Dieser Beitrag wurde geschrieben von am Montag, 8. November 2010 um 11:00 pm und eingeordnet unter soz. Du kannst den Antworten zu diesem Eintrag mit Hilfe des RSS-2.0-Feeds folgen.
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Es lohnt sich offenbar, die Graphiken zu vergleichen. Die Verteilung des Vermögens nach Dezilen sah vor 1…2 Jahren noch ganz anders aus. Hier wird der atemberaubende Turboeffekt der Vermögensverteilung richtg deutlich. Schlimm nur, daß nicht wenige Menschen noch glauben, es ginge um ihr Geld, wenn es regierungsseitig um Geld geht. Wenn dieser Staubsauger nicht bald ausgeschaltet wird, befürchte ich Schlimmes!
Das ist bei Weitem nicht nur der Zinseszinseffekt, sondern vor allem die sehr ungleiche Verteilung der realen Primäreinkommen plus Spekulationsgewinne plus starke Erholung des Aktienmarktes, während die Zinseszinsentwicklung gegen die Inflationsrate gerechnet werden muß und dann schon erheblich bescheidener ausfällt. Der Realzins auf Bundesanleihen ist seit einiger Zeit ohnehin fast negativ und Zinseszins gibt es dann gar nicht!
Natürlich tragen die ungleichen Primäreinkommen zur ungleichen Vermögensentwicklung bei aber m.E. dürften die Kapitaleinkünfte überdurchschnittlich zu dem von Ihnen beschriebenen Phänomen führen. Alleine die unterschiedliche Besteuerung ist ein Grund. Bundesanleihen dürften wohl nicht das bevorzugte Investment von High Income People.
Ich würde mit solchen Feststellungen vorsichtig umgehen. Auch und gerade HNW-Menschen diversifizieren und brauchen einen erheblichen Teil an sicheren Anlagen, wozu vor allem Bundesanleihen gehören, die stark aus dem Ausland geordert werden (natürlich auch von Pensionsfonds). Ich habe doch nicht die Kapitaleinkünfte als ein Faktor bestritten, schon wegen der wieder erholten Aktienkurse ist dieser Teil der Gelvermögen stärker geworden. Doch woher wissen Sie, daß die immer unterschiedlichere Verteilung der Primäreinkommen nur unterdurchschnittlich wirkt? Sie war in meiner Einschätzung die Triebfeder für das explodierende Sparkapital (neben den Handelsbilanzüberschüssen, während vor der Krise die Zinssätze einmalig niedrig waren.
Sie hatten in Ihrer ersten Stellungnahme (“Den Zinseszins Effekt verstehen halt nur wenige.”) alles auf Zins und Zinseszins geschoben und auch damit würde ich weit vorsichtiger umgehen.
In dem Beitrag fehlt aber noch die Gegenseite, nämlich die Verschuldung.
In der Bundesbankmitteilung heißt es dazu im besten Bankerkauderwelsch:
“Der Kreditbedarf des Staates ist weiterhin hoch, und die Verbindlichkeiten sind per saldo um rund 42 Mrd € gewachsen. Im drittstärksten Anstieg seit Einführung des Euro im Jahr 1999 schlug sich auch ein Schuldenanstieg aufgrund von Stützungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Finanzmarktkrise nieder. Zur Finanzierung wurde einerseits auf die Emission neuer Schuldtitel zurückgegriffen, die netto um 18 ½ Mrd € zunahmen. Andererseits wurden per saldo neue Kredite im Umfang von 23 ½ Mrd € aufgenommen. Die Verschuldung des Staates (die in der Finanzierungsrechnung zu aktuellen Kursen berechnet wird) belief sich Ende Juni 2010 auf 1 940 Mrd € und war damit um 150 Mrd € höher als ein Jahr zuvor.”
Tja, des Einen Guthaben ist des Anderen Schuld. Verschuldung yoy € 150 Milliarden höher aber nur € 42 Milliarden neue Schuldtitel. Da kann man sich mit dem Mainstream der bürgerlichen Presse schon einmal Gedanken darüber machen, wie man die Differenz zu den eigentlich prognostizierten € 60 Milliarden neuen Schuldtiteln “ausgibt”, z.B. durch Steuersenkungen etc.
Auch das mit den Schulden ist etwas zu kurz gesprungen. Viele Geldanlagen werden kreditfinanziert, zumal wenn der Kreditzins so relativ niedrig ist. Auch jetzt in kreditfinanzierte Sachwerte zu gehen, wie Immobilien (niedrige Hypothekenkosten) bis hin zu Edelmetallen ist eine gängige Investitionspraxis für gar nicht so arme Investoren. Die Schuld ist also nicht unbedingt nur die Schuld der Armen.
Bei der in der Bundesbank Mitteilung angesprochenen Verschuldung handelt es sich um die Schulden der öffentlichen Hand und nicht um die Schulden der Privaten. Hier wäre es interessant zu wissen, wie der Anstieg der Verschuldung um € 150 Milliarden zustande kommt.
Nein, es handelt sich auch um die Verschuldung privater Haushalte und diese Zahlen habe ich aufgegriffen: “Die Verschuldung der privaten Haushalte nahm im Berichtszeitraum nur geringfügig zu. Per saldo wurden Kredite (einschl. sonstiger Verbindlichkeiten) in Höhe von knapp 6 Mrd € aufgenommen. Am Quartalsende summierten sich die Schulden bei Banken und Versicherungen auf insgesamt 1 530 Mrd € und blieben gegenüber dem Vorjahresquartal nahezu unverändert. Das Nettogeldvermögen stieg auf 3 237 Mrd €. Geldvermögensbestand der privaten Haushalte von 4 768 Mrd €, dem höchsten Wert seit der Wiedervereinigung.”
Noch ein Satz aus dem Bericht des DIW:
Die obersten 1%, also die Allerreichsten in Deutschland, verfügen über knapp ein Viertel des Gesamtvermögens!
MfG
Danke. Leider gibt es keine Statistik der Verteilung des Geldvermögens, sondern nur eine solche des Gesamtvermögens, die das DIW erarbeitet hat. Man kann das übertragen, wie ich es näherungsweise getan habe. Dann hat das oberste Zehntel etwa 61 %. Das ist natürlich schockierend. Doch ich benutze eine entsprechende Kuchengrafik nun seit etwa 5 Jahren ohne den Eindruck zu gewinnen, viel schockiert zu haben. Das gleiche gilt auch für die USA. Offensichtlich hoffen die unteren neun Zehntel immer noch, in das oberste zu kommen oder jedenfalls in dessen Nähe. Obwohl die Krise das Mißverhältnis weiter gesteigert hat, werden immer wieder mehrheitlich Parteien gewählt, die diesen Prozeß unterstützen. Das soll mir mal jemand erklären!
Schönen guten Abend, Herr Dr. Jahnke und Mitdiskutanten,
was ich jetzt schreibe, mag in Euren Augen völlig absurd klingen, aber seit Erich Fromm wissen wir: Menschen sind naturgemäß sehr liebevolle, soziale, emphatische und solidarische Säugetiere. Wir sind darauf geprägt, uns gegenseitig zu helfen und Menschen zu folgen, die mehr wissen, als wir selbst (Stammesführer). Wir lassen uns gerne von Glasperlen und Spiegeln blenden, freuen uns wie die Kinder über unser persönliches Fortkommen und sind neugierig, verspielt und mystisch (Aberglaube, Religion etc.) unser Leben lang. Der Mensch ist eine sehr possierliche, sehr gutmütige Spielart Gaias, also unseres Planten Erde.
Allerdings ist der Mensch obendrein kreativer und anpassungsfähiger als alle Tiere und Pflanzen dieses Planten! Der Mensch kann überall überleben und nie Ruhe geben; ständig denkt er sich etwas Neues aus, auch neue Gesellschaftsformen und Marktwirtschaften.
Zuletzt ist der Kapitalismus vor rund 500 Jahren als Marktwirtschaft erfunden worden. Er ging aus der notleidenden Kriegswirtschaft des Absolutismus hervor. Es wurde entdeckt, dass menschliche Arbeitskraft nicht mehr nur den eigenen täglichen Bedarf bedient, sondern ausgebeutet werden kann, Mehrwert zu erzeugen. Dieser Mehrwert führt zur Geldhortung mit allen anderen negativen Eigenschaften wie am Schlimmsten denjenigen, dass der Kapitalismus die niedersten Triebe in uns weckt. Diese Triebe sind rein destruktiv!
Aus der einst possierlichen Spielart Gaias ist vor allem in Gestalt unserer Kapitalisten ihr Teufel geworden, der sie Tag für Tag immer gröber ausbeutet und einen Klimawandel ungeahnten Ausmaßes provoziert, aus reinem Gewinnstreben. Aus reinem Gewinnstreben haben wir es heute mit Castoren zu tun, also Atommüll, denn es gilt nicht, die Natur und die Menschen zu bewahren, sondern Energie für die Industrie bereit zu stellen in Form von Atomstrom, weil uns die fossilen Brennstoffe ausgehen und Bio-Alternativen derzeit nicht ausreichend bereit stehen.
Die Masse der im Kapitalismus lebenden Menschen, also die mehr oder weniger besitzlosen Bürger und Bürgerinnen, sind indes immer noch die einfachen, liebenswerten Seelen, wie eingangs beschrieben. Sie glauben in geradezu kindlicher Weise daran, dass der Staat, also die Politiker, es nicht schlecht mit ihnen meint. 5000 Jahre patriarchalischer Gewalt kann das archaische Wissen um 160.000 Jahre Überlebenskampf nicht auslöschen.
In wirtschaftlichen Notzeiten wählen die Menschen ganz natürlich das Konservative, das Bewährte und auch mal eine angebliche Spaßpartei, wie den Guido. Das ist ein völlig natürlicher Instinkt. Die Menschen lassen sich heute zwar nicht mehr von Glasperlen und Spiegeln beeindrucken, aber von Titeln, Herkunft, Geldvermögen (Guttenberg) und mystisch sind sie immer geblieben, man betrachte nur die New-Age-Bewegung.
Je höher der Rang eines Politikers, desto besser muss es dieser Volks-Führer doch mit seinem Volk meinen?!?!?! Das Archaische trifft seit ca. 500 Jahren auf den prinzipiell unmenschlichen Kapitalismus.
Die Verlierer, wenn es zu kapitalen Krisen kommt, sind immer die „kleinen Leute“. Keynes hat bewiesen, dass die „kleinen Leute“ keine Verlierer sein müssen, wenn der Mehrwert per Steuern so gesteuert wird, dass die Reichen größere Anteile ihres sowieso nicht benötigten Geldvermögens Jahr für Jahr an den umverteilenden Staat abgeben. Keynes hat bewiesen, dass Geld zirkulieren muss und man es am besten denjenigen gibt, die es auch garantiert ausgeben, also den „kleinen Leuten“. Dieses Modell nennt man „Soziale Marktwirtschaft“ bzw. „Rheinischer Kapitalismus“.
Diesen Mechanismus zu erkennen, ist den Menschen meines Dunstkreises kaum zu vermitteln, denn sie stehen auf dem Standpunkt, dass derjenige, der viel leistet, auch viel Geld horten darf. Dass dieses sozial-archaische Prinzip im Kapitalismus aber nicht gelten kann, weil in diesem System Gleichgewichte in der Aus- wie Eingabenseite gefordert sind, ist vielen Menschen unverständlich.
So kommt es, dass viele Deutsche glauben, Schäuble hat Recht, wenn er sagt, die USA und Frankreich spinnen, wenn sie uns empfehlen, in dem Maße zu exportieren, wie wir importieren und die deutschen Löhne zu erhöhen. Die Deutschen denken, dass es nicht falsch sein kann, innovativer und produktiver als andere Länder zu sein. Also ist Quatsch, was USA und Frankreich sagt. Aus solchen Missverständnissen sind in der Vergangenheit real existierende Kriege entbrannt.
Die gewöhnlichen Menschen hassen die Kapitalisten für Leiharbeit, zu niedrige Löhne und schimpfen wegen der Praxis der staatlichen Aufstockung von Löhnen, machen aber gleichzeitig Sündenböcke aus, die für die innerstaatliche Krise verantwortlich sind: Es sind die angeblich stinkfaulen Arbeitslosen, sexuell zügellos alleinerziehende Mütter und sich nicht integrieren wollende Ausländer, die unser heimeliges Deutschland angeblich an den Rand des Ruins bringen, weil das angeblich alles asoziale Schmarotzer sind.
Entweder passt der Kapitalismus nicht zu den gewöhnlichen Menschen oder die gewöhnlichen Menschen passen nicht zum Kapitalismus. Da beißt sich die Katze in den Schwanz.
Wenn Sie, Herr Dr. Jahnke, vielleicht bedauern, dass das von mir vorgestellte Video bisher ca. 34.000 Mal aufgerufen wurde, Ihre YouTube-Aufklärungsserie aber nur um die 3.000 Mal, darf ich Ihnen versichern, dass ein einfaches Gemüt und davon wimmelt es in Deutschland, weder das eine noch das andere mit seinem persönlichen Leben in Verbindung bringt, sonst wäre nämlich seit etlichen Jahren auf unseren Straßen längst der Teufel los. Es liegt nicht an der Art der Darstellung, sondern daran, dass die Menschen, die 160.000 Jahre lang ohne Kapitalismus in solidarischen Gemeinschaften lebten und erst seit rund 10.000 Jahren in staatenbildenden Kulturen, schlicht und einfach nicht begreifen können, dass sie von den Kapitalisten (= ihren Führern) auf die perfideste Weise ausgenutzt werden.
Dass es vielleicht doch eine Evolution im archaischen Denken der Deutschen gibt, zeigen die zunehmenden Proteste der Deutschen. Die Polizeigewerkschaft klagt seit Wochen, dass die Polizisten einfach keine Kraft mehr haben, die politisch falschen Entscheidungen gegen die aufgebrachten Deutschen im Zaum zu halten. Die Deutschen protestieren dieser Tage in völlig ungewohnter Weise! Das macht unseren Politikern zunehmend Angst. Polizisten sind mittlerweile 24 Stunden und mehr am einem Stück im Einsatz.
Lustig fand ich, dass während der Castor-Proteste überall unter den Protestanten selbsterrichtete Volksküchen Pizza und Suppen produzierten. Die Demonstranten waren allesamt gut versorgt, die Polizisten waren stark hungrig, denn ihre Versorgungswagen kamen wegen der Protestler einfach nicht durch. Ermutigend empfand ich, dass hinter einer Windschutzscheibe eines Polizeiautos das Buch „Unter Linken“ befestigt war und ebenso ermutigend ist, dass es Polizisten gab, die aus Ästen ein Kreuz formten (= Symbol gegen Atommüll) und an die Räder ihres Fahrzeugs lehnten. Der Castor-Transport 2010 hat bewiesen, dass sich das Volk selbst organisieren kann, wie all die Jahrtausende zuvor. Der Castor 2010 hat bewiesen, dass Beamte ziemlich dumm ausschauen, wenn das Volk zivilen Ungehorsam praktiziert.
Deutschland befindet sich im Umbruch! Die Richtung ist noch nicht auszumachen. Aber ich denke, die Deutschen begreifen allmählich, dass der moderne (kapitalistische) Vater Staat kein Vater ist, sondern ein Leviathan, ein Ungeheuer.
“Wenn Sie, Herr Dr. Jahnke, vielleicht bedauern, dass das von mir vorgestellte Video bisher ca. 34.000 Mal aufgerufen wurde, Ihre YouTube-Aufklärungsserie aber nur um die 3.000 Mal” – Ich weiß wirklich nicht, wie Sie darauf kommen können. Ich habe mit nicht dem geringsten Wort Vergleiche zwischen zwei Videos angestellt. Ich habe nur erwähnt, daß diese Einseitigkeit in der Vermögensverteilung nun seit vielen Jahren von vielen Seiten (vor allem DIW Berlin) dokumentiert wird, ohne daß die Wähler daraus auch nur die geringsten Konsequenzen ziehen. Und was sind denn 34.000- oder 3.000-mal, nichts als kleinste Tropfen auf sehr heiße Steine.
Sie sollten diese Unterstellung irgendwelcher angeblicher Neidgefühle wegen zweier Videos bitte zurücknehmen.
ich frage zurück, was sind denn 3.000 oder 34.000 kritische Anmerkungen gegen den Kapitalismus, wenn die gewöhnlichen Menschen dieser Kritik nicht folgen? Die gewöhnlichen Deutschen folgen der Kapitalismuskritik nur schleppend, da ist es egal, ob man Aufrufe, beachtet von 3.000 oder 34.000 Menschen richtet. Wo kein Wille, da kein Weg!
Ich habe Sie doch nicht persönlich angegriffen, ich habe nur gesagt, wie die Leute meines Dunstkreises so oder so ticken.
Doch, Sie haben mir eindeutig unterstellt, zu beauern, das meine Videos weniger aufgerufen wurden: “Wenn Sie, Herr Dr. Jahnke, vielleicht bedauern, dass das von mir vorgestellte Video bisher ca. 34.000 Mal aufgerufen wurde, Ihre YouTube-Aufklärungsserie aber nur um die 3.000 Mal” . Dabei habe ich mit keinem einzigen Wort von meinen Videos gesprochen und schon gar nicht von der Zahl der Aufrufe. Das hat mit Leuten Ihres Dunstkreises nichts zu tun, wie Sie jetzt meinen. Rücknahme ist hier wirklich besser.
Sie haben geschrieben: „Doch ich benutze eine entsprechende Kuchengrafik nun seit 5 Jahren ohne den Eindruck zu gewinnen, viel schockiert zu haben.“ Und weiter: „Das soll mir mal jemand erklären.“ Darauf habe ich geantwortet.
Es tut mir leid, dass ich missverstanden wurde, dass Sie meine Worte als ehrenrührig empfinden. Entschuldigung. Das war wirklich nicht beabsichtigt. Ich nehme meine Worte mit aufrichtigem Bedauern zurück.
Der Neoliberalismus funktioniert am besten in einer formellen Demokratie, in der die Bevölkerung zugleich systematisch davon abgehalten wird, sich an Entscheidungsprozessen sinnvoll beteiligen zu können.(Anmerkung des Schreibers:Volksentscheide:z.BsP:Afghanistan/Atomkraft)
Ein paar Parteien,die,ungeachtet formeller Unterschiede und Wahlkampfgeschrei,die gleiche prokapitalistische Wirtschaftspolitik betreiben(Anmerkung des Schreibers:und gleichzeitig Hartz Gesetzte erfinden)
,führen triviale Diskussionen über Nebensachen.Demokratie ist zulässig,solange Wirtschaft von demokratischen Entscheidungen und Prozessen verschont bleibt, d.h.,solange die Demokratie keine ist.
Die Demokratie braucht ein die Bürger verbindendes
Gemeinschaftsgefühl, das seinen Ausdruck in einer Vielzahl nichtkommerzieller Organisationen und Institutionen findet. Die neoliberale Demokratie, die den Markt über alles stellt, läßt diesen Bereich links liegen. Sie bringt keine Bürger, sondern KONSUMENTEN hervor, keine Gemeinschaften, sondern EINKAUFSZENTREN(Anmerkung des Schreibers: Wissen wir doch alle:Nur Kaufen macht frei….kurzzeitig)
So entsteht schließlich eine atomisierte Gesellschaft gleichgültiger Individuen, die sich demoralisiert und ohnmächtig fühlen.
Chomsky/2005/Profit over People.
MfG
Nur eine Frage
Ist das 4. Dezil nun 12,9 oder 1,29
129 macht keinen Sinn
Danke, da war ein kleiner Zahlendreher drin. Hier korrigiert: http://www.jjahnke.net/rundbr78.html#2191
Es lohnt sich offenbar, die Graphiken zu vergleichen. Die Verteilung des Vermögens nach Dezilen sah vor 1…2 Jahren noch ganz anders aus. Hier wird der atemberaubende Turboeffekt der Vermögensverteilung richtg deutlich. Schlimm nur, daß nicht wenige Menschen noch glauben, es ginge um ihr Geld, wenn es regierungsseitig um Geld geht. Wenn dieser Staubsauger nicht bald ausgeschaltet wird, befürchte ich Schlimmes!
Den Zinseszins Effekt verstehen halt nur wenige.
Das ist bei Weitem nicht nur der Zinseszinseffekt, sondern vor allem die sehr ungleiche Verteilung der realen Primäreinkommen plus Spekulationsgewinne plus starke Erholung des Aktienmarktes, während die Zinseszinsentwicklung gegen die Inflationsrate gerechnet werden muß und dann schon erheblich bescheidener ausfällt. Der Realzins auf Bundesanleihen ist seit einiger Zeit ohnehin fast negativ und Zinseszins gibt es dann gar nicht!
Natürlich tragen die ungleichen Primäreinkommen zur ungleichen Vermögensentwicklung bei aber m.E. dürften die Kapitaleinkünfte überdurchschnittlich zu dem von Ihnen beschriebenen Phänomen führen. Alleine die unterschiedliche Besteuerung ist ein Grund. Bundesanleihen dürften wohl nicht das bevorzugte Investment von High Income People.
Ich würde mit solchen Feststellungen vorsichtig umgehen. Auch und gerade HNW-Menschen diversifizieren und brauchen einen erheblichen Teil an sicheren Anlagen, wozu vor allem Bundesanleihen gehören, die stark aus dem Ausland geordert werden (natürlich auch von Pensionsfonds). Ich habe doch nicht die Kapitaleinkünfte als ein Faktor bestritten, schon wegen der wieder erholten Aktienkurse ist dieser Teil der Gelvermögen stärker geworden. Doch woher wissen Sie, daß die immer unterschiedlichere Verteilung der Primäreinkommen nur unterdurchschnittlich wirkt? Sie war in meiner Einschätzung die Triebfeder für das explodierende Sparkapital (neben den Handelsbilanzüberschüssen, während vor der Krise die Zinssätze einmalig niedrig waren.
Sie hatten in Ihrer ersten Stellungnahme (“Den Zinseszins Effekt verstehen halt nur wenige.”) alles auf Zins und Zinseszins geschoben und auch damit würde ich weit vorsichtiger umgehen.
Keine Fragen mehr angesichts solcher Facts, aber dafür dieser Link:
http://robertreich.org/post/1173585263
In dem Beitrag fehlt aber noch die Gegenseite, nämlich die Verschuldung.
In der Bundesbankmitteilung heißt es dazu im besten Bankerkauderwelsch:
“Der Kreditbedarf des Staates ist weiterhin hoch, und die Verbindlichkeiten sind per saldo um rund 42 Mrd € gewachsen. Im drittstärksten Anstieg seit Einführung des Euro im Jahr 1999 schlug sich auch ein Schuldenanstieg aufgrund von Stützungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Finanzmarktkrise nieder. Zur Finanzierung wurde einerseits auf die Emission neuer Schuldtitel zurückgegriffen, die netto um 18 ½ Mrd € zunahmen. Andererseits wurden per saldo neue Kredite im Umfang von 23 ½ Mrd € aufgenommen. Die Verschuldung des Staates (die in der Finanzierungsrechnung zu aktuellen Kursen berechnet wird) belief sich Ende Juni 2010 auf 1 940 Mrd € und war damit um 150 Mrd € höher als ein Jahr zuvor.”
Tja, des Einen Guthaben ist des Anderen Schuld. Verschuldung yoy € 150 Milliarden höher aber nur € 42 Milliarden neue Schuldtitel. Da kann man sich mit dem Mainstream der bürgerlichen Presse schon einmal Gedanken darüber machen, wie man die Differenz zu den eigentlich prognostizierten € 60 Milliarden neuen Schuldtiteln “ausgibt”, z.B. durch Steuersenkungen etc.
Auch das mit den Schulden ist etwas zu kurz gesprungen. Viele Geldanlagen werden kreditfinanziert, zumal wenn der Kreditzins so relativ niedrig ist. Auch jetzt in kreditfinanzierte Sachwerte zu gehen, wie Immobilien (niedrige Hypothekenkosten) bis hin zu Edelmetallen ist eine gängige Investitionspraxis für gar nicht so arme Investoren. Die Schuld ist also nicht unbedingt nur die Schuld der Armen.
Bei der in der Bundesbank Mitteilung angesprochenen Verschuldung handelt es sich um die Schulden der öffentlichen Hand und nicht um die Schulden der Privaten. Hier wäre es interessant zu wissen, wie der Anstieg der Verschuldung um € 150 Milliarden zustande kommt.
Nein, es handelt sich auch um die Verschuldung privater Haushalte und diese Zahlen habe ich aufgegriffen: “Die Verschuldung der privaten Haushalte nahm im Berichtszeitraum nur geringfügig zu. Per saldo wurden Kredite (einschl. sonstiger Verbindlichkeiten) in Höhe von knapp 6 Mrd € aufgenommen. Am Quartalsende summierten sich die Schulden bei Banken und Versicherungen auf insgesamt 1 530 Mrd € und blieben gegenüber dem Vorjahresquartal nahezu unverändert. Das Nettogeldvermögen stieg auf 3 237 Mrd €. Geldvermögensbestand der privaten Haushalte von 4 768 Mrd €, dem höchsten Wert seit der Wiedervereinigung.”
26. November 2010
Sparpaket stoppen! Bundestag belagern!
http://www.kapitalismuskrise.org/aktuelles/2611-sparpakte-stoppen-bundestag-belagern/
Dieses Mal wollen die Protestanten in die Bannmeile rund um den Bundestag strömen. Die evtl. Strafe für diese Ordnungswidrigkeit nehmen sie in kauf.
Mit solidarischen Grüßen
Gaby
Noch ein Satz aus dem Bericht des DIW:
Die obersten 1%, also die Allerreichsten in Deutschland, verfügen über knapp ein Viertel des Gesamtvermögens!
MfG
Halloli miteinander,
ich habe ein Video gefunden, das die Vermögensverteilung noch einmal anschaulich erklärt.
Warum müssen eigentlich die armen Stackel, die eh nix haben, den Gürtel immer enger schnallen und nicht auch die Reichen?!
Viele Grüße
Gaby
Danke. Leider gibt es keine Statistik der Verteilung des Geldvermögens, sondern nur eine solche des Gesamtvermögens, die das DIW erarbeitet hat. Man kann das übertragen, wie ich es näherungsweise getan habe. Dann hat das oberste Zehntel etwa 61 %. Das ist natürlich schockierend. Doch ich benutze eine entsprechende Kuchengrafik nun seit etwa 5 Jahren ohne den Eindruck zu gewinnen, viel schockiert zu haben. Das gleiche gilt auch für die USA. Offensichtlich hoffen die unteren neun Zehntel immer noch, in das oberste zu kommen oder jedenfalls in dessen Nähe. Obwohl die Krise das Mißverhältnis weiter gesteigert hat, werden immer wieder mehrheitlich Parteien gewählt, die diesen Prozeß unterstützen. Das soll mir mal jemand erklären!
Schönen guten Abend, Herr Dr. Jahnke und Mitdiskutanten,
was ich jetzt schreibe, mag in Euren Augen völlig absurd klingen, aber seit Erich Fromm wissen wir: Menschen sind naturgemäß sehr liebevolle, soziale, emphatische und solidarische Säugetiere. Wir sind darauf geprägt, uns gegenseitig zu helfen und Menschen zu folgen, die mehr wissen, als wir selbst (Stammesführer). Wir lassen uns gerne von Glasperlen und Spiegeln blenden, freuen uns wie die Kinder über unser persönliches Fortkommen und sind neugierig, verspielt und mystisch (Aberglaube, Religion etc.) unser Leben lang. Der Mensch ist eine sehr possierliche, sehr gutmütige Spielart Gaias, also unseres Planten Erde.
Allerdings ist der Mensch obendrein kreativer und anpassungsfähiger als alle Tiere und Pflanzen dieses Planten! Der Mensch kann überall überleben und nie Ruhe geben; ständig denkt er sich etwas Neues aus, auch neue Gesellschaftsformen und Marktwirtschaften.
Zuletzt ist der Kapitalismus vor rund 500 Jahren als Marktwirtschaft erfunden worden. Er ging aus der notleidenden Kriegswirtschaft des Absolutismus hervor. Es wurde entdeckt, dass menschliche Arbeitskraft nicht mehr nur den eigenen täglichen Bedarf bedient, sondern ausgebeutet werden kann, Mehrwert zu erzeugen. Dieser Mehrwert führt zur Geldhortung mit allen anderen negativen Eigenschaften wie am Schlimmsten denjenigen, dass der Kapitalismus die niedersten Triebe in uns weckt. Diese Triebe sind rein destruktiv!
Aus der einst possierlichen Spielart Gaias ist vor allem in Gestalt unserer Kapitalisten ihr Teufel geworden, der sie Tag für Tag immer gröber ausbeutet und einen Klimawandel ungeahnten Ausmaßes provoziert, aus reinem Gewinnstreben. Aus reinem Gewinnstreben haben wir es heute mit Castoren zu tun, also Atommüll, denn es gilt nicht, die Natur und die Menschen zu bewahren, sondern Energie für die Industrie bereit zu stellen in Form von Atomstrom, weil uns die fossilen Brennstoffe ausgehen und Bio-Alternativen derzeit nicht ausreichend bereit stehen.
Die Masse der im Kapitalismus lebenden Menschen, also die mehr oder weniger besitzlosen Bürger und Bürgerinnen, sind indes immer noch die einfachen, liebenswerten Seelen, wie eingangs beschrieben. Sie glauben in geradezu kindlicher Weise daran, dass der Staat, also die Politiker, es nicht schlecht mit ihnen meint. 5000 Jahre patriarchalischer Gewalt kann das archaische Wissen um 160.000 Jahre Überlebenskampf nicht auslöschen.
In wirtschaftlichen Notzeiten wählen die Menschen ganz natürlich das Konservative, das Bewährte und auch mal eine angebliche Spaßpartei, wie den Guido. Das ist ein völlig natürlicher Instinkt. Die Menschen lassen sich heute zwar nicht mehr von Glasperlen und Spiegeln beeindrucken, aber von Titeln, Herkunft, Geldvermögen (Guttenberg) und mystisch sind sie immer geblieben, man betrachte nur die New-Age-Bewegung.
Je höher der Rang eines Politikers, desto besser muss es dieser Volks-Führer doch mit seinem Volk meinen?!?!?! Das Archaische trifft seit ca. 500 Jahren auf den prinzipiell unmenschlichen Kapitalismus.
Die Verlierer, wenn es zu kapitalen Krisen kommt, sind immer die „kleinen Leute“. Keynes hat bewiesen, dass die „kleinen Leute“ keine Verlierer sein müssen, wenn der Mehrwert per Steuern so gesteuert wird, dass die Reichen größere Anteile ihres sowieso nicht benötigten Geldvermögens Jahr für Jahr an den umverteilenden Staat abgeben. Keynes hat bewiesen, dass Geld zirkulieren muss und man es am besten denjenigen gibt, die es auch garantiert ausgeben, also den „kleinen Leuten“. Dieses Modell nennt man „Soziale Marktwirtschaft“ bzw. „Rheinischer Kapitalismus“.
Diesen Mechanismus zu erkennen, ist den Menschen meines Dunstkreises kaum zu vermitteln, denn sie stehen auf dem Standpunkt, dass derjenige, der viel leistet, auch viel Geld horten darf. Dass dieses sozial-archaische Prinzip im Kapitalismus aber nicht gelten kann, weil in diesem System Gleichgewichte in der Aus- wie Eingabenseite gefordert sind, ist vielen Menschen unverständlich.
So kommt es, dass viele Deutsche glauben, Schäuble hat Recht, wenn er sagt, die USA und Frankreich spinnen, wenn sie uns empfehlen, in dem Maße zu exportieren, wie wir importieren und die deutschen Löhne zu erhöhen. Die Deutschen denken, dass es nicht falsch sein kann, innovativer und produktiver als andere Länder zu sein. Also ist Quatsch, was USA und Frankreich sagt. Aus solchen Missverständnissen sind in der Vergangenheit real existierende Kriege entbrannt.
Die gewöhnlichen Menschen hassen die Kapitalisten für Leiharbeit, zu niedrige Löhne und schimpfen wegen der Praxis der staatlichen Aufstockung von Löhnen, machen aber gleichzeitig Sündenböcke aus, die für die innerstaatliche Krise verantwortlich sind: Es sind die angeblich stinkfaulen Arbeitslosen, sexuell zügellos alleinerziehende Mütter und sich nicht integrieren wollende Ausländer, die unser heimeliges Deutschland angeblich an den Rand des Ruins bringen, weil das angeblich alles asoziale Schmarotzer sind.
Entweder passt der Kapitalismus nicht zu den gewöhnlichen Menschen oder die gewöhnlichen Menschen passen nicht zum Kapitalismus. Da beißt sich die Katze in den Schwanz.
Wenn Sie, Herr Dr. Jahnke, vielleicht bedauern, dass das von mir vorgestellte Video bisher ca. 34.000 Mal aufgerufen wurde, Ihre YouTube-Aufklärungsserie aber nur um die 3.000 Mal, darf ich Ihnen versichern, dass ein einfaches Gemüt und davon wimmelt es in Deutschland, weder das eine noch das andere mit seinem persönlichen Leben in Verbindung bringt, sonst wäre nämlich seit etlichen Jahren auf unseren Straßen längst der Teufel los. Es liegt nicht an der Art der Darstellung, sondern daran, dass die Menschen, die 160.000 Jahre lang ohne Kapitalismus in solidarischen Gemeinschaften lebten und erst seit rund 10.000 Jahren in staatenbildenden Kulturen, schlicht und einfach nicht begreifen können, dass sie von den Kapitalisten (= ihren Führern) auf die perfideste Weise ausgenutzt werden.
Dass es vielleicht doch eine Evolution im archaischen Denken der Deutschen gibt, zeigen die zunehmenden Proteste der Deutschen. Die Polizeigewerkschaft klagt seit Wochen, dass die Polizisten einfach keine Kraft mehr haben, die politisch falschen Entscheidungen gegen die aufgebrachten Deutschen im Zaum zu halten. Die Deutschen protestieren dieser Tage in völlig ungewohnter Weise! Das macht unseren Politikern zunehmend Angst. Polizisten sind mittlerweile 24 Stunden und mehr am einem Stück im Einsatz.
Lustig fand ich, dass während der Castor-Proteste überall unter den Protestanten selbsterrichtete Volksküchen Pizza und Suppen produzierten. Die Demonstranten waren allesamt gut versorgt, die Polizisten waren stark hungrig, denn ihre Versorgungswagen kamen wegen der Protestler einfach nicht durch. Ermutigend empfand ich, dass hinter einer Windschutzscheibe eines Polizeiautos das Buch „Unter Linken“ befestigt war und ebenso ermutigend ist, dass es Polizisten gab, die aus Ästen ein Kreuz formten (= Symbol gegen Atommüll) und an die Räder ihres Fahrzeugs lehnten. Der Castor-Transport 2010 hat bewiesen, dass sich das Volk selbst organisieren kann, wie all die Jahrtausende zuvor. Der Castor 2010 hat bewiesen, dass Beamte ziemlich dumm ausschauen, wenn das Volk zivilen Ungehorsam praktiziert.
Deutschland befindet sich im Umbruch! Die Richtung ist noch nicht auszumachen. Aber ich denke, die Deutschen begreifen allmählich, dass der moderne (kapitalistische) Vater Staat kein Vater ist, sondern ein Leviathan, ein Ungeheuer.
Herzliche Grüße
Gaby
“Wenn Sie, Herr Dr. Jahnke, vielleicht bedauern, dass das von mir vorgestellte Video bisher ca. 34.000 Mal aufgerufen wurde, Ihre YouTube-Aufklärungsserie aber nur um die 3.000 Mal” – Ich weiß wirklich nicht, wie Sie darauf kommen können. Ich habe mit nicht dem geringsten Wort Vergleiche zwischen zwei Videos angestellt. Ich habe nur erwähnt, daß diese Einseitigkeit in der Vermögensverteilung nun seit vielen Jahren von vielen Seiten (vor allem DIW Berlin) dokumentiert wird, ohne daß die Wähler daraus auch nur die geringsten Konsequenzen ziehen. Und was sind denn 34.000- oder 3.000-mal, nichts als kleinste Tropfen auf sehr heiße Steine.
Sie sollten diese Unterstellung irgendwelcher angeblicher Neidgefühle wegen zweier Videos bitte zurücknehmen.
Herr Dr. Jahnke,
ich frage zurück, was sind denn 3.000 oder 34.000 kritische Anmerkungen gegen den Kapitalismus, wenn die gewöhnlichen Menschen dieser Kritik nicht folgen? Die gewöhnlichen Deutschen folgen der Kapitalismuskritik nur schleppend, da ist es egal, ob man Aufrufe, beachtet von 3.000 oder 34.000 Menschen richtet. Wo kein Wille, da kein Weg!
Ich habe Sie doch nicht persönlich angegriffen, ich habe nur gesagt, wie die Leute meines Dunstkreises so oder so ticken.
Gaby
Doch, Sie haben mir eindeutig unterstellt, zu beauern, das meine Videos weniger aufgerufen wurden: “Wenn Sie, Herr Dr. Jahnke, vielleicht bedauern, dass das von mir vorgestellte Video bisher ca. 34.000 Mal aufgerufen wurde, Ihre YouTube-Aufklärungsserie aber nur um die 3.000 Mal” . Dabei habe ich mit keinem einzigen Wort von meinen Videos gesprochen und schon gar nicht von der Zahl der Aufrufe. Das hat mit Leuten Ihres Dunstkreises nichts zu tun, wie Sie jetzt meinen. Rücknahme ist hier wirklich besser.
Guten Morgen, Herr Dr. Jahnke,
Sie haben geschrieben: „Doch ich benutze eine entsprechende Kuchengrafik nun seit 5 Jahren ohne den Eindruck zu gewinnen, viel schockiert zu haben.“ Und weiter: „Das soll mir mal jemand erklären.“ Darauf habe ich geantwortet.
Es tut mir leid, dass ich missverstanden wurde, dass Sie meine Worte als ehrenrührig empfinden. Entschuldigung. Das war wirklich nicht beabsichtigt. Ich nehme meine Worte mit aufrichtigem Bedauern zurück.
Alles Gute,
Gaby
O.K. (das Problem war Ihr “aber nur”)
Der Neoliberalismus funktioniert am besten in einer formellen Demokratie, in der die Bevölkerung zugleich systematisch davon abgehalten wird, sich an Entscheidungsprozessen sinnvoll beteiligen zu können.(Anmerkung des Schreibers:Volksentscheide:z.BsP:Afghanistan/Atomkraft)
Ein paar Parteien,die,ungeachtet formeller Unterschiede und Wahlkampfgeschrei,die gleiche prokapitalistische Wirtschaftspolitik betreiben(Anmerkung des Schreibers:und gleichzeitig Hartz Gesetzte erfinden)
,führen triviale Diskussionen über Nebensachen.Demokratie ist zulässig,solange Wirtschaft von demokratischen Entscheidungen und Prozessen verschont bleibt, d.h.,solange die Demokratie keine ist.
Die Demokratie braucht ein die Bürger verbindendes
Gemeinschaftsgefühl, das seinen Ausdruck in einer Vielzahl nichtkommerzieller Organisationen und Institutionen findet. Die neoliberale Demokratie, die den Markt über alles stellt, läßt diesen Bereich links liegen. Sie bringt keine Bürger, sondern KONSUMENTEN hervor, keine Gemeinschaften, sondern EINKAUFSZENTREN(Anmerkung des Schreibers: Wissen wir doch alle:Nur Kaufen macht frei….kurzzeitig)
So entsteht schließlich eine atomisierte Gesellschaft gleichgültiger Individuen, die sich demoralisiert und ohnmächtig fühlen.
Chomsky/2005/Profit over People.
MfG
Hallo Herr Jahnke,
mein ausführlicher Kommentar zu ihrer Verteilungsgrafik steht hier: http://marx-forum.de/diskussion/forum_entry.php?id=4466
Und nix für ungut!
Wal Buchenberg
Hallo,
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Danke.