Dieser Beitrag wurde geschrieben von am Sonntag, 14. November 2010 um 10:52 am und eingeordnet unter Globalisierung, Wi. Du kannst den Antworten zu diesem Eintrag mit Hilfe des RSS-2.0-Feeds folgen.
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Zu den Lohnstückkosten steht im Sachverständigenbericht 2010/11:
Darüber hinaus zeigt die Krise, wie gefährlich es für eine Währungsunion ist, wenn die Lohnstückkosten der Mitgliedsländer über Jahre hinweg auseinanderlaufen. Da das Instrument der Abwertung im Innenverhältnis der Mitgliedsstaaten nicht zur Verfügung steht, sind umfassende Korrekturen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit auf kurze Sicht nur schwer zu realisieren.Deshalb bedarf die Währungsunion eines fortlaufenden Monitorings der Wettbewerbsfähigkeit
um Fehlentwicklungen früh zu identifizieren.
Kluge Erkenntnis, aber wenn das mal nicht schon zu spät ist?
MfG
Das Zurückbleiben der deutschen Reallöhne erleben und kritisieren wir nun seit vielen Jahren. 2003 wurde ich als Gewerkschafter dafür noch als realitätsverweigender Betonbremskopf veschimpft. Heute hält man uns teilweise die selben Leute nun vor, nicht genug Tariferhöhung zu holen und schuld an der schlechten Reallohnentwicklung zu sein. Aber wie soll das funktionieren, wenn
1. die Politik den Arbeitgebern immer mehr deregulierte Arbeitsmarktkuschelwiesen wie die Leiharbeit öffnet?
2. Gerade die Beschäftigten in den Branchen, die Tariferhöhungen und Mitbestimmung bitter nötig hätten, nichts von Gewerkschaften wissen wollen?
3. Aus der linksintellektuellen Ecke die existentielle Pauschal-Kritik(überspitzt) “Gewerkschaften=Arbeiterverräter” herausposaunt – statt nötiger konstruktiver Kritik. Vom “Nicht wollen” kann ja schließlich keine Rede sein.
Meine Kritik geht an einige Gewerkschaftsführer, die den Exportdusel und die dafür nötige Lohndisziplin mitgetragen haben. Einige wie der Chef der IG Chemie haben sogar die exorbitante Bezahlung des BASF-Chefs öffentlich gerechtfertigt (der Mann ist dann auch noch im Nadelstreifen-Anzug herumgelaufen, als sei er selbst der Chef). Hier hat die Teilhabe am Vorstandstisch der Großunternehmen sehr disziplinierend auf einige Gewerkschaften gewirkt. Auch in der Spitze der IG Metall hat es nach dem Abgang von Jürgen Peters einen Rechtsruck gegeben. Die Linkspartei verdankt ihr Entstehen in der Alt-Bundesrepublik und die Spaltung der Linken schließlich enttäuschten Gewerkschaftlern.
Na wie interessant was deutsche Leitmedien so zu dem Thema zu sagen haben.
Was macht da z.B. der stellvertretende Resortleiter für Wirtschaft draus?
Alles halb so wild. Irland ungleich Griechenland. Der Euro ist sicher und steht besser da als der Dollar und der Yen….“Europas Superstar“ eben… http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,730469,00.html
Zu den Lohnstückkosten steht im Sachverständigenbericht 2010/11:
Darüber hinaus zeigt die Krise, wie gefährlich es für eine Währungsunion ist, wenn die Lohnstückkosten der Mitgliedsländer über Jahre hinweg auseinanderlaufen. Da das Instrument der Abwertung im Innenverhältnis der Mitgliedsstaaten nicht zur Verfügung steht, sind umfassende Korrekturen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit auf kurze Sicht nur schwer zu realisieren.Deshalb bedarf die Währungsunion eines fortlaufenden Monitorings der Wettbewerbsfähigkeit
um Fehlentwicklungen früh zu identifizieren.
Kluge Erkenntnis, aber wenn das mal nicht schon zu spät ist?
MfG
Das Zurückbleiben der deutschen Reallöhne erleben und kritisieren wir nun seit vielen Jahren. 2003 wurde ich als Gewerkschafter dafür noch als realitätsverweigender Betonbremskopf veschimpft. Heute hält man uns teilweise die selben Leute nun vor, nicht genug Tariferhöhung zu holen und schuld an der schlechten Reallohnentwicklung zu sein. Aber wie soll das funktionieren, wenn
1. die Politik den Arbeitgebern immer mehr deregulierte Arbeitsmarktkuschelwiesen wie die Leiharbeit öffnet?
2. Gerade die Beschäftigten in den Branchen, die Tariferhöhungen und Mitbestimmung bitter nötig hätten, nichts von Gewerkschaften wissen wollen?
3. Aus der linksintellektuellen Ecke die existentielle Pauschal-Kritik(überspitzt) “Gewerkschaften=Arbeiterverräter” herausposaunt – statt nötiger konstruktiver Kritik. Vom “Nicht wollen” kann ja schließlich keine Rede sein.
@Dirk,
Meine Kritik geht an einige Gewerkschaftsführer, die den Exportdusel und die dafür nötige Lohndisziplin mitgetragen haben. Einige wie der Chef der IG Chemie haben sogar die exorbitante Bezahlung des BASF-Chefs öffentlich gerechtfertigt (der Mann ist dann auch noch im Nadelstreifen-Anzug herumgelaufen, als sei er selbst der Chef). Hier hat die Teilhabe am Vorstandstisch der Großunternehmen sehr disziplinierend auf einige Gewerkschaften gewirkt. Auch in der Spitze der IG Metall hat es nach dem Abgang von Jürgen Peters einen Rechtsruck gegeben. Die Linkspartei verdankt ihr Entstehen in der Alt-Bundesrepublik und die Spaltung der Linken schließlich enttäuschten Gewerkschaftlern.
Na wie interessant was deutsche Leitmedien so zu dem Thema zu sagen haben.
Was macht da z.B. der stellvertretende Resortleiter für Wirtschaft draus?
Alles halb so wild. Irland ungleich Griechenland. Der Euro ist sicher und steht besser da als der Dollar und der Yen….“Europas Superstar“ eben…
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,730469,00.html