global news 2219 30-11-10: Wenn beides nicht geht: Wer soll eigentlich vorrangig gerettet werden: die Länder an der Peripherie der Eurozone und mit ihnen der Euro oder die Gläubiger-Banken im Zentrum?
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Dazu von gestern Abend ein Streitgespräch zwischen Herrn Henkel und Prof Bofinger:
http://www.n-tv.de/mediathek/sendungen/duell/Sackgasse-Euro-letzter-Ausweg-D-Mark-article2047181.html
MfG
Danke, eine interessante Diskussion. Ich bin in vielen Elementen auf Seiten Bofingers. Allerdings verharmlost er in meiner Auffassung enorm die in Zukunft noch notwendig werdenden Transfers. Das Wettbewerbsgleichgewicht ist so fundamental gestört, daß die Schwachländern nicht mehr über Lohnsenkungen auf einen grünen Zweig kommen können, sondern noch sehr viel Transfers brauchen. Würden sie das allein über Lohnsenkungen versuchen, wären ihre Binnenwirtschaften total ruiniert.
Herr Henkel macht das doch brill(i)ant; wie der so falsch gelegen nun alles besser weiß und sein Buch rechtfertigt ist echtes Marketing. Da muß man Heiner Bremer zustimmen und hohen Respekt zollen… aber werden deshalb Buch oder Autor irgendwie nützlicher?
Und Quatsch muß auch so be- und genannt werden dürfen.
caw
Jetzt hier: http://www.jjahnke.net/gedanken61.html#1898
Der Rettungsschirm muss massiv verstärkt werden, selbst unter Beteiligung der Geldeliten und einzig wahren Leistungsträger;)
Generell müssen die Steuern auf die Vermögen soweit erhöht werden, dass sowohl die “Peripherie”, Finnland kann hier nicht gemeint sein, und das Zentrum sich nicht weiterhin munter verschulden. Die allermeisten Länder Europas waren vor der Krise in der Krise, ob mit oder ohne Euro ausserhalb Skandinaviens, der Sinkflug in das absehbare Scheitern des Wettbewerbsvorteils Wohlfahrtsstaat ist bildlich gesprochen, derzeit von heftigsten Turbulenzen überlagert.
Ich bin alles, nur kein Finanzfachmann. Aber mein Eindruck ist, dass seit gut einem Jahr ein Zins-Wettlauf stattfindet, der an den Wettlauf vom Hasen und Igel erinnert.
Der Notenbank-Hase will „die Märkte beruhigen“, genauer: die Zinsen senken, den Staaten und andere Schuldner zahlen müssen.
Die Igel sind davon nicht beeindruckt und stehen an immer neuen „Zielen“ und verlangen höheren Zins. In diesem Wettlauf zeigt sich, dass gegenwärtig nicht die Bankhasen über die Zinshöhe entscheiden, sondern die „Geldigel“.
Ich denke, der Hase kann den Wettlauf nicht gewinnen.
Zinssätze sind „ansteckend“, wenn der Gläubiger X bereit ist, höheren Zins zu zahlen, warum nicht auch der Gläubiger Y? Der Hase beginnt immer wieder auf einer neuen Strecke und der Igel ist immer vor ihm am Ziel. Die Geldmacht der Igel ist größer als die Geldmacht der Notenbanken.
Ich denke, die Zinsen werden allmählich auf breiter Front steigen, egal wie hoch die Inflationsrate ist.
Wal Buchenberg
Da wird allerdings ein Unterschied zwischen Anleihezinsen der Schwachländer zu machen sein, die steigen, und dem von der EZB mit dem Leitzins bestimmten internen Zins der Eurozone, der nicht steigt, weshalb auch die Sparerzinsen in Deutschland nicht steigen. Der EZB-Zins kann sich von der Inflationsrate nicht nach oben abkoppeln, ohne einen starken Wirtschaftseinbruch auszulösen.