die Auflistung der “Ausgleichsforderung.”
Dieses Kopfgeld war also auch nur geliehen.
Alles weitere Geld wurde auch nur durch Kredite ins Wirtschaftssystem
gebracht. Dies wäre ja nicht schlimm. Kredite kann man zurückzahlen,
womit die offene Kreditforderung verschwindet. Die Zinsen können/müssen
auch gezahlt werden, die Bankangestellten u.a. müssen ja auch leben.
Wenn man aber allein die wahnsinnig schnell steigende Staatsverschuldung durch die Bundesregierungen sieht,
1950 = 9,6 Milliarden
1960 = 29 Milliarden
1970 = 62,9 Milliarden
1980 = 236,6 Milliarden
1990 = 536,2 Milliarden
2000 = 1198,1 Milliarden
2010 = weit über 1700 Milliarden
dann ist das noch nicht alles. Die Bürger und die Unternehmen im
ganzen Land sind auch noch hoch verschuldet bzw. schon überschuldet.
Hier findet man keine aktuellen genauen Zahlen. Die Verschuldung
der Bürger und Unternehmen liegt bei ca. 5000 – 6000 Milliarden gesamt.
Jeder Haushalt ist also durchschnittlich mit ca. 175.000 Euro verschuldet.
Solange die Schulden nicht getilgt sind, muß das Geld ja auch noch da sein.
Also befindet sich für jeden Haushalt durchschnittlich eine Geldmenge von 175.000 Euro im Wirtschaftssystem. 175.000 Euro Schulden haben
vermutlich viele Menschen, wofür sie noch jahrelang arbeiten müssen.
Aber wer hat schon 175.000 Euro allein an Geldvermögen ?
Wir wissen doch alle:
(Nun kommt ein wichtiger Satz über den leider kaum jemand nachdenkt)
Geld verschwindet nicht wenn man es ausgibt, es wechselt nur den Besitzer.
Vor kurzem las ich in einer Tageszeitung, daß knapp 4800 Milliarden Euro
als Sparguthaben angelegt sind. Was für Personen den größten Teil
dieser Guthaben auf der hohen Kante haben, brauch ich wohl nicht näher zu
erläutern.
Es ist ja auch eigentlich nicht schlimm, wenn sehr vermögende Personen
unheimlich viel Geld haben. Gönnen wir’s ihnen.
Schlimm ist es aber, daß die nichtvermögenden Menschen für dieses Geld die Schuldenlast schleppen müssen, wodurch immer mehr den sozialen
Abstieg erleben. (Für jeden Euro Geld hat jemand anders einen Euro Schulden)
Dieses Geld befindet sich nicht mehr im Wirtschaftskreislauf und sorgt nicht
mehr für Nachfrage, Produktion, Arbeitsplätze und Einkommen.
Je mehr Geld als Kapitalanlage auf den Sparkonten u.ä angelegt wird,
desto mehr Geld muß ersatzweise durch Verschuldung in den
Wirtschaftskreislauf gebracht werden.
Je mehr Geld durch Verschuldung in den Wirtschaftskreislauf gebracht
wird, desto mehr leiden die nicht vermögenden Bürger unter der
Schuldenlast, bis zur Insolvenz.
Wie schon im vorigen Abschnitt erwähnt; entweder verschulden sich
die Bürger freiwillig für irgendwelche Anschaffungen oder die Bürger
werden durch die Bundesregierung zwangsverschuldet und anschließend
mit immer höheren Steuern und Abgaben belastet, weil ja auch immer
mehr Staatsanleihen fällig werden.
Wir leben also nicht nur in einem Schuldgeldsystem, sondern in einem
Zwangsschuldgeldsystem.
Von unseren Regierungsparteien der letzten Jahrzehnte habe ich noch nie
etwas über die Ursache der zunehmenden Verarmung vieler Menschen
gehört. Unsere Politiker tun bis heute immer noch so, als ob das Geld
verschwindet wenn es ausgegeben wird.
Leider gibt es auch noch keine Partei, die die Ursache erkennt und brauchbare
Lösungen bietet. (Nun ja, eine gibt’s schon, aber die ist offiziell noch nicht gegründet, da noch Mitglieder fehlen.)
Aber immerhin!
Es gleicht schon einem kleinen Wunder, daß die Forscher des
Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, nach jahrelanger
gut bezahlter Forschungsarbeit ansatzweise in die richtige Richtung denken.
(aber nur ansatzweise)
http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/wirtschaftsforscher-empfehlen-reichensteuer-403669/
Viele Grüsse
Löwenherz
Wenn Sie mir noch einen Einwand erlauben: Sie werfen zu viel durcheinander.
Den Schulden des Staates stehen Vermögen mit gewaltigen Investitionen in die Infrastruktur, das Bildungssystem usw. gegenüber. Natürlich darf er es dabei nicht zu weit treiben. Und mit der Verschuldung erzeugt der Staat nicht automatisch Armut. Denn der größte Teil der Verschuldung geht über den Sozialetat zur Stützung der Armen.
Es trifft auch einfach nicht zu, daß für jeden Euro jemand Schulden haben muß. Denn mit wachsenden Investitionen, solange es Wirtschaftswachstum gibt und wachsendem Welthandel wird auch mehr Geld gebraucht, ohne daß das Schulden erzeugt. Das ist die stinknormale Versorgung der Volkswirtschaft mit Liquidität, ohne die das System ersticken würde.
Die Reichensteuer ist eine sozialpolitische Notwendigkeit zur fairen Verteilung der Krisenlasten, hat aber nichts mit dem Geldumlauf zu tun.
Leider werden beim Geldsystem viel zu viele Horrormeldungen verbreitet, oft auch von Webseiten, die Geschäft mit Edelmetallen oder anderen Vermögensanlagen betreiben wollen. Unser Geldsystem existiert nun mit Schulden und Forderungen und mit Zinsen und Zinseszinsen seit Jahrhunderten und ist für die längste Zeit von den Notenbanken gut betreut worden. In zwei großen Krisen, der in den dreißiger Jahren und der gegenwärtigen, wurde zu viel Liquidität ins System gekippt (zu lange zu niedrige Zentralbankzinsen, zu viel weltwirtschaftliche Ungleichgewichte, zu viel soziale Verwerfungen, zu wenig Kontrolle der Banken und Spekulanten).
Ich denke aber, daß am Ende alle daraus lernen werden. Und andere Lösungen, die funktionieren könnten gibt es meiner festen Meinung nach wirklich nicht. Wir müssen da auf dem Teppich bleiben und nicht den Rattenfängern mit ihren Horrorparolen auf den Leim gehen.
Die eigentliche Gefahr, so wie ich sie für Deutschland sehe, ist zu wenig für die Zukunft zu tun, vor allem in der Bildung, und für alle Ländern mit einem naiven Wachstumsglauben gegen die natürlichen Wände zu laufen. Wir haben nur eine Erde und da ist alles endlich.
Beste Gruesse
Joachim Jahnke
hhhm zwar gibt es me keine “einfache lösung”…
aber zb zum stichwort: kapitalverkehrskontrollen
wär ein ausweg um “den geist wieder in die flasche zurückzubringen” -das letzte mal klappte das in bretton-woods (…vor dem hintergrund der beiden wk…)
nur dazu ist derzeit -N O C H- NIEMAND bereit
wir in den “entwickelten ländern sind -alles in allem- BISHER die nutzniesser der aufgeblähten bilanzen
mit dem nicht-konsumierten wohlstand der den (-relativ-) armen hierzulande vorenthalten wurde konnte die kapital- -u spekulations-maschine weltweit so richtig laufen
-dies führt (nicht-zuletzt) zu ausbeutung u ausplünderungen-
diese ich nenn sie: liberalen entgleisungen (auch die weltreligionen haben den zins geächtet als (eine) wurzel des übels (neben der gier etc…) finden offenbar immer kurz vor der sättigung der (welt)wirtschaft statt -mit zuletzt verheerenden folgen:
denn: -früher war ein !!!!SCHEIN!!!! ausweg der mächtigen u der interessierten kreise u psychologisch: sündenbock-triebstau-entladung der massen: …ein “kleiner” krieg…
den dritten wk haben wir kalt geführt
den vierten an den pösen islamisten (wenns klappt)
als niedrig-intensitäts-konflikt zum menschen u material-abbau… -nur ist das inzwischen immer gefährlicher weil die gefahr der nicht-eindämmbarkeit u dessen folgen verheerend sind: …abc-waffen-arsenale…
ich fürcht der (persönliche, bescheidene) königsweg ist:
mensch frage sich: was brauch ich wirklich …
u …hacke holz u hole wasser…
(sowie http://home.arcor.de/biopilze1/wir.htm#links )
Hallo Herr Janke,
wir diskutieren ja gerade mit Fricke und Kaspar die Entwicklung nach der EWS Krise 1992/93. Aus Ihrer Grafik kann man sehr schön unsere sinkenden Leistungsbilanzüberschüsse bis 2001 erkennen – und deren Expansion nach 2001. Mich würde Ihre Erklärung für die Entwicklung bis 2001 interessieren.
Mit besten Grüßen
Frank Lübberding
Schauen Sie sich doch bitte mal dieses Schaubild an: http://www.jjahnke.net/index_files/16218.gif . Sie sehen dort, daß die deutsche Lohnstückkostenentwicklung im Vergleich zur gesamten Eurozone zwischen 1991 und 2001 stagnierte und z.T. stärker war als in der Eurozone insgesamt. Das dürfte eine Erklärung sein, neben Aufwertungen der DM bis zur Einführung des Euro.
Jahnke natürlich … .
global: gestern abend lief auf phoenix eine debatte mit dem dauerbrenner hüther, der behauptet immer noch, der angebliche deutsche aufschwung sei vor allem auf die explodierende binnennachfrage zurückzuführen!so lange diese menschen immer wieder auftreten, glaubt das volk ihnen!