wb35.75

global news wb35.75 18-11-10: Was vom Euro übrig bleibt: Auf dem Weg zur Transfer-Union

Hier zum Text

4 Antworten zu wb35.75

  1. Heiner sagt:

    Zu den Lohnstückkosten steht im Sachverständigenbericht 2010/11:
    Darüber hinaus zeigt die Krise, wie gefährlich es für eine Währungsunion ist, wenn die Lohnstückkosten der Mitgliedsländer über Jahre hinweg auseinanderlaufen. Da das Instrument der Abwertung im Innenverhältnis der Mitgliedsstaaten nicht zur Verfügung steht, sind umfassende Korrekturen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit auf kurze Sicht nur schwer zu realisieren.Deshalb bedarf die Währungsunion eines fortlaufenden Monitorings der Wettbewerbsfähigkeit
    um Fehlentwicklungen früh zu identifizieren.
    Kluge Erkenntnis, aber wenn das mal nicht schon zu spät ist?
    MfG

  2. Dirk sagt:

    Das Zurückbleiben der deutschen Reallöhne erleben und kritisieren wir nun seit vielen Jahren. 2003 wurde ich als Gewerkschafter dafür noch als realitätsverweigender Betonbremskopf veschimpft. Heute hält man uns teilweise die selben Leute nun vor, nicht genug Tariferhöhung zu holen und schuld an der schlechten Reallohnentwicklung zu sein. Aber wie soll das funktionieren, wenn
    1. die Politik den Arbeitgebern immer mehr deregulierte Arbeitsmarktkuschelwiesen wie die Leiharbeit öffnet?
    2. Gerade die Beschäftigten in den Branchen, die Tariferhöhungen und Mitbestimmung bitter nötig hätten, nichts von Gewerkschaften wissen wollen?
    3. Aus der linksintellektuellen Ecke die existentielle Pauschal-Kritik(überspitzt) “Gewerkschaften=Arbeiterverräter” herausposaunt – statt nötiger konstruktiver Kritik. Vom “Nicht wollen” kann ja schließlich keine Rede sein.

    • globalnote sagt:

      @Dirk,

      Meine Kritik geht an einige Gewerkschaftsführer, die den Exportdusel und die dafür nötige Lohndisziplin mitgetragen haben. Einige wie der Chef der IG Chemie haben sogar die exorbitante Bezahlung des BASF-Chefs öffentlich gerechtfertigt (der Mann ist dann auch noch im Nadelstreifen-Anzug herumgelaufen, als sei er selbst der Chef). Hier hat die Teilhabe am Vorstandstisch der Großunternehmen sehr disziplinierend auf einige Gewerkschaften gewirkt. Auch in der Spitze der IG Metall hat es nach dem Abgang von Jürgen Peters einen Rechtsruck gegeben. Die Linkspartei verdankt ihr Entstehen in der Alt-Bundesrepublik und die Spaltung der Linken schließlich enttäuschten Gewerkschaftlern.

  3. Adrian sagt:

    Na wie interessant was deutsche Leitmedien so zu dem Thema zu sagen haben.
    Was macht da z.B. der stellvertretende Resortleiter für Wirtschaft draus?
    Alles halb so wild. Irland ungleich Griechenland. Der Euro ist sicher und steht besser da als der Dollar und der Yen….“Europas Superstar“ eben…
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,730469,00.html

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 26 other followers